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B308

Vom Bodensee zum Königssee – mit dem Camper über die Deutsche Alpenstraße von Lindau nach Berchtesgaden

Rund 450 Kilometer offizielle Ferienstraße (rund 535 gefahrene Kilometer über unsere acht Etappen, Abstecher inklusive) am Nordrand der bayerischen Alpen: Passstraßen im Allgäu, Königsschlösser, Zugspitze, Kesselberg, Tegernsee und Chiemgau bis zum Königssee – eine Route für Fahrer mit Zeit und Bremsen in gutem Zustand.

Entfernung
452 km (281 mi)
Fahrzeit
6 h 14 min
Empfohlene Tage
8
Stopps
29
Länder
Deutschland
Aktualisiert
26. April 2026

Auf einen Blick: 8-tägiger Roadtrip über etwa 452 km (281 mi) mit 29 Stopps, von Lindau nach Königssee. Insgesamt etwa 6 h 14 min Fahrzeit.

Weitere Roadtrips: Deutschland

Reiseführer · CampingSpirit

Rund 450 Kilometer offizielle Ferienstraße (rund 535 gefahrene Kilometer über unsere acht Etappen, Abstecher inklusive) am Nordrand der bayerischen Alpen: Passstraßen im Allgäu, Königsschlösser, Zugspitze, Kesselberg, Tegernsee und Chiemgau bis zum Königssee – eine Route für Fahrer mit Zeit und Bremsen in gutem Zustand.

Der Spirit der Route

Die Deutsche Alpenstraße ist eine Kette aus Bundes- und Staatsstraßen, die seit 1927 als Ferienstraße von Lindau am Bodensee nach Berchtesgaden führt. Offiziell sind es rund 450 Kilometer (je nach Zählung bis etwa 485); die acht Etappen dieses Guides summieren sich auf rund 535 gefahrene Kilometer, weil sie Abstecher wie Linderhof, Sudelfeld oder Königssee einschließen. Kein Hochgebirgspass, aber mit Steigungen von deutlich über zehn Prozent, engen Ortsdurchfahrten und im Sommer viel Ausflugsverkehr. Vieles ist Naturschutzgebiet oder Nationalpark, Wildcampen ist strikt untersagt, die Kurorte erheben Kurtaxe. Im Juli und August die Nächte in Füssen, Garmisch und Berchtesgaden vorbuchen; ab Oktober kann in der Höhe schon Schnee liegen.

Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

1Etappe 1: Lindau (Bodensee) nach Immenstadt im Allgäu (ca. 60 km)

Die Strecke
Von Lindau auf der B308 durch das Westallgäu über Heimenkirch und Weiler-Simmerberg nach Oberstaufen und weiter nach Immenstadt – Landstraße mit Kuppen und langen, gut einsehbaren Kurven, kaum Steilstücke. In den Ortsdurchfahrten Tempo 30 und Blitzer. Rund 1 Stunde 15 Minuten Fahrzeit, mit Halten ein halber Tag.
Highlights & Must-Sees
  • Lindau: Hafeneinfahrt mit Neuem Leuchtturm und Bayerischem Löwen, Altstadtinsel mit Maximilianstraße und Altem Rathaus, dazu Blick auf die Schweizer Alpen bei klarer Luft.
  • Baumwipfelpfad und Skywalk bei Scheidegg (Abstecher von der B308): ein rund 540 m langer Holzsteg durch den Wald und ein 40 m hoher Aussichtsturm mit Blick auf Bodensee und Nagelfluhkette.
  • Oberstaufen mit Hochgratbahn ab Steibis, Kneippkurort und Schrothkur-Ort; in Immenstadt der Alpsee mit Badestrand und Bergbahn.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Lindau liegt der Campingplatz Park Camping Lindau am See im Stadtteil Zech unmittelbar am Bodenseeufer, saisonal geöffnet (laut Betreiber 2026 von Anfang März bis Anfang Januar 2027; Termine vorab prüfen), mit Strom und Sanitär und Radweg zur Insel. Außerdem weisen die Stadt und die Ortsteile Stellplätze am Festland aus; Lage, Gebühr und Öffnung vorab beim Tourismusbüro prüfen. In Oberstaufen und Immenstadt bieten Campingplätze und kommunale Stellplätze Plätze für eine Nacht; Ausstattung in Stellplatz-Apps und bei der Gemeinde vorab prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Rund um den Bodensee und im Westallgäu ist das Übernachten auf vielen Parkplätzen per Schild untersagt, besonders an Uferpromenaden und Wanderparkplätzen der Nagelfluhkette. Am Alpsee ist Parken am Ufer für Wohnmobile über Nacht in der Regel nicht vorgesehen. Für den Transit gilt: eine Nacht zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit ohne Campingverhalten, wo kein Verbotsschild steht.

