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B28

Burgen, Höhlen und Albtrauf – mit dem Camper über die Schwäbische Alb von Stuttgart nach Ulm

Von Esslingen über Uracher Wasserfall, Lichtenstein und Hohenzollern ins Obere Donautal, dann über den alten Truppenübungsplatz, Blautopf und Ulmer Münster zu den Eiszeithöhlen im Lonetal: rund 450 Kilometer Kalkfelsen, Karst und Steigen.

Entfernung
310 km (193 mi)
Fahrzeit
4 h 17 min
Empfohlene Tage
8
Stopps
14
Länder
Deutschland
Aktualisiert
1. September 2026

Auf einen Blick: 8-tägiger Roadtrip über etwa 310 km (193 mi) mit 14 Stopps, von Stuttgart nach Niederstotzingen. Insgesamt etwa 4 h 17 min Fahrzeit.

Weitere Roadtrips: Deutschland

Reiseführer · CampingSpirit

Von Esslingen über Uracher Wasserfall, Lichtenstein und Hohenzollern ins Obere Donautal, dann über den alten Truppenübungsplatz, Blautopf und Ulmer Münster zu den Eiszeithöhlen im Lonetal: rund 450 Kilometer Kalkfelsen, Karst und Steigen.

Der Spirit der Route

Die Schwäbische Alb beginnt mit einer Wand. Hinter Metzingen steigt der Albtrauf als bewaldete Stufe aus dem Obstbaumland, und jede Steige hinauf fühlt sich an wie ein kleiner Pass: Kehren durch Buchenwald, Kalkfelsen am Straßenrand, oben plötzlich Wacholderheiden, Steinriegel und Schafherden. Die Alb ist ein Karstgebirge – das Wasser verschwindet im Boden und kommt an Quelltöpfen wie dem Blautopf wieder heraus, dazwischen liegen Hunderte Höhlen, in denen Menschen vor rund 40.000 Jahren die ältesten bekannten Figuren der Welt schnitzten. Aus der Schiebetür sehen Sie Burgen auf Felsnasen, Dörfer mit Zwiebeltürmen und Hochflächen, über denen abends die Feldlerchen stehen. Im Donautal rücken die Felsen bis an die Straße, im ehemaligen Truppenübungsplatz bei Münsingen wächst ein Jahrhundert ungenutzter Weite. Die Etappen sind kurz, die Tage lang: Wandern, Höhlen, Kirchen – und abends ein Stellplatz am Ortsrand mit Blick auf den Albtrauf.

Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

1Etappe 1: Stuttgart nach Bad Urach (ca. 55 km)

Die Strecke
Vom Neckar in Bad Cannstatt auf der B10 nach Esslingen, danach über Nürtingen und Metzingen (B313/B28) ins Ermstal. Bis Metzingen mehrspurig und im Berufsverkehr zäh, dann eine ruhige Talstraße unter dem Albtrauf mit Blick auf Hohenneuffen und Hohenurach. Ohne Stopps gut eine Stunde.
Highlights & Must-Sees
  • Esslingen am Neckar: Altes Rathaus mit Renaissancegiebel und Glockenspiel, Fachwerkzeile am Hafenmarkt und der Aufstieg über die Burgstaffel durch die Weinberge zum Dicken Turm.
  • Uracher Wasserfall: rund 37 m stürzt der Brühlbach über eine Kalktuffkante; vom Wanderparkplatz im Maisental in einer guten halben Stunde zu Fuß, weiter hinauf zur Hochwiese und zum Gütersteiner Wasserfall.
  • Burgruine Hohenurach über der Stadt und das Residenzschloss mit dem Goldenen Saal in der Altstadt von Bad Urach.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Reisemobilstellplatz Bad Urach am westlichen Ortsrand mit rund 15 Plätzen und Stromanschluss; Ausstattung, Gebühr und Ver- und Entsorgung vorab bei Bad Urach Tourismus prüfen. Mit Sanitär und Rasenplätzen bietet sich Camping Pfählhof am östlichen Ortsrand an.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In Stuttgart gibt es kein legales Freistehen in Wohnlagen, und Parkhäuser sind wegen Höhenbegrenzungen tabu. Esslingen weist am Äußeren Burgplatz nur zwei Wohnmobilplätze aus – tagsüber für den Altstadtbesuch ideal, zum Übernachten knapp. Am Albtrauf gilt: Wanderparkplätze sind keine Übernachtungsplätze, viele tragen Verbotsschilder.

