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D948

Salzgärten, Muschelbänke und grünes Venedig – mit dem Camper durch Vendée, Marais Poitevin und auf die Île de Ré

Von den Salinen bei Guérande über die Gezeitenstraße nach Noirmoutier, die Vendée-Küste und die Kanäle des Marais Poitevin bis La Rochelle, Île de Ré und Oléron: rund 550 Kilometer flaches Land, bei denen der Gezeitenkalender wichtiger ist als die Straßenkarte.

Entfernung
449 km (279 mi)
Fahrzeit
6 h 12 min
Empfohlene Tage
8
Stopps
14
Länder
Frankreich
Aktualisiert
1. September 2026

Auf einen Blick: 8-tägiger Roadtrip über etwa 449 km (279 mi) mit 14 Stopps, von Guérande nach Le Château-d’Oléron. Insgesamt etwa 6 h 12 min Fahrzeit.

Weitere Roadtrips: Frankreich

Reiseführer · CampingSpirit

Von den Salinen bei Guérande über die Gezeitenstraße nach Noirmoutier, die Vendée-Küste und die Kanäle des Marais Poitevin bis La Rochelle, Île de Ré und Oléron: rund 550 Kilometer flaches Land, bei denen der Gezeitenkalender wichtiger ist als die Straßenkarte.

Der Spirit der Route

Diese Küste lebt im Takt von Ebbe und Flut. Morgens liegt der Passage du Gois noch unter grauem Wasser, zwei Stunden später rollen Sie über nassen Asphalt, links und rechts stochern Muschelsammler im Schlick. Zwischen Guérande und Oléron ist alles flach und weit: weiße Salzhügel in den Becken der Paludiers, Austernparks, deren Pfähle bei Niedrigwasser aus dem Watt ragen, Kiefernwälder hinter langen Sandstränden. Aus der Schiebetür riecht es nach Tang und Pinienharz, nachts blinkt ein Leuchtturm über den Dünen. Im Marais Poitevin wechselt die Stimmung: Eschen und Pappeln spiegeln sich in grünen Kanälen, nur das Eintauchen der Stake ist zu hören. Danach La Rochelle mit seinen Hafentürmen, die Fahrrad-Insel Ré, Vauban-Festungen in Brouage und Rochefort. Wer hier unterwegs ist, fährt kurze Etappen, steigt oft aufs Rad – und plant Inselfahrten nach Gezeitentafel und Nebensaison.

Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

1Etappe 1: Guérande nach Pornic (ca. 65 km)

Die Strecke
Von der ummauerten Altstadt Guérande durch die Salinen hinunter nach Saint-Nazaire und über die Loire-Brücke von Saint-Nazaire (rund 3,4 km, mautfrei, bei starkem Seitenwind für hohe Fahrzeuge unangenehm) nach Saint-Brevin-les-Pins. Weiter auf der gut ausgebauten D213 („Route Bleue“) nach Süden bis Pornic. Etwa 1 Stunde reine Fahrzeit, flach und unkompliziert.
Highlights & Must-Sees
  • Salzgärten von Guérande: Becken, Lehmwälle und Salzhaufen der Paludiers, gut zu verstehen in der Maison des Paludiers in Saillé oder bei Führungen von Terre de Sel; Fleur de Sel direkt beim Erzeuger kaufen.
  • Stadtmauer von Guérande mit der Porte Saint-Michel – der Mauerring ist komplett erhalten und in einer halben Stunde umrundet.
  • Pornic: Vieux Port mit Schloss am Wasser und der Küstenpfad (Sentier des Douaniers) zu kleinen Buchten und alten Fischerhütten auf Stelzen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Guérande liegt eine Aire des Netzwerks Camping-Car Park am Ortsrand (rund 34 Plätze, Strom, Ver- und Entsorgung, Zugang per Netzwerkkarte). In Pornic ist Camping Le Pâtisseau eine gut ausgestattete Wahl mit Strom, V/E und Sanitär; die kommunalen Stellplätze in Pornic sind klein und im Sommer früh voll.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Rund um Guérande, La Turballe und La Baule gibt es viele kommunale Aires – das wilde Übernachten an Strand- und Salinenparkplätzen ist dagegen nicht vorgesehen, Höhenportale sind häufig. In den Salinen selbst sind die Wege zwischen den Becken privat; Parken nur auf den ausgewiesenen Flächen.

