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A-8

Nebel, Klippen und Blauschimmelkäse – im Camper durchs Grüne Spanien: Kantabrien, Asturien, Picos de Europa

Rund 780 Kilometer von den Flyschklippen bei San Sebastián über die Kantabrische Küste, durch die Hermida-Schlucht ins Liébana-Tal und unter die Kalkwände der Picos de Europa, weiter zu den Lagos de Covadonga und an der Steilküste Asturiens entlang bis zur Ría de Ribadeo.

Entfernung
607 km (377 mi)
Fahrzeit
8 h 23 min
Empfohlene Tage
8
Stopps
14
Länder
Spanien
Aktualisiert
30. September 2026

Auf einen Blick: 8-tägiger Roadtrip über etwa 607 km (377 mi) mit 14 Stopps, von Donostia/San Sebastián nach Ribadeo. Insgesamt etwa 8 h 23 min Fahrzeit.

Weitere Roadtrips: Spanien

Reiseführer · CampingSpirit

Rund 780 Kilometer von den Flyschklippen bei San Sebastián über die Kantabrische Küste, durch die Hermida-Schlucht ins Liébana-Tal und unter die Kalkwände der Picos de Europa, weiter zu den Lagos de Covadonga und an der Steilküste Asturiens entlang bis zur Ría de Ribadeo.

Der Spirit der Route

Das Grüne Spanien heißt so, weil es hier regnet – und weil der Atlantik die Landschaft im Sommer wie im Herbst feucht, leuchtend und angenehm kühl hält. Aus der Schiebetür sehen Sie morgens den Nebel über einem Strand bei Oyambre liegen, mittags Kühe auf Weiden, die bis an die Klippen reichen, und abends die Kalkzacken der Picos, über denen die Geier kreisen. Die Strecke wechselt ständig zwischen Meer und Gebirge: Fischerhäfen mit Sidrerías und Grillrauch, Schluchten mit Straßen, die sich an den Fels drücken, Hochtäler mit Käsekellern und der Blick vom Cabo Peñas, wo bei Sturm die Gischt über den Leuchtturm fliegt. Man fährt langsam und plant den Tag um Tide, Wetter und Busfahrpläne. Wohnmobile sind hier willkommen, wenn sie die Regeln kennen: viele Küstenparkplätze sind gesperrt, in den Picos ist das Übernachten verboten – dafür gibt es ein dichtes Netz an Campings und Áreas.

Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

1Etappe 1: San Sebastián nach Bilbao (ca. 130 km)

Die Strecke
Aus San Sebastián auf der N-634 und den Küstenstraßen über Zarautz, Getaria und Zumaia, weiter über Deba, Ondarroa und Lekeitio (teils schmale Ortsdurchfahrten), dann nach Gernika und über die BI-Straßen zur Küste bei Bakio; zuletzt nach Bilbao. Die Küstenstraßen sind mautfrei, aber kurvig und langsam (rund 3 bis 3,5 Stunden reine Fahrzeit); die AP-8 spart deutlich Zeit, kostet aber Maut. Kurze Steigungen und enge Ortsdurchfahrten, im Sommer viel Verkehr.
Highlights & Must-Sees
  • Zumaia: der Flysch an der Playa de Itzurun – Gesteinsschichten aus 60 Millionen Jahren im Küstenabbruch, bei Ebbe vom Strand aus zu sehen; Teil des Geoparks der Baskischen Küste.
  • Getaria: Fischerhafen mit Grillterrassen (Steinbutt), Museum des Modeschöpfers Cristóbal Balenciaga und Txakoli-Weinberge über dem Meer.
  • Gaztelugatxe bei Bakio: Felsinsel mit Einsiedelei und langer Treppe; in Zeiträumen mit Besucherkontrolle ist der Zugang nur mit einem kostenlosen, vorab gebuchten Zeitfenster möglich (zeitweise, etwa Ende September 2026, entfällt die Reservierung) – Zugangskalender und Buchungsseite der Provinz Bizkaia vorab prüfen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping Igara in San Sebastián (Stadtrand, Bus in die Stadt) ist die praktischste Basis vor der Etappe; als Alternative liegen an der Küste Camping Talaimendi bei Zarautz und Camping Zumaia. In Bilbao selbst gibt es einen städtischen Stellplatz (Área de autocaravanas Bilbao) am Stadtrand; ruhiger sind Camping Sopelana in Sopela oder Camping Gorliz an der Küste – beide mit Nahverkehrsanbindung nach Bilbao (Metro/Bus; Verbindung vorab prüfen). Saisonzeiten vorab prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Baskenland ist das Übernachten in Wohnmobilen außerhalb von Camping- und Stellplätzen stark eingeschränkt; viele Küstenparkplätze (Zarautz, Getaria, Sopela, Bakio) sind beschildert oder mit Höhenbegrenzungsschranken (meist um 2 m) gesperrt. Freies Campen mit Stühlen und Markise ist nirgends erlaubt. Bei Gaztelugatxe und in Naturparks ist das Übernachten auf Parkplätzen verboten.