Insider-Tipp für Camper
Die Altstadtinsel von Lindau ist für Wohnmobile ungeeignet: enge Gassen, Höhenbegrenzungen bei den Parkhäusern und begrenzte Zufahrt zur Insel. Den Camper am Festland lassen und mit Rad oder Bus über die Seebrücke gehen. Wer an der Hafeneinfahrt sein will, kommt früh: Ab Mittag und an sonnigen Wochenenden ist der Hafen voll. Den Skywalk bei Scheidegg lieber vormittags besuchen, die Schlange am Nachmittag ist länger.

2Etappe 2: Immenstadt im Allgäu nach Füssen (ca. 75 km)

Die Strecke
Auf der B308 über Sonthofen und Bad Hindelang zum Oberjoch (1.178 m), dann hinunter nach Wertach und über Nesselwang und Pfronten nach Füssen. Der Anstieg von Bad Hindelang zum Oberjoch überwindet knapp 380 Höhenmeter auf gut 10 km, mit mehreren Kehren und Steigungen bis etwa 9 Prozent (Passführer raten Wohnmobilen und Gespannen zur Vorsicht); im niedrigen Gang fahren. Für die Abfahrt Motorbremse nutzen. Rund 2 Stunden ohne Stopps.
Highlights & Must-Sees
  • Sonthofen als südlichste Stadt Deutschlands, mit Blick auf den Grünten (1.738 m, „Wächter des Allgäus“) und der Starzlachklamm als Abstecher.
  • Bad Hindelang mit dem Ostrachtal und dem Hinterstein: eine breite Talstraße entlang der Ostrach, dazu die Barockkirche St. Johann Baptist in Hindelang.
  • Burgruine Falkenstein bei Pfronten, mit 1.277 m die höchstgelegene Burgruine Deutschlands, dazu Blick über das Vilstal und in die Tannheimer Berge; Zugang zu Fuß.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Füssen gibt es am Stadtrand drei Wohnmobilplätze (Füssen Mobil, Wohnmobilpark Füssen, Camper's Stop), ganzjährig geöffnet, mit Strom und V/E, jeweils rund 2 km vom Zentrum; die Gebühren liegen zuletzt bei etwa 16 bis 17 Euro pro Nacht. Etwas früher, in Pfronten und Nesselwang, gibt es Campingplätze und kleine Stellplätze; Öffnungszeiten vorab prüfen. Auf halbem Weg am Hopfensee und am Bannwaldsee liegen weitere Campingplätze für den Übergang zu Etappe 3.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Auf dem Oberjoch und in der Ostrachtalregion stehen Verbotsschilder für Übernachten auf Parkplätzen; die Nagelfluhkette ist Naturpark, Hinterstein ein Schutzgebiet. Ein einmaliger Halt ohne Campingverhalten auf öffentlichen Parkplätzen bleibt in Ausnahmefällen möglich. Auf dem Weg nach Füssen (Wertach, Nesselwang) legen Gemeinden Wert darauf, dass Wohnmobile die Stellplätze nutzen.

Insider-Tipp für Camper
Vor dem Oberjoch Bremsen und Kühlmittel prüfen; Gefälle und Steigung sind auf längeren Streckenabschnitten deutlich spürbar, besonders mit Wohnwagen oder schwer beladenem Wohnmobil. Bei Schnee oder Reifglätte sind Alpine-Symbol-Reifen Pflicht; ab Oktober kann die Passhöhe bereits winterlich sein. Auf der B308 und in Bad Hindelang herrscht bei gutem Wetter viel Ausflugsverkehr, am besten vor 10 Uhr oder nach 16 Uhr fahren. Wasser und Kassette in Füssen erledigen; der Stellplatz in Pfronten oder Nesselwang ist für Tagesreisende bequem.

