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Gezeiten, Apfelblüte und Akadiens Erbe – mit dem Camper über den Evangeline Trail durch das Annapolis Valley

Von Halifax über Grand-Pré und Annapolis Royal bis Digby und in die Wälder von Kejimkujik: gut 550 Kilometer zwischen Fundy-Tiden, Obstgärten und den Seen des Südwestens von Nova Scotia.

Entfernung
512 km (318 mi)
Fahrzeit
5 h 41 min
Empfohlene Tage
6
Stopps
12
Provinzen
NS
Aktualisiert
1. September 2026

Auf einen Blick: 6-tägige Rundreise über etwa 512 km (318 mi) mit 12 Stopps, Start und Ziel in Halifax. Insgesamt etwa 5 h 41 min Fahrzeit.

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Reiseführer · CampingSpirit

Von Halifax über Grand-Pré und Annapolis Royal bis Digby und in die Wälder von Kejimkujik: gut 550 Kilometer zwischen Fundy-Tiden, Obstgärten und den Seen des Südwestens von Nova Scotia.

Der Spirit der Route

Der Evangeline Trail beginnt dort, wo das Land flach wird. Hinter Windsor öffnet sich das Annapolis Valley zwischen zwei Höhenzügen, links die North Mountain mit ihren Fichten, rechts der lange Rücken der South Mountain, dazwischen Apfelplantagen, Maisfelder und Weingüter. In Grand-Pré liegen die Deiche, die die Akadier im 17. Jahrhundert dem Meer abgerungen haben, und bei Ebbe fällt das Wasser im Minas Basin um mehr als zehn Meter. Aus der Schiebetür riecht es nach Salzwiese und gemähtem Heu. In Annapolis Royal reihen sich Holzhäuser entlang der Hafenfront, in Digby kommen die Fischkutter mit Jakobsmuscheln herein. Im Binnenland wartet Kejimkujik mit ruhigem Wasser, Kanus und einem sehr dunklen Nachthimmel. Die Route ist gemächlich, die Etappen sind kurz, und fast jeder Tag endet an einem Platz mit Wasser in Sichtweite.

Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

1Etappe 1: Halifax nach Wolfville / Grand-Pré (ca. 100 km)

Die Strecke
Ab Halifax über den Highway 102 nach Norden, dann auf die Autobahn 101 Richtung Windsor und Annapolis Valley; ein Großteil der Strecke ist vierspurig, Tempolimit meist 100 km/h. Wer es ruhiger mag, nimmt hinter Windsor die alte Trunk Route 1, die als Evangeline Trail durch die Dörfer führt. Reine Fahrzeit rund 1,5 Stunden, mit Stopps ein halber Tag. Tankstellen und Supermärkte gibt es in Bedford, Windsor und Wolfville.
Highlights & Must-Sees
  • Grand-Pré National Historic Site und die Landschaft von Grand-Pré: UNESCO-Welterbe seit 2012, mit Gedenkkirche, Gärten und Ausstellung zur Vertreibung der Akadier ab 1755. Die Deiche (aboiteaux) sind noch heute in Betrieb. Zeiten und Eintritt auf parks.canada.ca prüfen, eine bis zwei Stunden einplanen.
  • Windsor und Fort Edward: Das Blockhaus aus dem 18. Jahrhundert gehört zu den ältesten erhaltenen Blockhäusern Nordamerikas; im Ort zeigt sich der Tidenhub des Avon River bei Ebbe als breite Schlammfläche. Gezeitentabelle vorab ansehen.
  • Hall’s Harbour an der Fundy-Küste nördlich von Kentville: Fischerhafen, bei Ebbe liegen die Boote auf dem Trockenen; ein Hummerlokal direkt am Wasser. Die Zufahrt ist schmal und kurvig, für lange Wohnmobile eher knapp.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Laurie Provincial Park am Grand Lake nahe Waverley, kurz hinter Halifax: 57 Plätze ohne Anschlüsse im Wald und 5 Walk-in-Plätze am See, Duschen und Dump Station vorhanden; Saison 2026 vom 5. Juni bis 14. September, Zufahrt mit Torcode (kommt mit der Online-Reservierung). Alternativ Smileys Provincial Park am Highway 14 bei Windsor/Brooklyn: 64 Plätze ohne Anschlüsse, Duschen, Dump Station, Saison bis 21. September. Beide Plätze sind im Hochsommer oft ausgebucht, Reservierung über novascotia.goingtocamp.com.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In Nova Scotia darf auf unbebautem Crown Land grundsätzlich gezeltet werden, nicht aber auf Privatland und nicht in Provinzparks außerhalb der Plätze. Entlang der Fundy-Küste und im Valley liegen die meisten Flächen in Privatbesitz; Wohnmobil-Übernachten auf Parkplätzen und an Häfen ist ohne ausdrückliche Erlaubnis nicht ratsam. Bei Trockenheit verhängt die Provinz Feuer- und Zugangsverbote für den Wald, Status vorher prüfen.