Insider-Tipp für Camper
Bilbaos Innenstadt ist Umweltzone (Zona de Bajas Emisiones, Abando-Viertel, Mo–Fr 7–20 Uhr, Fahrzeuge ohne DGT-Plakette oder mit Plakette B ausgeschlossen); ausländische Fahrzeuge müssen sich über die App der Stadt anmelden. Besuchen Sie Guggenheim und Casco Viejo besser vom Camping mit dem Metro, nicht mit dem Camper. Eine für Gaztelugatxe nötige Reservierung ausgedruckt mitnehmen: Das Mobilnetz am Parkplatz ist schwach.

2Etappe 2: Bilbao nach Santander (ca. 110 km)

Die Strecke
Auf der A-8 (Autovía del Cantábrico) nach Westen über Muskiz und die Grenze nach Kantabrien, weiter über Castro Urdiales und Laredo nach Santander. Mautfrei, vierspurig, mit langen Tunneln und Brücken; Küstendörfer wie Castro und Laredo lohnen einen Abstecher über die Landstraße. Reine Fahrzeit gut 1,5 Stunden.
Highlights & Must-Sees
  • Portugalete bei Bilbao: die Puente Colgante (Vizcaya-Brücke, UNESCO-Welterbe), eine Schwebefähre, die seit 1893 den Nervión überquert.
  • Castro Urdiales: gotische Kirche Santa María de la Asunción, Leuchtturm auf dem Burghügel und Hafen; Laredo: langer Strand La Salvé am Fuß der Altstadt.
  • Santander: Halbinsel La Magdalena mit Palast und Stränden, Uferpromenade El Sardinero und das Centro Botín am Hafen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Santander liegen die Campings Cabo Mayor und Virgen del Mar an der Küste westlich der Stadt; die Stadt selbst weist städtische Áreas für Wohnmobile aus (aktuelle Adressen und Gebühren auf turismo.santander.es prüfen). Für einen zweiten Nachtplatz bei Castro Urdiales dient Camping Playa Arenillas (Islares). Öffnungszeiten vorab prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Kantabrien hat 2026 die Regeln für Camping und Wohnmobilstellplätze neu gefasst (Decreto 35/2026): Ein ordnungsgemäß geparktes Wohnmobil, ohne ausgefahrene Elemente wie Stühle, Tische, Markise oder Stützen, gilt danach nicht als Camping. Trotzdem gelten örtliche Verbote: In Santander und in den Küstenorten sind Übernachtungsverbote und Höhenschranken üblich, im Naturpark Marismas de Santoña, Victoria y Joyel ist das Übernachten außerhalb von Plätzen tabu.

Insider-Tipp für Camper
Santander ist eng bebaut, die Parkhäuser haben Höhenbegrenzungen: Camper am Camping lassen und mit dem Bus (Linien Richtung Sardinero/Centro) fahren. Zum Tanken: Die A-8 hat viele Tankstellen; Diesel ist in Spanien meist günstiger an den Supermarkttankstellen abseits der Autobahn. Grauwasser und Kassette entsorgen Sie am besten vor der Weiterfahrt am Camping oder an einer Station in Santander.