Insider-Tipp für Camper
Die engen Gassen innerhalb der Mauern sind nichts für das Wohnmobil – am Mauerring parken und zu Fuß hinein. Wer über Nantes anreist: Die ZFE von Nantes Métropole gilt innerhalb des Périphérique und schließt derzeit nur Fahrzeuge ohne Crit’Air-Einstufung aus (Pkw vor 1997, Nutzfahrzeuge vor 1997 bzw. Lkw vor Oktober 2001 zugelassen), werktags 7–9 und 16–19 Uhr; die Route über Saint-Nazaire umgeht die Stadt ohnehin. Markttag in Guérande ist mittwochs und samstags; früh kommen, sonst sind die Parkplätze am Mauerring voll.

2Etappe 2: Pornic nach Noirmoutier-en-l’Île über den Passage du Gois (ca. 55 km)

Die Strecke
Über Bourgneuf-en-Retz und am Rand der Baie de Bourgneuf mit ihren Austernparks nach Beauvoir-sur-Mer, dann auf der D948 auf den Passage du Gois: gut 4 km gepflasterte Straße durchs Watt, die zweimal täglich überflutet wird. Auf der Insel über Barbâtre und La Guérinière nach Noirmoutier-en-l’Île. Ohne Wartezeit gut 1 Stunde Fahrzeit; die Abfahrt richtet sich ausschließlich nach den Gezeiten.
Highlights & Must-Sees
  • Passage du Gois: Überfahrt bei Niedrigwasser, danach zu Fuß auf die Sandbänke, wo bei großen Koeffizienten Hunderte Muschelsammler unterwegs sind; Rettungsbaken mit Plattformen säumen die Strecke.
  • Château de Noirmoutier, die mittelalterliche Burg mitten im Hauptort, mit Blick über Salzgärten und Hafen.
  • Bois de la Chaize: Steineichen- und Kiefernwald mit Badebuchten und Strandhütten an der Plage des Dames.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Die Insel hat mehrere Aires mit Ver- und Entsorgung, darunter Camping-Car Park in Noirmoutier-en-l’Île (rund 140 Plätze, Zugang per Netzwerkkarte); weitere Aires nennen das Office de Tourisme und die Gemeinden. Wer Strom und Sanitär möchte: Camping municipal de la Pointe am Bois de la Chaize oder Camping Huttopia Noirmoutier zwischen Hauptort und Strand. Im Sommer reservieren.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Auf Noirmoutier ist das Übernachten im Fahrzeug außerhalb der eingerichteten Aires laut Gemeindeverordnung (arrêté municipal) streng untersagt und wird verfolgt; weichen Sie auf die Aires oder Campingplätze aus, auch Strand-, Wald- und Hafenparkplätze sind keine Option. Auf dem Gois selbst darf nicht angehalten, geparkt oder übernachtet werden; an den Zufahrten gelten Tagesparkplätze ohne Übernachtung.

Insider-Tipp für Camper
Die Überfahrt ist nur rund um Niedrigwasser möglich: laut Office de Tourisme Noirmoutier von 90 Minuten vor bis 90 Minuten nach Niedrigwasser; Wind und Koeffizient verschieben das Fenster, Nebel ist besonders gefährlich. Die Zeiten stehen auf Tafeln an beiden Zufahrten und auf der Seite des Office de Tourisme – nie knapp losfahren, nie auf dem Gois anhalten, und nach der Überfahrt den Unterboden abspritzen (Salzwasser). Wer das Fenster verpasst: Die Brücke von Fromentine (mautfrei) ist die Alternative.

