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Zirbenduft, Gletscherbäche und Passkehren – mit dem Camper durch Graubünden und das Engadin bis zur Veltliner Grenze – brown and white concrete building near green trees during daytime📷 Photo by Stefan Lehner on Unsplash
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Zirbenduft, Gletscherbäche und Passkehren – mit dem Camper durch Graubünden und das Engadin bis zur Veltliner Grenze

Von Chur über Julier, Maloja und Ofenpass ins Val Müstair, über den Bernina nach Poschiavo und über den Albula zurück: gut 500 Kilometer durch das Land der drei Sprachen, bei dem jeder Pass seine eigene Kurvenlogik hat.

Entfernung
358 km (222 mi)
Fahrzeit
4 h 56 min
Empfohlene Tage
8
Stopps
14
Länder
Schweiz, Italien
Aktualisiert
1. September 2026

Auf einen Blick: 8-tägige Rundreise über etwa 358 km (222 mi) mit 14 Stopps, Start und Ziel in Chur. Insgesamt etwa 4 h 56 min Fahrzeit.

Weitere Roadtrips: Schweiz, Italien · Weitere Roadtrips ab Chur

Reiseführer · CampingSpirit

Von Chur über Julier, Maloja und Ofenpass ins Val Müstair, über den Bernina nach Poschiavo und über den Albula zurück: gut 500 Kilometer durch das Land der drei Sprachen, bei dem jeder Pass seine eigene Kurvenlogik hat.

Der Spirit der Route

Graubünden ist ein Land aus Stufen: Rheinschlucht, Schieferdörfer, dann die Pässe, die in ein Hochtal von seltsam klarem Licht münden. Im Engadin liegen die Seen wie Glasplatten zwischen Lärchenwäldern, auf den Terrassen stehen weiß getünchte Häuser mit Sgraffito und tiefen Fensternischen, und im Ort hört man Rätoromanisch, Deutsch und Italienisch in einem Satz. Aus der Schiebetür sehen Sie morgens Nebel über dem Silvaplanersee, nachmittags den Morteratschgletscher, abends die Rote Bahn, die auf Viadukten über Schluchten kriecht. Auf dem Ofenpass riecht es nach Bergföhren, im Nationalpark pfeifen Murmeltiere, und hinter dem Bernina wechselt die Luft binnen Minuten zu Palmen, Kastanien und Espresso. Diese Runde ist klein im Maßstab und groß im Höhenprofil – mit Zeit für Wanderungen, die man nicht abkürzt.

Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

1Etappe 1: Chur nach Silvaplana (über den Julierpass) (ca. 85 km)

Die Strecke
Von Chur auf der Hauptstraße über Churwalden und die Lenzerheide hinab nach Tiefencastel, dann durch das Surses mit Savognin und Bivio hinauf zum Julierpass (rund 2.280 m) und ins Oberengadin. Gut ausgebaut, aber mit vielen Kurven und Steigungen bis zum Pass; die Julierstrecke ist ganzjährig befahrbar, im Winter nur mit Ketten oder Winterreifen. Rund 2 Stunden reine Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Altstadt von Chur mit Kathedrale und verwinkelten Gassen, am Morgen vor der Abfahrt noch ruhig.
  • Heidsee an der Lenzerheide, kurzer Spaziergang auf dem Ufersteg.
  • Julierpass: die Reste der römischen Säulen am Pass und der Blick hinab zum Silvaplanersee.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping Silvaplana liegt zwischen Straße und Silvaplanersee, mit Strom, Sanitär und Ver- und Entsorgung; Saison und Platzzahl für Wohnmobile vorab beim Betreiber prüfen. Alternativ Camping St. Moritz, rund 5 km entfernt. Vor dem Start bietet sich bei Chur Camp Au am Rhein an; Plätze für Wohnmobile vorab klären.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In Graubünden ist Wildcampen Gemeindesache, und im Engadin wird Übernachten im Fahrzeug an Passstraßen, Seen und Wanderparkplätzen zunehmend kontrolliert und gebüßt. Am Julier, in Bivio und am Silvaplanersee nicht auf Freistehen setzen; für einen Zwischenstopp gibt es in Bivio einen kleinen Stellplatz am Skilift (Tua) mit Entsorgung; Ausstattung, Plätze und Preis vorab beim Betreiber prüfen.