3Etappe 3: Santander nach San Vicente de la Barquera über Santillana del Mar und Comillas (ca. 75 km)

Die Strecke
Auf der A-67 und Landstraßen nach Westen, bei Santillana del Mar zum Parkplatz am Ortsrand, weiter über Cóbreces zur Küste bei Comillas und über Oyambre nach San Vicente de la Barquera. Meist breite Straßen, an den Küstenorten Tempo 30 und enge Gassen; Wohnmobile lassen sich in den Altstädten nur auf den Randparkplätzen abstellen. Zwei bis 2,5 Stunden mit Besichtigungen.
Highlights & Must-Sees
  • Santillana del Mar: mittelalterliche Gassen mit Stiftskirche (Colegiata de Santa Juliana) und Steinhäusern; in der Nähe das Museo de Altamira mit der Nachbildung der Höhle (Neocueva) – das Original ist nur in seltenen Ausnahmen zugänglich.
  • Comillas: „El Capricho“ von Antoni Gaudí, Palacio de Sobrellano und der Friedhof mit dem Modernismo-Engel über der Bucht.
  • Naturpark Oyambre und San Vicente de la Barquera: weite Dünenstrände und ein Ort mit Burg, Kirche und langer Brücke über die Ría, dahinter die Picos.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Bei Santillana bieten Camping Santillana und Camping Altamira den kürzesten Weg zur Altstadt; für Wohnmobile ohne Zelt gibt es dort auch die Área de Autocaravanas Santillana del Mar (Betreiber areaspla.com, Stand und Gebühren vorab prüfen). An der Küste bei Comillas liegen Camping Comillas und Camping El Helguero (Ruiloba), am Naturpark Oyambre Camping Oyambre und Camping El Rosal. Im August früh reservieren.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Zwischen Comillas und San Vicente ist der Küstenstreifen (Oyambre) Naturpark und stark kontrolliert: Übernachten in Fahrzeugen ist auf den Strandparkplätzen üblicherweise untersagt, Schilder und Höhenschranken beachten. Die nordspanische Küste unterliegt zudem dem Küstengesetz (Ley de Costas); Bußgelder für Campen am Strand beginnen im dreistelligen Bereich.

Insider-Tipp für Camper
Zur Altamira-Neocueva Tickets vorab reservieren; im Sommer ist das Museum schnell ausgebucht. Santillana ist am Vormittag von Reisebussen belegt – kommen Sie vor 10 Uhr oder nach 17 Uhr. In Comillas den Wohnmobilparkplatz am Ortsrand nutzen und zu Fuß zum Capricho gehen; nicht in die enge Altstadt einfahren.

4Etappe 4: San Vicente de la Barquera nach Potes (mit Fuente Dé) (ca. 75 km)

Die Strecke
Auf der A-8 bis Unquera, dann auf der N-621 durch die Hermida-Schlucht (Desfiladero de la Hermida, rund 20 km) nach Potes. Die Straße folgt dem Río Deva zwischen senkrechten Kalkwänden, mit kurzen Tunneln, engen Kurven und Ausweichstellen; Steinschlag-Sperrungen kommen vor – vor der Fahrt die Verkehrslage prüfen. Von Potes führt die CA-185 in rund 25 Minuten nach Fuente Dé (23 km), eine gut ausgebaute Sackgassenstraße.
Highlights & Must-Sees
  • Desfiladero de la Hermida: die Schlucht als Eingang in die Picos, mit Blick auf die ersten Gipfel der Picos.
  • Potes: Torre del Infantado, Altstadtgassen mit Orujo und Cocido lebaniego, dazu das Kloster Santo Toribio de Liébana bei Camaleño.
  • Fuente Dé: Seilbahn (Teleférico) über 750 Höhenmeter zum Mirador del Cable auf rund 1.800 m; oben Wanderungen im Zentralmassiv der Picos.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Potes bieten die Área de Autocaravanas Potes und der VanVenture Camper Park Stellplätze für Wohnmobile, dazu die Campings La Viorna, San Pelayo und La Isla Picos de Europa nahe der Stadt. Camping Fuente Dé liegt im oberen Tal in der Nähe der Seilbahnstation. Alle Angaben zu Ausstattung, Kosten und Öffnungszeiten vorab prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Nationalpark Picos de Europa ist Übernachten in Fahrzeugen außerhalb von Campingplätzen verboten, auch auf ausgeschilderten Parkplätzen wie in Fuente Dé; Bußgelder sind empfindlich, Fachportale nennen rund 600 bis 1.500 Euro (amtlich nicht bestätigt). Erlaubt ist nur das Biwak zu Fuß oberhalb von 1.600 m, mit engen Auflagen (Zelt frühestens eine Stunde vor Sonnenuntergang aufbauen, eine Stunde nach Sonnenaufgang abbauen), nicht mit Fahrzeugen.

