Reiseführer · CampingSpirit
Von den Zwillingsgipfeln der Bears Ears über die Steinbrücken von Natural Bridges und die Schwemmebene bei Mexican Hat bis zu den Monument-Valley-Türmen: eine Route durch die Heimat der Navajo.
Der Spirit der Route
Dieser Teil des Colorado-Plateaus wirkt weiter und stiller als die berühmten Parks im Norden. Nach Monticello liegen die Bears Ears Buttes am Horizont wie zwei Ohren, dazwischen Cedar Mesa mit tausenden Spuren der Vorfahren der Pueblo-Völker: Felsbilder, Kornspeicher, Turmhäuser in schmalen Schluchten. Bei Natural Bridges stehen drei Brücken im Canyon, nachts ist der Himmel so dunkel, dass die Milchstraße Schatten wirft. Im Süden senkt sich das Land zum San Juan River, in Mexican Hat ragt der Felshut aus der Ebene, und am Ende der Route steigt Monument Valley aus der roten Wüste, ein Ort, den man aus Filmen kennt und der in echt größer und leiser ist. Die Straße gehört zur Navajo Nation, was Respekt bedeutet: Regeln der Parkverwaltung beachten, Fotografien nur mit Erlaubnis, Müll mitnehmen. Camper brauchen Wasser, Reserven und Geduld.
Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)
1Etappe 1: Moab nach Blanding (ca. 160 km)
- Die Strecke
- Ab Moab auf dem US-191 nach Süden über Wilson Arch, Church Rock und Monticello, dann weiter durch Hochebenen mit Ackerland und Wacholder bis Blanding. Straße gut ausgebaut, zweispurig, Tempo 65 mph, in den Ortschaften 25–35. Reine Fahrzeit etwa 2 Stunden 15 Minuten, mit Stopps ein halber Tag. Tanken in Moab, Monticello oder Blanding; zwischen den Orten gibt es nur wenige Stationen.
- Highlights & Must-Sees
- Wilson Arch und Church Rock: Naturbogen und freistehender Fels direkt am US-191, kurze Fotostopps mit Parkplatz.
- Monticello: kleiner Ort mit Tankstellen und Läden am Fuß der Abajo Mountains; Ausgangspunkt für Abstecher in die Abajo-Berge (Piste).
- Edge of the Cedars State Park Museum in Blanding: Museum mit Ausgrabung eines Puebloan-Dorfs am Rand der Stadt; Öffnungszeiten und Eintritt vorher prüfen.
- CampingSpirit Übernachtungstipp
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Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Blanding und Monticello gibt es einfache private RV-Parks mit Anschlüssen, Duschen und Wäscherei; Verfügbarkeit und Fahrzeuglänge vorher telefonisch klären. Als einfache öffentliche Alternative eignen sich Forest-Service-Plätze in den Abajo Mountains (Manti-La Sal National Forest), meist saisonal und für lange Fahrzeuge schwierig zu erreichen.
Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Manti-La Sal National Forest und auf BLM-Land rund um Monticello und Blanding ist dispersed camping an mehreren Stellen erlaubt (meist bis 14 Tage, nur auf bereits genutzten Flächen). Zufahrten sind oft Schotter und bei Regen schlammig; Karte und Feuerregeln des Forest Service beachten.
- Insider-Tipp für Camper
- In Blanding tanken, Lebensmittel und Wasser für zwei bis drei Tage bunkern: Entlang der Hwy 95 gibt es auf 100 km keine Läden. Wer Monument Valley im Sommer plant, bedenkt die Hitze (über 35 °C in der Wüste) und plant Reserve beim Wasser.
2Etappe 2: Blanding nach Natural Bridges National Monument (ca. 65 km)
- Die Strecke
- Von Blanding auf der UT-95 nach Westen (Bicentennial Highway): Steigungen auf die Cedar Mesa, Wacholder und Pinyon, Aussicht auf die Bears Ears Buttes bei der Abzweigung zur UT-261. Straße asphaltiert, mäßige Kurven, Tempo 55–65 mph. Reine Fahrzeit etwa eine Stunde 15 Minuten. Keine Tankstelle zwischen Blanding und Natural Bridges.
- Highlights & Must-Sees
- Butler Wash Ruins Overlook: kurzer Weg (ca. 1,6 km) zu einer Ruine im Fels, Aussicht ins Tal; schnelle Station an der Hwy 95.