Insider-Tipp für Camper
Die Gezeiten im Minas Basin sind der Hauptakteur dieser Etappe: Hoch- und Niedrigwasser liegen jeden Tag etwa 50 Minuten später. Wer die Tide sehen will, plant Windsor, Hantsport und Wolfville nach der Tabelle und fährt zum Niedrigwasser an den Hafen. Tanken in Windsor oder Wolfville, danach wird es zu den Seitenstraßen hin teurer.

2Etappe 2: Wolfville / Grand-Pré nach Annapolis Royal (ca. 115 km)

Die Strecke
Von Wolfville über Kentville und Berwick und weiter westlich durch Middleton, Bridgetown und Granville Ferry nach Annapolis Royal. Die Autobahn 101 verläuft parallel zur alten Trunk 1; beide Wege sind bequem, die Trunk 1 ist langsamer, aber näher an Obstständen und Dörfern. Fahrzeit auf der 101 rund 1,5 Stunden, mit Stopps ein ganzer Tag. Im Herbst (Erntezeit) gibt es viele Obstbuden am Straßenrand.
Highlights & Must-Sees
  • Wolfville und der Cape Split Trail: Ein gut ausgebauter Wanderweg führt auf eine Landspitze am Eingang des Minas Basin, hin und zurück gut 13 km (laut Provinzpark vier bis sechs Stunden). Bei Hochwasser strömen die Gezeiten gewaltig durch die Passage. Der Weg beginnt am Parkplatz an der Cape Split Road bei Canning, die Zufahrt ist ländlich und schmal.
  • Annapolis Royal: Fort Anne National Historic Site und Port-Royal National Historic Site (Habitation) erzählen die Geschichte der ersten dauerhaften europäischen Siedlung nördlich von Florida. Die rekonstruierte Habitation ist als Holzgebäude ein Stück Kolonialgeschichte; vor dem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten prüfen.
  • Annapolis Royal Historic Gardens: gepflegte Gartenanlage am Rand der Stadt, mit Rosen-, Kräuter- und Akadiergarten; Öffnungszeiten und Eintritt vorher prüfen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Valleyview Provincial Park nahe Bridgetown an der Hampton Mountain Road: Platz auf einem Hügel mit Blick über das Annapolis Valley, 17 Plätze ohne Anschlüsse und 14 Plätze mit 30-A-Strom und Wasser, Duschen und Dump Station; Saison 2026 vom 5. Juni bis 12. Oktober. Reservierung über novascotia.goingtocamp.com, an Wochenenden und im Spätsommer früh buchen. Alternativ private Campingplätze rund um Annapolis Royal (Verfügbarkeit und Fahrzeuglänge vor Anfahrt klären).

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Freistehen auf Parkplätzen der Gemeinden und Museen ist in Annapolis Royal nicht vorgesehen. Auf der North Mountain gibt es Forstwege, deren Nutzung für Camper mit größerem Fahrzeug nicht empfehlenswert ist; Crown-Land-Regeln und Feuerverbote beachten.

Insider-Tipp für Camper
Obst und Wein: Viele Hofläden und Weingüter im Valley sind nur saisonal geöffnet (Frühling bis Oktober). Wer im Hochsommer fährt, bekommt Beeren und frühes Obst, im September Äpfel und Pflaumen. Wer später in die USA weiterreist, beachte die Einfuhrregeln für Frischobst und Gemüse.