Insider-Tipp für Camper
Vor dem Aufstieg in Chur oder Tiefencastel tanken, auf der Pass- und Engadiner Seite sind Kraftstoff und Lebensmittel deutlich teurer. Auf der Nordrampe des Julier gibt es Parkbuchten für Fotostopps; bergab im niedrigen Gang fahren, die Kehren hinter Bivio sind lang.

2Etappe 2: Silvaplana nach Morteratsch (Pontresina) (ca. 55 km)

Die Strecke
Zunächst am Silvaplanersee und Silsersee entlang nach Sils und Maloja (rund 1.800 m), dann bis zur Passhöhe mit Blick auf die Maloja-Kehren ins Bergell, zurück über St. Moritz, Celerina und Pontresina ins Val Morteratsch. Breite Straße im Oberengadin, in den Maloja-Kehren eng mit Gegenverkehr. Etwa 1,5 Stunden reine Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Maloja: Aussicht von der Passhöhe und die Gletschermühlen am Ortsrand.
  • Sils Maria und das Fextal: Fahrverbot für Autos im hinteren Tal, zu Fuß oder mit Pferdekutsche.
  • Morteratschgletscher: Gletscherweg ab Bahnhof, mit Markierungen zum früheren Eisstand.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Campingplatz Morteratsch am Taleingang, mit Strom, Sanitär und Ver- und Entsorgung, nur im Sommer geöffnet; unweit fährt die Berninabahn vorbei. Alternativen sind TCS Camping Samedan in Flussnähe oder Camping Gravatscha bei Samedan.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Val Morteratsch und im Fextal ist Übernachten außerhalb der Plätze nicht vorgesehen. An Diavolezza und Lagalb gibt es Wohnmobilstellplätze, die der Campingplatz Morteratsch verwaltet; Saison, Gebühren und Bedingungen vorab dort erfragen.

Insider-Tipp für Camper
Für die Bahnfahrt ab Pontresina, den Sessel- oder Gondelbetrieb und die Fextal-Kutschen im Sommer vorab Plätze und Tickets prüfen. In St. Moritz ist Parken mit Wohnmobil im Zentrum knapp – besser in Celerina oder Pontresina stehen lassen und mit dem Bus fahren.

3Etappe 3: Morteratsch nach Zernez (ca. 55 km)

Die Strecke
Talwärts nach Samedan, dann auf der Hauptstraße im Unterengadin über Zuoz und S-chanf nach Zernez. Gut ausgebaut, sanfte Steigungen, einzelne Ortsdurchfahrten mit Tempo 50. Gut eine Stunde Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Zuoz: die Altstadt mit Sgraffito-Fassaden und dem Engadiner Haustyp, ein Spaziergang von einer halben Stunde.
  • Inn-Ufer bei S-chanf, ruhiger Radweg, der am Fluss bis Zernez führt.
  • Schweizerisches Nationalparkzentrum in Zernez mit Ausstellung zur Alpenfauna und Tourenberatung.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping Cul in Zernez am Rand des Dorfes mit Strom, Sanitär und Ver- und Entsorgung; Öffnungszeiten und Platz für Wohnmobile vorab beim Betreiber erfragen. Für ein früheres Ziel bietet sich Camping Chapella bei S-chanf an, ruhig am Inn.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Schweizerischen Nationalpark ist Übernachten auch im Fahrzeug verboten, und die Regel wird von den Rangern durchgesetzt. Auf Parkplätzen an der Ofenpassstraße wie Il Fuorn gilt „Parken nur tagsüber“ – nicht über Nacht stehen bleiben. Auf Gemeindeparkplätzen in Zernez und S-chanf ist Übernachten im Wohnmobil in der Regel nicht vorgesehen; Beschilderung beachten.

Insider-Tipp für Camper
Das Nationalparkzentrum bucht Wanderungen und gibt aktuelle Wegzustände. Hunde dürfen laut Parkordnung nicht in den Nationalpark mitgenommen werden, auch nicht getragen – bei Hunden Ersatzprogramm planen. Auf dem Ofenpass gibt es keine Tankstelle, daher in Zernez volltanken.