- Natural Bridges National Monument: Sipapu, Kachina und Owachomo Bridge; Rundstraße (Bridge View Drive, 14 km, einbahnig) mit Aussichtspunkten; Wanderungen unter die Brücken (kurz bis mittel). Offizielle Dark Sky Park, sehr dunkler Himmel.
- Bears Ears Buttes: Aussicht von der Hwy 95 und der Abzweigung der UT-261; Besucherinformationen zu Bears Ears National Monument am Kane Gulch Ranger Station und Bluff.
- CampingSpirit Übernachtungstipp
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Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Natural Bridges Campground: kleiner Platz mit etwa einem Dutzend Plätzen, ohne Anschlüsse, Toiletten, saisonales Wasser (je nach Saison), nach NPS-Angaben first come, first served; Fahrzeuglängen sind begrenzt, vor der Anreise auf nps.gov prüfen. Wegen der geringen Plätzezahl früh anreisen. Alternativen: einfache BLM-Flächen an der Hwy 95.
Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Auf dem BLM-Land nördlich und südlich der Hwy 95 (Bears Ears National Monument) ist dispersed camping an Straßen erlaubt; im Monument gelten Regeln zum Schutz von Fundstätten (nicht an Ruinen, keine Funde mitnehmen). Zufahrten teils unbefestigt, bei Regen nicht befahrbar.
- Insider-Tipp für Camper
- Der Himmel über Natural Bridges ist einer der dunkelsten in den USA; bei Neumond ein Kamera-Stativ und Rotlicht-Stirnlampe mitnehmen. Der Wind kann stark sein, Markisen einziehen. Tagsüber früh wandern: Die Hitze auf der Mesa ist trocken, das Gelände sonnig, Wasser mitführen.
3Etappe 3: Natural Bridges nach Bluff (ca. 130 km)
- Die Strecke
- Auf der UT-95 zurück nach Osten bis Blanding, dann auf dem US-191 nach Süden hinab nach Bluff: lange Gefällestrecke, dann Tal des San Juan River mit Felswänden und Bäumen. Straße gut ausgebaut, Tempo 55–65 mph, in Bluff 25–35. Reine Fahrzeit etwa zwei Stunden. Die Straße UT-261 mit dem Moki Dugway (unbefestigte Serpentinen) ist für Wohnmobile und Gespanne nicht empfehlenswert; als Alternative die Route über Blanding nehmen.
- Highlights & Must-Sees
- Bluff: kleiner Ort mit Vorgärten, Galerien und dem Fort Bluff Historic Site; Ausgangspunkt für Touren auf dem San Juan River (Rafting-Anbieter) und für Bears-Ears-Informationen.
- Sand Island Petroglyphs (BLM): Felsbilder entlang der Straße am San Juan River, kurzer Spaziergang; Parkplatz am Platz.
- Kane Gulch Ranger Station an der UT-261: Informationen und Permits zu Cedar Mesa (Wanderungen und Übernachtungen im Backcountry); Öffnungszeiten saisonal, vorher prüfen.
- CampingSpirit Übernachtungstipp
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Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Sand Island Recreation Area (BLM) am San Juan River etwas westlich von Bluff: Plätze zwischen Pappeln, Toiletten; Wasserversorgung, Reservierungsweg, Status und Fahrzeuglängen vorher beim BLM prüfen. Alternativen: private RV-Parks in Bluff mit Anschlüssen, Wäsche und Duschen.
Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Auf BLM-Land rund um Bluff und entlang der Hwy 191 ist dispersed camping eingeschränkt möglich; Regeln für Bears Ears National Monument und Cedar Mesa beachten, im Zweifel beim Bluff Field Office oder Kane Gulch Ranger Station nachfragen. Keine Übernachtung an Fundstellen.
- Insider-Tipp für Camper
- Bluff ist eine der letzten Gelegenheiten für Einkäufe, Tanken und Wasser vor der Fahrt nach Monument Valley. Für Wanderungen auf Cedar Mesa (z. B. Moonhouse oder Grand Gulch) sind Permits nötig; Fahrzeuge vom Parkplatz aus stehen lassen und nicht im Gelände abseits der Wege fahren.