Insider-Tipp für Camper
Stuttgart ist komplett Umweltzone (grüne Plakette), dazu gelten Diesel-Verkehrsverbote: für Euro 4 und schlechter im ganzen Stadtgebiet, für Euro 5 in der kleinen Umweltzone um den Talkessel – betrifft viele Diesel-Wohnmobile bis etwa Baujahr 2016. Die Grenzwerte werden inzwischen eingehalten, eine Aufhebung der Verbote wird diskutiert – ob und mit welchen Ausnahmen sie noch gelten, vorab auf stuttgart.de prüfen. Der Campingplatz Cannstatter Wasen liegt in Bad Cannstatt am Neckar; während Frühlingsfest und Cannstatter Volksfest (Ende September bis Oktober) ist es dort voll und laut. Esslingen hat keine Umweltzone mehr; in Baden-Württemberg bestehen nur noch die Umweltzonen Stuttgart, Ludwigsburg und Pforzheim.

2Etappe 2: Bad Urach nach Sonnenbühl-Erpfingen (Lichtenstein und Höhlen) (ca. 45 km)

Die Strecke
Aus dem Ermstal hinauf auf die Uracher Alb, über St. Johann nach Kleinengstingen und auf der Hochfläche zum Schloss Lichtenstein. Weiter über Genkingen zur Nebelhöhle und nach Erpfingen zur Bärenhöhle. Kurvige Kreisstraßen, kaum Engstellen; rund 1 Stunde reine Fahrzeit. Lohnender Abstecher: die Honauer Steige (B312) vom Lichtenstein hinab ins Echaztal, eine der steilsten Albsteigen – die frühere Zahnradbahn Honau–Lichtenstein lief hier bis 1969.
Highlights & Must-Sees
  • Schloss Lichtenstein: 1840–42 für Graf Wilhelm von Württemberg auf einer Felsnadel über dem Echaztal errichtet, angeregt von Wilhelm Hauffs Roman „Lichtenstein“. Burghof und Aussicht frei begehbar, Innenräume nur mit Führung.
  • Nebelhöhle bei Genkingen: Tropfsteinhöhle, die Hauff in seinem Roman als Versteck verwendete; geöffnet etwa von April bis Ende Oktober.
  • Bärenhöhle in Erpfingen mit Skeletten von Höhlenbären und der Karlshöhle; geöffnet etwa von April bis Ende Oktober, Zeiten vorab bei der Gemeinde Sonnenbühl prüfen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: AZUR Campingplatz Schwäbische Alb in Sonnenbühl-Erpfingen, wenige Minuten von der Bärenhöhle: Strom, Sanitär, Ver- und Entsorgung; Saisonzeiten auf der Website prüfen. Als Stellplatz-Alternative am Albtrauf: Stellplatz am Schönbergbad in Pfullingen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Die Hochfläche zwischen Engstingen und Sonnenbühl liegt teils im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Übernachten auf den Parkplätzen von Schloss und Höhlen ist nicht vorgesehen; eine Nacht ohne Campingverhalten auf einem öffentlichen Parkplatz ohne Verbotsschild wird in Deutschland zwar meist geduldet, hier aber ist ein Platz die bessere Wahl.

Insider-Tipp für Camper
Am Lichtenstein wird es an Wochenenden und Feiertagen eng – früh kommen. In den Höhlen hat es um 8 bis 10 °C, Jacke und feste Schuhe mitnehmen. Neben der Bärenhöhle liegt der Freizeitpark Traumland; an Sommerwochenenden ist der Parkplatz entsprechend belegt.

3Etappe 3: Sonnenbühl nach Hechingen (Burg Hohenzollern) (ca. 50 km)

