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N59

Kalkstein, Moor und Atlantikgischt – mit dem Camper über den Wild Atlantic Way von den Cliffs of Moher nach Achill Island

Von Doolin über Burren, Galway und Connemara zum Killary Fjord, nach Westport und auf die Klippeninsel Achill: rund 590 Kilometer an Irlands wildester Westküste, auf Straßen, die für breite Wohnmobile ihre eigenen Regeln haben.

Entfernung
340 km (211 mi)
Fahrzeit
4 h 42 min
Empfohlene Tage
7
Stopps
14
Länder
Irland
Aktualisiert
1. September 2026

Auf einen Blick: 7-tägiger Roadtrip über etwa 340 km (211 mi) mit 14 Stopps, von Ennis nach Keel. Insgesamt etwa 4 h 42 min Fahrzeit.

Weitere Roadtrips: Irland · Weitere Roadtrips ab Galway

Reiseführer · CampingSpirit

Von Doolin über Burren, Galway und Connemara zum Killary Fjord, nach Westport und auf die Klippeninsel Achill: rund 590 Kilometer an Irlands wildester Westküste, auf Straßen, die für breite Wohnmobile ihre eigenen Regeln haben.

Der Spirit der Route

Im Westen Irlands ist das Wetter ein Mitreisender. Eben noch hängt der Regen quer über dem Burren, dann reißt der Himmel auf, und der graue Kalkstein glänzt silbern bis hinunter zum Meer. Aus der Schiebetür sehen Sie Schafe auf den Steinmauern, Torfrauch aus Kaminen und weit draußen die Aran-Inseln im Dunst. In Connemara liegen Seen wie verstreute Spiegel zwischen braunen Mooren, der Killary Fjord zieht sich wie ein dunkler Streifen zwischen die Berge, und auf Achill stürzen die Klippen von Croaghaun fast 700 Meter ins Meer. Abends sitzt man im Pub, wo jemand ohne Ankündigung die Fiddle auspackt. Die Straßen sind schmal, die Mauern nah, und die Ruhe kommt von selbst, sobald man langsamer fährt, als der Tacho es erlaubt.

Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

1Etappe 1: Ennis nach Doolin (über Lahinch und die Cliffs of Moher) (ca. 65 km)

Die Strecke
Von Ennis auf der N85 nordwärts, bei Ennistymon auf die N67 nach Lahinch und weiter über Liscannor auf der R478 an der Küste entlang bis zu den Cliffs of Moher; danach kurz auf der R478 nach Doolin. Gut ausgebaute Landstraßen, nur in Lahinch, Liscannor und Doolin eng und im Sommer dicht befahren. Gut 1,5 Stunden reine Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Cliffs of Moher: Der Klippenweg mit Blick auf O’Brien’s Tower, rund 200 m über dem Atlantik. Am ruhigsten sind die ersten Stunden nach der Öffnung und der späte Nachmittag.
  • Hag’s Head südlich der Hauptklippen: Der Küstenpfad dorthin ist deutlich leerer und führt zu einem alten Signalturm.
  • Doolin: Pubs mit traditioneller Musik (Gus O’Connor’s, McGann’s) und der Fährhafen zu den Aran-Inseln.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Nagle’s Camping & Caravan Park in Doolin, kurzer Fußweg zu den Pubs, laut OSM-Daten mit Strom und Sanitär; als Alternative der Aille River Hostel Campsite am Rand des Orts, einfacher und ruhiger. Öffnungszeiten und Plätze für große Wohnmobile vorab erfragen, im Hochsommer reservieren.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In Irland gibt es kein allgemeines Recht auf Wildcampen; das Übernachten im Fahrzeug am Straßenrand oder auf Parkplätzen kann je nach Ort und Schildern verboten sein, und viele Gemeinden und Grundbesitzer sehen es nicht gern. An den Cliffs of Moher ist Übernachten auf dem Besucherparkplatz nicht vorgesehen. Wer legal frei stehen möchte, nutzt Pub- und Hofstellplätze, deren Betreiber Camper einladen (Auswahl in park4night oder Campercontact).