3Etappe 3: Annapolis Royal nach Digby (ca. 35 km)

Die Strecke
Kurze Etappe auf der Trunk 1 und der Autobahn 101 am Südufer des Annapolis Basin entlang bis zur Digby Gut, die als schmaler Einschnitt die North Mountain zum Meer öffnet. Fahrzeit rund 35 Minuten; die Strecke eignet sich für einen Tag mit Abstechern, etwa auf die Digby Neck mit ihren Fährübergängen. In Digby gibt es Supermärkte, Tankstellen und den Fährhafen für die Überfahrt nach Saint John in New Brunswick.
Highlights & Must-Sees
  • Digby und der Hafen: Die Stadt ist bekannt für die Digby-Jakobsmuscheln (Scallops), die in der Bay of Fundy gefischt werden. Die Fischerflotte liegt am Hafen, im Sommer gibt es Lokale mit frischem Fang.
  • Digby Neck, Long Island und Brier Island: Die Landzunge im Südwesten ist von Digby aus über zwei kurze Fährübergänge (Petit Passage und Grand Passage) zu erreichen und gilt als einer der besten Orte der Provinz für Walbeobachtung (Buckelwale, Finnwale, Zwergwale, im Sommer und Herbst). Fahrzeiten der Fähren und Wetterlage vorher prüfen.
  • Fundy-Fähre nach Saint John: Die Autofähre verbindet Digby mit Saint John (Bay Ferries); Fahrzeughöhe und Gewicht vor der Buchung angeben, Reservierung im Sommer dringend empfohlen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In der Gegend um Digby gibt es vor allem private Campingplätze; die nächste Alternative mit Provinzpark-Charakter ist Valleyview Provincial Park bei Bridgetown, gut eine Autostunde östlich. Vor der Anreise Verfügbarkeit, Fahrzeuglänge und Anschlüsse bei den Betreibern klären, die Plätze in Hafennähe sind im Hochsommer rasch ausgebucht.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In Digby selbst ist Übernachten im Fahrzeug im Hafengebiet und auf öffentlichen Parkplätzen in der Regel nicht erlaubt. Auf der Digby Neck gibt es einzelne einfache Plätze von Anbietern vor Ort; ein formal freies Wildcamping gibt es auf der schmalen Landzunge kaum.

Insider-Tipp für Camper
Die Fährübergänge auf der Digby Neck sind kurz, laufen aber nach einem festen Fahrplan; große Wohnmobile vorher auf Höhe und Breite abstimmen und die Fahrzeiten am Vortag prüfen. Für Walbeobachtung eignet sich ein Boot ab Tiverton oder Westport; Anbieter und Zeiten vorab klären.

4Etappe 4: Digby nach Kejimkujik National Park (ca. 90 km)

Die Strecke
Von Digby auf der Autobahn 101 zurück nach Annapolis Royal, dann auf der Route 8 nach Süden durch Wald und kleine Dörfer bis Maitland Bridge, dem Eingang zum Kejimkujik National Park. Die Route 8 ist zweispurig, mäßig kurvig und im Vergleich zum Valley einsam, Tempolimit meist 80–90 km/h. Reine Fahrzeit rund 1,5 Stunden. Tankstellen und Lebensmittel in Annapolis Royal oder Caledonia kaufen, im Park selbst gibt es nur ein kleines Angebot.
Highlights & Must-Sees
  • Kejimkujik National Park: Seen, Kanuwege und der Mersey River in einem Binnenland-Park, der als eine der ruhigsten Ecken der Provinz gilt. Kanus kann man vor Ort leihen; auch Wanderwege wie der Mersey River Trail sind ohne lange Anfahrt erreichbar.
  • Dark Sky Preserve: Der Park ist als Dark Sky Preserve ausgewiesen; nachts sind bei klarem Himmel Milchstraße und Sternbilder sichtbar. Im Sommer bietet der Park gelegentlich Programme an, Zeiten über parks.canada.ca prüfen.
  • Mi’kmaw Petroglyphen und Kultur: Im Park finden sich Felszeichnungen der Mi’kmaq am Ufer des Kejimkujik Lake; der Zugang ist nur im Rahmen von Führungen möglich, Termine vorab bei Parks Canada klären.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Jeremy’s Bay Campground im Kejimkujik National Park: der Hauptplatz des Parks am Kejimkujik Lake mit Zelt-, Wohnmobil- und Anhängerplätzen sowie oTENTik- und Ôasis-Unterkünften, modernisierte Sanitärhäuser mit Duschen; Saison von Victoria Day (Mitte Mai) bis Ende Oktober. Anschlussplätze und Fahrzeuglängen auf parks.canada.ca prüfen. Reservierung über das Parks-Canada-Reservierungssystem, im Sommer lange im Voraus. Es gilt der übliche Parkeintritt (Tageskarte oder Discovery Pass).