3Etappe 3: Füssen nach Oberammergau (ca. 60 km)

Die Strecke
Von Füssen über Schwangau und Halblech nach Steingaden, weiter über die Wieskirche zur Ammergauer Straße bei Saulgrub und nach Oberammergau. Voralpenstraße mit Kuppen und Kurven; die Nebenstraße zur Wies ist schmal, aber für Wohnmobile und Busse befahrbar. Rund 1 Stunde 15 Minuten Fahrzeit, mit den Sehenswürdigkeiten ein ganzer Tag.
Highlights & Must-Sees
  • Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau bei Schwangau, seit 2025 UNESCO-Welterbe; dazu die Marienbrücke und der Forggensee.
  • Wieskirche bei Steingaden (UNESCO-Welterbe): das Rokoko-Hauptwerk der Brüder Zimmermann auf einer Wiese, am besten vor 10 Uhr.
  • Oberammergau: Lüftlmalerei an den Häusern, das Passionstheater (Passionsspiele alle zehn Jahre, die nächsten 2030) und die Holzschnitzer im Ort.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Oberammergau gibt es den Campingpark Oberammergau mit angeschlossenem Reisemobilhafen; Öffnung und Preise vorab beim Betreiber oder beim Tourismusbüro Ammergauer Alpen prüfen. Für den Vorabend in Schwangau liegt Camping Brunnen am Forggensee mit Blick auf Neuschwanstein, mit Strom, V/E und Sanitär, in der Saison stark gebucht.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Ammergebirge liegen Naturschutzgebiet und Ammergauer Alpen als Schutzgebiet; Übernachten auf Parkplätzen dort ist untersagt. Rund um die Königsschlösser ist Übernachten auf den Parkplätzen in Hohenschwangau nicht erlaubt, ebenso am Seeufer außerhalb der Plätze; am Parkplatz der Wieskirche nur tagsüber parken.

Insider-Tipp für Camper
Neuschwanstein und Hohenschwangau sind nur mit Führung zu festem Einlasszeitfenster zu besichtigen. Tickets online vorab reservieren; am Ticket-Center in Hohenschwangau gibt es Tickets nur für den Besuch am selben Tag, Restkontingente ab 8 Uhr, in Sommer und Ferien oft früh vergriffen. Die Straße zum Schloss ist für Privatfahrzeuge gesperrt, bergauf per Bus, Kutsche oder rund 30 bis 40 Minuten zu Fuß. Wohnmobile dürfen in Hohenschwangau nur auf dem gebührenpflichtigen Parkplatz P2 stehen. In Oberammergau 2026 keine Passionsspiele; das Passionstheater ist dennoch zu besichtigen (Führungen, Termine vorab prüfen). Parken im Ortskern ist begrenzt, Parkscheibe und Beschilderung beachten.

4Etappe 4: Oberammergau nach Garmisch-Partenkirchen (ca. 30 km)

Die Strecke
Über die B23 nach Ettal und den Ettaler Sattel (rund 870 m, Steigungen von etwa zehn Prozent), dann bergab durch Oberau und Farchant nach Garmisch-Partenkirchen. Kurze Etappe, für die Zeit bleibt: Kloster Ettal, Schloss Linderhof als Abstecher, danach Zugspitze und Partnachklamm. Gut 45 Minuten Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Kloster Ettal, von Kaiser Ludwig dem Bayern 1330 gegründet: Barockkirche mit Kuppel, dazu Klosterladen und Klosterbrauerei.
  • Schloss Linderhof, das kleinste und einzige von Ludwig II. fertiggestellte Schloss: nur mit Führung, dazu Park und Venusgrotte. Abstecher von Ettal, rund 10 km einfach.
  • Zugspitze (2.962 m): mit der Zahnradbahn ab Garmisch oder der Eibsee-Seilbahn; Partnachklamm und Olympia-Skistadion in Garmisch-Partenkirchen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping Resort Zugspitze in Grainau (rund 8 km von Garmisch, laut Betreiber ganzjährig geöffnet) liegt am Fuß des Massivs und ist eine der bekanntesten Anlagen im Werdenfelser Land, mit Strom, Sanitär und Wohnmobilplätzen; Öffnungszeiten und Buchung vorab prüfen. In Garmisch-Partenkirchen selbst gibt es Stellplätze am Ortsrand und ein paar Campingplätze; Lage und Gebühr vorab prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Werdenfelser Land ist das Übernachten auf Parkplätzen an Zugspitzbahn, Eibsee und Partnachklamm untersagt; die Eibsee-Umgebung ist Schutzgebiet. Kontrollen sind häufig, Bußgelder empfindlich. Für Notfälle gilt die Ausnahme: eine Nacht, ohne Camping-Utensilien, wo nicht verboten.