Insider-Tipp für Camper
Tickets für die Cliffs of Moher sind online mit Zeitfenster günstiger als vor Ort, und ob und wo Wohnmobile parken können (Höhen- und Längenbeschränkungen, Parkgebühren), sollten Sie vorab auf der offiziellen Seite der Cliffs of Moher prüfen. Die Küstenstraße R478 hat Bodenwellen und ist selten breiter als zwei Pkw. Tanken und Einkaufen lässt sich in Ennistymon oder Ennis besser als in Doolin.

2Etappe 2: Doolin nach Galway (über Burren und Kinvara) (ca. 100 km)

Die Strecke
Von Doolin auf der Küstenstraße durch das Dorf Fanore und den Küstenstreifen des Burren, vorbei am Black Head, weiter nach Ballyvaughan. Von dort auf der N67 und über den Corkscrew Hill, durch Kinvara und weiter auf der Straße nach Galway. Teils schmale, steinumsäumte Küstenstraße mit Sichtbehinderung; ab Ballyvaughan komfortabler. Rund 2,5 Stunden ohne Stopps.
Highlights & Must-Sees
  • Black Head: Küstenstraße am Leuchtturm, wo der Burren-Kalkstein direkt ins Meer fällt.
  • Poulnabrone-Dolmen, rund 5.000 Jahre altes Portalgrab mitten im Karstplateau (kurzer Abstecher auf der R480).
  • Dunguaire Castle am Hafen von Kinvara, ein Turmhaus des 16. Jahrhunderts auf einem Felsen am Wasser.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Salthill Caravan Park am Westrand von Galway, rund 3 km vom Zentrum, in der Nähe der Strandpromenade; laut OSM-Daten mit Strom und Wasserstelle. Im Burren selbst liegt der Fanore Caravan Park direkt an der Küste bei Fanore, wenn Sie nach Etappe 1 etwas früher halten möchten. Öffnungszeiten und Wohnmobilplätze vorab bestätigen lassen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Burren sind Parkplätze und Straßenränder beliebt bei Campern, aber Naturschutzgebiet und Privatland dominieren; das Burren-Programm bittet um besondere Rücksicht, und Nachtparken außerhalb von Plätzen ist in der Praxis nicht geduldet. In Galway selbst ist Übernachten auf öffentlichen Parkplätzen nicht üblich; Parkgebühren gelten rund um die Uhr.

Insider-Tipp für Camper
Die Straße zwischen Fanore und Black Head hat enge Stellen: Fahren Sie vorsichtig, nutzen Sie Ausweichbuchten und weichen Sie mit breitem Fahrzeug auf die Hauptstraße über Lisdoonvarna und die N67 aus. In Galway den Camper in Salthill lassen und den Stadtbus ins Zentrum nehmen; die Altstadt hat Fußgängerzonen, Parkhäuser sind für Wohnmobile meist zu niedrig.

3Etappe 3: Galway nach Clifden (über die Küstenstraße Connemaras) (ca. 110 km)

