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Seen, Schächte und endloser Boréal – mit dem Camper durch Abitibi-Témiscamingue

Vom Ottawa-River-Ufer des Lac Témiscamingue über die Minenstädte Rouyn-Noranda und Val-d’Or: 500 Kilometer Nordwest-Québec, auf denen Elche am Straßenrand stehen und der Himmel bis zum Horizont reicht.

Entfernung
402 km (250 mi)
Fahrzeit
4 h 28 min
Empfohlene Tage
5
Stopps
8
Provinzen
QC
Aktualisiert
1. September 2026

Auf einen Blick: 5-tägiger Roadtrip über etwa 402 km (250 mi) mit 8 Stopps, von Témiscaming nach Val-d’Or. Insgesamt etwa 4 h 28 min Fahrzeit.

Weitere Roadtrips: Quebec

Reiseführer · CampingSpirit

Vom Ottawa-River-Ufer des Lac Témiscamingue über die Minenstädte Rouyn-Noranda und Val-d’Or: 500 Kilometer Nordwest-Québec, auf denen Elche am Straßenrand stehen und der Himmel bis zum Horizont reicht.

Der Spirit der Route

Abitibi-Témiscamingue liegt dort, wo Québec nach Norden hin ausfranst: Seen ohne Ufersiedlung, Fichten bis zum Horizont, dazwischen Städte, die ein Goldfund oder ein Kupferfund aus dem Boden gestampft hat. Wer die Schiebetür öffnet, riecht Harz, Moos und kaltes Wasser, am Abend legt sich Nebel auf die Seen, und im September färben sich die Birken und Zitterpappeln gelb. Hier ist man selten in einer Kolonne unterwegs. Die Route 101 folgt dem Lac Témiscamingue, der eigentlich eine Aufweitung des Ottawa River ist, und führt an Ackerland vorbei, das erst im 20. Jahrhundert kolonisiert wurde. Rouyn-Noranda und Val-d’Or erzählen vom Bergbau, die Esker bei Amos vom Eiszeitwasser, der Parc national d’Aiguebelle vom Stillen. Die Strecke belohnt Autarkie: lange Etappen zwischen Tankstellen, Elche im Dämmerlicht, im Frühsommer Mücken und Kriebelmücken, im Herbst kalte Nächte und kaum jemand auf den Plätzen.

Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

1Etappe 1: Témiscaming nach Ville-Marie (ca. 100 km)

Die Strecke
Von Témiscaming folgt man der Rte 101 nach Norden durch Wald- und Seenland, am Lac Kipawa vorbei und dann an der Ostseite des Lac Témiscamingue entlang bis Ville-Marie. Die Straße ist zweispurig, gut ausgebaut, meist Tempo 90, nur durch die Dörfer 50. Kurven gibt es wenige, dafür lange Geraden zwischen Mischwald und ersten Feldern. Reine Fahrzeit gut anderthalb Stunden. Tankstellen gibt es in Témiscaming und Ville-Marie, dazwischen kaum; Elche stehen im Dämmerlicht gern am Straßenrand.
Highlights & Must-Sees
  • Témiscaming: Die Stadt wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts als geplante Werkssiedlung der Papier- und Zellulose-Industrie am Ottawa River angelegt; ein Spaziergang durch die Anlage und am Ufer des Lac Témiscamingue zeigt den Grundriss einer „Company Town“ mit Grünflächen und Ufer.
  • Lac Kipawa und die Seenlandschaft an der Rte 101: Mehrere Aussichtspunkte und kleine Zufahrten ans Wasser; Fischer und Kanuten starten dort, im Herbst spiegeln sich Birken im Wasser. Zufahrten nur befahren, wenn sie ausdrücklich öffentlich ausgeschildert sind.
  • Ville-Marie am Lac Témiscamingue: Hafenpromenade, Strand und Blick über den See nach Ontario; die Stadt ist ältester und größter Ort der Region Témiscamingue und gut für Einkauf und Entsorgung.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In und um Ville-Marie gibt es kommunale und private Plätze am Seeufer und im Hinterland. Namen, Öffnungszeiten und Anschlüsse ändern sich; die aktuelle Liste führt Tourisme Abitibi-Témiscamingue, dazu iOverlander und Campendium für Erfahrungsberichte. Für Septemberreisende gilt: Viele private Plätze schließen nach dem Labour-Day-Wochenende oder Mitte Oktober, vorher anrufen. Wer Strom und Entsorgung braucht, plant einen Platz mit Voll-Anschluss ein und füllt dort Wasser auf.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Auf Staatsland (terres du domaine de l’État) ist Zelten und Camping in Québec grundsätzlich möglich, für Besucher von außerhalb Québecs gelten aber eigene Bedingungen, teils mit Genehmigung oder Gebühr. Vor Ort beim Ministère des Ressources naturelles et des Forêts (MRNF) oder bei der Gemeinde klären, wo es erlaubt ist. Ufer und Forststraßen sind nicht automatisch öffentlich, Privatland und Forstwege der Betriebe beachten.

