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SS125

Granit, Macchia und türkise Buchten – mit dem Camper von der Costa Smeralda über die Orientale Sarda

Von der Fähre in Olbia über La Maddalena, den Golf von Orosei und den Pass Genna ’e Silana bis an die Strände von Villasimius: rund 600 Kilometer Ostküste, auf denen Sie Buchten reservieren, Stellplätze planen und die Siesta ernst nehmen.

Entfernung
435 km (270 mi)
Fahrzeit
6 h 00 min
Empfohlene Tage
8
Stopps
14
Länder
Italien
Aktualisiert
28. April 2026

Auf einen Blick: 8-tägiger Roadtrip über etwa 435 km (270 mi) mit 14 Stopps, von Olbia nach Cagliari. Insgesamt etwa 6 h 00 min Fahrzeit.

Weitere Roadtrips: Italien

Reiseführer · CampingSpirit

Von der Fähre in Olbia über La Maddalena, den Golf von Orosei und den Pass Genna ’e Silana bis an die Strände von Villasimius: rund 600 Kilometer Ostküste, auf denen Sie Buchten reservieren, Stellplätze planen und die Siesta ernst nehmen.

Der Spirit der Route

Sardiniens Osten beginnt mit dem Geruch von Diesel und Salz, wenn die Heckklappe der Fähre im Morgenlicht über dem Golf von Olbia aufgeht. Dann kommen Granitblöcke, vom Wind zu Pilzen und Bärenköpfen geschliffen, Korkeichen mit rostroten Stämmen, Wacholder und Zistrose, die in der Mittagshitze harzig duften. Aus der Schiebetür sehen Sie Wasser in Farben, für die es kaum Namen gibt, und dahinter die kahlen Kalkwände des Supramonte. Die SS125, die Orientale Sarda, ist keine Küstenstraße im engeren Sinn: Sie zieht sich durch Korkwälder und über Pässe um 1.000 Meter, vorbei an Schluchten, Schafherden und Nuraghen, und steigt erst am Ende wieder zum Meer ab. Wer hier reist, lernt die Regeln der Insel: Strände werden gebucht, Sand bleibt am Strand, Feuer ist im Sommer tabu – und der schönste Abend endet auf einem Campingplatz unter Pinien, nicht auf dem Dünenparkplatz.

Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

1Etappe 1: Olbia (Fährhafen) nach Palau über San Pantaleo und Costa Smeralda (ca. 70 km)

Die Strecke
Vom Hafen Isola Bianca durch Olbia nach Norden, auf schmalen, kurvigen Nebenstraßen hinauf ins Granitdorf San Pantaleo, dann über Porto Cervo, Baja Sardinia und Cannigione am Golf von Arzachena entlang nach Palau. Kurze Steigungen, viele Kreisverkehre, in der Costa Smeralda schmale Zufahrten zu Buchten und Villenstraßen. Reine Fahrzeit rund 2 Stunden, im August mit Stau um Porto Cervo deutlich mehr.
Highlights & Must-Sees
  • San Pantaleo: Dorfplatz vor der Kirche unter schroffen Granitzinnen, im Sommer mit Donnerstagsmarkt für Handwerk und Lebensmittel.
  • Nuraghe La Prisgiona und die Gigantengräber Coddu Ecchju bei Arzachena – bronzezeitliche Anlagen, direkt an der Straße nach Luogosanto ausgeschildert.
  • Capo d’Orso bei Palau: der vom Wind geformte „Bärenfelsen“ über dem Maddalena-Archipel, kurzer Aufstieg vom gebührenpflichtigen Parkplatz.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping Baia Saraceno in Palau, direkt am Wasser und rund 600 m vom Ortszentrum entfernt: schattige Stellplätze, Strom (gegen Aufpreis), Restaurant und Markt; 2026 laut Betreiber vom 1. April bis 31. Oktober geöffnet. Alternative am Golf von Arzachena: Centro Vacanze Isuledda bei Cannigione, rund 3,5 km vom Ortszentrum an der Küste; Wohnmobilstellplätze und Ver- und Entsorgung vorab erfragen. Im Juli und August reservieren.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In der Costa Smeralda und rund um Arzachena ist freies Übernachten praktisch ausgeschlossen: Strandparkplätze wie in Capriccioli oder Liscia Ruja sind gebührenpflichtig, teils mit Höhenbegrenzung oder Camperverbot, und Gemeindeverordnungen untersagen die nächtliche Wohnmobilsosta an der Küste. Die Forstpolizei (Corpo Forestale) und die Gemeindepolizei kontrollieren im Sommer regelmäßig.