Die Strecke
Von Galway auf der R336 durch Spiddal, Inverin und Costelloe, weiter über Screeb und Carna Richtung Roundstone und Ballyconneely, dann auf der R341 nach Clifden. Die Küstenstraße ist kurvig und schmal, mit Gegenverkehr und Radfahrern; die Landschaft wechselt von Granitbuckeln über Seen zu Mooren. Reine Fahrzeit gut 3 Stunden, mit Halten ein ganzer Tag.
Highlights & Must-Sees
  • Dog’s Bay und Gurteen Bay bei Roundstone: weiße Muschelsandstrände mit türkisem Wasser, Dog’s Bay mit kleinem Parkplatz am Dünenrand.
  • Roundstone mit seinem kleinen Hafen und Blick auf die Twelve Bens.
  • Alcock-and-Brown-Landing-Site bei Ballyconneely, wo 1919 die erste Atlantiküberquerung im Nonstop-Flug endete.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Clifden Campsite and Caravan Park am Ortsrand von Clifden mit Strom, Sanitär und Ver- und Entsorgung laut OSM; mehr Strandlage bietet der Clifden Eco Beach Camping & Caravanning Park auf der Halbinsel nordwestlich des Orts, mit Zugang zum Strand, aber über schmale Straßen. Vorab Plätze für große Fahrzeuge klären.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): An Stränden wie Dog’s Bay und Gurteen Bay sind Parkplätze meist kostenfrei, Nachtparken wird dort aber auf Schildern oft ausgeschlossen. In Connemara gibt es einzelne Hof- und Pub-Stellplätze für Camper ; aktuellen Stand in park4night oder Campercontact prüfen.

Insider-Tipp für Camper
Wer das Wohnmobil breiter als 2,2 m hat, sollte die Küstenstraße nur außerhalb der Mittagszeit fahren und Gegenverkehr in Ausweichbuchten abwarten. Die N59 von Galway über Oughterard nach Clifden ist schneller und breiter. Tanken lohnt in Clifden oder vorher in Oughterard, die Küstenorte haben wenige Tankstellen.

4Etappe 4: Clifden nach Renvyle (über Sky Road, Letterfrack und Kylemore) (ca. 55 km)

Die Strecke
Zuerst die Sky Road als Schleife westlich von Clifden (schmal, mit Ausweichstellen und Steigungen – für große Wohnmobile eher ungeeignet), dann auf der N59 nach Letterfrack und Kylemore. Weiter über die Straße Richtung Tullycross zur Renvyle-Halbinsel. Fahrzeit knapp 1,5 Stunden.
Highlights & Must-Sees
  • Sky Road: Aussicht über die Clifden Bay und die vorgelagerten Inseln, mit dem Pkw oder Fahrrad ein Muss, mit dem Camper abwägen.
  • Kylemore Abbey mit ummauertem Viktorianischem Garten am Pollacapall Lough, ein neugotisches Schloss mit Benediktinerinnenkloster.
  • Connemara-Nationalpark bei Letterfrack: Wanderung auf den Diamond Hill (rund 445 m) mit Blick bis zur Küste.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Renvyle Beach Caravan & Camping Park an einem Sandstrand auf der Renvyle-Halbinsel, mit Strom und Sanitär laut Portalangaben. Als Alternative der Connemara Caravan & Camping Park bei Tullycross auf der Renvyle-Halbinsel. Vorab telefonisch oder online buchen, vor allem im Juli und August.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Rund um Kylemore und im Nationalpark ist Übernachten auf den Besucherparkplätzen nicht vorgesehen. Entlang der N59 gibt es Parkbuchten, die nachts oft als Parken, nicht Campen gedacht sind; Schilder und Hinweise vor Ort ernst nehmen.

Insider-Tipp für Camper
Die Sky Road ist für Wohnmobile über 6 m ein Risiko, Alternativen sind die Hauptstraße oder eine Fahrt mit dem Rad ab Clifden. Der Parkplatz von Kylemore Abbey ist für Wohnmobile ausgelegt, die Eintrittstickets kaufen Sie online; frühmorgens sind die Gärten leerer. Letterfrack hat Läden und Tankmöglichkeiten.