Die Strecke
Über Melchingen und Ringingen ins Killertal und talabwärts nach Hechingen; für den Abstecher zum Zeller Horn über Onstmettingen zum Raichberg auf der Albhochfläche. Schmale, kurvige Landstraßen, im Killertal Ortsdurchfahrten. Gut 1 Stunde.
Highlights & Must-Sees
  • Burg Hohenzollern auf dem Zoller (855 m): Stammburg der Hohenzollern, im 19. Jahrhundert unter Friedrich Wilhelm IV. neugotisch wiederaufgebaut, mit Schatzkammer und Rundgang über die Bastionen.
  • Zeller Horn: Aussichtspunkt am Albtrauf mit dem klassischen Blick auf die Burg, vom Wanderparkplatz am Raichberg (Nägelehaus) zu Fuß entlang der Traufkante.
  • Hechinger Oberstadt mit der klassizistischen Stiftskirche St. Jakobus.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Zollernalbcamping in Hechingen, Campingplatz mit Sanitär und Strom; Saison und Ausstattung vorab prüfen. Direkt an der Burg: Wohnmobilstellplatz am Parkplatz P1 mit nur wenigen Plätzen für kürzere Fahrzeuge, ohne Ver- und Entsorgung, eine Nacht maximal, Übernachtung nur nach Online-Buchung im Ticketportal der Burg; die Abreise ist früh am Morgen vorgegeben, Bedingungen bei der Buchung prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Auf dem Burgparkplatz ist Übernachten nur über die gebuchten Stellplätze erlaubt. Am Zeller Horn und am Raichberg liegen Naturschutzflächen am Trauf, nachts ist dort kein Platz für Camper.

Insider-Tipp für Camper
Vom Parkplatz P1 führt ein steiler Fußweg in rund 20–30 Minuten zur Burg; tagsüber fährt ein Pendelbus – Tickets und Fahrzeiten auf der Website der Burg prüfen. Wer auf P1 übernachtet, steht morgens als Erster am Tor, bevor die Reisebusse kommen.

4Etappe 4: Hechingen nach Beuron (Oberes Donautal) (ca. 70 km)

Die Strecke
Über Balingen nach Weilstetten und die steile Straße über den Lochenpass hinauf auf den Großen Heuberg, dann über Tieringen, Meßstetten und Stetten am kalten Markt nach Schwenningen und in Serpentinen hinab nach Beuron. Rauere Hochfläche, oft Wind und im Frühjahr und Herbst Nebel; rund 1,5 Stunden.
Highlights & Must-Sees
  • Lochenstein am Lochenpass: kurzer Aufstieg vom Parkplatz zum Felsgipfel mit Gipfelkreuz und Blick über das Albvorland.
  • Erzabtei St. Martin in Beuron: Benediktinerkloster mit barocker Abteikirche und der Gnadenkapelle im Stil der Beuroner Kunstschule.
  • Abendrunde vom Kloster über die überdachte Holzbrücke an der Donau und hinauf zu den Kalkfelsen über dem Tal, etwa auf dem Donauberglandweg.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Wohnmobilstellplatz am Kloster Beuron mit rund 20 Plätzen, Strom und Ver- und Entsorgung, wenige Minuten zu Fuß zur Abtei. Weitere Plätze in Beuron sind Camp im Donautal und Camping Buck; talabwärts bei Hausen im Tal Campingplatz Wagenburg mit Strom, Sanitär und V/E.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Das Obere Donautal ist Naturpark und in großen Teilen Natur- und Vogelschutzgebiet. Übernachten auf Wanderparkplätzen und an Feldwegen ist nicht erlaubt; Kletterfelsen haben saisonale Sperrungen wegen Wanderfalke und Uhu. Bei Stetten am kalten Markt liegt der aktive Truppenübungsplatz Heuberg – Absperrungen beachten.

Insider-Tipp für Camper
Die Straße über den Lochenpass ist steil und kurvig; bergab in niedrigem Gang. Vor dem Donautal in Balingen oder Albstadt tanken und einkaufen – im Tal gibt es kaum Läden. Am Stellplatz Beuron wird es an Wochenenden mit Radlern vom Donauradweg früh voll.

5Etappe 5: Beuron nach Münsingen über Burg Wildenstein und Zwiefalten (ca. 100 km)