Insider-Tipp für Camper
In San Pantaleo sind die Gassen eng und die wenigen Parkplätze am Markttag voll – den Camper an der Ortseinfahrt abstellen oder das Dorf an einem anderen Tag besuchen. Vor der Fahrt in die Costa Smeralda in Olbia tanken und einkaufen: Tankstellen und Supermärkte an der Küste sind teurer und im Hochsommer überlaufen. Die Fähre kommt oft früh morgens an; nutzen Sie die ruhigen Stunden bis 9 Uhr für die schmalen Strecken.

2Etappe 2: Palau nach Santa Teresa Gallura über La Maddalena und Caprera (ca. 55 km)

Die Strecke
Am Morgen mit der Fähre von Palau nach La Maddalena (rund 15 Minuten, mehrmals stündlich), dort über die rund 20 km lange Panoramastraße um die Insel und über den Damm nach Caprera. Zurück in Palau auf der SS133bis an der Küste entlang nach Santa Teresa Gallura, eine gut ausgebaute, leicht hügelige Strecke durch Macchia und Granit. Die Inseln lassen sich auch ohne Camper erkunden: als Fußpassagier mit Fahrrad oder Inselbus.
Highlights & Must-Sees
  • Compendio Garibaldino auf Caprera: Wohnhaus und Grab Giuseppe Garibaldis mitten im Nationalpark Arcipelago di La Maddalena.
  • Aussichtspunkte an der Panoramica von La Maddalena mit Blick über Spargi, Budelli und die Bocche di Bonifacio nach Korsika.
  • Bootstour zu den äußeren Inseln ab La Maddalena oder Palau: Die „Spiaggia Rosa“ auf Budelli ist gesperrt und nur vom Wasser aus zu sehen, Cala Coticcio und Cala Brigantina auf Caprera nur mit autorisierten Führern.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping La Liccia bei Santa Teresa Gallura, rund 5 km vom Ort auf einem Hügel oberhalb eines langen Sandstrands (etwa 10 Minuten zu Fuß): Wohnmobilstellplätze mit Wasser, Abwasseranschluss und Strom; Öffnungszeiten vorab prüfen. Auf La Maddalena selbst gibt es nur wenige, kleine Camping- und Stellplatzangebote – wer dort übernachten will, fragt vorher an.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Der gesamte Archipel ist Nationalpark: Übernachten im Fahrzeug außerhalb ausgewiesener Plätze, Anlanden an geschützten Stränden und das Betreten der Dünen sind verboten. Auch auf dem Festland zwischen Palau und Santa Teresa gelten an den Strandparkplätzen (Porto Pollo, Rena Majore) Parkgebühren im Sommer und kein Campingverhalten; wer Sand oder Steine vom Strand mitnimmt, riskiert hohe Bußgelder.

Insider-Tipp für Camper
Für eine Bootstour in den Nationalpark erhebt die Parkverwaltung einen Umweltbeitrag, der in der Regel über den Tourveranstalter mitbezahlt wird – beim Buchen nachfragen, ob er enthalten ist. Wer mit dem Wohnmobil übersetzt, zahlt nach Länge; der Wagen passt, aber die Altstadt von La Maddalena ist eng, und Parken ist knapp. Die günstigere und entspanntere Variante: Camper in Palau lassen, Fahrrad mitnehmen.

3Etappe 3: Santa Teresa Gallura nach San Teodoro über Capo Testa (ca. 95 km)