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Park ist Camping nur auf den ausgewiesenen Plätzen erlaubt. Außerhalb der Parkgrenzen liegen weite Waldflächen, überwiegend privat oder als Crown Land; vor dem Übernachten die Eigentumsverhältnisse klären, Feuerverbote beachten.

Insider-Tipp für Camper
Am See sind Mücken und Kriebelmücken im Frühsommer lästig; Insektenschutz, Moskitonetz und lange Kleidung sind sinnvoll. Zecken kommen in Nova Scotia vor, am Abend die Haut absuchen. Für das Kanu am See den frühen Morgen wählen, wenn der Wind noch ruhig ist.

5Etappe 5: Kejimkujik National Park nach Lunenburg (ca. 110 km)

Die Strecke
Von Maitland Bridge auf der Route 8 nach Süden bis Liverpool, dann auf der Route 103 (Lighthouse Route) entlang der Küste Richtung Osten. Von Liverpool nach Lunenburg führt die Straße durch Fischerdörfer und vorbei an Buchten, Tempo meist 80–100 km/h. Fahrzeit rund 2 Stunden, mit Stopps ein halber Tag. Tankstellen und Läden gibt es in Liverpool, Bridgewater und Lunenburg.
Highlights & Must-Sees
  • Kejimkujik Seaside: Außenstelle des Nationalparks an der Atlantikküste bei Port Joli, mit Wanderwegen zu Stränden und Küstenfelsen und mit Robben auf den Felsen; die Anfahrt ist unbefestigt, Zugang und Zustand vorab prüfen.
  • Lunenburg: Die Altstadt ist UNESCO-Welterbe (seit 1995) und gilt als bestes erhaltenes Beispiel einer britischen Kolonialsiedlung in Nordamerika, mit farbigen Holzhäusern am Hafen. Das Fisheries Museum of the Atlantic liegt am Wasser; Öffnungszeiten vor dem Besuch prüfen.
  • Rissers Beach: langer Sandstrand und Dünen nahe Petite Rivière, Teil des Rissers Beach Provincial Park.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Rissers Beach Provincial Park bei Petite Rivière an der Route 331: 45 Plätze ohne Anschlüsse, 19 Plätze mit 30-A-Strom und Wasser und 6 Walk-in-Plätze, Duschen und Dump Station; Saison 2026 vom 15. Mai bis 12. Oktober, hinter dem langen Sandstrand. Reservierung über novascotia.goingtocamp.com, im Hochsommer rasch ausgebucht.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Auf dem Gebiet von Lunenburg und der Küstenorte gibt es kein ausgewiesenes Wohnmobil-Freistehen; in der Altstadt sind Parkplätze begrenzt und für große Fahrzeuge eng. Nachts nur auf Campingplätzen übernachten.

Insider-Tipp für Camper
In Lunenburg große Wohnmobile außerhalb der Altstadt parken und zu Fuß gehen; die Straßen sind steil und eng. Für das Lunenburg-Festival und Wochenenden im Hochsommer früh reservieren.

6Etappe 6: Lunenburg nach Halifax (ca. 100 km)

Die Strecke
Auf der Route 103 (Lighthouse Route) Richtung Osten, vorbei an Mahone Bay mit seinen drei Kirchen am Wasser und weiter durch die Küstenorte bis Halifax; ab Chester wird die Straße zur Autobahn. Fahrzeit rund 1,5 Stunden, bei Stau in den Außenbezirken von Halifax länger. Tanken und Entleeren vor der Rückgabe.
Highlights & Must-Sees
  • Mahone Bay: Der Ort ist bekannt für die drei Kirchen, die am Ufer der Bucht dicht nebeneinander stehen; ein beliebtes Fotomotiv am Morgen.
  • Peggy’s Cove: Leuchtturm auf Granitfelsen; die Felsen sind bei Brandung gefährlich, Besucher müssen von den dunklen Felsen am Wasser fernbleiben. Der Parkplatz ist für große Fahrzeuge eng und im Sommer überfüllt.
  • Halifax: Citadel Hill, Hafenpromenade und Museum of Immigration at Pier 21; Öffnungszeiten vor dem Besuch prüfen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Laurie Provincial Park (siehe Etappe 1) oder Plätze im Raum Halifax; für die letzte Nacht eignet sich ein Platz in Flughafennähe, wenn die Rückgabe früh am Tag ansteht. Verfügbarkeit und Bedingungen vorab klären.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In Halifax und in den Vororten ist Übernachten im Fahrzeug auf der Straße und auf öffentlichen Parkplätzen nicht erlaubt.