Insider-Tipp für Camper
Die Fuente-Dé-Seilbahn wird von Cantur betrieben; Tickets, Fahrplan und Wartezeiten vorab auf der Seite des Betreibers prüfen – im August und an Feiertagen bilden sich lange Schlangen, ein frühes Ticket am Vormittag ist ratsam. Nach dem Ausflug tanken Sie in Potes oder in Unquera, in den Bergtälern folgen weite Strecken ohne Tankstelle.

5Etappe 5: Potes nach Cangas de Onís (ca. 85 km)

Die Strecke
Zurück durch die Hermida-Schlucht bis Panes (N-621), dann auf der AS-114 durch das Cabrales-Tal über Arenas de Cabrales nach Cangas de Onís. Enge Kurven und Ortsdurchfahrten, aber durchgehend mit Wohnmobil befahrbar; die Abzweigung nach Poncebos und Sotres (AS-264) ist schmal mit Spitzkehren und für große Wohnmobile ungeeignet. Rund 2 Stunden.
Highlights & Must-Sees
  • Arenas de Cabrales: Käsekeller mit Cabrales-Blauschimmelkäse, den Bauern in Höhlen reifen lassen; ein Ausgangspunkt für die Käseroute im Tal.
  • Poncebos mit dem Startpunkt des Wanderwegs durch die Cares-Schlucht und der Standseilbahn nach Bulnes – die Zufahrt ist schmal, der Parkplatz klein und im Sommer früh voll.
  • Cangas de Onís: die „Römische Brücke“ mit dem Kreuz über dem Río Sella und die Kapelle Santa Cruz (Kapelle über einem Dolmen).
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Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping Covadonga liegt an der Straße von Cangas Richtung Covadonga, wenige Kilometer vom Zentrum und dem Busbahnhof entfernt; er ist die günstigste Basis für den Bus zu den Lagos. Am Sella-Fluss und im Umland liegen weitere Campings (etwa bei Arriondas und Ribadesella). Reservierung im Hochsommer ratsam; Ausstattung und Saison vorab prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Nationalpark und in Asturien gilt: Übernachten in Wohnmobilen außerhalb von Campingplätzen und Áreas ist nicht vorgesehen; Kontrollen der Guardia Civil und der Nationalparkwächter sind im Sommer häufig, insbesondere an Wanderparkplätzen. Übernachten an den Cares- und Sotres-Zufahrten ist ausgeschlossen.

Insider-Tipp für Camper
Wohnmobile lassen Sie besser in Cangas oder auf dem Camping und fahren nach Poncebos und Sotres mit Taxi oder Shuttlebus (im Sommer ab Arenas de Cabrales; Fahrplan vorab prüfen), nicht mit dem eigenen Fahrzeug. Zum Cabrales-Käse: Kaufen Sie ihn direkt bei kleinen Erzeugern und lassen Sie ihn im Kühlschrank verpackt – der Geruch zieht durch den ganzen Camper. Cangas hat einen kleinen Wochenmarkt an Sonntagen (Termin prüfen).

6Etappe 6: Cangas de Onís nach Oviedo (mit Covadonga und den Lagos) (ca. 95 km)

