Reiseführer · CampingSpirit
Von den Felswohnungen des Mesa Verde über Canyon de Chelly und Hubbell Trading Post bis nach Chaco: 1.180 Kilometer durch das Land der Diné und der Ancestral Puebloans.
Der Spirit der Route
Hier ist der Horizont das Hauptmotiv. Auf dem Plateau über Cortez steht der Camper zwischen Gambel-Eichen und Wacholder, und in der Dämmerung leuchten die Mauern von Cliff Palace in den Felsnischen gegenüber. Weiter westlich beginnt die Navajo Nation: Straßen ohne Ende, Schafherden am Asphaltrand, Hogans neben Wellblechdächern, am Fenster ziehen Sandsteintürme und Mesas vorbei. Am Rim von Canyon de Chelly fällt der Blick 300 Meter auf Pappeln und Maisfelder, die seit Jahrhunderten bewirtschaftet werden. Im Hubbell Trading Post knarren die Dielen noch wie 1878. In Chaco steht man nachts unter einem der dunkelsten Himmel der USA und sieht die Milchstraße über Mauern, die ein Jahrtausend alt sind. Die Strecke verlangt Respekt: Man ist Gast im Land der Navajo, fährt langsam, fragt vor dem Fotografieren und kauft im Trading Post ein.
Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)
1Etappe 1: Cortez nach Mesa Verde National Park (ca. 80 km)
- Die Strecke
- Von Cortez auf der US 160 rund 16 Kilometer ostwärts zur Einfahrt des Parks, danach die Park Road über das Mesa-Plateau: Steigungen, Serpentinen, Tempo meist 35 mph und weniger, mit Fahrzeit von etwa 45 Minuten bis zur Chapin Mesa. Die Straße ist für Wohnmobile fahrbar, die zwölf Meilen lange Wetherill Mesa Road ist dagegen für lange Fahrzeuge (über etwa 25 ft) gesperrt – Längen und Saisonöffnung vorher beim NPS prüfen. Tankstellen und Supermärkte gibt es in Cortez, im Park nur wenig.
- Highlights & Must-Sees
- Cliff Palace und Balcony House: Zugang nur mit Ranger-Führung und Ticket über Recreation.gov; bei Balcony House klettert man über Leitern und einen Tunnel, nichts für Höhenangst. Tickets frühzeitig sichern, in der Hochsaison sind sie oft Wochen vorher vergriffen.
- Chapin Mesa Archeological Museum und Spruce Tree House: Das Museum erklärt die Ancestral Puebloans; der Pfad zum Spruce Tree House ist je nach Felsstabilität teils gesperrt, Status am Besucherzentrum erfragen.
- Mesa Top Loop Road: Rundfahrt mit Aussichtspunkten auf Dutzende Felsbehausungen, sehr gut für Camper, die keine geführte Tour mehr bekommen haben.
- CampingSpirit Übernachtungstipp
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Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Morefield Campground, etwa vier Meilen hinter der Einfahrt in einem Seitental: großer Platz mit Stellflächen für Zelte, Camper und Wohnmobile, Duschen und Münzwäscherei im Morefield Village, Dump Station und Wasser; nur rund 15 der etwa 267 Plätze haben Vollanschluss. Betreiber ist ein Konzessionär (Aramark), der Platz ist saisonal geöffnet (etwa Mai bis Mitte Oktober, Termine wechseln): Öffnung, Länge und Buchungsweg vorab auf nps.gov/meve prüfen.
Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Auf den BLM- und Forest-Service-Flächen um Cortez ist Dispersed Camping meist bis zu 14 Tage erlaubt, im Canyons of the Ancients National Monument gelten eigene Regeln – beim Büro in Dolores nachfragen. Im Nationalpark selbst ist Freistehen verboten.
- Insider-Tipp für Camper
- In Cortez tanken, Frischwasser füllen und einkaufen; auf der Plateaustraße gibt es kaum Haltemöglichkeiten. Im Sommer ziehen am Nachmittag oft Gewitter auf, dann sind die Felsstufen der Touren glatt.