Die Strecke
Kurz hinauf nach Irndorf und Leibertingen zum Burgparkplatz Wildenstein, dann auf der Talstraße durch das Donautal über Hausen im Tal, Thiergarten und Gutenstein nach Sigmaringen. Weiter nach Nordosten über das hügelige Albvorland nach Zwiefalten und über die B312 und Hayingen auf die Münsinger Alb. Im Donautal schmal und kurvig mit Radverkehr; insgesamt gut 2 Stunden.
Highlights & Must-Sees
  • Burg Wildenstein: Spornburg mit Gräben und Zugbrücke über der Donau, heute Jugendherberge; Burghof und Aussicht sind zugänglich.
  • Eichfelsen bei Irndorf: Aussichtsfelsen hoch über der Donau mit Blick auf das Schloss Werenwag (Privatbesitz).
  • Münster Zwiefalten: Klosterkirche des Spätbarock von Johann Michael Fischer mit Stuck und Fresken; dazu die Wimsener Höhle bei Hayingen, die sich nur per Boot befahren lässt.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Stellplatz am Wiesentalstadion in Münsingen mit über 30 Plätzen, Strom und Ver- und Entsorgung, ruhig und zentrumsnah. Wer Campingplatz bevorzugt: Hofgut Hopfenburg am Ortsrand mit Wohnmobil- und Zeltplätzen sowie Sanitär.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): An der Burg Wildenstein und bei Leibertingen gibt es einige Wohnmobilparkplätze im Wald; ob dort übernachtet werden darf, an den Schildern prüfen. Im Donautal selbst ist Freistehen nicht erlaubt. In Sigmaringen steht der städtische Stellplatz an der Stadthalle für eine Zwischenpause zur Verfügung.

Insider-Tipp für Camper
Die Zufahrt zur Burg Wildenstein endet auf einem Parkplatz oberhalb; von dort zu Fuß über die Brücke. Im Donautal Tempo und Radler im Blick behalten, an Felsengstellen auf Gegenverkehr achten. Die Wimsener Höhle bei Hayingen-Wimsen ist im Sommerhalbjahr geöffnet, Zeiten vorab prüfen; bei Hochwasser können die Bootsfahrten ausfallen.

6Etappe 6: Münsingen nach Blaubeuren über Gruorn und Laichingen (ca. 55 km)

Die Strecke
Von Münsingen nach Trailfingen an den Rand des ehemaligen Truppenübungsplatzes (Zugang Gruorn), dann über Feldstetten nach Laichingen und über Machtolsheim und Seißen hinab ins Blautal. Weite Hochfläche, lange Geraden, zuletzt eine Gefällstrecke nach Blaubeuren. Etwa 1 Stunde.
Highlights & Must-Sees
  • Gruorn: das in den 1930er-Jahren für die Erweiterung des Truppenübungsplatzes geräumte Dorf; Kirche St. Stephanus und Schulhaus blieben stehen. Der ehemalige Übungsplatz ist seit 2005 militärisch aufgegeben und Kern des Biosphärengebiets – weite Wacholderheiden ohne Zäune.
  • Biosphärenzentrum Schwäbische Alb im Alten Lager von Münsingen-Auingen mit Ausstellung zu Karst, Heiden und Beweidung.
  • Laichinger Tiefenhöhle: Schachthöhle, deren Rundgang über steile Eisentreppen rund 55 m tief hinabführt, bei etwa 8 °C; geöffnet etwa von Ostern bis in die Herbstferien, Zeiten vorab prüfen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Wohnmobilstellplatz Blaubeuren, zentrumsnah mit rund 20 Plätzen, Strom und Ver- und Entsorgung. Mit Sanitär: Campingplatz Heidehof bei Laichingen-Machtolsheim auf der Hochfläche, an der Strecke kurz vor Blaubeuren.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im ehemaligen Truppenübungsplatz sind nur die 13 ausgewiesenen Wege für Wanderer und Radfahrer freigegeben – abseits liegt weiterhin Munition im Boden, Lebensgefahr; Fundstücke liegen lassen und der Polizei melden. Die ehemalige Panzerringstraße und gesperrte Wege dürfen nicht befahren werden, Übernachten ist dort erst recht nicht erlaubt. Der Wohnmobilstellplatz Trailfingen/Gruorn am Rand des Geländes ist ein legaler Ausgangspunkt mit Strom.

Insider-Tipp für Camper
Die Tiefenhöhle hat einen Parkplatz am Höhlenkundlichen Museum; bei schlechtem Wetter ist es dort voll. Die Treppen sind nass und steil – rutschfeste Schuhe tragen. In Laichingen lohnt das Museum für Weberei- und Leinengeschichte als Regenprogramm.