4Etappe 4: Bluff nach Mexican Hat und Goosenecks (ca. 70 km)
- Die Strecke
- Von Bluff auf dem US-163 nach Westen: Straße führt durch das San-Juan-Tal mit Felswänden, später über flaches Land, Tempo 55–65 mph, Höhenunterschiede gering. Reine Fahrzeit etwa 45 Minuten bis Mexican Hat. Der Abzweig zum Valley of the Gods (Piste, CR 242) liegt östlich von Mexican Hat; für Camper nicht geeignet. Tanken in Bluff oder Mexican Hat.
- Highlights & Must-Sees
- Mexican Hat Rock: Fels in Form eines Sombrero an der US-163, direkt am Straßenrand; kurzer Fotostopp, kleine Pullouts.
- Goosenecks State Park: Blick 300 m hinab auf den San Juan River in tiefen Mäandern; Zufahrt über asphaltierte UT-316 (ca. 6 km), Aussichtspunkt direkt am Parkplatz, einfaches Camping am Rand ohne Wasser; Eintritt Utah State Park.
- Valley of the Gods: Schotterstraße von 27 km durch Felsentürme; in trockenem Zustand für Pkw möglich, für große Camper ungeeignet; Wanderungen vom Rand aus sind möglich, Wasser mitführen.
- CampingSpirit Übernachtungstipp
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Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Goosenecks State Park: einfacher Platz am Rand der Schlucht, Plätze ohne Anschlüsse, ohne Wasser, mit Toiletten; für Wohnmobile geeignet, wenn die Zufahrt trocken ist; Regeln und Gebühren auf der Utah-State-Parks-Seite prüfen. In Mexican Hat gibt es private RV-Parks mit Anschlüssen und Duschen.
Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Valley of the Gods ist dispersed camping auf BLM-Land erlaubt (meist bis 14 Tage), an vielen Stellen gibt es nur Piste und Staub; für Camper nur bei trockenem Wetter und mit hoher Bodenfreiheit. Auf der Zufahrt bei Nässe nicht fahren: Sturzfluten und Lehm.
- Insider-Tipp für Camper
- Der Abzweig zu den Goosenecks liegt direkt an der Straße; die letzten Kilometer sind schmal. Abends am Rand der Schlucht für Sonnenuntergang einplanen. Wasser und Tank vorher füllen: Mexican Hat hat nur kleine Tankstellen, die Preise sind höher.
5Etappe 5: Mexican Hat nach Monument Valley (ca. 35 km)
- Die Strecke
- Von Mexican Hat auf dem US-163 nach Süden Richtung Arizona: weite Wüste mit Buttes am Horizont, die berühmte Gerade Richtung Monument Valley. Straße gut ausgebaut, Tempo 55–65 mph. Reine Fahrzeit 30–40 Minuten. Die Navajo Nation gilt in der Regel Sommerzeit (anders als Arizona), die Uhrzeiten im Park sind daher zu beachten. Tanken in Mexican Hat oder Kayenta.
- Highlights & Must-Sees
- Monument Valley Navajo Tribal Park: Besucherzentrum am Aussichtspunkt, Valley Drive (ca. 27 km Schotterpiste, in trockenem Zustand für Pkw möglich, für Camper nicht empfohlen); geführte Jeep- oder Pferdetouren in Navajo-Hand. Eintritt pro Person, Öffnungszeiten und Preise auf navajonationparks.org prüfen.
- Forrest Gump Point an der US-163 mit Blick auf die gerade Straße Richtung Monument Valley: Pullouts klein, nur kurzer Stopp, auf den Verkehr achten.
- Kayenta: kleiner Ort an der Strecke (Arizona) mit Tankstellen und Supermarkt; gut für Einkauf und Treibstoff nach dem Park.
- CampingSpirit Übernachtungstipp
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Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: The View Campground (Navajo-Betrieb) am Besucherzentrum: Stellplätze mit Blick auf die Buttes, Duschen und Toiletten; Anschlüsse, Reservierung, Fahrzeuglängen und Preise vor der Anreise beim Navajo Tribal Park klären. Goulding’s Campground (privat, Wahrzeichen) liegt wenige Kilometer nördlich in Utah, mit Anschlüssen, Laden und Duschen. Alternativ ein Platz in Mexican Hat oder Kayenta.
Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Auf Navajo-Land (Navajo Nation) ist Campen ohne Erlaubnis nicht legal; Übernachtung nur auf ausgewiesenen Plätzen oder mit Genehmigung der Nation. Straßenseitiges Parken zum Übernachten wird nicht empfohlen und kann geahndet werden. Rangern und Parkregeln der Navajo Parks folgen.