2Etappe 2: Mesa Verde National Park nach Chinle (ca. 330 km)
- Die Strecke
- Vom Park zurück nach Cortez und auf der US 160 nach Westen über Towaoc, vorbei am Ute-Mountain-Land, zum Four Corners Monument bei Teec Nos Pos (Abzweig); danach US 160 weiter nach Mexican Water und auf der US 191 südwärts über Round Rock und Many Farms bis Chinle. Die Straßen sind zweispurig, breit, wenig befahren, Tempo meist 55–65 mph; zwischen den Orten fast keine Dienste. Reine Fahrzeit rund 5 Stunden, deshalb früh starten.
- Highlights & Must-Sees
- Four Corners Monument: Hier treffen Utah, Colorado, Arizona und New Mexico aufeinander. Die Anlage wird von der Navajo Nation betrieben, Eintritt wird erhoben, Öffnungszeiten sind saisonal und es gibt Stände mit Kunsthandwerk – Zahlung oft nur bar.
- Ute Mountain Tribal Park (Towaoc): geführte Touren zu Felswohnungen und Petroglyphen, nur mit Tribal Guide, vorab anmelden.
- Landschaft auf der US 191: Round Rock, Lukachukai-Berge im Westen und die Chuska Mountains; auf dem Weg ist Fotografieren von Personen und Wohnstätten ohne Erlaubnis tabu.
- CampingSpirit Übernachtungstipp
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Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Cottonwood Campground am Visitor Center von Canyon de Chelly in Chinle: unter Pappeln, Plätze meist ohne Anschlüsse, Toiletten und Wasser vorhanden; Betrieb durch die Navajo Nation, Länge, Öffnung, Gebühren und Reservierung vorab prüfen. Als Alternative nennen Reiseführer den privaten Spider Rock Campground an der South Rim (Naturcamping, staubige Piste, für große Fahrzeuge eher ungeeignet).
Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Freistehen auf Navajo-Land ist ohne Genehmigung nicht erlaubt; Backcountry-Permits gibt die Navajo Nation Parks & Recreation aus. Nicht auf Weiden, Feldwegen oder Privatgrund halten.
- Insider-Tipp für Camper
- Die Navajo Nation stellt im Sommer auf Sommerzeit (Daylight Saving Time) um, der Rest von Arizona nicht: Die Uhr der Navajo-Nation-Orte geht dann eine Stunde vor. Zum Four Corners Monument lieber am Morgen fahren und Bargeld mitnehmen, in Mexican Water und Chinle zuvor tanken.
3Etappe 3: Chinle nach Canyon de Chelly National Monument (ca. 90 km)
- Die Strecke
- Zwei Rim-Drives: Die South Rim Drive (rund 37 Meilen hin und zurück) führt über zwölf Aussichtspunkte bis Spider Rock, die North Rim Drive (rund 34 Meilen) zu den Overlooks bei Antelope House und Mummy Cave. Beide Straßen sind asphaltiert, teils mit kurzen Schotterparkplätzen, gut für Camper, aber ohne Windschutz und mit seitlichen Windböen. Gute Fahrzeit je Rim etwa 3 Stunden mit Stopps.
- Highlights & Must-Sees
- Spider Rock Overlook: 240 Meter hoher Felsfinger, Licht am späten Nachmittag am besten.
- White House Overlook Trail: der einzige Pfad zum Canyonboden ohne Navajo-Guide, rund 2,5 Meilen Hin- und Rückweg über Stufen und Tunnel zu einer Ruine am Fluss. Sonst ist der Zugang zum Canyonboden nur mit Navajo-Guide möglich, die dazugehörigen Jeep- oder Reittouren bucht man in Chinle.
- Antelope House Overlook (North Rim): Ruinen unter der Felswand und Pfirsichgärten auf dem Canyonboden.
- CampingSpirit Übernachtungstipp
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Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Wieder Cottonwood Campground beim Visitor Center: Reihenplätze unter Pappeln, kurze Wege zu den Läden und zum Walk zum Visitor Center. Alternativ bietet Spider Rock Campground den Blick auf Spider Rock, aber nur über eine Schotterpiste. Aktuelle Öffnung und Gebühren vor Anreise telefonisch klären.
Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Monument ist wildes Campen verboten; auf Navajo-Land gelten Genehmigungspflichten. Wer ohne Platz ist, muss nach Gallup ausweichen.
- Insider-Tipp für Camper
- Der Eintritt zum Monument ist frei; Führer für den Canyonboden sind Navajo-Guides und kosten extra. Fotografieren von Bewohnern nur mit ausdrücklicher Zustimmung, Drohnen sind verboten. Trinkwasser vor dem Rim-Drive füllen, auf dem Plateau gibt es keine Läden.