Insider-Tipp für Camper
In Témiscaming oder Ville-Marie volltanken und Wasser füllen: Auf der Rte 101 nördlich liegen die Dörfer weit auseinander. Elche und Hirsche queren in der Dämmerung, besonders im Herbst (Brunft). Tempo in der Dunkelheit reduzieren, Fernlicht wo möglich, bei Bremslichtern vor einem stehenden Fahrzeug anhalten statt ausweichen.

2Etappe 2: Ville-Marie nach Rouyn-Noranda (ca. 130 km)

Die Strecke
Von Ville-Marie über Landstraßen durch Ackerland und Mischwald nach Norden, später die Rte 101 weiter nach Rouyn-Noranda. Die Landschaft wird flacher, die Felder weiten sich, dann tauchen am Horizont die Hügel der Mine-Region auf. Kaum Steigungen, meist Tempo 90, in den Dörfern 50. Reine Fahrzeit rund anderthalb bis zwei Stunden. In Rouyn-Noranda gibt es Supermärkte, Tankstellen und Werkstätten in großer Auswahl.
Highlights & Must-Sees
  • Lieu historique national du Fort-Témiscamingue bei Duhamel-Ouest (nahe Ville-Marie): ehemaliger Pelzhandelsposten am Lac Témiscamingue, den Parks Canada betreut. Saison und Zeiten vor dem Besuch prüfen, im Spätsommer sind oft nur eingeschränkte Zeiten angesetzt.
  • Rouyn-Noranda: Altstadt am Lac Osisko, Maison Dumulon (ehemaliges Gemischtwarengeschäft von 1924, heute Museum) und die Kupferschmelze Fonderie Horne am Stadtrand als Zeugnis des Bergbaus; Besichtigung der Schmelze nur auf Anfrage und nur außen sinnvoll.
  • Parc botanique à Fleur d’eau bei Arntfield: Gärten und Seeufer wenige Kilometer vor der Stadt, als ruhige Pause gedacht; Öffnungszeiten vorher prüfen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Rund um Rouyn-Noranda gibt es kommunale und private Campingplätze an Seen und am Stadtrand; Namen und Ausstattung bei Tourisme Rouyn-Noranda bzw. Tourisme Abitibi-Témiscamingue prüfen und möglichst telefonisch reservieren, weil viele kleine Plätze nach Saisonende nur noch auf Anfrage öffnen. Wer sicher gehen will, plant für die Nacht einen Platz mit Strom und Wasser in oder nahe der Stadt ein und fährt am nächsten Morgen weiter zum Aiguebelle.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Freistehen auf Parkplätzen in der Stadt ist nicht empfehlenswert und kann von der Gemeinde geahndet werden; kein Übernachten in Wohngebieten oder an der Uferpromenade. Auf Staatsland außerhalb der Siedlungen gelten die allgemeinen Québecer Regeln (siehe Etappe 1); Waldbrandsperren der SOPFEU beachten.

Insider-Tipp für Camper
In Rouyn-Noranda gründlich einkaufen, Gas prüfen und tanken. Die Stadt hat im späten August bzw. Anfang September das Festival de musique émergente (FME); dann sind Unterkünfte und Plätze oft schnell vergeben, Termin und Stand vor der Reise prüfen. Im Sommer sind Kriebelmücken und Stechmücken in der Region das größte Ärgernis; Mückennetze an Fenstern und Dachluken lohnen sich.