Die Strecke
Morgens der kurze Abstecher zum Capo Testa (rund 4 km, zum Schluss eng, Parken knapp), dann über Arzachena auf der SS125 und der Umgehung von Olbia nach Süden, weiter über Porto San Paolo mit Blick auf Tavolara bis San Teodoro. Überwiegend breite Staatsstraße, um Olbia mehrspurig, in der Hauptsaison mit Lkw- und Urlauberverkehr. Etwa 2 Stunden ohne Stopps.
Highlights & Must-Sees
  • Capo Testa: die Granitlandschaft der Valle della Luna und der Leuchtturm auf der Landspitze, zu Fuß vom Parkplatz am Isthmus.
  • Spiaggia Rena Bianca in Santa Teresa mit Blick auf die Kreidefelsen von Bonifacio; im Sommer 2026 vom 1. Juni bis 30. September nur mit Online-Buchung (lovesantateresa.it/booking) zugänglich, Regeln vorab prüfen; Parken im Ort ist knapp.
  • Isola Tavolara: die Kalksteininsel vor Porto San Paolo, am schönsten vom Aussichtspunkt am Capo Coda Cavallo.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping San Teodoro La Cinta an der Via del Tirreno, rund 800 m vom Ortszentrum, im Grünen und mit Zugang zum Strand La Cinta: Stellplätze, warme Duschen, Bar; Öffnungszeiten und Ausstattung für Wohnmobile vorab prüfen. Im August früh reservieren.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Capo Testa übernachten viele Camper auf den Parkplätzen – die Gemeinde Santa Teresa geht dagegen vor, und die Valle della Luna ist kein Ort für Freisteher. In San Teodoro sind die Parkplätze an den Stränden Cala Brandinchi, Lu Impostu und La Cinta im Sommer gebührenpflichtig, und nächtliches Stehen mit Wohnmobil ist dort untersagt. Rechnen Sie an diesem Küstenabschnitt mit Kontrollen.

Insider-Tipp für Camper
Cala Brandinchi und Lu Impostu sind vom 1. Juni bis 30. September 2026 kontingentiert und nur mit vorheriger Online-Buchung über die Gemeinde San Teodoro (santeodorospiagge.it) zugänglich, die Gebühr liegt für Besucher bei 2 Euro und das Parken kommt hinzu; Zeitfenster und aktuelle Regeln vor dem Besuch auf den offiziellen Seiten der Gemeinde prüfen. Im Ort San Teodoro gilt im Sommer abends eine Fußgängerzone im Zentrum – mit dem Camper am Platz bleiben und zu Fuß oder mit dem Rad an den Strand.

4Etappe 4: San Teodoro nach Orosei (ca. 80 km)

Die Strecke
Auf der Schnellstraße SS131dcn oder parallel auf der alten SS125 über Budoni, Posada und Siniscola nach Süden. Die alte Straße ist langsamer, aber führt durch die Dörfer und näher ans Meer; bei Posada zweigen kurze Stichstraßen zu den Stränden ab. Hinter Siniscola öffnet sich die Ebene des Cedrino, rechts steht der Kalkrücken des Monte Albo. Rund 1,5 Stunden.
Highlights & Must-Sees
  • Posada: das weiße Dorf auf dem Felssporn mit dem Castello della Fava, kurzer Aufstieg mit Blick über die Flussmündung.
  • Oasi di Biderosa nördlich von Orosei: Pinienwald und fünf kleine Buchten, im Sommer mit begrenzter Zufahrt und Gebühr; Wohnmobile sind laut Buchungsportal nicht zugelassen, Regeln vorab prüfen und Rad oder Fußweg bevorzugen.
  • Altstadt von Orosei mit Piazza del Popolo und der Kirche San Giacomo, dazu der Blick auf den Monte Tuttavista.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping Cala Ginepro in Cala Liberotto an der Küste nördlich von Orosei, in einem großen Pinienwald direkt am Strand: Stellplätze mit Strom, Camperservice, Laden und Restaurant; Öffnungszeiten vorab prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Die Pinienwälder und Dünen an der Küste von Orosei stehen unter Schutz; Übernachten auf den Waldparkplätzen ist nicht erlaubt, und im Sommer patrouilliert die Forstpolizei auch wegen der Brandgefahr. Tagsüber sind die gebührenpflichtigen Strandparkplätze in Ordnung.

Insider-Tipp für Camper
Tanken Sie in Siniscola oder Orosei: Zwischen Dorgali und Tortolì gibt es auf der SS125 über den Pass kaum Tankstellen. Der Monte Albo und die Ebene um Orosei heizen sich im Sommer stark auf – Fahrzeit auf den Vormittag legen.