Die Strecke
Von Cangas zuerst auf der AS-262 nach Covadonga (12 km, breit ausgebaut), dann zurück und auf der AS-114 und der A-64 über Arriondas und Pola de Siero nach Oviedo. Die Straße zu den Lagos (CO-4) ist eng, steil und mit Spitzkehren, sie ist in der Saison für Privatverkehr gesperrt. Insgesamt rund 2 Stunden plus Zeit für den Bus zu den Lagos.
Highlights & Must-Sees
  • Covadonga: die Höhle mit der Marienstatue, die Basilika und der Wasserfall am Fuß der Felswand – Symbol der Reconquista.
  • Lagos de Enol und de la Ercina, oben auf der CO-4 mit Blick auf die Picos; dazu die Miradores de la Reina und del Príncipe auf dem Weg.
  • Oviedo: gotische Kathedrale San Salvador, Altstadt mit Sidrerías an der Calle Gascona und die vorromanischen Kirchen Santa María del Naranco und San Miguel de Lillo (UNESCO-Welterbe).
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Oviedo gibt es keinen zentralen Wohnmobilstellplatz; praktisch ist die Área de Autocaravanas de Noreña (rund 15 km östlich, Wasser und Entsorgung; Stand prüfen) oder die Áreas bei Avilés (Área de Corvera, Área de Avilés) an der Route der nächsten Etappe. Alternativ bleiben Sie auf dem Camping Covadonga in Cangas und fahren erst am nächsten Morgen nach Oviedo.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Lagos de Covadonga: Übernachten auf den Parkplätzen und an der Straße ist verboten (Nationalpark). Auch für Oviedo gilt: Stadtstraßen sind nur zum Parken, nicht zum Campen; Höhenbeschränkungen und kurze Verweildauern gelten in den Parkhäusern. Fahrzeuge ab 5 m Länge und Wohnmobile dürfen die CO-4 nach Angaben der Betreiber nicht befahren – für Wohnmobile bleibt nur der Bus.

Insider-Tipp für Camper
Zugang zu den Lagos 2026 (Zugangsplan des Nationalparks): Privatfahrzeuge sind an den Regeltagen gesperrt, unter anderem an den Wochenenden im Mai und täglich vom 1. Juni bis 18. Oktober (einzelne Ausnahmetage laut Plan), dazu Ostern und Feiertage. Den Bus nehmen Sie ab dem Busbahnhof von Cangas de Onís (Parkplatz P1, Erwachsene 9 Euro, Kinder 3,50 Euro, nur bis zum Heiligtum 1,55 Euro; erste Fahrt um 8 Uhr, letzte Bergfahrt 17.45 Uhr und letzte Talfahrt 20.50 Uhr bis 30. September, im Oktober letzte Bergfahrt 16 Uhr und letzte Talfahrt 19.05 Uhr). Es gibt fünf gebührenpflichtige Parkplätze (Pauschale rund 3 Euro pro Tag). Preise, Zeiten und Datenlage vorab auf den offiziellen Seiten von Turismo Asturias und Nationalpark prüfen.

7Etappe 7: Oviedo nach Cudillero über Avilés und das Cabo Peñas (ca. 100 km)

Die Strecke
Von Oviedo auf der Autovía nach Avilés, dann über Landstraßen nach Norden zum Cabo Peñas (Gozón), zurück und über die A-8 und Muros de Nalón nach Cudillero. Meist gut ausgebaut, aber die Küstensträßchen sind schmal und im Sommer voll; Zufahrt zu Cabo Peñas mit Kurven und vielen Radfahrern. Rund 2,5 Stunden mit Stopps.
Highlights & Must-Sees
  • Cabo Peñas: das nördlichste Kap Asturiens mit Leuchtturm, Steilküste und Wanderweg über die Klippen; bei Sturm ein starkes Schauspiel.
  • Avilés: Centro Niemeyer am Ufer der Ría, Altstadt mit Arkaden und dem Gassenviertel Galiana.
  • Cudillero: das Fischerdorf, das sich wie ein Amphitheater um den Hafen legt, mit bunten Häusern und Fischrestaurants.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Am Cabo Peñas bieten Camping Perlora (Carreño) und Camping Bañugues (Gozón) Plätze nahe der Küste; die Áreas de Candás und Salinas dienen als Wohnmobilalternative (Stand und Gebühren vorab prüfen). Bei Cudillero liegen Camping San Pedro und Camping Las Gaviotas, dazu weitere Plätze westlich der Stadt. Im Hochsommer reservieren.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Am Cabo Peñas und in der Küstenlandschaft des Naturschutzgebiets ist Übernachten in Fahrzeugen untersagt; die Parkplätze am Leuchtturm sind tagsüber zum Parken bestimmt. In Cudillero ist das Übernachten am Hafen nicht erlaubt; die Gemeinde verweist Wohnmobile auf die Campings und Áreas. Küstenparkplätze sind teils für Wohnmobile mit Schranken oder Schildern gesperrt.