- Insider-Tipp für Camper
- Das Morgenlicht auf den Buttes ist am besten; beim View Campground liegt der Platz direkt am Aussichtspunkt. Respektvoll fotografieren: Fotos von Navajo-Menschen nur nach Erlaubnis, Gebühr möglich. Wasser vor der Fahrt füllen: An den Aussichtspunkten gibt es kaum Wasser, im Sommer sehr heiß.
Camping-Praxis & Länder-Knigge
Wildcamping & Freistehen
- Utah kennt kein Jedermannsrecht: Übernachten ist legal auf BLM-Land und in National Forests (dispersed camping), meist bis 14 Tage an einem Ort und nur auf bereits genutzten Stellplätzen nahe der Zufahrt, nicht auf Privatland, Staatsland (SITLA) oder in Nationalpark- und State-Park-Gebieten außerhalb ausgewiesener Plätze. Rangern gegenüber freundlich bleiben, bei Verstößen drohen Bußgelder im dreistelligen Bereich.
- In mehreren BLM-Gebieten (besonders rund um Moab) gelten Sonderregeln: ausgewiesene Camping-Korridore, Feuerverbote, Pflicht zur Mitnahme von Toilettensystemen. Aktuelle Karte und Regeln beim jeweiligen BLM Field Office oder der Gemeinde prüfen, bevor man sich auf eine Stelle verlässt.
- Wild campen entlang von Highways, auf Rastplätzen und Walmart-Parkplätzen ist nicht überall geduldet; in Städten wie Moab, Kanab und Springdale wird nachts kontrolliert. Wer unterwegs ankommt, ohne Platz zu haben, fragt am besten bei einem Campground-Betreiber nach kurzfristig freien Plätzen.
- Waldbrand- und Feuerverordnungen gelten im Sommer fast jedes Jahr; Gaskocher sind meist weiter erlaubt, offenes Feuer nicht. Nie ein Feuer unbeaufsichtigt lassen und nur in Feuerringen entfachen; Status bei BLM, Forest Service und utah.gov/fire prüfen.
- Wasser ist der Engpass: Bäche und Seen im Hochland nur filtern oder abkochen, in der Wüste gibt es oft kein Wasser an den Plätzen. Wüstenböden sind empfindlich: auf felsigen oder bereits genutzten Flächen bleiben, keine Biokrusten (dunkle, knubbelige Bodenkrusten) betreten.
- Apps und Seiten: Recreation.gov (NPS, BLM, Forest Service), Utah State Parks Reservation (stateparks.utah.gov), iOverlander, Campendium, The Dyrt, Gaia GPS mit BLM-Layer. Straßenzustand über UDOT Traffic (udottraffic.utah.gov oder 511).
- Bears Ears National Monument (BLM und Forest Service): dispersed camping erlaubt, aber mit Regeln zum Schutz von Fundstätten (nicht an Ruinen, keine Funde mitnehmen, nicht abseits der Wege fahren); Cedar Mesa hat Permit-Pflicht für Wanderungen und Übernachtungen im Backcountry. Auf Navajo Nation Land ist wildes Campen ohne Genehmigung nicht erlaubt.
Entsorgung & Versorgung
- Dump Stations und Frischwasser gibt es nicht in allen Parks: In den Städten (Moab, Kanab, Bluff, Escalante, Torrey) gegen Gebühr an Tankstellen oder privaten Plätzen, in einigen State Parks für Gäste. Grauwasser nie auf den Boden oder in Bäche ablassen. sanidumps.com listet Standorte.
- Trinkwasser: Leitungswasser ist in Utah trinkbar. In Nationalparks gibt es Wasserstellen an den Besucherzentren und Campgrounds mit Wasser; in der Wüste und auf BLM-Plätzen Kanister (mindestens 4 l pro Person und Tag) mitnehmen.
- Propan bei Tankstellen und Händlern in Moab, Kanab, Cedar City, Blanding und St. George; europäische Flaschen brauchen Adapter und werden meist nicht befüllt, Mietmobile nutzen fest verbaute US-Tanks.
- Treibstoff: Strecken zwischen den Orten sind lang und es gibt viele Funklöcher. Vor jedem Abschnitt volltanken; in kleinen Orten sind Tankstellen teurer und schließen früh.
- Einkaufen: größere Supermärkte in Moab, Kanab, Cedar City, St. George und Blanding; in kleinen Orten (Boulder, Torrey, Escalante, Mexican Hat) kleine Läden mit begrenzter Auswahl. Eis und Frisches vorher bunkern.