Insider-Tipp für Camper
Zugspitze: Tickets für die Bayerische Zugspitzbahn und die Eibsee-Seilbahn vorab online kaufen, weil Sommertage und Ferien lange Schlangen und Wartezeiten bringen; bei Wind, Nebel oder Wartung fallen Fahrten aus. Die Staatsgrenze verläuft über den Gipfel; ein Ausweis gehört ins Gepäck. Die Partnachklamm ist eintrittspflichtig; im Winter und nach Unwettern kann sie gesperrt sein. Schloss Linderhof: Führung mit festem Einlass, Tickets vorab online reservieren, Öffnungszeiten je nach Saison. Wohnmobile parken in Garmisch am besten außerhalb des Zentrums.

5Etappe 5: Garmisch-Partenkirchen nach Kochel am See (ca. 65 km)

Die Strecke
Auf der B2 nach Mittenwald, weiter durch das Isartal über Krün und Wallgau, dann auf der B11 zum Walchensee und über den Kesselberg hinunter nach Kochel. Der Kesselberg (858 m) hat nach Passführern Steigung und Gefälle von bis zu rund 9 Prozent mit engen Kurven, durchgehend Tempo 60 und Überholverbot; Passführer stufen ihn für Wohnmobile und Gespanne als wenig geeignet ein, ein generelles Fahrverbot ist uns nicht bekannt. Für Motorräder gilt von April bis Oktober täglich ein Fahrverbot von 15 bis 22 Uhr. Aktuelle Beschränkungen und Baustellen vorab prüfen. Gut 1 Stunde 30 Minuten Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Mittenwald: Geigenbauort mit Lüftlmalerei und dem Geigenbaumuseum; die Karwendelbahn führt auf rund 2.244 m Höhe.
  • Walchensee: das türkisfarbene Wasser eines der größten und tiefsten Alpenseen Deutschlands; dazu das Walchenseekraftwerk am Fuß des Kesselbergs und die Herzogstandbahn (Betriebszeiten prüfen).
  • Kochel am See mit dem Franz Marc Museum und dem Freilichtmuseum Glentleiten in Großweil, dazu Kloster Benediktbeuern.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Rund 3 km vor Mittenwald liegt an der Isar der Naturcampingpark Isarhorn mit Sanitär und Strom, laut Betreiber 2026 bis 8. November geöffnet; Buchung nur über das Online-Formular, nicht telefonisch (vorab prüfen). Am Walchensee und in Kochel gibt es mehrere Campingplätze am Ufer und einige Stellplätze; Öffnungszeiten, Gebühren und Größenbeschränkungen vorab prüfen und in der Hauptsaison reservieren.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Am Walchensee ist Wildcampen streng untersagt: Der See ist Landschaftsschutzgebiet, die Uferparkplätze sind teils nachts gesperrt, Kontrollen sind häufig. Auch am Kochelsee gibt es Beschilderung. Wer in Mittenwald oder Wallgau spät ankommt, plant den Campingplatz ein.

Insider-Tipp für Camper
Vor dem Kesselberg: Bremsen prüfen und im Gefälle im niedrigen Gang fahren. Im Winter und bei Glätte kann die Strecke gesperrt oder nur mit Ketten befahrbar sein. In den Ortsdurchfahrten Krün und Wallgau gilt Tempo 30 und Blitzer; Fußgänger und Radfahrer vom Isarradweg queren. Die Leutaschklamm liegt kurz hinter der Grenze in Österreich; für Ausflüge dorthin Ausweis mitnehmen. Vom Campingplatz aus mit dem Rad zum Franz Marc Museum fahren, statt mit dem Camper ins Zentrum von Kochel.

6Etappe 6: Kochel am See nach Tegernsee (ca. 55 km)

Die Strecke
Von Kochel über Benediktbeuern und Bad Tölz (B11, B472) nach Gmund am Tegernsee und weiter nach Tegernsee. Flachere Straßen im Isarwinkel mit Blick auf die Benediktenwand; in Bad Tölz und am Tegernsee Ortsdurchfahrten mit Tempo 30. Rund 1 Stunde 15 Minuten Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Benediktbeuern: Kloster mit barocker Basilika; die Fraunhofer-Glashütte erinnert an den Physiker Joseph von Fraunhofer.
  • Bad Tölz: Marktstraße mit bunten Giebelhäusern am Isarhang und der Kalvarienberg mit der Leonhardikapelle.
  • Tegernsee: Schloss und ehemalige Benediktinerabtei am See, dazu das Herzogliche Bräustüberl; in Rottach-Egern die Wallbergbahn.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Am Tegernsee sind Stellplätze knapp und teuer; in Bad Tölz gibt es Wohnmobilstellplätze und in Gmund und Umgebung Campingplätze, Öffnung und Gebühr vorab prüfen. Kurtaxe wird in Bad Tölz und in den Tegernseer-Tal-Gemeinden zusätzlich pro Person erhoben.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Tegernseer Tal ist Übernachten auf öffentlichen Parkplätzen und am Ufer streng geregelt; viele Parkplätze tragen Schilder oder Tageslimits. Kontrollen sind häufig, besonders in den Sommermonaten. Für Wohnmobile ist der Stellplatz die verlässliche Lösung.