3Etappe 3: Rouyn-Noranda nach Parc national d’Aiguebelle (ca. 50 km)

Die Strecke
Von Rouyn-Noranda auf der Rte 101 nach Nordosten, dann in Mont-Brun zum Parkeingang. Die Straße ist gut ausgebaut, kurvenarm, die Zufahrt in den Park ist ruhig. Reine Fahrzeit etwa 45 Minuten, so bleibt Zeit für Wanderungen und den See. Im Park wird der Mobilfunkempfang schwächer; Offline-Karten und Wasservorrat mitnehmen.
Highlights & Must-Sees
  • Parc national d’Aiguebelle (Sépaq): Hügel, Seen und Wald im Kanadischen Schild; markierte Wanderwege und Gewässer zum Paddeln, Biber, Eisvögel, im Herbst Laubfärbung. Eintritt und Tageskarte bei Sépaq buchen oder vor Ort lösen.
  • Strand und Bootsverleih im Sektor Mont-Brun: Boote und Kanus kann man im Besucherzentrum mieten, der Strand dient zum Baden im Hochsommer; Verleihzeiten und Saison vor Ort prüfen.
  • Wanderwege im Taschereau-Sektor: Weitere Seen, ruhige Pfade und Aussichtspunkte; die Karte im Besucherzentrum nennt Länge und Schwierigkeit der Wege.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Sépaq betreibt im Parc national d’Aiguebelle mehrere Plätze: Camping Abijévis im Sektor Mont-Brun (42 Plätze für Zelte und Wohnmobile, mit und ohne Anschlüsse, Strand und Bootsverleih), Camping Ojibway im Taschereau-Sektor (10 Zeltplätze), Espace VR Barlow (9 Wohnmobilplätze mit zwei Anschlüssen, offene Kiesfläche) und das einfache Camping Lac du Sablon (5 Plätze zu Fuß erreichbar). Saison grob Mitte Mai bis Mitte Oktober, je nach Sektor; Reservierung online bei Sépaq. Fahrzeuglängen vor der Buchung prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Park ist Übernachten nur auf den ausgewiesenen Plätzen erlaubt. Außerhalb auf Staatsland gelten die allgemeinen Québecer Regeln; die Sépaq-Mitarbeiter geben vor Ort Auskunft zu Alternativen. Lagerfeuer nur an Feuerstellen und nur, wenn die SOPFEU-Karte keine Feuerverbote meldet.

Insider-Tipp für Camper
Für den Espace VR Barlow früh reservieren, da er nur wenige Plätze hat. Wasser und Entsorgung am Platz prüfen, die Dump Station steht nicht bei allen Sektoren; sonst vor der Anreise in Rouyn-Noranda entsorgen. Lebensmittel nachts im Fahrzeug lassen, Schwarzbären kommen im Herbst gelegentlich in die Nähe der Plätze.

4Etappe 4: Parc national d’Aiguebelle nach Amos (ca. 100 km)

Die Strecke
Zurück auf die Rte 101 und weiter nach Osten Richtung Amos. Die Landschaft öffnet sich, der Wald weicht Wiesen und Feldern, kleine Dörfer reihen sich an die Straße. Meist Tempo 90, in Orten 50. Reine Fahrzeit rund eineinhalb bis zwei Stunden. Tankstellen und Supermärkte gibt es in Amos in guter Auswahl, davor nur vereinzelt.
Highlights & Must-Sees
  • Amos: Die Stadt liegt an der Harricana-Esker, einem eiszeitlichen Sand- und Kiesrücken, dessen Grundwasser den Ort prägt. Die Kathedrale Sainte-Thérèse-d’Avila (Cathédrale d’Amos) im Stadtzentrum und die Altstadt lassen sich zu Fuß erkunden.
  • Esker-Landschaft nördlich von Amos: Der Sand- und Kiesrücken zieht sich durch die Wälder, von Wegen aus sieht man Quellen und Moränenformen; Orientierung am besten über das Besucherzentrum der Stadt.
  • Parc régional Harricana nahe Amos: Wald- und Seenlandschaft mit Wanderwegen und Wasserwegen; Zufahrt und Saison vorab prüfen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Amos und Umgebung gibt es kommunale und private Plätze, teils mit Strom, Wasser und Sanitär; Namen und Öffnung bei Tourisme Abitibi-Témiscamingue bzw. der Stadt Amos erfragen und telefonisch reservieren. Nach Saisonende (meist Mitte Oktober) sind viele Plätze geschlossen. Als Reserve dient der Parc national d’Aiguebelle, wenn man dort eine Nacht länger bleibt.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Übernachten auf Parkplätzen in Amos ist nicht erlaubt, wo Schilder es verbieten; kein Freistehen in Wohngebieten. Auf Staatsland gelten die in Etappe 1 genannten Regeln; Regionalpark-Plätze nur an ausgewiesenen Stellen.