3Etappe 3: Noirmoutier-en-l’Île nach Saint-Gilles-Croix-de-Vie über Saint-Jean-de-Monts (ca. 65 km)

Die Strecke
Über die Inselstraße zurück nach Süden und über die mautfreie Brücke nach Fromentine, dann durch den Kiefernwald der Pays de Monts über La Barre-de-Monts und Notre-Dame-de-Monts nach Saint-Jean-de-Monts. Weiter über Saint-Hilaire-de-Riez nach Saint-Gilles-Croix-de-Vie. Gut 1,5 Stunden; im Juli und August an Kreisverkehren und Strandzufahrten zäh.
Highlights & Must-Sees
  • Écomusée du Daviaud in La Barre-de-Monts: Leben im Marais Breton mit Bourrines (lehmverputzte Reetdachhäuser) und Salzwiesen.
  • Corniche Vendéenne bei Sion-sur-l’Océan: die einzige felsige Küste weit und breit, mit dem Trou du Diable und den Felsnadeln der Cinq Pineaux.
  • Saint-Gilles-Croix-de-Vie: Sardinenhafen an der Mündung der Vie, Konservenfabriken und Fischauktion, abends Blick auf die Jachten und Kutter.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Le Fenouiller am Ortsrand von Saint-Gilles liegt eine Aire mit gut 40 Plätzen, Strom und Ver- und Entsorgung; eine weitere große Aire gibt es bei Saint-Hilaire-de-Riez. Campingplätze reihen sich in Saint-Jean-de-Monts hinter den Dünen, etwa Camping de la Parée du Jonc mit Strom, V/E und Schwimmbad – Hochsaison stark ausgebucht.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): An der Vendée-Küste schränken nahezu alle Gemeinden das Parken von Wohnmobilen an Strandparkplätzen und Uferstraßen ein, oft mit Höhenportalen und nächtlichem Verbot. Im Forêt des Pays de Monts sind die Waldwege für Fahrzeuge gesperrt. Planen Sie die Aires ein – davon gibt es hier reichlich.

Insider-Tipp für Camper
Ab Fromentine fährt die Fähre zur Île d’Yeu – Wohnmobile werden nicht übergesetzt, das Rad nimmt man mit oder leiht es drüben. Die Vélodyssée (EuroVelo 1) führt parallel zur Küste durch den Kiefernwald: ideal, um das Fahrzeug einen Tag stehen zu lassen. Die Markttage in Saint-Gilles und Saint-Jean-de-Monts beim Office de Tourisme erfragen – im Sommer sind die Ortszentren an diesen Vormittagen kaum befahrbar.

4Etappe 4: Saint-Gilles-Croix-de-Vie nach Talmont-Saint-Hilaire über Les Sables-d’Olonne (ca. 45 km)

Die Strecke
Auf der D38 über Brétignolles-sur-Mer nach Les Sables-d’Olonne, dort am Hafen von Port Olona vorbei und durch die Stadt auf die D949 nach Talmont-Saint-Hilaire. Kurze Etappe, gut eine Stunde; die Durchfahrt in Les Sables ist im Sommer langsam, die Uferstraße (Remblai) meiden.
Highlights & Must-Sees
  • La Chaume in Les Sables-d’Olonne: Fischerviertel gegenüber der Altstadt mit der Tour d’Arundel und dem Prieuré Saint-Nicolas, per kleiner Fähre über den Kanal erreichbar.
  • Port Olona, Start- und Zielhafen der Einhand-Weltumsegelung Vendée Globe, und das Viertel Île Penotte mit Muschelmosaiken an den Hauswänden.
  • Château de Talmont, eine mittelalterliche Burgruine über dem Marais, und am Abend die Plage du Veillon mit der Pointe du Payré.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Les Sables liegt die Aire Port Olona nahe dem Hafen mit Ver- und Entsorgung. In Talmont-Saint-Hilaire bietet die Aire du Lac (La Chapelle) gut 40 Plätze mit Strom und V/E, am Veillon-Strand die Aire Château Guibert – La Plage. Campingplatz-Alternative: Camping La Dune des Sables im Norden von Les Sables.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Les Sables-d’Olonne und Talmont untersagen Wohnmobile an vielen Strand- und Uferparkplätzen, an der Pointe du Payré (Naturschutzgebiet, Conservatoire du littoral) ist Übernachten tabu. Nutzen Sie die Aires; die Kontrollen im Sommer sind regelmäßig.

Insider-Tipp für Camper
Les Sables ist eine große Stadt: Fahren Sie die Aire Port Olona direkt an und gehen Sie zu Fuß oder mit dem Rad ins Zentrum, statt am Remblai einen Parkplatz zu suchen. Die Fischauktion und die Markthallen Les Halles Centrales lohnen den Morgen am Vormittag.