5Etappe 5: Renvyle nach Westport (über Leenane, Doo Lough und Louisburgh) (ca. 110 km)

Die Strecke
Von Renvyle zurück zur N59 und ostwärts nach Leenane am Killary Fjord, dann auf der N59 weiter und bei Aasleagh auf die R335 Richtung Delphi, Doo Lough und Louisburgh. Von dort über Murrisk am Fuß des Croagh Patrick nach Westport. Teils schmal, durch das Doo-Lough-Tal mit Seen und Bergen. Rund 2,5 bis 3 Stunden Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Killary Fjord: Irlands einziger Fjord, Blick von Leenane und von der Straße am Südufer; Aasleagh Falls gleich daneben.
  • Doo Lough: Tal mit Kreuz-Gedenkstätte zur Hungersnot 1849, enge Straße zwischen See und Hang.
  • Croagh Patrick bei Murrisk: der Pilgerberg (764 m), Aufstieg ab dem Parkplatz in rund 3 bis 4 Stunden hin und zurück.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Westport House Caravan & Camping Park im Park von Westport House am Rand der Stadt; der Platz nimmt laut Betreiberseite Wohnmobile auf; Öffnungszeiten und Status nach dem Eigentümerwechsel des Anwesens vorab prüfen. In Westport gibt es außerdem weitere Plätze in Stadtnähe – Auswahl vor Ort oder in park4night.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Rund um den Croagh Patrick sind Parkplätze für Wanderer gedacht; Nachtparken ist dort unüblich und kann untersagt werden. In Westport selbst sind Stellplätze und Parkplätze für Camper begrenzt, Gebühren und Höhenbarrieren beachten.

Insider-Tipp für Camper
Die Straße durch das Doo-Lough-Tal ist schmal, aber schön; bei Schafen auf der Fahrbahn und Gegenverkehr Schritttempo fahren. Westport ist ein guter Versorgungsstopp: Supermärkte, Tankstellen und Gas-Flaschenverkauf. Wer den Croagh Patrick besteigt, startet früh – das Wetter kippt oben schnell, und der Parkplatz in Murrisk füllt sich bis zum Vormittag.

6Etappe 6: Westport nach Keel (Achill Island) (ca. 65 km)

Die Strecke
Von Westport auf der N59 über Newport nach Mulranny, dann auf der R319 über die Brücke bei Achill Sound auf die Insel und weiter nach Keel und Dooagh. Gut ausgebaute Landstraße, auf Achill einspurig mit Ausweichstellen. Rund 1,5 Stunden Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Mulranny: Aussichtspunkt über die Clew Bay und der Strand, hier verläuft der Great Western Greenway.
  • Keel Strand und Menawn-Klippen: Sandstrand mit dunklen Klippen im Hintergrund.
  • Slievemore und das verlassene Dorf Slievemore: Ruinen von Steinhäusern am Hang.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Keel Camping (Sandybanks) direkt am Strand in Keel, mit Strom und Sanitär laut Portalangaben; Seal Caves Caravan & Camping als Alternative auf der Insel. Öffnungszeiten und Wohnmobilgrößen vorab klären.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Auf Achill sind Parkplätze an Stränden und Aussichtspunkten verbreitet, aber Camper-Übernachtungen sind regional umstritten; Schilder nennen oft „No overnight parking“. Wer sicher gehen will, bucht Campingplatz oder Pub-Stellplatz; für Keel nennen Portale einen Pub-Stellplatz (Lavelle’s) – aktuellen Stand vor Ort prüfen.

Insider-Tipp für Camper
Die Straße nach Keem Bay ist schmal und steil; für größere Wohnmobile ist sie wegen Gegenverkehr und Wendemöglichkeiten kritisch. Mayo County Council hat dort Übernachten in Fahrzeugen per Bye-Law verboten (2021); Fahrt mit Rad oder Taxi ab Keel erwägen und Zufahrt vorab prüfen. Tanken Sie in Westport oder Mulranny, auf der Insel sind Tankstellen selten.