4Etappe 4: Zernez nach Müstair (Val Müstair, über den Ofenpass) (ca. 40 km)

Die Strecke
Von Zernez durch das Fuorntal auf der Ofenpassstraße durch den Nationalpark hinauf zum Ofenpass (rund 2.150 m), danach durch Tschierv und Fuldera hinab ins Val Müstair bis Müstair. Zweispurig, mit weiten Kurven und leichten Steigungen, aber im Wald schattig und mit Wildwechsel. Gut eine Stunde reine Fahrzeit, mit Stopps ein halber Tag.
Highlights & Must-Sees
  • Margunet und weitere Nationalpark-Wanderungen ab Parkplätzen an der Passstraße, mit Hirschen und Murmeltieren.
  • Santa Maria mit Kirche und einem Blick auf den Umbrailpass, eine Gelegenheit zum Fotostopp.
  • Kloster St. Johann in Müstair, UNESCO-Welterbe mit karolingischen Fresken.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Pe da Munt in Santa Maria im Val Müstair, einfacher Campingplatz mit Sanitär; Ausstattung, im Val Müstair gibt es weitere Plätze und Hofübernachtungen – Saison und Wohnmobilplätze vorab beim Betreiber oder Tourismusbüro erfragen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Nationalpark sind Biwakieren, Feuer und Übernachten auf den Parkplätzen verboten; im Val Müstair gelten Gemeinde- und Naturschutzregeln, Freistehen ist nicht vorgesehen. Auf den Parkplätzen am Ofenpass nicht übernachten.

Insider-Tipp für Camper
Der Umbrailpass nach Italien ist auf Schweizer Seite teils unbefestigt und für Wohnmobile nicht empfehlenswert; der Rückweg führt über denselben Ofenpass. Wer den Pass überspringen will, fährt mit dem Postauto, der Camper bleibt in Zernez. Wasser mitnehmen: Auf dem Ofenpass gibt es keine Läden.

5Etappe 5: Müstair nach Madulain (ca. 60 km)

Die Strecke
Zurück über den Ofenpass nach Zernez und auf der Hauptstraße im Oberengadin über Zuoz nach Madulain. Dieselbe Strecke wie am Vortag in Gegenrichtung; die Abfahrt vom Ofenpass nach Zernez ist lang, danach folgt die breite Talstraße am Inn. Etwa 1 Stunde 15 Minuten Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Ofenpass-Passhöhe mit Bergföhrenwald; ein kurzer Spaziergang am Parkplatz lohnt im Spätnachmittagslicht.
  • Sgraffito-Haus und Dorfbrunnen in Madulain.
  • Spaziergang entlang des Inn zwischen Zuoz und Madulain.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping Madulain mit Strom, Sanitär, Ver- und Entsorgung, ruhig und abseits der Hauptstraße; im Hochsommer rechtzeitig reservieren. Der Platz hat Zwischensaison-Schließzeiten im Frühjahr und Herbst (2024 etwa 21. Oktober bis 20. Dezember), daher Öffnungsdaten für Ihr Reisedatum prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Oberengadin gibt es keine geeigneten Freistehplätze; Übernachten auf Gemeindeparkplätzen ist meist untersagt. Tagsüber lässt sich in Zernez und Zuoz parken.

Insider-Tipp für Camper
Lebensmittel bei Zuoz oder Samedan einkaufen: Auf dem Weg zum Bernina folgt kein Supermarkt mehr, in Poschiavo gibt es Läden. Samstags kann es auf der Engadiner Hauptstraße bei Wechseltag der Ferienwohnungen zäh werden – früh fahren.

6Etappe 6: Madulain nach Poschiavo (über den Berninapass) (ca. 55 km)

Die Strecke
Über Samedan und Pontresina hinauf zum Berninapass (rund 2.330 m) mit Lago Bianco, dann in Kehren bei Alp Grüm vorbei hinab nach Poschiavo. Die Straße folgt der Berninabahn, ist ganzjährig befahrbar, bei Schnee kann sie gesperrt werden. Gut 1,5 Stunden Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Lago Bianco am Pass mit Staumauer, links die Gletscher des Piz Palü.
  • Alp Grüm: Rast am Bahnhof mit Sicht auf den Palügletscher und das Puschlav tief unten.
  • Poschiavo: der Hauptplatz und das „Spanische Quartier“ mit den bunten Palazzi.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping Cavresc am Lago di Poschiavo nahe Le Prese, mit Sanitär; Strom, Entsorgung und Saison vorab erfragen. Ebenfalls am See liegt Camping Boomerang, Ausstattung und Wohnmobilplätze vorab klären. Am See gibt es zudem einen kleinen Stellplatz.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Puschlav gilt dieselbe Linie wie im Engadin: Parken ja, Campieren nein. Am See ist Freistehen verboten und wird kontrolliert; die Stellplätze sind klein und im Sommer schnell voll.