5Etappe 5: Talmont-Saint-Hilaire nach Coulon (Marais Poitevin) (ca. 95 km)

Die Strecke
Landeinwärts über Avrillé nach Luçon und durch den trockengelegten Marais desséché – schnurgerade Straßen zwischen Kanälen und Getreidefeldern – nach Maillezais, dann am Rand des Marais mouillé nach Coulon. Etwa 1,5 Stunden. In Maillezais, Damvix und Coulon werden die Straßen schmal, oft ohne Leitplanke direkt am Kanal.
Highlights & Must-Sees
  • Abbaye de Maillezais: gotische Kathedralruine mit Klostergebäuden auf einer ehemaligen Insel, Ausgangspunkt für Kahnfahrten auf der Autize.
  • Abbaye Saint-Vincent in Nieul-sur-l’Autise mit vollständig erhaltenem romanischem Kreuzgang, ein kurzer Umweg.
  • Coulon: Kahnfahrt mit Stake („pigouille“) durch die grünen Kanäle der „Venise verte“, auf Wunsch mit Bootsführer, der Sumpfgas an der Wasseroberfläche entzündet.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Die kommunale Aire de l’Autremont in Coulon liegt fußläufig zum Ort: rund 90 Plätze, Wasser, Strom, Grauwasser- und Toilettenentsorgung, WC und WLAN. Tarif und Öffnungszeiten bei der Gemeinde Coulon erfragen. Mit mehr Komfort: Camping de la Venise Verte am Ortsrand mit Strom, V/E und Schwimmbad, oder der Camping municipal La Niquière.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Der Marais Poitevin ist Regionaler Naturpark und als Grand Site de France ausgezeichnet; an den Kanalufern und Bootsanlegern ist Übernachten nicht vorgesehen, viele Wege am Wasser sind für Kraftfahrzeuge gesperrt. Kleine Aires in Damvix, Le Mazeau und Arçais bieten legale Alternativen.

Insider-Tipp für Camper
Kahn ohne Führer mieten Sie bei den Embarcadères in Coulon und Arçais – Karte mitnehmen, die Kanäle sehen alle gleich aus. Mückenschutz für die Abendstunden. Fahren Sie im Marais mouillé nicht nach Navi auf jeden Feldweg: Viele Sträßchen sind einspurig, haben weiche Bankette und Gewichtsbeschränkungen, und es landen jedes Jahr Fahrzeuge im Kanal.

6Etappe 6: Coulon nach La Rochelle über Arçais (ca. 70 km)

Die Strecke
Auf schmalen Straßen entlang der Sèvre über Le Vanneau nach Arçais, dann durch den Marais nach Marans und auf der breiten D137 nach La Rochelle. Gut 1,5 Stunden. In La Rochelle die Altstadt nicht anfahren, sondern direkt zur Aire oder zum Park-and-ride.
Highlights & Must-Sees
  • Arçais: kleiner Kahnhafen mit dem Logis und Gärten, ruhiger als Coulon; Radrunden auf Dämmen ins Marais mouillé.
  • Vieux-Port von La Rochelle mit Tour Saint-Nicolas, Tour de la Chaîne und Tour de la Lanterne, dazu die Arkadengassen der Altstadt und die Grosse Horloge.
  • Aquarium La Rochelle am Hafenbecken und der Hafen Les Minimes, einer der größten Jachthäfen an der Atlantikküste.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Die kommunale Aire de Port-Neuf am Boulevard Aristide Rondeau ist ausschließlich für Wohnmobile: rund 170 Plätze, Fahrzeuglänge bis 11 m, Bezahlung mit Karte (laut Angaben von Campercontact 13 € im Winterhalbjahr und 15 € von April bis September für zwei Personen, Wasser, Strom und Entsorgung inklusive; aktuellen Tarif vor Ort prüfen). Zum Vieux-Port sind es rund 3 km am Wasser entlang, ideal per Rad. Campingplatz in Stadtnähe: Camping municipal Le Soleil bei Les Minimes (Saison vorab prüfen).

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): La Rochelle und die Nachbargemeinden lassen Wohnmobile an Uferparkplätzen und in den Wohnvierteln nicht übernachten; die Aire de Port-Neuf ist die vorgesehene Lösung. In den Parkhäusern der Innenstadt verhindern Höhenbegrenzungen die Einfahrt.