7Etappe 7: Keel nach Westport (über die Atlantic Drive und den Great Western Greenway) (ca. 85 km)

Die Strecke
Von Keel zurück über Achill Sound, dann auf der Atlantic Drive (R319 südlich von Achill Sound, rund 15 km, schmal mit Küstenaussicht), anschließend über Mulranny und Newport zurück nach Westport. Die Küstenstraße ist eng, Gegenverkehr wartet in Ausweichbuchten. Rund 2 Stunden reine Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Atlantic Drive: Küstenstraße mit Blick auf Klippen und Buchten, an klaren Tagen bis zum Croagh Patrick.
  • Great Western Greenway: ehemalige Bahntrasse zwischen Westport und Achill Sound, am schönsten ab Mulranny entlang der Clew Bay.
  • Newport: Steinbrücke und Viadukt, kleiner Hafen am Fluss Newport.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Zurück in Westport am Westport House Caravan & Camping Park oder einem anderen Platz in Stadtnähe; wer am nächsten Tag Richtung Heimat oder Fähre will, übernachtet hier gut vorbereitet. Plätze und Öffnungszeiten vorab prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Auch in Mayo gibt es kein allgemeines Recht zum Wildcampen. Einige Gemeinden und Grundbesitzer tolerieren kurze Stopps, dulden aber kein Campieren mit Stühlen, Markise oder Grauwasser; bei Schildern halten Sie sich an das Verbot.

Insider-Tipp für Camper
Der Greenway ist ideal fürs Fahrrad: Räder lassen sich in Westport leihen, die Strecke lässt sich mit dem Bus oder Taxi zurück verkürzen. Gas, Lebensmittel und Entsorgung in Westport erledigen, bevor Sie zum Fährhafen weiterfahren.

Camping-Praxis & Länder-Knigge

Wildcamping & Freistehen

  • In der Republik Irland gibt es kein allgemeines Wildcamping-Recht (kein Jedermannsrecht wie in Skandinavien). Übernachten im Fahrzeug auf öffentlichen Straßen oder Parkplätzen ist nicht pauschal verboten, kann aber durch Bye-Laws der Grafschaften und Schilder („No overnight parking“, „No camping“) ausgeschlossen sein. Betreten und Campieren auf Privatland ist ohne Erlaubnis Hausfriedensbruch.
  • Mehrere Grafschaften entlang des Wild Atlantic Way haben in den letzten Jahren Camper-Regeln verschärft oder diskutiert; die Lage ändert sich. Prüfen Sie vor Ort Schilder, fragen Sie bei Pubs, Höfen und Besucherzentren und nutzen Sie park4night, Campercontact sowie Hinweise von Fáilte Ireland und Irlands Tourismusseiten. Rechnen Sie mit Verwarnung oder Aufforderung zum Weiterfahren, in Naturschutzgebieten (Burren, Connemara-Nationalpark) auch mit Bußgeldern.
  • Legal und entspannt übernachten Sie auf Campingplätzen, auf Höfen und in Pubs, die Camperplätze anbieten. Müll, Toilettenabfälle und Grauwasser gehören nie in die Landschaft; Feuer in Moor und Heide sind verboten.

Entsorgung & Versorgung

  • Ver- und Entsorgung gibt es auf Campingplätzen und an einzelnen öffentlichen Stellen (Wasser- und Entsorgungspunkte); in Irland sind sie seltener als in Deutschland oder Frankreich. Entsorgen Sie Chemietoilette und Grauwasser nur an dafür vorgesehenen Stationen und fragen Sie bei Campingplätzen, ob auch Nichtgäste gegen Gebühr entsorgen dürfen.
  • Trinkwasser am Campingplatz oder an Wasserstellen ist in Irland in der Regel trinkbar; achten Sie auf Kennzeichnung. Mehr Wasser auffüllen, bevor Sie auf Achill oder Connemara in dünn besiedelte Gebiete fahren.
  • Gas: Irische Flaschen (Flogas, Calor) haben andere Anschlüsse als deutsche Flaschen; deutsche Tauschflaschen werden nicht getauscht. Camping-Gaz-Kartuschen gibt es in Outdoor-Läden und Supermärkten, Autogas (LPG) ist in Irland weniger verbreitet als in Deutschland. Reisen Sie mit genug Gas an oder nutzen Sie Nachfüllflaschen.

Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

  • Linksverkehr, Tempo in km/h: 50 km/h in Ortschaften (oft 30 km/h in Wohngebieten), 80 km/h auf Regionalstraßen, 100 km/h auf Nationalstraßen, 120 km/h auf Autobahnen; Schilder mit niedrigerem Limit haben Vorrang. Mit Wohnwagen oder Anhänger gelten höchstens 80 km/h (RSA). Für Fahrzeuge über 3.500 kg zulässiges Gesamtgewicht nennt Citizens Information 90 km/h auf Autobahnen und 80 km/h auf anderen Straßen (dort für Lkw ausgewiesen); wie Wohnmobile dieser Klasse eingestuft werden, ist nicht eindeutig belegt – fahren Sie vorsichtshalber nicht schneller. Wohnmobile bis 3,5 t folgen den Pkw-Limits.
  • Maße: Verbindliche Höchstmaße für Wohnmobile konnten wir nicht belegen; viele Landstraßen, Brücken und Parkplätze auf der Route sind eng oder niedrig, und auf einspurigen Straßen mit Ausweichstellen werden Fahrzeuge über rund 7 m schnell zum Problem. Fahren Sie mit Wohnmobil-Navi und planen Sie Umwege.
  • Maut: Die M50 bei Dublin hat keine Schranken; das Kennzeichen wird elektronisch erfasst (eFlow), ohne Konto zahlen Sie bis 20 Uhr des Folgetags online, telefonisch oder bei Payzone, sonst wird ein Zuschlag fällig. Auch auf einzelnen anderen Autobahnen und im Limerick-Tunnel wird Maut erhoben; Beträge und Regeln vorab beim Betreiber prüfen. Auf der Strecke dieser Reise selbst liegen nur wenige Mautstellen.
  • Alkohol: Grenze 0,05 Prozent (0,02 Prozent für Fahranfänger und Berufsfahrer). Handy am Steuer nur mit Freisprecheinrichtung. Winterreifen sind nicht vorgeschrieben, Reflexweste und Warndreieck sind empfehlenswert.
  • Einreise: Irland ist EU-Mitglied, aber nicht im Schengen-Raum – Ausweis oder Reisepass mitführen. Fahrzeugpapiere und Versicherungsnachweis (Grüne Karte vorsorglich mitführen; vorab beim Versicherer klären) bereithalten. Fähren nach Irland (Cherbourg, Roscoff, Holyhead–Dublin) frühzeitig buchen und Gasflaschen-Regeln der Reederei beachten.

CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

  • Wohnmobil-Navi oder Karten mit Höhen- und Breitenangaben – auf irischen Nebenstraßen mit Steinmauern und Brücken sind Fehlfahrten häufig und teuer.
  • Wetterfeste Kleidung, Gummistiefel und Regenhose: Regen und Wind können in Connemara und auf Achill auch im Sommer in Minuten wechseln.
  • Mückenschutz und Stirnnetz für Sommerabende (Midges) an Seen und Mooren.
  • Auffahrkeile und Unterlegscheiben für weiche Torf- und Schotterplätze.
  • Nachfüllbare Gasflasche oder Camping-Gaz-Reserve plus Schlauch und Druckregler, da deutsche Flaschen in Irland nicht getauscht werden.
  • Ausgedruckte Buchungsbestätigungen für Cliffs of Moher, Fähren und Campingplätze, da der Mobilfunkempfang in Connemara und auf Achill lückenhaft ist.

Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.

Reiseverlauf Stopp für Stopp

In Fahrtreihenfolge. Entfernungen sind Schätzungen zwischen aufeinanderfolgenden Stopps.