Insider-Tipp für Camper
Die Zufahrt in den Ortskern von Cudillero ist für Wohnmobile eng und ungeeignet: Parken Sie am Ortsrand und gehen Sie zu Fuß hinunter zum Hafen (rund 10 Minuten). Ein Zwischenstopp in Avilés lohnt für Einkäufe: große Supermärkte mit Parkplätzen ohne Höhenbegrenzung. Zum Playa del Silencio westlich von Cudillero führt eine schmale Zufahrt – mit dem Camper eher nicht.

8Etappe 8: Cudillero nach Ribadeo über Luarca (ca. 105 km)

Die Strecke
Auf der A-8 (mautfrei) nach Westen über Luarca und Navia bis zur Ría del Eo und über die Brücke nach Ribadeo in Galicien. Vierspurig ausgebaut mit Tunneln und Viadukten, dazu Abstecher an die Küste nach Luarca. Reine Fahrzeit knapp 1,5 Stunden.
Highlights & Must-Sees
  • Luarca: der „Weiße Ort“ am Fluss mit Hafen, Leuchtturm-Kapelle und Friedhof auf dem Hügel über dem Meer.
  • Castropol und die Ría del Eo: das Städtchen an der Flussmündung, mit Blick nach Ribadeo.
  • Praia das Catedrais bei Ribadeo: Felsbögen an der Steilküste, nur bei Ebbe begehbar.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Ribadeo liegt der Camping Ribadeo, dazu Camping Playa de Peñarronda bei Castropol und Rinlo Costa im Fischerdorf Rinlo. Auf asturischer Seite gibt es die Área de Playa Grande bei Castropol (Wohnmobilstellplatz; Stand prüfen). In Luarca bieten sich die Área de Autocaravanas de Luarca und Camping Otur an.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Galicien verbietet Freistehen außerhalb von Plätzen weitgehend, die Praia das Catedrais und die umliegenden Klippen sind Naturdenkmal mit Zugangsregeln. Auf den Küstenparkplätzen in Ribadeo ist Übernachten nicht vorgesehen; auf asturischer Seite gelten die Regeln von Asturien weiter (nur ordnungsgemäß geparkt, ohne Camping).

Insider-Tipp für Camper
Für die Praia das Catedrais gibt es zu Ostern und vom 1. Juli bis 30. September (Stand 2026) eine kostenlose Vorab-Reservierung der Xunta de Galicia, dazu gilt: nur bei Ebbe, Gezeitentabelle prüfen und rechtzeitig vor der Flut zurück. Stand der Regelung auf der Seite der Xunta prüfen. Parken am Parkplatz Augas Santas an der Zufahrt zum Strand, nicht an der Straße.

Camping-Praxis & Länder-Knigge

Wildcamping & Freistehen

  • Spanien: Dass Sie in einem ordnungsgemäß geparkten Fahrzeug schlafen, ist nach der Straßenverkehrsordnung erlaubt – solange nichts ausgefahren ist (keine Stützen, Markise, Tische oder Stühle, kein Grauwasser). Alles darüber hinaus ist Camping und nur auf dafür genehmigten Plätzen erlaubt. Regionale Regeln, Gemeindesatzungen und Schilder haben Vorrang.
  • Kantabrien: Das Dekret 35/2026 (Mai 2026) über Campingplätze und Wohnmobil-Areas stellt klar, dass ein geparktes Wohnmobil auf einer erlaubten Verkehrsfläche nicht als Camping gilt, solange die Verkehrsregeln eingehalten sind. Küstengemeinden können dennoch Verbote und Zeitlimits erlassen. Dachzelt oder ausgefahrene Elemente gelten als Camping.
  • Asturien: Das Dekret 61/2022 regelt Campings und die Áreas für Wohnmobile; Übernachten außerhalb genehmigter Plätze wird streng gehandhabt, besonders im Sommer und im Umfeld der Küste und der Naturparks. Küstenparkplätze und Wanderparkplätze sind häufig beschildert oder mit Höhenschranken gesichert.
  • Nationalpark Picos de Europa: Freies Campen und das Übernachten in Fahrzeugen sind verboten, auch auf Parkplätzen; erlaubt ist nur das Biwak zu Fuß oberhalb von 1.600 m mit engen Auflagen. Bußgelder sind empfindlich, Fachportale nennen etwa 600 bis 1.500 Euro (amtlich nicht bestätigt). Küstengesetz und Naturparks (Oyambre, Marismas de Santoña, Cabo Peñas) bringen zusätzliche Beschränkungen.
  • Nützliche Hilfsmittel: park4night, Campercontact und die Seiten der Tourismusämter (turismoasturias.es, turismodecantabria.com, turismo.santander.es); Nutzerangaben zu Áreas sind oft veraltet – Stand vor Ort prüfen.