4Etappe 4: Chinle nach Window Rock (ca. 110 km)
- Die Strecke
- Auf der US 191 südwärts über Sawmill zum Ganado (rund 60 km), dort Abzweig nach Hubbell Trading Post, dann auf der AZ 264 ostwärts nach Window Rock. Zweispurig, ruhig, Wüstenbeläge mit gelegentlichen Schafen auf der Straße, zwei bis zweieinhalb Stunden reine Fahrzeit.
- Highlights & Must-Sees
- Hubbell Trading Post National Historic Site in Ganado: seit 1878 betriebener Handelsposten, heute vom NPS verwaltet; Teppiche, Silberschmuck und Konserven werden weiter verkauft, das Haupthaus kann geführt besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.
- Window Rock Tribal Park und Navajo Nation Council Chamber: Hauptstadt der Navajo Nation, Namensgeber ist der Felsbogen im Sandstein; daneben das Navajo Nation Museum und die Veterans Memorial Park.
- Navajo Nation Zoo and Botanical Park: kleiner Zoo mit heimischen Tieren, am Stadtrand von Window Rock.
- CampingSpirit Übernachtungstipp
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Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In und um Window Rock gibt es hauptsächlich kleine kommunale oder private Plätze; die Auswahl ist begrenzt, Öffnung und Länge telefonisch erfragen. Wer ein ordentliches Angebot mit Anschlüssen sucht, plant bis nach Gallup (Red Rock Park) weiter.
Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Freistehen in der Navajo Nation nur mit Genehmigung. Auf dem Parkplatz von Hubbell Trading Post oder an Tankstellen zu übernachten ist nicht vorgesehen.
- Insider-Tipp für Camper
- Im Hubbell Trading Post gilt das ungeschriebene Gesetz, nichts anzufassen, was nicht ausdrücklich zum Verkauf steht; Teppiche kosten vierstellig, das ist handwerkliche Qualität und kein Souvenirpreis. Navajo-Tacos und Frybread gibt es in kleinen Restaurants von Ganado bis Window Rock.
5Etappe 5: Window Rock nach Gallup (ca. 65 km)
- Die Strecke
- Auf der AZ 264 bzw. NM 264 ostwärts nach Gallup (rund 50 Kilometer), danach über die I-40 Business/ Route 66 zum Red Rock Park (Church Rock). Kurze Etappe zum Ausruhen, vor allem Zeit für Gallup und Stadtleben.
- Highlights & Must-Sees
- Gallup: Hauptstadt der Native-American-Kunst im Südwesten, mit zahlreichen Trading Posts und Läden an der historischen Route 66; das El Rancho Hotel von 1937 steht als Wahrzeichen an der Hauptstraße.
- Red Rock Park mit dem Red Rock Museum: Sandsteinwände, Museum zur Kultur der Region und Ort des Intertribal Ceremonial im August.
- Trading Posts in der Innenstadt: Teppiche, Töpferei und Silberschmuck; die Händler erklären gern Muster und Herkunft, man darf auch nur schauen.
- CampingSpirit Übernachtungstipp
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Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Red Rock Park (McKinley County, Church Rock): Campground mit Stellplätzen unter roten Felswänden, Plätze mit Anschlüssen, Wasser und Dump Station nach Angaben des Betreibers, Zufahrt vom Highway. Länge, Preise und Öffnung beim County vor Anreise klären. In Gallup gibt es zudem private RV-Parks.
Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In Gallup selbst ist Übernachten im Fahrzeug an Straßen oder Parkplätzen untersagt, die umliegenden Navajo-Flächen sind genehmigungspflichtig; BLM-Flächen im Norden der Stadt prüfen.
- Insider-Tipp für Camper
- Beim Kauf von Silber und Türkis nach Herkunft und Künstler fragen; echte Navajo-Arbeiten kommen oft mit Künstlerstempel oder Echtheitsangabe. Wäsche und große Einkäufe in Gallup erledigen, Chaco ist dünn versorgt.