Insider-Tipp für Camper
Das Herzogliche Bräustüberl in Tegernsee ist an Sommerwochenenden voll, früh kommen; Parkplätze in Tegernsee sind gebührenpflichtig mit Höchstparkdauer, Wohnmobile zum Teil ausgeschlossen. Die Wallbergbahn und die Sommerrodelbahn am Wallberg sind familientauglich, aber bei Nebel wenig lohnend. Kurtaxe und Gästekarte vorab beim Gastgeber klären.

7Etappe 7: Tegernsee nach Aschau im Chiemgau (ca. 95 km)

Die Strecke
Über Gmund und Miesbach (B472) nach Schliersee und Bayrischzell, dann über die Sudelfeldstraße (rund 1.100 m Höhe) hinunter ins Inntal nach Oberaudorf und weiter durch das Priental über Sachrang nach Aschau. Bergstraße mit Steigungen und Gefälle deutlich über zehn Prozent, teils schmal; Beschränkungen für Wohnmobile und Gespanne vorab im Routenplaner prüfen. Gut 2 Stunden Fahrzeit, besser mit langer Mittagspause. Achtung: Die B307 ist in der Ortsdurchfahrt Neuhaus am Schliersee (zwischen Schliersee und Bayrischzell) seit dem 17. August 2026 voll gesperrt, voraussichtlich bis Ende Oktober 2026 (eine weitere Bauphase folgt im Frühjahr 2027); die Umleitung führt großräumig über das Leitzachtal, aktuelle Verkehrsmeldungen vorab prüfen.
Highlights & Must-Sees
  • Schliersee: barocke Pfarrkirche St. Sixtus und Sebastian am Ufer, dazu ein Ausflugsdampfer im Sommer.
  • Wendelstein: Die Zahnradbahn ab Brannenburg und die Seilbahn ab Bayrischzell führen zu Gipfelkirche und Sternwarte; Fahrbetrieb und Wetter vorab prüfen.
  • Aschau im Chiemgau mit Schloss Hohenaschau und der Kampenwandbahn; Blick auf den Chiemsee, rund 10 km entfernt.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Oberaudorf im Inntal gibt es Campingplätze und Stellplätze, in Aschau mehrere Campingplätze im Priental; Öffnung und Gebühr vorab prüfen. Am Schliersee und in Bayrischzell gibt es kommunale Stellplätze am Ortsrand, Ausstattung in Stellplatz-Apps prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In den bayerischen Bergen ist Übernachten auf Wanderparkplätzen und an der Sudelfeldstraße häufig untersagt; Wald und Schutzgebiete sind für Kraftfahrzeuge gesperrt. Halten und Parken am Sudelfeld nur an ausgewiesenen Stellen.

Insider-Tipp für Camper
Die Sudelfeldstraße (B307, bis 1.123 m, Steigungen bis rund 16 Prozent) ist nach Passführern mautfrei und für Wohnmobile befahrbar; Baustellen und Sperrungen vorab prüfen. Im Winter ist die Strecke bei Schnee gesperrt oder nur mit Ketten befahrbar, Alpine-Symbol-Reifen sind Pflicht. Kurz vor Oberaudorf und Sachrang werden Kehren eng; Wohnmobile über 3,5 t und mit hoher Bauhöhe vorab in der Karte prüfen. Wer ins Inntal will: Kufstein liegt rund 8 km entfernt, aber jenseits der Grenze in Österreich.