5Etappe 5: Orosei nach Cala Gonone (ca. 30 km)

Die Strecke
Über Dorgali zur Galleria di Cala Gonone: Der Tunnel durch den Monte Bardia öffnet sich plötzlich über dem Meer, dann geht es in Serpentinen rund 400 Höhenmeter hinab in den Ort. Die Straße ist ausreichend breit, aber steil – bergab niedrige Gänge, am Rückweg ausreichend Kühlung einplanen. Eine knappe Stunde.
Highlights & Must-Sees
  • Bootstour im Golf von Orosei ab dem Hafen von Cala Gonone: Cala Luna, Cala Sisine, Cala Biriola und Cala Mariolu, dazu die Grotta del Bue Marino.
  • Wanderung zur Cala Luna über den Küstenweg ab Cala Fuili (rund 4 km einfach, felsig und schattenlos).
  • Nuraghendorf Serra Orrios zwischen Dorgali und Oliena, gut erhaltene Rundhütten und Brunnentempel.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping Cala Gonone in der Via Collodi am Ortsrand, in einem Pinienwald etwa 200 m von den Stränden: Stellplätze, Camperservice, Pool, Restaurant; Öffnungszeiten vorab prüfen und im Sommer rechtzeitig reservieren.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Die Gemeinde Dorgali weist darauf hin, dass freies Campieren nicht gestattet ist. Die Strandparkplätze in Cala Gonone und an der Cala Fuili sind tagsüber gebührenpflichtig, über Nacht nicht für Wohnmobile vorgesehen.

Insider-Tipp für Camper
Für mehrere Buchten im Golf (u. a. Cala Luna, Cala Mariolu, Cala Sisine, Cala Biriola) gelten im Sommer Zugangsbeschränkungen oder Gebühren der Gemeinden Dorgali und Baunei; Regeln, Preise und Buchungswege ändern sich jährlich – beim Bootsbetreiber bzw. auf den Gemeindeseiten nachfragen, ob ein Ticket nötig und im Tourpreis enthalten ist. Buchungsbestätigungen offline speichern – auf See und in den Buchten gibt es oft kein Netz. Morgens die ersten Boote nehmen, bevor der Wind auffrischt; bei Mistral oder Scirocco fallen Touren aus.

6Etappe 6: Cala Gonone nach Santa Maria Navarrese über Genna ’e Silana (ca. 75 km)

Die Strecke
Zurück über Dorgali und auf der alten SS125 in langen Kurven durch das Supramonte hinauf zum Pass Genna ’e Silana (gut 1.000 m). Danach eine der einsamsten Strecken Sardiniens: kaum Orte, Kalkplateaus, Steineichen, freilaufende Ziegen und Kühe auf der Fahrbahn. Über Urzulei hinab nach Baunei und an die Küste nach Santa Maria Navarrese. Gut ausgebaut, aber kurvenreich; rund 2 Stunden reine Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Gola di Gorropu: vom Pass Genna ’e Silana auf dem markierten Weg gut 600 Höhenmeter hinab in eine der tiefsten Schluchten Europas; für die Schlucht selbst wird am Eingang Eintritt erhoben. Der Rückweg in der Sonne ist hart – früh starten.
  • Altopiano del Golgo oberhalb von Baunei mit dem Karstschlund Su Sterru, der Kirche San Pietro und dem Ausgangspunkt zur Cala Goloritzé.
  • Cala Goloritzé: rund 1,5 Stunden Abstieg vom Golgo zur Bucht mit der Felsnadel Aguglia; im Sommer Zutritt nur mit vorab online gebuchtem, kostenpflichtigem Ticket der Gemeinde Baunei und begrenzter Tageszahl.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping Cavallo Bianco in Lotzorai, wenige Kilometer südlich von Santa Maria Navarrese, im Pinienwald nahe dem Strand, mit Strom, Sanitär und Ver- und Entsorgung; Öffnungszeiten vorab prüfen. In Lotzorai und Tortolì gibt es weitere Campingplätze.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Am Pass Genna ’e Silana und am Golgo-Plateau wird auf Parkplätzen gelegentlich übernachtet, doch das ist kein ausgewiesener Stellplatz, und Campingverhalten ist verboten; im Sommer herrscht dort höchste Brandgefahr. Auf dem Golgo sind die Parkplätze für die Goloritzé-Wanderung gebührenpflichtig. Unten an der Küste in Santa Maria Navarrese weisen Schilder an Strandparkplätzen Wohnmobile aus.