6Etappe 6: Gallup nach Farmington (ca. 165 km)
- Die Strecke
- Auf der US 491 (früher US 666) nordwärts durch Yah-Ta-Hey und Shiprock, danach auf der US 64 ostwärts nach Farmington. Lange Geraden mit weitem Blick, Tempo meist 65 mph. Bei Shiprock ragt Shiprock Peak (Tsé Bit’a’í) 480 Meter über die Ebene. Rund 2 Stunden reine Fahrzeit.
- Highlights & Must-Sees
- Shiprock (Tsé Bit’a’í): heiliger Felsen der Diné; das Besteigen ist verboten, die Aussicht von der US 491 und von der Nebenstraße NM 134 reicht völlig.
- Aztec Ruins National Monument (nördlich von Farmington): rekonstruierte Great Kiva, begehbare Ruinen aus dem 12. Jahrhundert und ein kleines Museum; eine Stunde reicht.
- Salmon Ruins and Heritage Park (Bloomfield): Pueblo-Siedlung am San Juan River mit Museum, passt zur Chaco-Geschichte.
- CampingSpirit Übernachtungstipp
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Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Lions Wilderness Park Campground am Rand von Farmington (städtisch): Plätze mit und ohne Anschlüsse nahe am Animas River; Länge, Öffnung und Reservierung beim Betreiber prüfen. In Farmington gibt es außerdem private RV-Parks mit Vollanschluss.
Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Umkreis von Farmington gibt es BLM-Flächen (Bisti/De-Na-Zin Wilderness, Aztec Ruins), aber ohne ausgewiesene Camper-Plätze; Dispersed Camping nur an erlaubten Pisten, Zufahrten bei Regen unpassierbar.
- Insider-Tipp für Camper
- Farmington ist die letzte große Versorgungsstadt vor Chaco: Tanken, Einkaufen, Wasser und Entsorgen vorab. Die Bisti/De-Na-Zin Wilderness mit ihren Hoodoos liegt südlich der Stadt und ist nur über Schotterpisten zu erreichen, nach Regen nicht befahren.
7Etappe 7: Farmington nach Chaco Culture National Historical Park (ca. 125 km)
- Die Strecke
- Auf der US 550 (NM 550) südwärts bis Nageezi, dann in den Park: Offizielle Hauptzufahrt ist die County Road 7900 mit etwa 21 Meilen, davon rund 13 Meilen unbefestigt, Wellblech und nach Regen schlammig oder unpassierbar. Das letzte Stück mit Wohnmobil langsam fahren (15–25 mph), Schotter nicht bei Gewitter betreten. Rund 3 Stunden einplanen.
- Highlights & Must-Sees
- Pueblo Bonito und Chetro Ketl: die größten ‚Great Houses‘ des Chaco Canyon mit hunderten Räumen, rund 1.000 Jahre alt; ein Rundweg führt entlang der Mauern.
- Casa Rinconada: große kreisförmige Kiva, genau auf die Himmelsrichtungen ausgerichtet.
- Sternenhimmel: Chaco ist ein International Dark Sky Park; auf dem Gelände finden zeitweise Astronomieprogramme statt, Zeiten vor Ort erfragen.
- CampingSpirit Übernachtungstipp
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Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Gallo Campground im Park: einfache Stellplätze am Rand der Felswand, kein Strom, Wasser und Entsorgung begrenzt; Länge und Reservierung über Recreation.gov bzw. NPS vorher prüfen. Übernachtung außerhalb des Campgrounds ist im Park nicht erlaubt.
Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Freistehen im Park ist verboten. Außerhalb liegen Flächen von BLM und Navajo Nation; auf Navajo-Land wieder Genehmigungspflicht, unbefestigte Pisten bei Regen unbefahrbar.
- Insider-Tipp für Camper
- Straßenzustand vor der Abfahrt beim Park telefonisch oder auf nps.gov/chcu erfragen: Die Zufahrt wird nach Starkregen regelmäßig gesperrt. In Nageezi vollständig tanken und genügend Wasser (mindestens 20 Liter) mitführen – im Canyon gibt es nur eingeschränkt Trinkwasser.
8Etappe 8: Chaco Culture National Historical Park nach Cortez (ca. 215 km)
- Die Strecke
- Zurück über die Schotterstraße nach Nageezi, danach die US 550 nordwärts und über Bloomfield/Farmington auf der US 64 und der NM 170/US 160 nach Cortez. Zwischen Farmington und Durango verläuft die Straße schnell, im Abschnitt Hesperus und Mancos kommen Steigungen; rund 3,5 Stunden reine Fahrzeit.