8Etappe 8: Aschau im Chiemgau nach Berchtesgaden (ca. 95 km)

Die Strecke
Von Aschau über Marquartstein und Reit im Winkl nach Ruhpolding und Inzell, auf der B305 über Schneizlreuth nach Bad Reichenhall, dann über den Hallthurmpass (B20) nach Bischofswiesen und Berchtesgaden. Landstraßen mit Kuppen, in den Kurorten Tempo 30; auf der B305 zwischen Ruhpolding und Inzell oft Lkw. Gut 2 Stunden Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Reit im Winkl und die Winklmoosalm auf 1.160 m Höhe: Panorama über das Kaisergebirge; die Zufahrt ab Seegatterl ist eine Mautstraße (zuletzt rund 10 Euro je Pkw, 4,2 km, bis 18 Prozent Steigung), Maut vorab prüfen.
  • Ruhpolding mit Rauschbergbahn und dem Frillensee bei Inzell; Bad Reichenhall mit der Alten Saline und der Predigtstuhlbahn.
  • Berchtesgaden: Salzbergwerk mit Bergwerkskleidung, Königssee mit E-Booten zur Kirche St. Bartholomä, Obersalzberg mit Dokumentation und dem Kehlsteinhaus.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Berchtesgaden und am Königssee gibt es mehrere Campingplätze, darunter Camping Grafenlehen und Camping Allweglehen; Öffnungszeiten und Reservierung vorab prüfen, im Hochsommer und in den Herbstferien früh buchen. In Reit im Winkl liegt Camping Seegatterl; Stellplätze bieten auch Bad Reichenhall und Ruhpolding, Gebühr und Öffnung vorab prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Nationalpark Berchtesgaden und am Königssee ist Übernachten außerhalb der Campingplätze verboten, ebenso das Campen an Parkplätzen der Bergbahnen. Auch die Parkplätze am Königssee sind nachts nicht zum Campen freigegeben; nur die ausgewiesenen Plätze nutzen.

Insider-Tipp für Camper
Die Königssee-Schifffahrt fährt ausschließlich mit Elektromotoren; Tickets an der Schiffsstation, bei Hochbetrieb Wartezeit einplanen. Die Fahrt zur Kirche St. Bartholomä dauert einfach rund 35 Minuten, mit Trompetenecho am Echo-Felsen. Das Kehlsteinhaus ist nur per Bus ab Obersalzberg erreichbar, Saison 2026 laut Betreiber vom 7. Mai bis 31. Oktober, Busse ab dem Parkplatz Obersalzberg, wetterbedingte Ausfälle möglich. Die Roßfeld-Panoramastraße (rund 16 km, bis etwa 1.560 m, Steigungen bis etwa 13 Prozent) zweigt bei Berchtesgaden von der B305 ab und ist mautpflichtig (zuletzt 9,50 Euro je Pkw laut Betreiber); Passführer stufen sie für Wohnmobile und Gespanne als nicht geeignet ein, Übernachten ist auf der gesamten Strecke verboten – Gebühr und Fahrzeugbeschränkungen vorab beim Staatlichen Bauamt Traunstein prüfen.

Camping-Praxis & Länder-Knigge

Wildcamping & Freistehen

  • In Deutschland gilt ein Wohnmobil auf öffentlichen Straßen und Parkplätzen als geparktes Fahrzeug, wenn es nur zur „Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit“ steht – in der Praxis eine Nacht, ohne Campingverhalten (keine Stühle, Tische, Markise, Stützen oder Keile, kein Grauwasser auf dem Boden). Wer mehrere Nächte bleibt oder sich einrichtet, campt – und das ist außerhalb von Camping- und Stellplätzen nicht erlaubt.
  • In Bayern verbieten das Waldgesetz und das Naturschutzgesetz das Fahren und Übernachten mit Kraftfahrzeugen in Wald, Feldflur und Schutzgebieten; im Nationalpark Berchtesgaden, am Königssee und am Walchensee ist Wildcampen strikt untersagt. Schilder „Übernachten verboten“ oder mit durchgestrichenem Wohnmobil gehen vor; Bußgelder setzen Landkreise und Gemeinden fest.
  • Die Kurorte an der Alpenstraße (etwa Oberstaufen, Bad Hindelang, Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz, Tegernsee, Bad Reichenhall, Berchtesgaden) erheben Kurtaxe pro Person und Nacht, meist im niedrigen einstelligen Euro-Bereich (Berchtesgaden 2026 laut Kurtaxen-Übersicht 3,10 Euro je Erwachsenem), auch auf Stellplätzen; Gästekarten bringen oft Vorteile bei Bergbahnen und Bussen, Konditionen vorab prüfen.
  • Nützliche Hilfsmittel: park4night, Campercontact und die gedruckten deutschen Stellplatzführer; Nutzerangaben zu Gebühren und Ausstattung sind oft veraltet – Stand vor Ort prüfen.