Insider-Tipp für Camper
Die Straße von Baunei hinauf zum Golgo ist steil und in den Kehren eng; mit großen Wohnmobilen besser mit dem Shuttle oder Rad hinauf und das Fahrzeug unten lassen. Auf der SS125 zwischen Dorgali und Baunei gibt es kaum Versorgung – Wasser, Proviant und vollen Tank mitnehmen. Vorsicht vor Tieren hinter Kurven, vor allem bei Dämmerung.

7Etappe 7: Santa Maria Navarrese nach Costa Rei über Arbatax (ca. 115 km)

Die Strecke
Über Tortolì zum Hafen von Arbatax, dann auf der SS125, abschnittsweise als neue Trasse (Nuova Orientale Sarda) mit Tunneln und Viadukten ausgebaut, sonst auf der kurvenreichen alten Straße durch das Bergland, nach Süden bis ins Tal des Flumendosa bei Muravera und an die Costa Rei. Rund 2 Stunden.
Highlights & Must-Sees
  • Rocce Rosse von Arbatax: rote Porphyrfelsen direkt am Hafen, am schönsten im Morgenlicht.
  • Torre di Barì bei Bari Sardo, ein spanischer Küstenwachturm auf einer Landzunge über dem Meer.
  • Menhire von Piscina Rei (Cuili Piras) an der Straße zur Costa Rei – eine Gruppe von rund 50 prähistorischen Steinen in der Ebene.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Villaggio Camping Capo Ferrato an der Costa Rei, am Sandstrand: nummerierte Stellplätze mit Strom, teils in erster Reihe am Meer; Öffnungszeiten und Wohnmobil-Service vorab prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): An der Costa Rei und in der Gemeinde Muravera ist die nächtliche Sosta an Stränden und Küstenstraßen nicht erlaubt; Dünengebiete stehen unter Schutz. Die ausgewiesenen Strandparkplätze sind tagsüber nutzbar, im Sommer meist gebührenpflichtig.

Insider-Tipp für Camper
In Arbatax und Tortolì liegen Supermärkte und Tankstellen – die letzte bequeme Gelegenheit vor dem spärlich besiedelten Sarrabus. In Arbatax legen Fähren nach Civitavecchia und Genua an; wer die Route ab hier abkürzen will, prüft den Fahrplan, da die Verbindungen saisonal und nicht täglich fahren.

8Etappe 8: Costa Rei nach Cagliari über Villasimius (ca. 80 km)

Die Strecke
An der Küste südwärts nach Villasimius, dann auf der SP17 in die Kurven über den Klippen Richtung Cagliari: schmale Buchten, Steilhänge und Aussichtsparkplätze, an einigen Stellen eng und ohne Randstreifen. Hinter Quartu Sant’Elena am Poetto entlang und durch die Salinen des Molentargius in die Stadt. Rund 1,5 Stunden.
Highlights & Must-Sees
  • Capo Carbonara bei Villasimius mit den Stränden Porto Giunco und Simius und den Flamingos im Stagno Notteri.
  • Punta Molentis: kleine Bucht auf einer Landzunge, 2026 vom 6. Juni bis 31. Oktober kontingentiert und nur mit vorheriger Online-Reservierung (pass.brav.it/Villasimius) und Gebühr von 10 Euro pro Person zugänglich, dazu Parkgebühr (laut Presseberichten Auto rund 10 Euro, Camper 15 Euro); Stand auf den Seiten der Gemeinde Villasimius prüfen.
  • Cagliari: das Castello-Viertel mit Bastione di Saint Remy und die Sella del Diavolo am Ende des Poetto.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Cagliari selbst gibt es keinen Campingplatz. Der zentrale Stellplatz Camper Cagliari Park in der Via Stanislao Caboni nahe dem Hafen ist laut Angaben ganzjährig geöffnet, mit Wasser und Entsorgung; Strom und Duschen kosten extra, gezahlt wird laut Nutzerberichten bar. Die Altstadt liegt rund 1,5 km entfernt. Am Weg liegt in Villasimius der Villaggio Camping Spiaggia del Riso, direkt an der Küste mit Stellplätzen für Wohnmobile; Öffnungszeiten vorab prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In Cagliari und Quartu Sant’Elena hat es wiederholt Verordnungen gegen das Übernachten von Wohnmobilen am Poetto und an den Küstenstraßen gegeben; auch in Villasimius sind die Strandparkplätze tagsüber gebührenpflichtig und nachts für Camper gesperrt. Die sichere Lösung ist der Stellplatz in der Stadt.