Insider-Tipp für Camper
Esker-Wasser von Amos gilt als sehr gut, trotzdem Frischwasser nur an offiziellen Zapfstellen füllen. Vor der Weiterfahrt nach Val-d’Or tanken. Bei Regen können Forststraßen im Esker-Gebiet schmierig werden; nur befestigte Wege mit dem Camper befahren.

5Etappe 5: Amos nach Val-d’Or (ca. 100 km)

Die Strecke
Von Amos auf der Rte 111 nach Südosten, in Malartic auf die Rte 117 und weiter nach Val-d’Or. Die Straße ist breit, kurvenarm und gut ausgebaut, Tempo meist 90, in Städten 50. Reine Fahrzeit gut anderthalb Stunden. Vor und nach Malartic liegen Tagebau-Anlagen und Halden am Straßenrand: Das Bild der Landschaft wechselt von Wald zu Bergbau.
Highlights & Must-Sees
  • Malartic: Die Stadt liegt am Rand der Canadian-Malartic-Goldmine, einem großen Tagebau; ein Teil der Stadt wurde für die Mine umgesiedelt. Das Musée minéralogique zeigt Gesteine und Bergbaugeschichte; Öffnungszeiten vorher prüfen.
  • Village minier de Bourlamaque in Val-d’Or: erhaltene Arbeitersiedlung aus den 1930er-Jahren mit Holzhäusern in gleicher Bauweise, bis heute bewohnt und als Kulturgut geschützt. Zu Fuß erkunden und nur die Wege nutzen.
  • Cité de l’Or: Führungen unter Tage in der ehemaligen Lamaque-Mine und durch das Dorf; Saison und Zeiten saisonal, vor dem Besuch prüfen und reservieren.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In und um Val-d’Or gibt es kommunale und private Plätze an Seen und am Stadtrand, mit unterschiedlicher Ausstattung; Namen und Öffnungszeiten bei Tourisme Val-d’Or oder über iOverlander bzw. Campendium prüfen. Für die Anreise zur Rte 117 nach Süden ist die Réserve faunique La Vérendrye der nächste größere Anlaufpunkt, siehe die Route Outaouais (rf-183). Nach Saisonende viele Plätze zu.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Freistehen im Stadtgebiet von Val-d’Or ist nicht erlaubt und wird geahndet; Parkplätze von Läden nur mit Erlaubnis. Außerhalb auf Staatsland gelten die Québecer Regeln (Etappe 1); Forststraßen mit schweren Fahrzeugen befahren die Holzunternehmen, deshalb nicht ohne Funk auf Rückwegen fahren.

Insider-Tipp für Camper
In Val-d’Or auftanken, einkaufen und entsorgen, bevor man die Rte 117 nach Süden durch die Réserve faunique La Vérendrye fährt: Dort liegen die Tankstellen weit auseinander. Die Cité-de-l’Or-Tour ist beliebt und im Spätsommer oft ausgebucht; früh reservieren. Parkplätze für große Fahrzeuge gibt es vor dem Dorf Bourlamaque, nicht in den schmalen Dorfgassen.