Insider-Tipp für Camper
Italienisch ist hier Alltagssprache; Preise in Franken, Karte wird fast überall akzeptiert. Eine Fahrt mit der Berninabahn ab Poschiavo nach Tirano oder Pontresina lohnt sich als Ruhetag ohne Camper.

7Etappe 7: Poschiavo nach Bergün (Tirano-Ausflug, Albulapass) (ca. 90 km)

Die Strecke
Wahlweise zuerst auf der Talstraße nach Campocologno an die Grenze und nach Tirano im Veltlin (rund 25 km, hin und zurück etwa 50 km zusätzlich), dann denselben Weg zurück über den Berninapass nach Samedan und La Punt und über den Albulapass (rund 2.315 m) nach Bergün. Der Albula ist schmal, steil und kurvig, Teile ohne Mittelmarkierung; nach TCS-Angaben liegen die Grenzen bei 3,3 m Höhe, 11 t und 12 % Steigung, und der TCS rät von Fahrten mit Wohnmobil oder Wohnwagen ab. Wer unsicher ist, weicht über den Julier aus. Gut 3 Stunden reine Fahrzeit, mit Tirano ein langer Tag.
Highlights & Must-Sees
  • Brusio: das Kreisviadukt der Berninabahn, einmalig bei Zugdurchfahrt.
  • Tirano im Veltlin: Wallfahrtskirche Madonna di Tirano und der Bahnhof, an dem die Berninabahn endet.
  • Albulapass: Passhöhe mit kleinem See und Blick auf die Bündner Bergwelt, Bahnlehrpfad Bergün–Preda.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Bergün gibt es kleine Wohnmobilstellplätze; Verzeichnisse widersprechen sich bei Platzzahl, Strom und Saison (ein Platz nennt nur 4 Stellplätze, geöffnet etwa 15. April bis 13. November), daher vorab bei der Tourismusorganisation klären. Alternativ Camping Cumpogna in Tiefencastel am Fuß der Albula-Rampe.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Freistehen ist am Albula nicht vorgesehen, auch nicht auf Passparkplätzen; die Behörden sind streng. In Tirano gelten italienische Regeln (Parken ja, Campieren nein); für die Altstadt sind Verkehrsbeschränkungen (ZTL) möglich, Beschilderung beachten. Der bezahlte Wohnmobilplatz an der Via alla Polveriera liegt rund 1 km vom Zentrum.

Insider-Tipp für Camper
Vor der Fahrt den Passstatus beim TCS oder der Graubündner Verkehrsinfo prüfen: Der Albula ist im Winter gesperrt (meist Dezember bis Mai); an einzelnen Sonntagen sind Pässe zeitweise nur für Radfahrer offen, 2026 am Albula am 6. September von 10 bis 16 Uhr. Für den Grenzübertritt Pass oder ID mitführen. In Italien gelten andere Tempolimits (außerorts 90 km/h für Wohnmobile bis 3,5 t) und Regeln für Maut und Umweltzonen.

8Etappe 8: Bergün nach Chur (ca. 75 km)

Die Strecke
Von Bergün durch die Albulaschlucht nach Filisur und Tiefencastel, dann über Alvaschein und die Schinschlucht nach Thusis, weiter an der Via Mala vorbei durch das Domleschg nach Chur. Gut ausgebaute Strecke, die Schinschlucht mit Brücken und kurzen Engen. Rund 1,5 Stunden Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Landwasserviadukt bei Filisur, 65 m hoch, ein Ort für Zugfotos von der Aussicht.
  • Via Mala-Schlucht bei Thusis, die Schlucht auf Stegen begehbar.
  • Burg Rhäzüns und das Domleschg, das burgenreichste Tal der Schweiz.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camp Au in Chur am Rhein als Abschluss (Wohnmobilplätze vorab klären), oder TCS Camping Thusis Viamala. Saison und Ver- und Entsorgung vorab prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Domleschg und Churer Rheintal gibt es kein geduldetes Freistehen; Stellplätze und Campingplätze nutzen.

Insider-Tipp für Camper
Zum Abschluss in Chur Wasser, Entsorgung und Diesel für die Rückreise einplanen; Entsorgungsmöglichkeit vorab beim Campingplatz erfragen. Zum Landwasserviadukt führt ein Fußweg ab dem Bahnhof Filisur; für Fotos nie auf die Bahngleise treten.