Entsorgung & Versorgung

  • Áreas de autocaravanas gibt es in den meisten größeren Orten und an der Küste; Wasser und Entsorgung sind dort oft gegen Gebühr oder mit Münzen verfügbar. Auf Campings ist die Entsorgung meist im Preis enthalten, oft nur für Gäste.
  • Grauwasser nur an der Station ablassen, Chemietoilette nur in dafür vorgesehene Entsorgungsstellen (Cassette-Entleerung, „vaciado de aguas negras“); nicht in Gullys oder öffentliche Toiletten. Trinkwasser aus dem Hahn ist in Spanien meist trinkbar, an Brunnen auf Schilder „no potable“ achten.
  • Gas: Spanien nutzt vor allem orange 12,5-kg-Butanflaschen (Repsol, Cepsa, Disa), die nur gegen Pfand bei spanischen Vertragskunden getauscht werden – mitgebrachte deutsche Flaschen werden nicht getauscht. Camping-Gaz-Flaschen gibt es in Campingläden und Baumärkten. Wer sicher gehen will, führt eine Tankflasche oder ein Füllsystem mit passendem Adapter mit.
  • LPG (Autogas, „GLP“) gibt es an mehreren Tankstellen in den Städten und entlang der A-8; Stationen für den Wohnmobil-Tank sind im Norden dünner gesät als in Katalonien – Standorte vorab in einer LPG-App prüfen. Adapter (Dish, Bajonett, ACME, Euro) mitbringen.

Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

  • Tempolimits: Für Pkw und Wohnmobile bis 3,5 t gilt außerorts 90 km/h, auf Autovías und Autopistas 120 km/h; innerorts meist 50, in Straßen mit einer Spur je Richtung 30, in Straßen mit einem Niveau 20 km/h. Für Wohnmobile über 3,5 t und Gespanne gelten außerorts 80 km/h und auf Autobahnen 90 km/h. Lokale Beschilderung und Radarkontrollen beachten.
  • V16-Warnleuchte: Seit dem 1. Januar 2026 ist für in Spanien zugelassene Fahrzeuge die vernetzte V16-Leuchte das einzige zulässige Warnzeichen bei Panne oder Unfall; die Warndreiecke gelten für sie nicht mehr, das Bußgeld beträgt 80 Euro. Für ausländisch zugelassene Fahrzeuge gilt die Pflicht laut DGT nicht: Sie erfüllen die Vorschrift mit den Warndreiecken ihres Heimatlandes. Eine zugelassene V16 zusätzlich mitzuführen ist freiwillig; Warndreiecke und Warnweste bleiben an Bord.
  • Maut: Die AP-8 im Baskenland (Gipuzkoa und Bizkaia) ist mautpflichtig, die Tarife stiegen zum 1. Januar 2026; die Autovía del Cantábrico (A-8) in Kantabrien und Asturien ist mautfrei. Fahrzeugklassen für Wohnmobile vorab auf den Seiten der Betreiber (Bidegi, Bizkaia) prüfen; Zahlung mit Karte oder VIA-T.
  • Umweltzonen (ZBE): In Bilbao gilt die Zona de Bajas Emisiones im Abando-Viertel (Mo–Fr 7–20 Uhr, Fahrzeuge ohne Plakette oder mit Plakette B ausgeschlossen, Bußgeld 200 Euro); ausländische Fahrzeuge melden sich per App an. San Sebastián hat seit 2025 ebenfalls eine ZBE im Zentrum (ganztägig, Fahrzeuge ohne Plakette ausgeschlossen, Bußgeld 200 Euro); Santander und Oviedo haben ZBE eingeführt, deren Kontrollen schrittweise anlaufen – Stand vorab prüfen.
  • Maße: Erlaubt sind 4 m Höhe, 2,55 m Breite und 12 m Länge; Höhenschranken an Küstenparkplätzen liegen oft bei rund 2 m, in Parkhäusern häufig bei 2,1 bis 2,2 m. Die CO-4 zu den Lagos ist für Wohnmobile und Fahrzeuge ab 5 m Länge gesperrt.
  • Alkohol: 0,5 g/l Blutalkohol (0,25 mg/l Atemluft), für Fahranfänger 0,3 g/l. Handy am Steuer nur mit Freisprecheinrichtung, Bußgeld 200 Euro und Punkte. Heckträger: Kennzeichen und Rückleuchten dürfen nicht verdeckt sein; bei überstehender Ladung ist die Tafel V-20 nötig – Stand vor der Reise prüfen. Winterreifen sind nicht generell vorgeschrieben; im Gebirge im Winter Schneeketten mitführen.

CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

  • Warndreiecke und Warnweste; optional eine in Spanien zugelassene, vernetzte V16-Leuchte (für spanisch zugelassene Fahrzeuge seit 1. Januar 2026 Pflicht, für ausländische nicht).
  • Regenjacke und wasserdichte Wanderschuhe: Im Grünen Spanien ist Regen auch im Sommer möglich, und die Wege zu den Lagos und im Cares-Tal sind oft nass.
  • Ausgedruckte Reservierungen (je nach Datum Gaztelugatxe, Altamira, Praia das Catedrais) samt Zeitfenster – das Mobilnetz an Parkplätzen und in Schluchten ist schwach.
  • Adapter für Gasflaschen und LPG-Anschlüsse (Dish, Bajonett, ACME, Euro), da spanische Flaschen und Anschlüsse von den deutschen abweichen.
  • Kleingeld und Münzen für Áreas, Parkplätze bei den Lagos und Wasser: Viele Automaten nehmen keine Karte.
  • Ein Fernglas: Über den Picos kreisen Gänsegeier und Bartgeier, an der Küste zeigen sich Seevögel und mit Glück Delfine vom Cabo Peñas aus.

Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.

Reiseverlauf Stopp für Stopp

In Fahrtreihenfolge. Entfernungen sind Schätzungen zwischen aufeinanderfolgenden Stopps.

  1. 1

    Donostia/San Sebastián

    Spanien
    Start
  2. 2

    Bilbao

    Spanien
    97 km
  3. 3

    Santander

    Spanien
    93 km
  4. 4

    Santillana del Mar

    Spanien
    32 km
  5. 5

    Comillas

    Spanien
    19 km
  6. 6

    San Vicente de la Barquera

    Spanien
    11 km
  7. 7

    Potes

    Spanien
    39 km
  8. 8

    Fuente Dé

    Spanien
    19 km
  9. 9

    Cangas de Onís

    Spanien
    43 km
  10. 10

    Covadonga

    Spanien
    9 km
  11. 11

    Oviedo

    Spanien
    81 km
  12. 12

    Cabo Peñas

    Spanien
    42 km
  13. 13

    Cudillero

    Spanien
    33 km
  14. 14

    Ribadeo

    Spanien
    90 km

Häufige Fragen

Wie lang ist die Route «Nebel, Klippen und Blauschimmelkäse – im Camper durchs Grüne Spanien: Kantabrien, Asturien, Picos de Europa»?

8-tägiger Roadtrip über etwa 607 km (377 mi) mit 14 Stopps, von Donostia/San Sebastián nach Ribadeo. Insgesamt etwa 8 h 23 min Fahrzeit.

Wie viele Tage braucht man für «Nebel, Klippen und Blauschimmelkäse – im Camper durchs Grüne Spanien: Kantabrien, Asturien, Picos de Europa»?

Wir empfehlen 8 Tage: etwa 8 h 23 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

Wo beginnt und endet «Nebel, Klippen und Blauschimmelkäse – im Camper durchs Grüne Spanien: Kantabrien, Asturien, Picos de Europa»?

Sie beginnt in Donostia/San Sebastián und endet in Ribadeo.

Durch welche Länder führt «Nebel, Klippen und Blauschimmelkäse – im Camper durchs Grüne Spanien: Kantabrien, Asturien, Picos de Europa»?

Spanien.