Insider-Tipp für Camper
In La Rochelle ist 2026 keine ZFE in Kraft; Änderungen vor der Reise bei der Agglomération prüfen. In die Altstadt kommen Sie am besten per Rad (Leihsystem Yélo), Bus oder Seebus (bus de mer) zwischen Les Minimes und dem Vieux-Port. Die Vélo Francette verbindet den Marais Poitevin auf Radwegen mit La Rochelle – eine schöne Alternative für einen Teil der Strecke.

7Etappe 7: La Rochelle nach Saint-Clément-des-Baleines (Île de Ré) (ca. 40 km)

Die Strecke
Über die Brücke zur Île de Ré (knapp 3 km, Maut nur in Richtung Insel) nach Rivedoux-Plage, dann auf der Inselstraße D735 über La Flotte, Saint-Martin-de-Ré und La Couarde zwischen Salzgärten nach Ars-en-Ré und Saint-Clément-des-Baleines. Rund eine Stunde, im Sommer deutlich mehr; die Ortsdurchfahrten sind eng, Radfahrer überall.
Highlights & Must-Sees
  • Saint-Martin-de-Ré: Hafen und Vauban-Festungswerke, seit 2008 Teil des UNESCO-Welterbes „Befestigungen von Vauban“.
  • Phare des Baleines mit Aussicht über die Felsplatten im Westen der Insel, daneben der alte Leuchtturm von 1682.
  • Salzgärten und Vogelschutzgebiet Lilleau des Niges bei Les Portes und Loix, am besten per Rad; dazu der schwarz-weiße Kirchturm von Ars-en-Ré.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Saint-Clément-des-Baleines liegt eine Aire von Camping-Car Park mit rund 40 Plätzen und Ver- und Entsorgung (Zugang per Netzwerkkarte), weitere Aires gibt es in Les Portes-en-Ré, Saint-Martin-de-Ré und La Flotte – die Plätze sind begrenzt, die Aufenthaltsdauer oft auf 24 oder 48 Stunden beschränkt. Campingplätze mit Strom und Sanitär: Camping Les Baleines oder Airotel La Plage nahe dem Leuchtturm.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Auf der Île de Ré ist das Freistehen praktisch ausgeschlossen: Die Gemeinden verbieten Wohnmobilen das nächtliche Parken außerhalb von Aires und Campingplätzen (in der Regel zwischen 23 und 7 Uhr), an Stränden, in den Dünen und in den Naturschutzflächen wird kontrolliert. Auf den Aires ist die Aufenthaltsdauer oft auf 24 oder 48 Stunden begrenzt, Campingverhalten ist untersagt.

Insider-Tipp für Camper
Die Brückenmaut kostet für Pkw seit 2025 je nach Saison 4 € (15. November bis 1. März), 8 € (übrige Zeit) oder 16 € (15. Juni bis 14. September sowie an den Wochenenden um Himmelfahrt und Pfingsten); Ob für Wohnmobile ein eigener Tarif gilt und wie hoch er ist, ließ sich nicht bestätigen – aktuellen Stand beim Département Charente-Maritime prüfen. Mautpflichtig ist nur die Fahrt auf die Insel. Auf der Insel den Camper stehen lassen: Mehr als 100 km Radwege verbinden alle Dörfer, Saint-Martin hat im Sommer kaum Platz für große Fahrzeuge.

8Etappe 8: Île de Ré nach Le Château-d’Oléron über Rochefort und Brouage (ca. 115 km)