Camping-Praxis & Länder-Knigge

Wildcamping & Freistehen

  • In der Schweiz regeln Kantone und Gemeinden das Wildcampen. Parken dürfen Wohnmobile dort, wo es erlaubt ist, auch über Nacht zur Ruhe; Campingverhalten wie Tisch, Stühle, Markise oder Grillen kann gebüßt werden. Im Engadin und im Puschlav sind Passparkplätze und Seeufer häufig mit Verbotsschildern belegt.
  • Im Schweizerischen Nationalpark sind Biwakieren, Feuer und Übernachten auf den Parkplätzen verboten, Hunde dürfen nicht mitgenommen werden. Verstöße ahndet die Parkverwaltung mit Bussen; die Ranger kontrollieren.
  • Legale Alternativen sind Campingplätze (TCS, camping.ch), Stellplätze und Hofübernachtungen. Nützliche Quellen: park4night, Campercontact und camping.ch.
  • Im Veltlin und bei Tirano gilt Italien: Parken ja, Campieren nein; Gemeinden können weitergehende Verbote haben.

Entsorgung & Versorgung

  • Entsorgung und Frischwasser gibt es auf den meisten Campingplätzen und an einzelnen Stellplätzen, oft gegen Gebühr; Münzen oder Karte bereithalten. Chemietoilette nur an der Entsorgungsstelle leeren, Grauwasser nie auf Parkplätzen ablassen.
  • Leitungswasser ist in der Schweiz Trinkwasser; Brunnen sind ausgewiesen („Kein Trinkwasser“ achten).
  • Gas: Deutsche Tauschflaschen werden nicht getauscht, Campingaz und Propan gibt es an Tankstellen und in Baumärkten. LPG-Tankstellen sind selten; Tankflaschen vorab füllen und Adapter mitführen. Zwei volle Flaschen bei der Einreise sind die sichere Reserve.
  • Diesel ist im Engadin teurer als im Unterland; vor Chur oder in Zernez tanken.

Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

  • Autobahnvignette (40 CHF, digital oder Klebevignette) für Fahrzeuge bis 3,5 t, gültig vom 1. Dezember des Vorjahres bis 31. Januar des Folgejahres; Anhänger brauchen eine eigene. Ohne Vignette droht eine Busse von 200 CHF. Wohnmobile über 3,5 t zahlen die LSVA bzw. die Pauschale PSVA, Zahlung über die Via-App des Zolls (BAZG); Satz nach Gewicht und Zeitraum vorab prüfen. Diese Route verläuft größtenteils auf Landstraßen, die Vignette ist trotzdem Pflicht, sobald Sie auf eine Autobahn fahren.
  • Maße: höchstens 4,00 m Höhe, 2,55 m Breite, 12 m Länge für Einzelfahrzeuge, 18,75 m für Züge; auf schmalen Pässen wie Albula (laut TCS 3,3 m Höhe, 11 t) und Ofen auf Maße und Überhang achten.
  • Tempolimits: Autobahn 120 km/h (Wohnmobil bis 3,5 t), Autostraße 100, Landstraße 80, Ortschaft 50; Wohnmobil über 3,5 t Autobahn 100; Gespann außerorts 80, auf Autobahn und Autostraße 80 (100 bei Anhänger bis 3,5 t, wenn die Zulassung es erlaubt). Abblendlicht auch am Tag Pflicht. 0,5 Promille, Handy nur mit Freisprecheinrichtung.
  • Winterausrüstung: Keine generelle Pflicht, aber bei Schnee werden Passstraßen gesperrt oder ketten- bzw. winterreifenpflichtig; Der Albula ist im Winter geschlossen (meist Dezember bis Mai), Bernina, Julier, Ofen und Maloja sind ganzjährig offen und bei Schnee zeitweise nur mit Ketten oder Winterreifen befahrbar. Sommerreifen mit M+S sind erlaubt; Ketten gehören im Frühjahr und Herbst an Bord.
  • Heckträger mit Fahrrädern: Kennzeichen und Beleuchtung müssen sichtbar bleiben, überstehende Ladung ist zu kennzeichnen. An einzelnen Sonntagen sind Bündner Pässe zeitweise nur für Radfahrer offen (2026 Albula am 6. September), Termine prüfen. Für die Einreise nach Italien Ausweis mitführen.

CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

  • Schneeketten oder Textilketten (mit Probe-Aufziehen vor der Reise) – auf Julier, Bernina und Albula kann im Frühjahr und Herbst Schnee liegen.
  • Warme Kleidung, Mütze und Regenjacke für Passhöhen über 2.000 m, wo auch im Juli Frost möglich ist.
  • Fernglas für Murmeltiere, Steinböcke und Hirsche am Ofenpass und im Nationalpark.
  • Wanderkarte oder Offline-Karte für Nationalpark und Morteratsch, da das Netz in den Tälern lückenhaft ist.
  • Reserve-Gasflasche samt Adapter, denn die Versorgung ist im Engadin dünn.
  • Bremsflüssigkeit und Belagsprüfung vor der Reise – die Abfahrten vom Julier, Bernina und Albula sind lang.

Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.

Reiseverlauf Stopp für Stopp

In Fahrtreihenfolge. Entfernungen sind Schätzungen zwischen aufeinanderfolgenden Stopps.

  1. 1

    Chur

    Schweiz
    Start
  2. 2

    Julierpass

    Schweiz
    56 km
  3. 3

    Silvaplana

    Schweiz
    7 km
  4. 4

    Maloja

    Schweiz
    12 km
  5. 5

    Pontresina

    Schweiz
    23 km
  6. 6

    Zernez

    Schweiz
    34 km
  7. 7

    Ofenpass

    Schweiz
    21 km
  8. 8

    Müstair

    Schweiz
    15 km
  9. 9

    Berninapass

    Schweiz
    51 km
  10. 10

    Poschiavo

    Schweiz
    12 km
  11. 11

    Tirano

    Italien
    18 km
  12. 12

    Albulapass

    Schweiz
    60 km
  13. 13

    Bergün

    Schweiz
    11 km
  14. 14

    Chur

    Schweiz
    37 km

Beste Reisezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Am angenehmsten sind meist Juni–August. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: September. Kalt und kurze Tage: November–März. Die Bergpässe auf dieser Route sind meist Juni–Oktober geöffnet. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh.

Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten

Praktisches für unterwegs

  • Schweiz: Vignette für Autobahnen nötig. Fahrzeuge über 3,5 t zahlen statt der Vignette die Schwerverkehrsabgabe. Tempolimit für Pkw auf Autobahnen: 120 km/h.
  • Italien: Autobahnmaut. Maut auf den meisten Autostrade; Zahlung an der Schranke per Karte oder bar. Tempolimit für Pkw auf Autobahnen: 130 km/h.
  • Passo dello Stelvio (2.757 m). Meist von Juni–Oktober offen; außerhalb dieser Zeit kann die Straße wegen Schnee gesperrt sein. Alternative: Über den Reschen- und den Ofenpass oder die Talstraßen außen herum.

Verkehrsregeln und Gebühren ändern sich. Prüfen Sie vor der Reise offizielle Quellen.

Häufige Fragen

Wie lang ist die Route «Zirbenduft, Gletscherbäche und Passkehren – mit dem Camper durch Graubünden und das Engadin bis zur Veltliner Grenze»?

8-tägige Rundreise über etwa 358 km (222 mi) mit 14 Stopps, Start und Ziel in Chur. Insgesamt etwa 4 h 56 min Fahrzeit.

Wie viele Tage braucht man für «Zirbenduft, Gletscherbäche und Passkehren – mit dem Camper durch Graubünden und das Engadin bis zur Veltliner Grenze»?

Wir empfehlen 8 Tage: etwa 4 h 56 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

Wo beginnt und endet «Zirbenduft, Gletscherbäche und Passkehren – mit dem Camper durch Graubünden und das Engadin bis zur Veltliner Grenze»?

Es ist eine Rundreise mit Start und Ziel in Chur.

Durch welche Länder führt «Zirbenduft, Gletscherbäche und Passkehren – mit dem Camper durch Graubünden und das Engadin bis zur Veltliner Grenze»?

Schweiz und Italien.

Wo kann man entlang «Zirbenduft, Gletscherbäche und Passkehren – mit dem Camper durch Graubünden und das Engadin bis zur Veltliner Grenze» campen?

OpenStreetMap verzeichnet 101 Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze im Umkreis von 20 km um die Stopps dieser Route. Zum Beispiel: Camping Pradafenz, Camping Trin und Camping St. Moritz.

Wann ist die beste Reisezeit für Zirbenduft, Gletscherbäche und Passkehren – mit dem Camper durch Graubünden und das Engadin bis zur Veltliner Grenze?

Am angenehmsten sind meist Juni–August. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: September. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)