Entsorgung & Versorgung

  • Ver- und Entsorgungsstationen stehen an fast allen kommunalen Stellplätzen und Campingplätzen; viele laufen mit Münzen oder Karte, einige mit Wertmarken. Frischwasser gibt es meist in 100-Liter-Portionen gegen Gebühr.
  • Grauwasser nur an der Station ablassen, Chemietoilette nur in die dafür gekennzeichneten Einfüllöffnungen – nicht in Gullys oder öffentliche Toiletten. Sanitärzusätze auf Formaldehydbasis sind an vielen Stationen unerwünscht.
  • Leitungswasser ist in Deutschland durchweg Trinkwasser; Schilder „Kein Trinkwasser“ an Friedhöfen und Brunnen beachten. In den Bergen dürfen Quellen und Brunnen an Almen nicht ohne Weiteres genutzt werden.
  • Gas: Graue 11-kg- und 5-kg-Tauschflaschen gibt es an vielen Tankstellen, Baumärkten und Campingplätzen; Tankflaschen und Gastanks füllen Autogas-(LPG-)Tankstellen, die in Deutschland ACME-Anschlüsse haben – aus Ländern mit anderem System passenden Adapter mitbringen. Ausländische Tauschflaschen werden nicht getauscht. Im Gebirge liegen Tankstellen mit LPG selten, vor der Alpenstraße in Lindau, Kempten oder Garmisch auffüllen.

Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

  • Tempolimits: Wohnmobile bis 3,5 t fahren wie Pkw – innerorts 50, außerorts 100 km/h, Autobahn ohne generelles Limit (Richtgeschwindigkeit 130 km/h). Wohnmobile über 3,5 t bis 7,5 t: außerorts 80 km/h, Autobahn 100 km/h; über 7,5 t: außerorts 60 km/h, Autobahn 80 km/h. Gespanne mit Wohnwagen: 80 km/h, auf der Autobahn 100 km/h nur mit Tempo-100-Zulassung. In Ortsdurchfahrten der Alpenstraße gilt häufig Tempo 30, mit Blitzern.
  • Umweltplakette: Auf dieser Route liegt nach aktuellem Kenntnisstand keine Umweltzone; wer über München oder Augsburg anreist, braucht dort die grüne Plakette. Ob einzelne Städte Zonen aufheben oder ändern, vorher beim Umweltbundesamt prüfen.
  • Maut: Für Pkw und Wohnmobile gibt es keine Vignette. Die Lkw-Maut betrifft Fahrzeuge des Güterverkehrs über 3,5 t; Wohnmobile sind nach Auskunft des Betreibers Toll Collect in der Regel nicht mautpflichtig. Private Mautstraßen im Gebirge, etwa die Roßfeld-Panoramastraße bei Berchtesgaden, verlangen eine Gebühr und können Fahrzeuggrößen begrenzen; Gebühr und Beschränkungen vorab beim Betreiber prüfen.
  • Sonntags- und Feiertagsfahrverbot sowie das Ferienreise-Fahrverbot an Juli- und August-Samstagen gelten für Lkw über 7,5 t; Wohnmobile mit Zulassung als Wohnmobil sind in der Regel nicht betroffen, bei Lkw-Zulassung aber schon – Fahrzeugschein prüfen.
  • Winterreifen gelten situativ: Bei Glatteis, Schnee, Schneematsch oder Reifglätte sind Reifen mit Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) Pflicht, reine M+S-Reifen reichen nicht mehr. Im Allgäu, am Kesselberg und am Sudelfeld kann schon im Oktober Schnee liegen; einzelne Passstraßen sind im Winter gesperrt oder nur mit Schneeketten befahrbar. Heckträger: Kennzeichen und Rückleuchten müssen sichtbar bleiben. Alkohol: 0,5 Promille, für Fahranfänger und unter 21-Jährige 0,0. Handy am Steuer nur mit Freisprecheinrichtung.

CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

  • Winterreifen mit Alpine-Symbol oder passende Schneeketten: Im Allgäu und im Berchtesgadener Land kann ab Oktober Schnee liegen, und Kesselberg und Sudelfeld verlangen im Ernstfall Ketten.
  • Münzvorrat in Euro-Münzen: Viele Stellplatzautomaten für Strom, Wasser und Parkgebühr nehmen keine Karte; dazu Parkscheibe für gebührenfreie Zonen in Bayern.
  • Langes Stromkabel (mindestens 25 m) mit CEE-Stecker und Adapter auf Schuko – die Säulen auf den Stellplätzen stehen oft weit auseinander.
  • Faltrad oder E-Bike: Die Wege um Forggensee, Walchensee, Tegernsee und Königssee verbinden Stellplätze mit Altstädten und Seen ohne Parkplatzsuche.
  • Ausgedruckte bzw. offline gespeicherte Ticketbestätigungen für Neuschwanstein, Zugspitze und Schloss Linderhof mit Einlasszeit – das Mobilnetz in den Tälern ist zur Stoßzeit überlastet.
  • Wanderschuhe mit Profil und Regenjacke: Wetter im Gebirge schlägt schnell um, und Klammen wie die Partnachklamm sind nass und rutschig.

Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.

Reiseverlauf Stopp für Stopp

In Fahrtreihenfolge. Entfernungen sind Schätzungen zwischen aufeinanderfolgenden Stopps.

  1. 1

    Lindau

    Deutschland
    Start
  2. 2

    Oberstaufen

    Deutschland
    32 km
  3. 3

    Immenstadt

    Deutschland
    17 km
  4. 4

    Sonthofen

    Deutschland
    9 km
  5. 5

    Bad Hindelang

    Deutschland
    12 km
  6. 6

    Oberjoch

    Deutschland
    4 km
  7. 7

    Pfronten

    Deutschland
    15 km
  8. 8

    Füssen

    Deutschland
    14 km
  9. 9

    Neuschwanstein

    Deutschland
    5 km
  10. 10

    Wieskirche

    GeschichteSteingaden, Deutschland

    Eine Rokoko-Wallfahrtskirche auf der UNESCO-Liste, die allein inmitten von Wiesen steht, mit einem hellen weiß-goldenen Innenraum der Brüder Zimmermann. Der Eintritt ist frei; neben der Kirche gibt es einen gebührenpflichtigen Parkplatz.

    22 km
  11. 11

    Oberammergau

    Deutschland
    20 km
  12. 12

    Ettal

    Deutschland
    5 km
  13. 13

    Linderhof

    Deutschland
    13 km
  14. 14

    Garmisch-Partenkirchen

    Deutschland
    17 km
  15. 15

    Grainau

    Deutschland
    10 km
  16. 16

    Mittenwald

    Deutschland
    26 km
  17. 17

    Walchensee

    Deutschland
    22 km
  18. 18

    Kochel am See

    Deutschland
    10 km
  19. 19

    Bad Tölz

    Deutschland
    23 km
  20. 20

    Tegernsee

    Deutschland
    20 km
  21. 21

    Schliersee

    Deutschland
    10 km
  22. 22

    Bayrischzell

    Deutschland
    14 km
  23. 23

    Oberaudorf

    Deutschland
    19 km
  24. 24

    Aschau im Chiemgau

    Deutschland
    23 km
  25. 25

    Reit im Winkl

    Deutschland
    21 km
  26. 26

    Ruhpolding

    Deutschland
    21 km
  27. 27

    Bad Reichenhall

    Deutschland
    21 km
  28. 28

    Berchtesgaden

    Deutschland
    17 km
  29. 29

    Königssee

    NaturSchönau am Königssee, Deutschland

    Ein fjordartiger See unter dem Watzmann. Elektroboote fahren nach St. Bartholomä.

    11 km

Häufige Fragen

Wie lang ist die Route «Vom Bodensee zum Königssee – mit dem Camper über die Deutsche Alpenstraße von Lindau nach Berchtesgaden»?

8-tägiger Roadtrip über etwa 452 km (281 mi) mit 29 Stopps, von Lindau nach Königssee. Insgesamt etwa 6 h 14 min Fahrzeit.

Wie viele Tage braucht man für «Vom Bodensee zum Königssee – mit dem Camper über die Deutsche Alpenstraße von Lindau nach Berchtesgaden»?

Wir empfehlen 8 Tage: etwa 6 h 14 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

Wo beginnt und endet «Vom Bodensee zum Königssee – mit dem Camper über die Deutsche Alpenstraße von Lindau nach Berchtesgaden»?

Sie beginnt in Lindau und endet in Königssee.

Durch welche Länder führt «Vom Bodensee zum Königssee – mit dem Camper über die Deutsche Alpenstraße von Lindau nach Berchtesgaden»?

Deutschland.