Insider-Tipp für Camper
Die Altstadtviertel Castello, Marina, Stampace und Villanova sind kameraüberwachte ZTL – mit dem Camper nicht hineinfahren, Bußgelder kommen per Post. Die Rückfahrt nach Olbia dauert auf der mautfreien SS131 rund 3,5 Stunden; alternativ legen in Cagliari Fähren zum Festland ab, Fahrplan und Saison vorab prüfen.

Camping-Praxis & Länder-Knigge

Wildcamping & Freistehen

  • Nach dem italienischen Straßenverkehrsgesetz (Art. 185) darf ein Wohnmobil dort parken und auch übernachten, wo Parken erlaubt ist – verboten ist Campingverhalten: Stühle, Tische, Markise, Keile, ausgefahrene Stützen, Grauwasser auf dem Boden.
  • Sardinien schränkt dieses Recht an der Küste stark ein: Zahlreiche Küstengemeinden verbieten per Verordnung die nächtliche Sosta von Wohnmobilen an Stränden, Küstenstraßen und in Pinienwäldern; viele Strandparkplätze tragen Camperverbotsschilder oder Höhenbarrieren. Die regionale Badeordnung verbietet Zelten und Campieren am Strand sowie das Befahren und Parken auf Dünen. Forstpolizei und Gemeindepolizei kontrollieren im Sommer gezielt.
  • Sand, Kies, Steine und Muscheln von Stränden mitzunehmen ist nach dem Regionalgesetz Nr. 16/2017 verboten; die Bußgelder reichen von 500 bis 3.000 €. Am Flughafen und bei Fährkontrollen werden immer wieder Urlauber erwischt.
  • Viele der bekannten Buchten sind im Sommer kontingentiert oder kostenpflichtig (u. a. Cala Goloritzé, Cala Brandinchi, Lu Impostu, Punta Molentis, dazu Buchten im Golf von Orosei); im Nationalpark La Maddalena ist Budelli gesperrt. Preise und Buchungsportale ändern sich jedes Jahr.
  • Legal übernachten Sie auf Campingplätzen, in den „aree di sosta camper“ und auf Agriturismi mit Stellplätzen. Nützliche Apps: park4night, CamperOnline (italienisches Verzeichnis mit aktuellen Nutzerberichten), Campercontact.

Entsorgung & Versorgung

  • Camper Service („carico e scarico“) gibt es auf den Campingplätzen und an einzelnen Stellplätzen; freie Stationen sind an der Ostküste selten, manche Plätze entsorgen gegen Gebühr auch für Durchreisende.
  • Grauwasser und Kassette nur an der Station leeren: Wildes Entsorgen ist einer der Hauptgründe für die Camperverbote an der sardischen Küste.
  • Leitungswasser ist oft stark gechlort und im Hochsommer mancherorts knapp; viele Reisende trinken Flaschenwasser oder nutzen einen Filter. „Acqua potabile“ ist Trinkwasser, „acqua non potabile“ nicht.
  • Gas: Deutsche Tauschflaschen werden nicht getauscht. GPL-Tankstellen gibt es in Olbia, Nuoro, Tortolì und um Cagliari, im Hinterland der Ostküste nur vereinzelt; tanken Sie Tankflaschen mit dem italienischen („Dish“-)Adapter, oft nur durch das Personal. Mit zwei vollen Flaschen anreisen.
  • Auf den Fähren gilt Gasverbot: Flaschenventile vor dem Einschiffen schließen, Kühlschrank auf Batterie. „Camping on board“ (Übernachten im eigenen Fahrzeug an Bord) ist auf den Sardinien-Fähren die Ausnahme – beim Buchen für die jeweilige Verbindung prüfen, ob es angeboten wird; sonst ist eine Kabine oder ein Sitzplatz nötig.

Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

  • Tempolimits: Wohnmobile bis 3,5 t außerorts 90 km/h, auf Schnellstraßen 110 km/h, auf der Autobahn 130 km/h; über 3,5 t außerorts 80 km/h und auf der Autobahn 100 km/h. Gespanne mit Wohnwagen: 70 km/h außerorts, 80 km/h auf der Autobahn. Außerorts gilt tagsüber Lichtpflicht.
  • Auf Sardinien gibt es keine Autobahnen und keine Maut; die Schnellstraßen SS131 und SS131dcn sind gebührenfrei. Maut zahlen Sie nur auf dem Festland auf dem Weg zum Fährhafen.
  • Brandschutz: Nach den regionalen Brandschutzvorschriften gilt in der Regel vom 1. Juni bis 31. Oktober die Periode erhöhter Waldbrandgefahr. In dieser Zeit sind offenes Feuer und Grillen außerhalb erlaubter Einrichtungen in und nahe Wald- und Macchiagebieten verboten, Zigaretten dürfen nicht weggeworfen werden. An Tagen mit hoher Warnstufe im täglichen Brandgefahrenbulletin der Region gelten zusätzliche Einschränkungen.
  • Ragt Ladung über das Heck hinaus – etwa Fahrräder auf dem Heckträger –, ist die rot-weiß reflektierende Warntafel (50 × 50 cm) Pflicht.
  • Innenstädte wie Cagliari, Olbia und Tortolì haben kameraüberwachte ZTL-Zonen; in Ferienorten wie San Teodoro und Santa Teresa werden Zentren im Sommer abends zur Fußgängerzone. Alkoholgrenze 0,5 Promille, für Fahranfänger in den ersten drei Jahren 0,0; Handy am Steuer wird seit der Reform der Straßenverkehrsordnung Ende 2024 deutlich härter bestraft.

CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

  • Smartphone mit offline gespeicherten QR-Codes und Buchungsbestätigungen für Cala Goloritzé, Cala Luna, Cala Brandinchi und Co. – in den Buchten und auf See fehlt oft der Empfang.
  • Leichte Wanderschuhe mit Profil und mindestens 2 Liter Wasser pro Person: Die Wege zur Gola di Gorropu und zur Cala Goloritzé sind steinig, schattenlos und im Aufstieg anstrengend.
  • Sonnensegel oder Reflexfolie für die Frontscheibe und eine 12-V-Kühlbox – die Kabine heizt sich an der Ostküste im Sommer schnell auf, und Markisen gehören nur auf den Campingplatz.
  • Italienischer Gasadapter und zwei volle Flaschen: GPL-Tankstellen sind im Hinterland rar.
  • Rot-weiße Warntafel nach italienischer Norm für den Heckträger, falls Räder oder Boxen überstehen.
  • Schnorchel und Maske: Die Buchten im Golf von Orosei und um La Maddalena sind klar und felsig – ein Strandtag ohne Sand zum Mitnehmen.

Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.

Reiseverlauf Stopp für Stopp

In Fahrtreihenfolge. Entfernungen sind Schätzungen zwischen aufeinanderfolgenden Stopps.

  1. 1

    Olbia

    Italien
    Start
  2. 2

    San Pantaleo

    Italien
    17 km
  3. 3

    Porto Cervo

    Italien
    14 km
  4. 4

    Palau

    Italien
    17 km
  5. 5

    La Maddalena

    Italien
    6 km
  6. 6

    Santa Teresa Gallura

    Italien
    23 km
  7. 7

    San Teodoro

    Italien
    82 km
  8. 8

    Orosei

    Italien
    55 km
  9. 9

    Cala Gonone

    Italien
    15 km
  10. 10

    Baunei

    Italien
    35 km
  11. 11

    Santa Maria Navarrese

    Italien
    6 km
  12. 12

    Costa Rei

    Italien
    103 km
  13. 13

    Villasimius

    Italien
    16 km
  14. 14

    Cagliari

    Italien
    44 km

Häufige Fragen

Wie lang ist die Route «Granit, Macchia und türkise Buchten – mit dem Camper von der Costa Smeralda über die Orientale Sarda»?

8-tägiger Roadtrip über etwa 435 km (270 mi) mit 14 Stopps, von Olbia nach Cagliari. Insgesamt etwa 6 h 00 min Fahrzeit.

Wie viele Tage braucht man für «Granit, Macchia und türkise Buchten – mit dem Camper von der Costa Smeralda über die Orientale Sarda»?

Wir empfehlen 8 Tage: etwa 6 h 00 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

Wo beginnt und endet «Granit, Macchia und türkise Buchten – mit dem Camper von der Costa Smeralda über die Orientale Sarda»?

Sie beginnt in Olbia und endet in Cagliari.

Durch welche Länder führt «Granit, Macchia und türkise Buchten – mit dem Camper von der Costa Smeralda über die Orientale Sarda»?

Italien.