7Etappe 7: Blaubeuren nach Ulm über das Achtal (ca. 35 km)

Die Strecke
Von Blaubeuren durch das enge Achtal nach Schelklingen zum Hohle Fels und zurück, dann entlang der Blau über Blaustein nach Ulm. Talstraße, im Ulmer Stadtverkehr zäh. Gut eine halbe Stunde reine Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Blautopf: die tiefblaue Karstquelle der Blau neben dem Kloster Blaubeuren mit der historischen Hammerschmiede. Im Kloster der spätgotische Hochaltar.
  • Urgeschichtliches Museum (urmu) in Blaubeuren mit der Venus vom Hohle Fels und Flöten aus Vogelknochen – Teil des UNESCO-Welterbes „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“.
  • Hohle Fels bei Schelklingen, eine der großen Welterbe-Höhlen mit hoher Halle; nur im Sommerhalbjahr an einigen Wochentagen, meist nachmittags, geöffnet – Zeiten bei der Stadt Schelklingen prüfen. Am Achtal-Wanderweg liegen außerdem das vergitterte Geißenklösterle und der Sirgenstein.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Wohnmobilstellplatz am Donaubad auf der Neu-Ulmer Seite mit rund 50 Plätzen, Strom und Ver- und Entsorgung; von dort zu Fuß oder per Rad über die Donau in die Ulmer Altstadt.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In Ulm und Neu-Ulm gibt es keine geduldeten Freistehplätze am Donauufer; die Stellplätze am Donaubad sind die Lösung. Im Achtal sind die Höhlenumgebungen geschützt, Parkplätze an der Straße nur für den Tagesbesuch.

Insider-Tipp für Camper
Das Blautopfareal wird seit Ende August 2024 umgestaltet, die Arbeiten sollen bis etwa 2028 dauern. Der Rundweg ist abschnittsweise gesperrt und wird in Bauabschnitten erneuert, die Quelle bleibt über Hilfsbrücken bzw. einen offenen Wegabschnitt einsehbar – aktuellen Stand bei der Stadt Blaubeuren prüfen. Ulm hat keine Umweltzone mehr; für Neu-Ulm (Bayern) den Stand vorab prüfen. Wochenmarkt auf dem Münsterplatz mittwochs und samstags.

8Etappe 8: Ulm nach Lonetal (Niederstotzingen) (ca. 40 km)

Die Strecke
Vom Ulmer Münster nordöstlich über Langenau und Öllingen ins Lonetal, dann am Talrand bis Niederstotzingen-Stetten zum Archäopark. Flache Landstraßen durch Ackerland, das Trockental der Lone liegt versteckt unterhalb. Unter einer Stunde.
Highlights & Must-Sees
  • Ulmer Münster: der höchste Kirchturm der Welt (161,53 m), 768 Stufen bis zur obersten Galerie; davor das Fischer- und Gerberviertel an der Blau.
  • Löwenmensch aus dem Hohlenstein-Stadel im Museum Ulm, eine der ältesten Tier-Mensch-Figuren der Welt – am besten vor der Fahrt ins Lonetal ansehen.
  • Archäopark Vogelherd in Niederstotzingen an der Fundhöhle des Vogelherd-Pferdchens; dazu eine Wanderung durchs Lonetal zu Bocksteinhöhle und Hohlenstein (die Fundstellen sind teils vergittert).
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Campingpark Rammingen am Rand des Lonetals, kleiner Platz – Ausstattung und Saison vorab erfragen. Als Stellplatz mit Ver- und Entsorgung: Wohnmobilstellplätze in Öllingen oder Langenau mit wenigen Plätzen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Das Lonetal ist Naturschutzgebiet und Welterbe-Kernzone; Feldwege und Talwiesen sind keine Stellflächen. Am Archäopark nur zu den Öffnungszeiten parken.

Insider-Tipp für Camper
Den Münsterturm früh am Tag besteigen, bevor die Gruppen kommen; bei Sturm oder Gewitter wird er gesperrt. Archäopark Vogelherd hat Saisonzeiten und war zuletzt in seiner Zukunft unsicher – Öffnung vorab prüfen. Für die Heimfahrt liegt die A7 nur wenige Kilometer östlich, die A8 nördlich von Ulm.