- Highlights & Must-Sees
- Aztec Ruins National Monument als Zwischenstopp, falls auf der Hinfahrt ausgelassen.
- Mancos: kleine Stadt mit Mancos State Park und Blick auf die La Plata Mountains.
- Cortez: Cultural Center mit Museum zu den Ancestral Puebloans und Kunstverkauf der Ute, Navajo und Pueblo-Gemeinden.
- CampingSpirit Übernachtungstipp
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Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Mancos State Park (Jackson Gulch Reservoir): Campground mit Stellplätzen am Stausee, Strom und Wasser an Teilen; Öffnungszeiten saisonal, Länge und Reservierung bei Colorado Parks and Wildlife prüfen. In Cortez bieten private RV-Parks Anschlüsse.
Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Auf San Juan National Forest bei Mancos und Dolores ist Dispersed Camping meist bis 14 Tage erlaubt; Feuerverbote im Sommer sind üblich.
- Insider-Tipp für Camper
- Frischwasser und Müll vor dem Rückweg in Cortez erledigen. Wer noch Zeit hat, kann Hovenweep National Monument (Utah) mit Türmen aus dem 13. Jahrhundert anhängen oder den Wetherill-Teil des Mesa Verde mit einem Pkw statt dem Wohnmobil besuchen.
Camping-Praxis & Länder-Knigge
Wildcamping & Freistehen
- Auf der Navajo Nation (Teile von Arizona, New Mexico, Utah) ist Freistehen und Backcountry-Camping ohne Genehmigung der Navajo Nation Parks & Recreation nicht erlaubt; Wandern abseits der Wege oft ebenfalls genehmigungspflichtig. Alkohol ist auf Navajo-Land verboten, Verstöße werden von Navajo Police verfolgt.
- Im Bundesstaat Colorado ist Dispersed Camping auf National-Forest- und BLM-Flächen meist bis zu 14 Tage an einem Ort erlaubt, ausgenommen Nationalparks, Schutzgebiete und markierte Sperrgebiete; im Sommer gelten häufig Feuerverbote (Fire Restrictions) auf Forst- und BLM-Land.
- In New Mexico ist Dispersed Camping auf BLM- und National-Forest-Flächen ebenfalls erlaubt; State Trust Land ist dagegen genehmigungspflichtig. Straßen und Parkplätze in Städten verbieten Übernachten im Fahrzeug häufig.
- Fotografieren: In der Navajo Nation Menschen, Hogans, Herden und Haushalte nur mit ausdrücklicher Erlaubnis aufnehmen; Drohnenflüge sind in Parks und auf Navajo-Land untersagt. Heilige Orte wie Shiprock nicht betreten.
- Wildtiere und Gelände: Klapperschlangen, Skorpione und im Sommer Sturzfluten in Arroyos; nie in trockenen Waschrinnen parken, wenn Gewitter aufziehen. Schafe und Pferde laufen frei auf der Straße.
- Nützliche Apps und Seiten: iOverlander, Campendium, The Dyrt, Recreation.gov (Chaco, Mesa Verde, Forest Service), NPS-Seiten der einzelnen Parks. Navajo Nation Parks & Recreation für Genehmigungen und Gebühren.
- Auf Verhaltensregeln achten: Auf Navajo-Land ist Gastfreundschaft selbstverständlich, aber Fragen nach Religion und Zeremonien sind unerwünscht; Trading Posts und Kunsthandwerk bitte fair und ohne Handeln kaufen.
Entsorgung & Versorgung
- Dump Stations: Morefield Campground (Mesa Verde), Cottonwood Campground (Chinle) laut Betreiber, Red Rock Park (Gallup), Lions Wilderness Park oder private RV-Parks in Farmington und Cortez. Verfügbarkeit und Gebühren vorab erfragen; Sanidumps.com listet Stationen.
- Trinkwasser: Leitungswasser in Städten (Cortez, Gallup, Farmington) ist trinkbar; auf der Navajo Nation gibt es Haushalte ohne Leitungswasser, deshalb Kanister mitbringen und Wasserstellen respektieren. Auf Chaco und Canyon de Chelly ist das Wasser begrenzt.