Die Strecke
Zurück über die Brücke (in Richtung Festland mautfrei) und auf der Schnellstraße N137 nach Rochefort, dann über die Charente-Brücke und durch Marschland nach Brouage und über Marennes zur mautfreien Brücke auf die Île d’Oléron. Gut 2 Stunden; lange, aber einfache Etappe – wer mag, übernachtet in Rochefort.
Highlights & Must-Sees
  • Corderie Royale in Rochefort: die 374 m lange Seilerei des Marinearsenals aus dem 17. Jahrhundert an der Charente, dazu die Gärten am Fluss.
  • Brouage: Festungsstadt mit vollständig erhaltenen Wällen, einst Salzhafen, heute mitten im Marschland, Geburtsort von Samuel de Champlain.
  • Le Château-d’Oléron: Zitadelle und die bunten Austernhütten am Hafen, in denen Künstler und Austernzüchter arbeiten; bei Ebbe Blick auf Fort Louvois.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Rochefort: Aire Fosse aux Mâts nahe der Corderie oder Camping municipal Le Rayonnement mit Strom und V/E. In Brouage liegt eine Wohnmobilfläche rund 200 m von der Zitadelle an der D3 (etwa 20 Plätze, ganzjährig). Auf Oléron: Camping Les Remparts in Le Château-d’Oléron oder die Aire de Dolus-d’Oléron.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Auch auf Oléron beschränken viele Gemeinden das Parken von Wohnmobilen an Strand- und Waldparkplätzen, im Forêt domaniale de Saint-Trojan ist Übernachten untersagt. In den Austernzucht-Gebieten sind die Zufahrtswege zu den Parks Betriebsgelände, kein Parkplatz.

Insider-Tipp für Camper
Austern kaufen und probieren Sie am besten direkt bei den Zuchtbetrieben (dégustation) entlang der Seudre und in Le Château-d’Oléron; die Cité de l’Huître in Marennes erklärt die Zucht. Zum Abschluss lohnt Royan (rund 50 km über La Tremblade und den Forêt de la Coubre) oder ein Abstecher landeinwärts nach Cognac. Bei Ebbe ist Fort Louvois von Bourcefranc zu Fuß erreichbar – Gezeiten beachten.

Camping-Praxis & Länder-Knigge

Wildcamping & Freistehen

  • Frankreich trennt Parken („stationnement“) und Campen: Ein Wohnmobil gilt als Fahrzeug und darf dort parken, wo Parken erlaubt ist (höchstens 7 Tage am selben Ort), sofern keine Gemeindeverordnung (arrêté municipal) entgegensteht. Campingverhalten – Stützen, Markise, Tisch und Stühle, Ablassen von Wasser – ist außerhalb von Campingplätzen und Aires untersagt.
  • An der Küste zwischen Guérande und Oléron haben fast alle Gemeinden das Parken von Wohnmobilen an Strand-, Hafen- und Uferparkplätzen beschränkt oder nachts verboten; Höhenportale sind die Regel. Auf den Inseln Noirmoutier, Ré und Oléron werden Wohnmobile auf die Aires gelenkt, auf Ré gilt praktisch überall ein nächtliches Parkverbot außerhalb von Aires und Campingplätzen. Pauschale Verbote für ein ganzes Gemeindegebiet sind rechtlich angreifbar (solche Verbote wurden in Frankreich schon gerichtlich gekippt), maßgeblich ist die Beschilderung vor Ort.
  • Wildcampen ist an Meeresufern, in Dünen, in Sites classés, im Umkreis von 500 m um Monuments historiques und nahe Trinkwasserfassungen verboten. Naturschutzgebiete wie Lilleau des Niges, die Pointe du Payré und die Flächen des Conservatoire du littoral sind tabu; Waldwege der Staatsforste sind für Kraftfahrzeuge gesperrt.
  • Legal übernachten Sie auf Campingplätzen, kommunalen Aires de camping-car und Plätzen von Camping-Car Park (Zugang per Karte), bei Erzeugern über France Passion. Apps: park4night, Campercontact, Camping-Car Park.
  • Waldbrand: Auch die Kiefernwälder der Pays de Monts, von Oléron und der Coubre sind im Sommer gefährdet; Vendée und Charente-Maritime können Zugang zu Wäldern einschränken, Grillen und Feuer sind verboten. Stand bei den Präfekturen prüfen.
  • Muscheln sammeln (pêche à pied) ist erlaubt, aber mit Mindestgrößen und Höchstmengen je Art; einzelne Zonen werden aus Hygienegründen zeitweise gesperrt. Vor dem Sammeln die Aushänge vor Ort und die Informationen der Präfektur bzw. der ARS prüfen.