Insider-Tipp für Camper
Vor der Rückgabe in Halifax Dump Station und Tankstelle aufsuchen; in der Stadt sind Entsorgungsmöglichkeiten rar. Die Stadt hat Brücken und Unterführungen mit Höhenbegrenzungen, die Fahrzeughöhe im Blick behalten.

Camping-Praxis & Länder-Knigge

Wildcamping & Freistehen

  • In Nova Scotia darf auf unbebautem Crown Land grundsätzlich gezeltet werden, aber nicht auf Privatland, nicht in Provinz- und Nationalparks außerhalb der Plätze und nicht im Umfeld von Siedlungen. Genaue Dauer- und Abstandsregeln beim Department of Natural Resources prüfen; Durchsetzung erfolgt lokal.
  • Bei Trockenheit verhängt Nova Scotia Feuer- und Waldzugangsverbote (Burn Restrictions, zeitweise auch Waldsperrung). Ab Sommer 2025 galten landesweite Einschränkungen nach Waldbränden; Status vor jeder Etappe auf novascotia.ca prüfen.
  • Übernachten auf Parkplätzen von Supermärkten, Häfen und Museen ist nicht grundsätzlich erlaubt; im Zweifel nachfragen. Auf Campingplätzen sind die Reservierungen der Provinzparks und von Parks Canada meist der verlässlichste Weg.
  • Wildtiere: Schwarzbären, Elche und Kojoten kommen in Nova Scotia vor; Lebensmittel nachts im Fahrzeug aufbewahren. Zecken (Borreliose) sind in der Provinz verbreitet; Haut am Abend absuchen.
  • Apps und Seiten: Campendium, iOverlander, The Dyrt, dazu die Online-Buchung der Provinzparks und das Reservierungssystem von Parks Canada (Kejimkujik).

Entsorgung & Versorgung

  • Dump Stations gibt es auf vielen Campingplätzen und bei einzelnen Tankstellen; eine Übersicht liefern Apps wie Campendium oder iOverlander. Verfügbarkeit im Voraus klären, nicht alle Provinzparks bieten eine Entsorgung.
  • Trinkwasser aus der Leitung ist in Nova Scotia in der Regel trinkbar; an einigen Plätzen gibt es nur Brunnenwasser, dann Hinweisschilder beachten. Frischwasser vor Kejimkujik füllen.
  • Grauwasser nicht auf den Boden oder in Gewässer ablassen; Chemietoiletten nur an Dump Stations leeren.
  • Propan: Tankstellen und Händler füllen Flaschen auf; europäische Flaschen brauchen einen Adapter und werden meist nicht befüllt. Mietmobile haben fest verbaute Tanks.
  • Treibstoff: Tankstellen in Halifax, Windsor, Wolfville, Kentville, Digby, Annapolis Royal und Liverpool; zwischen Annapolis Royal und Maitland Bridge nur wenige Stationen.
  • Strom: Plätze mit Anschluss bieten 15, 30 oder 50 A; Mietmobile haben in der Regel das passende Kabel. Wer ohne Strom steht, plant mit der Bordbatterie.

Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

  • Tempolimits in km/h: Autobahnen (Highway 101, 102, 103) meist 100, teils 110 wo ausgeschildert; Trunk-Straßen 80–90; in Ortschaften 50. Für Wohnmobile gelten die ausgeschilderten Limits; mit Anhänger vorsichtig fahren.
  • Maut: Auf den beschriebenen Strecken fällt keine Maut an; Fähren (Digby–Saint John, Digby Neck) sind gebührenpflichtig, Reservierung für Digby–Saint John empfohlen.
  • Maße und Höhe: In Kanada gilt meist eine Höchsthöhe von etwa 4,1 m (13 ft 6 in); Brücken und Unterführungen in Halifax beachten.
  • Parks: Für Nationalparks und Nationale Historische Stätten (Grand-Pré, Fort Anne, Kejimkujik) gelten die Eintritte und der Discovery Pass von Parks Canada; aktuelle Beträge auf parks.canada.ca prüfen.
  • Verkehrsrecht: Rechtsabbiegen bei Rot ist nach vollständigem Halt erlaubt, außer wo ein Schild es verbietet; offene Alkoholbehälter im Fahrzeug sind verboten; Handy am Steuer nur freihändig. Der deutsche Führerschein genügt in der Regel, ein internationaler wird empfohlen.
  • Wetter: Sommer mild (20–25 °C), Nächte kühl; Nebel an der Fundy- und Atlantikküste; Hurrikan-Reste im Spätsommer und Herbst möglich, Wetterbericht (Environment Canada) beachten.
  • Notfall: 911; Mobilfunk ist im Binnenland (Kejimkujik) stellenweise schlecht.

CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

  • Gezeitentabelle oder App für die Bay of Fundy: Hoch- und Niedrigwasser bestimmen, wann Häfen und Watt sehenswert sind.
  • Insektenschutz und Moskitonetz: Mücken und Kriebelmücken im Frühsommer, vor allem am Wasser in Kejimkujik.
  • Faltbares Kanu oder Leihkanu-Reservierung: Kejimkujik lässt sich am besten vom Wasser aus erleben.
  • Warme Schichten und Regenjacke: Nebel und Wind an der Fundy- und Atlantikküste auch im Sommer.
  • Fernglas für Wale auf der Digby Neck und für Seevögel.
  • Kopie der Reservierungen und der Fährbuchung, Offline-Karten für Kejimkujik und die Digby Neck.

Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.

Reiseverlauf Stopp für Stopp

In Fahrtreihenfolge. Entfernungen sind Schätzungen zwischen aufeinanderfolgenden Stopps.

  1. 1

    Halifax

    NS
    Start
  2. 2

    Windsor

    NS
    70 km
  3. 3

    Grand-Pré

    NS
    21 km
  4. 4

    Wolfville

    NS
    6 km
  5. 5

    Kentville

    NS
    12 km
  6. 6

    Middleton

    NS
    57 km
  7. 7

    Annapolis Royal

    NS
    50 km
  8. 8

    Digby

    NS
    28 km
  9. 9

    Maitland Bridge (Kejimkujik)

    NS
    57 km
  10. 10

    Liverpool

    NS
    71 km
  11. 11

    Lunenburg

    NS
    60 km
  12. 12

    Halifax

    NS
    79 km

Beste Reisezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Am angenehmsten sind meist Juni–August. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: Mai und September. Kalt und kurze Tage: November–März. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh.

Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten

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Häufige Fragen

Wie lang ist die Route «Gezeiten, Apfelblüte und Akadiens Erbe – mit dem Camper über den Evangeline Trail durch das Annapolis Valley»?

6-tägige Rundreise über etwa 512 km (318 mi) mit 12 Stopps, Start und Ziel in Halifax. Insgesamt etwa 5 h 41 min Fahrzeit.

Wie viele Tage braucht man für «Gezeiten, Apfelblüte und Akadiens Erbe – mit dem Camper über den Evangeline Trail durch das Annapolis Valley»?

Wir empfehlen 6 Tage: etwa 5 h 41 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

Wo beginnt und endet «Gezeiten, Apfelblüte und Akadiens Erbe – mit dem Camper über den Evangeline Trail durch das Annapolis Valley»?

Es ist eine Rundreise mit Start und Ziel in Halifax.

Durch welche Provinzen führt «Gezeiten, Apfelblüte und Akadiens Erbe – mit dem Camper über den Evangeline Trail durch das Annapolis Valley»?

Nova Scotia.

Wann ist die beste Reisezeit für Gezeiten, Apfelblüte und Akadiens Erbe – mit dem Camper über den Evangeline Trail durch das Annapolis Valley?

Am angenehmsten sind meist Juni–August. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: Mai und September. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)