  1. 1

    Ennis

    Irland
    Start
  2. 2

    Cliffs of Moher

    AussichtenLiscannor, Irland

    Bis zu 214 m hohe Klippen über dem Atlantik am Wild Atlantic Way.

    41 km
  3. 3

    Doolin

    Irland
    8 km
  4. 4

    Fanore

    Irland
    15 km
  5. 5

    Ballyvaughan

    Irland
    12 km
  6. 6

    Kinvara

    Irland
    18 km
  7. 7

    Galway

    Irland
    21 km
  8. 8

    Roundstone

    Irland
    74 km
  9. 9

    Clifden

    Irland
    16 km
  10. 10

    Letterfrack

    Irland
    11 km
  11. 11

    Leenane

    Irland
    22 km
  12. 12

    Louisburgh

    Irland
    26 km
  13. 13

    Westport

    Irland
    26 km
  14. 14

    Keel

    Irland
    51 km

Beste Reisezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Kein Monat ist auf der ganzen Strecke ideal; am angenehmsten sind meist Mai–September. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh.

Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten

Praktisches für unterwegs

  • Irland: Maut auf einigen Straßen, Brücken oder Tunneln. Linksverkehr. Schrankenlose Maut auf der M50 rund um Dublin. Tempolimit für Pkw auf Autobahnen: 120 km/h.
  • Ennis → Cliffs of Moher. Fähre nach Irland nötig
  • Doolin → Fanore. Fähre nach Irland nötig
  • Fanore → Ballyvaughan. Fähre nach Irland nötig
  • Ballyvaughan → Kinvara. Fähre nach Irland nötig
  • Kinvara → Galway. Fähre nach Irland nötig
  • Clifden → Letterfrack. Fähre nach Irland nötig
  • Letterfrack → Leenane. Fähre nach Irland nötig
  • Leenane → Louisburgh. Fähre nach Irland nötig
  • Louisburgh → Westport. Fähre nach Irland nötig
  • Westport → Keel. Fähre nach Irland nötig

Verkehrsregeln und Gebühren ändern sich. Prüfen Sie vor der Reise offizielle Quellen.

Themen

Diese Reise im Planer öffnen

Häufige Fragen

Wie lang ist die Route «Kalkstein, Moor und Atlantikgischt – mit dem Camper über den Wild Atlantic Way von den Cliffs of Moher nach Achill Island»?

7-tägiger Roadtrip über etwa 340 km (211 mi) mit 14 Stopps, von Ennis nach Keel. Insgesamt etwa 4 h 42 min Fahrzeit.

Wie viele Tage braucht man für «Kalkstein, Moor und Atlantikgischt – mit dem Camper über den Wild Atlantic Way von den Cliffs of Moher nach Achill Island»?

Wir empfehlen 7 Tage: etwa 4 h 42 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

Wo beginnt und endet «Kalkstein, Moor und Atlantikgischt – mit dem Camper über den Wild Atlantic Way von den Cliffs of Moher nach Achill Island»?

Sie beginnt in Ennis und endet in Keel.

Durch welche Länder führt «Kalkstein, Moor und Atlantikgischt – mit dem Camper über den Wild Atlantic Way von den Cliffs of Moher nach Achill Island»?

Irland.

Wo kann man entlang «Kalkstein, Moor und Atlantikgischt – mit dem Camper über den Wild Atlantic Way von den Cliffs of Moher nach Achill Island» campen?

OpenStreetMap verzeichnet 42 Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze im Umkreis von 20 km um die Stopps dieser Route. Zum Beispiel: Riverside Camping, Salthill Caravan Park und Clifden Campsite and Caravan Park.

Wann ist die beste Reisezeit für Kalkstein, Moor und Atlantikgischt – mit dem Camper über den Wild Atlantic Way von den Cliffs of Moher nach Achill Island?

Kein Monat ist auf der ganzen Strecke ideal; am angenehmsten sind meist Mai–September. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)