- Treibstoff: Tankstellen in Cortez, Teec Nos Pos/Mexican Water, Chinle, Ganado, Window Rock, Gallup, Shiprock, Farmington und Nageezi; zwischen den Orten oft 80–100 km ohne Tankstelle. Auf halbem Tank nachfüllen.
- Einkauf: Supermärkte in Cortez, Gallup, Farmington; in Chinle und Window Rock gibt es kleinere Supermärkte. Frischware vor Chaco besorgen.
- Gas: Propan in Cortez, Gallup und Farmington; europäische Flaschen brauchen Adapter, Mietmobile haben fest verbaute US-Tanks.
- Strom und Mobilfunk: Anschlüsse nur an einzelnen Plätzen; in der Navajo Nation und in Chaco gibt es oft keinen Empfang. Offline-Karten laden.
- Wäsche und Duschen: Münzwäschereien in Cortez, Gallup und Farmington; Morefield Village hat Duschen und Waschsalon.
Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln
- Tempolimits in mph: Highways außerorts meist 55–65, in Ortschaften 25–35; Navajo-Nation-Straßen sind schmal und haben Weidevieh. Gespanne sollten die jeweiligen Staatsvorgaben beachten.
- Eintritte: Mesa Verde, Chaco, Aztec Ruins und Hubbell gehören zum NPS; für Besucher ohne US-Wohnsitz gelten seit 2026 teils höhere Gebühren oder Zuschläge in stark besuchten Parks – aktuelle Beträge auf nps.gov prüfen. Four Corners Monument und Navajo-Parks verlangen eigene Eintritte; Navajo Nation Parks & Recreation verkauft eigene Genehmigungen.
- Reservierungen: Cliff-Palace- und Balcony-House-Touren über Recreation.gov, Gallo Campground ebenfalls nach aktueller Regelung des NPS; Morefield möglichst früh planen.
- Maße und Längen: Viele Zufahrten (Wetherill Mesa, CR 7900 nach Chaco, Spider Rock Road) sind für lange oder schwere Fahrzeuge ungeeignet; die Park Road in Mesa Verde hat Steigungen und enge Kehren. Maximalhöhe in den USA 13 ft 6 in (4,11 m) bis 14 ft.
- Zeitzonen: Die Navajo Nation beachtet die Sommerzeit, der Rest von Arizona nicht; die Hopi-Reservation ebenfalls nicht. Bei Öffnungszeiten stets Ortszeit beachten.
- Wetter und Saison: Beste Zeit April bis Juni und September bis Oktober; Sommer heiß mit Gewittern und Sturzfluten, Winter kalt mit Schnee auf dem Plateau von Mesa Verde. Monsunzeit Juli bis September; Straßen nach Starkregen sperren.
- Verkehrsrecht für Reisende: Rechtsabbiegen bei Rot nach Halt erlaubt, außer wo verboten; offene Alkoholbehälter im Fahrzeug sind verboten, auf Navajo-Land Alkohol komplett verboten. Deutscher Führerschein genügt, internationaler wird oft empfohlen.
- Notfall: 911; Mobilfunk auf weiten Strecken ohne Empfang, in der Navajo Nation Hilfe über Navajo Police und Rangers. Hitze, Gewitter und Höhe (Cortez 2.000 m, Mesa Verde über 2.100 m) beachten, viel trinken.
CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste
- Wasserkanister (mindestens 20 l) und Trinkwasserschlauch: Auf Chaco, Canyon de Chelly und langen Etappen gibt es wenig Trinkwasser.
- Barmittel in kleinen Scheinen: Four Corners Monument, Trading Posts, Eintritte und Navajo-Stände akzeptieren oft nur Bargeld.
- Stirnlampe und Rotlicht sowie Sternenkarte: In Chaco und Cortez sind die Sternenhimmel dunkel, das Auge soll nicht geblendet werden.
- Feste Schuhe und Sonnenschutz (Hut, Sonnencreme): Die Ruinenwege in Chaco und Mesa Verde sind staubig und schattenlos.
- Notfall-Satelliten-Kommunikator oder Offline-Karten: In weiten Teilen der Navajo Nation gibt es keinen Mobilfunk.
- Auffahrkeile und Schaufel: Stellplätze auf Schotter und die Zufahrt nach Chaco sind uneben und nach Regen glatt.
Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.