Camping-Praxis & Länder-Knigge

Wildcamping & Freistehen

  • Wildcampen ist in Deutschland nicht erlaubt. Geduldet ist meist eine einzelne Nacht auf öffentlichen Parkplätzen zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit, ohne Campingverhalten (keine Möbel, Markise, Keile, Stützen, kein Abwasser) und nur, wo kein Verbotsschild steht.
  • Baden-Württemberg: Das Landeswaldgesetz verbietet das Befahren und Abstellen von Kraftfahrzeugen im Wald außerhalb öffentlicher Straßen und Parkplätze. Im Biosphärengebiet Schwäbische Alb sind die Kernzonen – darunter große Teile des ehemaligen Truppenübungsplatzes – nur auf Wegen betretbar; Natur- und Vogelschutzgebiete wie das Obere Donautal und das Lonetal schließen Übernachten aus.
  • Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen liegt abseits der markierten Wege weiterhin Munition; Wegegebote sind dort Lebensschutz, keine Formalie. Der Truppenübungsplatz Heuberg bei Stetten am kalten Markt ist weiter militärisch genutzt.
  • Die Alb hat ein dichtes Netz kommunaler Stellplätze, oft mit Automat für Strom und Wasser. Hilfsmittel: park4night, Campercontact, Stellplatzführer der Fachpresse und die Unterkunftsverzeichnisse von Schwäbische Alb Tourismus; Angaben zu Gebühren sind häufig veraltet.

Entsorgung & Versorgung

  • Ver- und Entsorgungsstationen stehen an den meisten Stellplätzen (Bad Urach, Münsingen, Beuron, Blaubeuren, Donaubad Neu-Ulm) und auf Campingplätzen; viele arbeiten mit Münzen. Am Burgstellplatz Hohenzollern gibt es keine Ver- und Entsorgung.
  • Grauwasser nur an Stationen ablassen. Auf der verkarsteten Alb versickert Wasser schnell und ungefiltert ins Grundwasser, das an Quellen wie dem Blautopf wieder austritt – Abwasser auf Parkplätzen schadet hier besonders.
  • Leitungswasser ist überall Trinkwasser; Brunnen in Dörfern und an Wanderwegen sind oft als „Kein Trinkwasser“ gekennzeichnet.
  • Gas: Graue deutsche Tauschflaschen gibt es an Tankstellen, in Baumärkten und auf Campingplätzen; LPG-Tankstellen (ACME-Anschluss) finden Sie im Raum Stuttgart, Reutlingen und Ulm leichter als auf der Hochfläche. Ausländische Tauschflaschen werden nicht getauscht.

Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

  • Tempolimits: Wohnmobile bis 3,5 t wie Pkw (innerorts 50, außerorts 100 km/h, Autobahn Richtgeschwindigkeit 130 km/h); über 3,5 t bis 7,5 t außerorts 80, Autobahn 100 km/h; über 7,5 t außerorts 60, Autobahn 80 km/h. Gespanne 80 km/h, mit Tempo-100-Zulassung auf der Autobahn 100 km/h.
  • Umweltzonen: Stuttgart ist Umweltzone (grüne Plakette) mit zusätzlichen Diesel-Verkehrsverboten für Euro 4 im Stadtgebiet und Euro 5 in der kleinen Umweltzone; eine Aufhebung wird diskutiert, Ausnahmen und aktuellen Stand bei der Stadt prüfen. In Baden-Württemberg bestehen sonst nur noch die Umweltzonen Ludwigsburg und Pforzheim – die in Esslingen, Reutlingen, Tübingen und Ulm wurden aufgehoben. Für Neu-Ulm (Bayern) den Stand beim Umweltbundesamt prüfen.
  • Maut: Keine Vignette für Pkw und Wohnmobile; die Lkw-Maut betrifft Güterverkehrsfahrzeuge über 3,5 t. Bei Wohnmobilen mit Lkw-Zulassung die Einstufung klären.
  • Albsteigen wie Honauer Steige, Lochenpass oder der Albaufstieg der A8 zwischen Aichelberg und Merklingen haben lange Gefällstrecken; bergab mit Motorbremse fahren.
  • Winter: Situative Winterreifenpflicht mit Alpine-Symbol. Die Hochfläche liegt auf 700 bis 1.000 m – von November bis März mit Schnee und Glätte rechnen, Steigen können kurzfristig gesperrt sein.
  • Alkoholgrenze 0,5 Promille, für Fahranfänger und unter 21-Jährige 0,0. Handy nur mit Freisprecheinrichtung. Fahrradträger dürfen Kennzeichen und Leuchten nicht verdecken, sonst Leuchtenträger mit Kennzeichen.

CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

  • Warme Fleecejacke und rutschfeste Schuhe: Bärenhöhle, Nebelhöhle, Tiefenhöhle und Wimsener Höhle haben 8–10 °C, die Treppen sind nass.
  • Unterlagen zur Euro-Norm des Fahrzeugs und grüne Plakette – für die Einfahrt nach Stuttgart samt Diesel-Verkehrsverboten.
  • Fernglas: Im Oberen Donautal leben Gämsen und Wanderfalken in den Felsen, auf den Heiden des Truppenübungsplatzes Neuntöter und Feldlerchen.
  • Fahrräder oder E-Bikes für den Donauradweg zwischen Beuron und Sigmaringen und die Wege im ehemaligen Truppenübungsplatz, wo Autos nicht fahren dürfen.
  • Offline-Wanderkarte des Albvereins oder eine App mit den markierten Wegen – im Donautal und auf der Hochfläche gibt es Funklöcher, und am Übungsplatz zählt jeder markierte Weg.
  • Münzen für Strom- und V/E-Automaten der Alb-Stellplätze.

Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.

Reiseverlauf Stopp für Stopp

In Fahrtreihenfolge. Entfernungen sind Schätzungen zwischen aufeinanderfolgenden Stopps.

  1. 1

    Stuttgart

    Deutschland
    Start
  2. 2

    Esslingen am Neckar

    Deutschland
    13 km
  3. 3

    Bad Urach

    Deutschland
    36 km
  4. 4

    Honau

    Deutschland
    17 km
  5. 5

    Erpfingen

    Deutschland
    10 km
  6. 6

    Hechingen

    Deutschland
    21 km
  7. 7

    Beuron

    Deutschland
    42 km
  8. 8

    Zwiefalten

    Deutschland
    52 km
  9. 9

    Münsingen

    Deutschland
    25 km
  10. 10

    Laichingen

    Deutschland
    21 km
  11. 11

    Blaubeuren

    Deutschland
    14 km
  12. 12

    Schelklingen

    Deutschland
    7 km
  13. 13

    Ulm

    Deutschland
    24 km
  14. 14

    Niederstotzingen

    Deutschland
    30 km

Beste Reisezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Am angenehmsten sind meist Juni–September. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: Mai und Oktober. Kalt und kurze Tage: Dezember–Februar. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh.

Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten

Praktisches für unterwegs

  • Deutschland: Keine Autobahnmaut für Pkw. Kein generelles Tempolimit auf Autobahnen (Richtgeschwindigkeit 130 km/h) und keine Pkw-Maut.
  • Stuttgart: Umweltzone. Die grüne Umweltplakette ist Pflicht, auch für ausländische Fahrzeuge.

Verkehrsregeln und Gebühren ändern sich. Prüfen Sie vor der Reise offizielle Quellen.

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Häufige Fragen

Wie lang ist die Route «Burgen, Höhlen und Albtrauf – mit dem Camper über die Schwäbische Alb von Stuttgart nach Ulm»?

8-tägiger Roadtrip über etwa 310 km (193 mi) mit 14 Stopps, von Stuttgart nach Niederstotzingen. Insgesamt etwa 4 h 17 min Fahrzeit.

Wie viele Tage braucht man für «Burgen, Höhlen und Albtrauf – mit dem Camper über die Schwäbische Alb von Stuttgart nach Ulm»?

Wir empfehlen 8 Tage: etwa 4 h 17 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

Wo beginnt und endet «Burgen, Höhlen und Albtrauf – mit dem Camper über die Schwäbische Alb von Stuttgart nach Ulm»?

Sie beginnt in Stuttgart und endet in Niederstotzingen.

Durch welche Länder führt «Burgen, Höhlen und Albtrauf – mit dem Camper über die Schwäbische Alb von Stuttgart nach Ulm»?

Deutschland.

Wo kann man entlang «Burgen, Höhlen und Albtrauf – mit dem Camper über die Schwäbische Alb von Stuttgart nach Ulm» campen?

OpenStreetMap verzeichnet 149 Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze im Umkreis von 20 km um die Stopps dieser Route. Zum Beispiel: Camping Stuttgart Cannstatter Wasen, Reisemobilstellplätze Messe Stuttgart und Sonnenhof.

Wann ist die beste Reisezeit für Burgen, Höhlen und Albtrauf – mit dem Camper über die Schwäbische Alb von Stuttgart nach Ulm?

Am angenehmsten sind meist Juni–September. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: Mai und Oktober. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)