Camping-Praxis & Länder-Knigge

Wildcamping & Freistehen

  • Auf Staatsland (terres du domaine de l’État) ist Camping in Québec grundsätzlich zulässig, für Besucher von außerhalb Québecs gelten aber eigene Bedingungen, teils mit Genehmigung oder Gebühr. Die Regeln vor der Reise beim Ministère des Ressources naturelles et des Forêts (MRNF) prüfen. Ufer, Forststraßen und Wege der Forstbetriebe sind nicht automatisch öffentlich.
  • Im Wald gilt die Waldbrandaufsicht der SOPFEU: Bei Feuerverboten sind Lagerfeuer und teils auch Gaskocher im Freien untersagt. Aktuelle Lage und Verbote vor jeder Nacht auf sopfeu.qc.ca prüfen; die Abitibi-Region hatte in den vergangenen Jahren große Waldbrände mit Evakuierungen.
  • In Städten wie Rouyn-Noranda, Amos und Val-d’Or ist Übernachten auf Straßen, Parkplätzen und an Uferpromenaden nicht erlaubt, wo Schilder es verbieten; Gemeinden kontrollieren und verhängen Bußgelder. Supermarktparkplätze nur mit Erlaubnis nutzen.
  • Apps und Seiten: iOverlander, Campendium, Park4Night, Sépaq für Nationalparks und Wildreservate sowie Tourisme Abitibi-Témiscamingue für aktuelle Plätze. Reservierungen bei Sépaq online.
  • Wildtiere: Elche und Hirsche queren Straßen besonders in der Dämmerung; im Herbst Brunft und höhere Gefahr. Schwarzbären kommen an Plätze, deshalb Essensreste und Müll nachts im Fahrzeug oder in bärensicheren Behältern. Mücken und Kriebelmücken sind im Frühsommer sehr aktiv.
  • Wasserwege und Seen: Ufer sind teils Privateigentum; Anlegen und Zelten nur dort, wo es erlaubt ist. Beim Paddeln Schwimmweste mitführen, Seen im Norden kühlen auch im Sommer schnell aus.
  • Nachts herrscht in den dünn besiedelten Gebieten oft völlige Dunkelheit; Polarlichter sind im Herbst gelegentlich möglich, klare Nächte lohnen den Blick zum Himmel.
  • Bei Kontrollen freundlich bleiben, den Platz verlassen und sich nicht auf Diskussionen über Auslegung einlassen.

Entsorgung & Versorgung

  • Dump Stations gibt es auf vielen Campingplätzen der Region, bei Sépaq-Plätzen teils nur in einzelnen Sektoren; Standorte vorab bei Sépaq bzw. über Karten-Apps prüfen. In Städten sind öffentliche Entsorgungsstellen rar.
  • Trinkwasser aus dem Leitungsnetz ist in Québec trinkbar; auf Plätzen ohne Wasseranschluss Kanister mitbringen. Oberflächenwasser filtern oder abkochen.
  • Grauwasser nie auf den Boden oder in Bäche ablassen; Chemietoiletten nur an Dump Stations leeren.
  • Propan in Tankstellen, Baumärkten und bei Händlern in den größeren Orten (Rouyn-Noranda, Amos, Val-d’Or). Europäische Gasflaschen brauchen einen Adapter und werden meist nicht befüllt; Mietmobile haben fest verbaute Tanks, Füllstand vor der Abfahrt prüfen.
  • Treibstoff: Preise in Kanada werden pro Liter angegeben; zwischen den Städten liegen Abschnitte ohne Tankstelle, daher in Ville-Marie, Rouyn-Noranda, Amos und Val-d’Or auffüllen.
  • Einkaufen: Supermärkte in Ville-Marie, Rouyn-Noranda, Amos und Val-d’Or; in kleinen Dörfern nur kleine Läden mit begrenztem Sortiment.
  • Strom: Plätze mit Anschluss bieten 15, 30 oder 50 A bei 120 V; Mietmobile haben in der Regel das passende Kabel. Ohne Anschluss mit der Bordbatterie planen.
  • Wäsche und Müll: Waschsalons in den größeren Städten; Müll auf Plätzen in Behältern entsorgen, bärensicher verschließen.

Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

  • Tempolimits in km/h: Landstraßen meist 90, Autobahnabschnitte 100, in Ortschaften 50, vor Schulen 30. Maximale Fahrzeughöhe in Québec 4,15 m; Brücken und Unterführungen sind ausgeschildert. Mit Anhänger gelten dieselben Limits, Bremsabstand erhöhen.
  • Kein Maut auf den Straßen dieser Route. Fähren und Parkeintritte (Sépaq, Parks Canada) gebührenpflichtig; aktuelle Beträge bei den Anbietern prüfen.
  • Parks und Eintritte: Sépaq-Parks verlangen Tageseintritt, der bei Nutzung eines Campingplatzes meist enthalten ist; Parks Canada hat eigene Tarife und Jahreskarten. Aktuelle Beträge prüfen.
  • Maße und Längen: Viele Sépaq-Plätze sind nur für Fahrzeuge begrenzter Länge ausgelegt; Längen bei der Buchung prüfen. Kleine Zufahrten und Forststraßen sind für große Wohnmobile ungeeignet.
  • Reservierung: Sépaq-Plätze online mit mehreren Monaten Vorlauf, besonders an Wochenenden und zur Laubfärbung; private Plätze telefonisch. Saisonende meist Mitte Oktober.
  • Wetter und Saison: Sommer warm bis heiß, Nächte kühl; im Frühsommer Mücken und Kriebelmücken, im September bunte Laubfärbung, ab Oktober Frost. Waldbrandsaison Mai bis September, Verbote beachten.
  • Verkehrsrecht: Rechtsabbiegen bei Rot ist in Québec nach vollständigem Halt erlaubt, außer in Montréal und wo ein Schild es verbietet. Schilder sind auf Französisch, „ARRÊT“ heißt Stopp. Handy am Steuer nur freihändig, offene Alkoholbehälter im Fahrzeug verboten, Gurt- und Kindersitzpflicht auch im Wohnmobil. Deutscher Führerschein genügt für Touristen.
  • Einreise: Wer nach Kanada fliegt, braucht als Deutscher eine eTA (elektronische Reisegenehmigung); Bedingungen vorab auf der Seite der kanadischen Einwanderungsbehörde prüfen. Mietmobil und Versicherung vorab klären.
  • Notfall: 911; Mobilfunk bricht im Norden häufig ab, Notrufsäulen gibt es kaum. Karte offline laden, Wasser und Notproviant mitführen, bei Wanderungen jemanden über Ziel und Rückkehr informieren.

CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

  • Mückenschutzjacke oder Kopfnetz sowie Fliegengitter für Schiebetür und Dachluke – im Frühsommer sind Stech- und Kriebelmücken am Seeufer sehr aktiv.
  • Warme Schichten und Mütze: Nächte am See und im Herbst kühlen auf wenige Grad ab, im Oktober ist Frost möglich.
  • Fernglas und Kamera mit Tele für Elche, Biber und Vögel an den Seen; Stirnlampe mit Rotlicht für nächtliche Spaziergänge.
  • Offline-Karten und ausgedruckte Reservierungen, dazu ein Satelliten-Messenger oder eine Notrufmöglichkeit – im Norden gibt es lange Funklöcher.
  • Wasserkanister (20 l) und Frischwasserschlauch in Trinkwasserqualität für Plätze ohne Anschluss.
  • Vor Ort gekauftes Feuerholz (kein Holz von weither transportieren) und die SOPFEU-Verbotskarte vor jedem Lagerfeuer prüfen.

Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.

Reiseverlauf Stopp für Stopp

In Fahrtreihenfolge. Entfernungen sind Schätzungen zwischen aufeinanderfolgenden Stopps.

  1. 1

    Témiscaming

    QC
    Start
  2. 2

    Ville-Marie

    QC
    87 km
  3. 3

    Notre-Dame-du-Nord

    QC
    36 km
  4. 4

    Rouyn-Noranda

    QC
    95 km
  5. 5

    Parc national d’Aiguebelle

    QC
    38 km
  6. 6

    Amos

    QC
    57 km
  7. 7

    Malartic

    QC
    58 km
  8. 8

    Val-d’Or

    QC
    32 km

Beste Reisezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Am angenehmsten sind meist Juni und August–September. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: Mai und Juli. Kalt und kurze Tage: November–März. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh.

Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten

Häufige Fragen

Wie lang ist die Route «Seen, Schächte und endloser Boréal – mit dem Camper durch Abitibi-Témiscamingue»?

5-tägiger Roadtrip über etwa 402 km (250 mi) mit 8 Stopps, von Témiscaming nach Val-d’Or. Insgesamt etwa 4 h 28 min Fahrzeit.

Wie viele Tage braucht man für «Seen, Schächte und endloser Boréal – mit dem Camper durch Abitibi-Témiscamingue»?

Wir empfehlen 5 Tage: etwa 4 h 28 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

Wo beginnt und endet «Seen, Schächte und endloser Boréal – mit dem Camper durch Abitibi-Témiscamingue»?

Sie beginnt in Témiscaming und endet in Val-d’Or.

Durch welche Provinzen führt «Seen, Schächte und endloser Boréal – mit dem Camper durch Abitibi-Témiscamingue»?

Quebec.

Wann ist die beste Reisezeit für Seen, Schächte und endloser Boréal – mit dem Camper durch Abitibi-Témiscamingue?

Am angenehmsten sind meist Juni und August–September. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: Mai und Juli. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)