- Strom: Plätze mit Anschlüssen haben 30 und 50 A (120 V); Mietmobile bringen die passenden US-Kabel mit. Auf Plätzen ohne Strom Bordbatterie und Solar nutzen; Generatoren sind in Parks nur zu festgelegten Zeiten erlaubt.
- Entlang der Hwy 95 und im Süden (Bluff, Mexican Hat, Kayenta) gibt es nur kleine Läden und wenige Tankstellen; in Blanding und Monticello größere Supermärkte. In Natural Bridges ist Wasser nur saisonal verfügbar, in Goosenecks gibt es keines.
Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln
- Tempolimits in mph: Interstates 75–80, Highways 55–65, in Ortschaften 25–35. Gespanne und größere Wohnmobile fahren nach Beschilderung, auf Bergstrecken wegen Steigungen langsamer. Ausweichbuchten nutzen, wenn sich Fahrzeuge hinter dem Camper sammeln.
- Maße: Legale Maximalhöhe 14 ft (4,27 m), Breite 8,5 ft (2,59 m). Tunnel, Felsüberhänge und enge Kurven in Parks beachten; Parkplätze an Sehenswürdigkeiten sind oft klein und für Fahrzeuge über 25–30 ft eng.
- Nationalparks: Seit 2026 gelten für Besucher ohne US-Wohnsitz in stark besuchten Parks teils höhere Gebühren oder Zuschläge; aktuelle Beträge auf nps.gov prüfen. Der America the Beautiful Pass gilt in NPS- und BLM-Gebieten, nicht in Utah State Parks.
- Reservierung: Campgrounds in Nationalparks und Forest Service über Recreation.gov (bis zu sechs Monate vorher), State Parks über das Utah-State-Parks-System; manche Plätze nur first come, first served. In Hochsaison (April–Mai, September–Oktober) ist Vorplanung sinnvoll.
- Wetter: Frühling bis Frühherbst heiß in tiefen Lagen (über 35 °C), in Höhenlagen (Bryce, Boulder Mountain) nachts Frost bis Mai und ab September. Gewitter und Sturzfluten (flash floods) in Canyons von Juli bis September: nie in Slot Canyons bei Regenrisiko, Wetterbericht am Vortag prüfen.
- Verkehrsrecht: Rechtsabbiegen bei Rot nach vollständigem Halt, außer wo verboten; an Stoppschildern gilt Reihenfolge der Ankunft. Offene Alkoholbehälter im Fahrzeug verboten, Handy nur freihändig. Deutscher Führerschein genügt, ein internationaler wird empfohlen. Kindersitz- und Gurtpflicht gelten auch im Wohnmobil.
- Notfall: 911. Mobilfunk bricht in Canyon-Gebieten häufig ab; Fahrzeug nicht verlassen, wenn eine Panne abseits der Straße passiert, und Route vorab jemandem mitteilen. Wasservorrat im Fahrzeug immer größer planen als nötig.
- Navajo Nation: Parkeintritte und Regeln gelten für den Navajo Tribal Park; Fotografieren von Menschen nur mit Erlaubnis, Drohnen nur mit Genehmigung, Alkohol ist auf Navajo-Land verboten. Die Navajo Nation hält Sommerzeit, Arizona nicht. Schotterpisten (Valley Drive, Valley of the Gods, Moki Dugway) für Camper bei Nässe nicht geeignet; Moki Dugway für große Wohnmobile und Gespanne meiden.
CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste
- Wasserkanister (20 l) und Filter: Natural Bridges, Goosenecks und Valley of the Gods haben wenig oder kein Trinkwasser.
- Stirnlampe mit Rotlicht und Stativ: Natural Bridges ist Dark Sky Park, Sternenhimmel im Neumond.
- Auffahrkeile und Sandbleche: weicher Boden und Schrägen auf Forest- und BLM-Zufahrten.
- Sonnenschutz, Hut und Sonnenbrille: Wüste mit wenig Schatten, Sommer über 35 °C.
- Offline-Karten (Gaia GPS) und Papierkarte der Cedar Mesa: Mobilfunk fällt zwischen Blanding und Monument Valley häufig aus.
- Bargeld (Kleingeld) für Eintritte und Märkte auf Navajo-Land; Kartenzahlung funktioniert nicht überall.
Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.