Entsorgung & Versorgung

  • Ver- und Entsorgung („aire de services“, „borne“) gibt es an der Atlantikküste in fast jedem Ort; die Säulen (Euro-Relais, Flot Bleu, Raclet u. a.) funktionieren mit Münzen, Jetons, Kreditkarte oder Netzwerkkarte. Im Marais Poitevin sind die Aires seltener, aber in Coulon, Arçais, Damvix und Le Mazeau vorhanden.
  • Grauwasser und Kassette nur an der Station leeren – auf den sandigen Böden der Küste und in den Kanälen des Marais wird jedes Ablassen geahndet.
  • Leitungswasser ist trinkbar; Säulen mit „eau non potable“ meiden. Im Sommer gelten in der Vendée und Charente-Maritime oft Wassersparauflagen – kein Fahrzeugwaschen an den Säulen.
  • Salzwasser: Nach dem Passage du Gois und Strandfahrten den Unterboden mit Süßwasser abspülen, an vielen Tankstellen gibt es Waschplätze für hohe Fahrzeuge.
  • Gas: Französische Tauschflaschen (Butan/Propan) gibt es in jedem Supermarkt, ausländische Flaschen werden nicht getauscht. GPL-Zapfsäulen zum Befüllen von Tankflaschen sind selten, meist an großen Supermärkten; Adapter (Dish, Euronozzle) mitbringen.

Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

  • Tempolimits: Wohnmobile ≤ 3,5 t und Gespanne bis 3,5 t zulässigem Gesamtzuggewicht wie Pkw – 130 km/h Autobahn, 110 km/h Schnellstraße, 80 km/h Landstraße (90 nur wo ausgeschildert), 50 km/h innerorts; bei Regen 110/100/80. Wohnmobile über 3,5 t bis 12 t: 110 km/h Autobahn, 100 km/h Schnellstraße, 80 km/h Landstraße, Geschwindigkeitsscheibe am Heck. Gespanne über 3,5 t: 90 km/h auf Autobahn und Schnellstraße, 80 km/h auf übrigen Straßen.
  • Fahrzeuge über 3,5 t, ausdrücklich auch Wohnmobile, müssen seitlich und hinten die Aufkleber „Angles morts“ tragen (seit 2021, 135 € Bußgeld).
  • ZFE und Crit’Air: Der Conseil constitutionnel hat die landesweite Abschaffung der ZFE am 21. Mai 2026 gekippt, die Zonen bestehen weiter und jede Métropole legt die Klassen selbst fest. Auf dieser Route betrifft das vor allem die Anreise über Nantes (ZFE innerhalb des Périphérique, derzeit nur Fahrzeuge ohne Crit’Air-Einstufung ausgeschlossen, werktags zu Spitzenzeiten); in La Rochelle ist keine ZFE in Kraft. Stand vor der Reise prüfen, Crit’Air-Plakette (gilt auch für ausländische Fahrzeuge) nur über certificat-air.gouv.fr bestellen.
  • Maut: Die Strecke selbst ist bis auf die Brücke zur Île de Ré mautfrei (Brücken von Saint-Nazaire, Noirmoutier und Oléron kostenlos). Für die Anreise auf A11, A83 oder A10: Klasse 2 für Fahrzeuge über 2 m und unter 3 m Höhe bis 3,5 t, Klasse 3 für Zweiachser ab 3 m Höhe oder über 3,5 t, Klasse 4 für drei und mehr Achsen über 3,5 t oder ab 3 m.
  • Gezeitenstraße: Der Passage du Gois ist nur rund um Niedrigwasser befahrbar; Anhalten und Parken auf der Fahrbahn ist verboten. Wer vom Wasser überrascht wird, verlässt das Fahrzeug und steigt auf eine Rettungsbake – Fahrzeugbergungen sind teuer; ob die Versicherung zahlt, hängt vom Vertrag ab – die angeschlagenen Zeiten ignorieren Sie besser nicht.
  • Alkoholgrenze 0,5 Promille (Fahranfänger 0,2); Telefonieren am Steuer auch mit Headset verboten. Warnweste für den Fahrer in Griffweite und Warndreieck sind Pflicht. Fahrradträger dürfen Kennzeichen und Leuchten nicht verdecken.

CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

  • Gezeitentabelle für Noirmoutier und La Rochelle (gedruckt oder als App des SHOM) – für den Passage du Gois, Fort Louvois und die Muschelsuche unverzichtbar.
  • Fahrräder mit stabilem Heckträger: Vélodyssée, Vélo Francette und die Radwege der Île de Ré sind auf dieser Route das beste Verkehrsmittel.
  • Austernmesser, schnittfester Handschuh und eine Kühlbox – Austern kauft man hier direkt beim Züchter.
  • Messlehre und Netz für die pêche à pied, dazu Gummistiefel oder Neoprenschuhe für Watt und Austernbänke.
  • Mückenschutz und Moskitonetz für die Abende im Marais Poitevin.
  • Gartenschlauch mit Sprühkopf, um nach Gois-Überfahrt und Strandparkplätzen das Salz vom Unterboden zu spülen.

Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.

Reiseverlauf Stopp für Stopp

In Fahrtreihenfolge. Entfernungen sind Schätzungen zwischen aufeinanderfolgenden Stopps.

  1. 1

    Guérande

    Frankreich
    Start
  2. 2

    Pornic

    Frankreich
    43 km
  3. 3

    Passage du Gois

    KuriositätenBeauvoir-sur-Mer, Frankreich

    Ein 4 km langer Damm zur Insel Noirmoutier, der bei Flut vom Meer überspült wird. Überqueren Sie ihn nur zu den Zeiten, die auf den Gezeitentafeln an beiden Enden angegeben sind; die Brücke von Fromentine weiter südlich ist die sichere Alternative.

    26 km
  4. 4

    Noirmoutier-en-l'Île

    Frankreich
    16 km
  5. 5

    Saint-Jean-de-Monts

    Frankreich
    35 km
  6. 6

    Saint-Gilles-Croix-de-Vie

    Frankreich
    17 km
  7. 7

    Les Sables-d’Olonne

    Frankreich
    32 km
  8. 8

    Talmont-Saint-Hilaire

    Frankreich
    16 km
  9. 9

    Coulon

    Frankreich
    101 km
  10. 10

    La Rochelle

    Frankreich
    59 km
  11. 11

    Saint-Martin-de-Ré

    Frankreich
    22 km
  12. 12

    Rochefort

    Frankreich
    54 km
  13. 13

    Brouage

    Frankreich
    15 km
  14. 14

    Le Château-d’Oléron

    Frankreich
    13 km

Beste Reisezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Am angenehmsten sind meist Mai–September. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: April und Oktober. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh.

Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten

Praktisches für unterwegs

  • Frankreich: Autobahnmaut. Maut auf den meisten Autoroutes; bei Regen sinkt das Limit auf 110 km/h. Tempolimit für Pkw auf Autobahnen: 130 km/h.

Verkehrsregeln und Gebühren ändern sich. Prüfen Sie vor der Reise offizielle Quellen.

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Häufige Fragen

Wie lang ist die Route «Salzgärten, Muschelbänke und grünes Venedig – mit dem Camper durch Vendée, Marais Poitevin und auf die Île de Ré»?

8-tägiger Roadtrip über etwa 449 km (279 mi) mit 14 Stopps, von Guérande nach Le Château-d’Oléron. Insgesamt etwa 6 h 12 min Fahrzeit.

Wie viele Tage braucht man für «Salzgärten, Muschelbänke und grünes Venedig – mit dem Camper durch Vendée, Marais Poitevin und auf die Île de Ré»?

Wir empfehlen 8 Tage: etwa 6 h 12 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

Wo beginnt und endet «Salzgärten, Muschelbänke und grünes Venedig – mit dem Camper durch Vendée, Marais Poitevin und auf die Île de Ré»?

Sie beginnt in Guérande und endet in Le Château-d’Oléron.

Durch welche Länder führt «Salzgärten, Muschelbänke und grünes Venedig – mit dem Camper durch Vendée, Marais Poitevin und auf die Île de Ré»?

Frankreich.

Wo kann man entlang «Salzgärten, Muschelbänke und grünes Venedig – mit dem Camper durch Vendée, Marais Poitevin und auf die Île de Ré» campen?

OpenStreetMap verzeichnet 748 Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze im Umkreis von 20 km um die Stopps dieser Route. Zum Beispiel: La Turballe, Grande Falaise, Aire Camping-Car Park La Turballe, Clos Mora und La Falaise.

Wann ist die beste Reisezeit für Salzgärten, Muschelbänke und grünes Venedig – mit dem Camper durch Vendée, Marais Poitevin und auf die Île de Ré?

Am angenehmsten sind meist Mai–September. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: April und Oktober. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)