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Hoodoos, Slickrock und Obstgärten – mit dem Camper über den Utah Scenic Byway 12 – gray asphalt road on desert📷 Photo by George Pagan III on Unsplash
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Hoodoos, Slickrock und Obstgärten – mit dem Camper über den Utah Scenic Byway 12

Von den roten Türmen des Bryce Canyon über den Hogback bei Escalante bis zu den Pfirsichbäumen von Capitol Reef: rund 280 Kilometer, auf denen jede Stunde die Gesteinsfarbe wechselt.

Entfernung
222 km (138 mi)
Fahrzeit
2 h 28 min
Empfohlene Tage
5
Stopps
10
Bundesstaaten
UT
Aktualisiert
1. September 2026

Auf einen Blick: 5-tägiger Roadtrip über etwa 222 km (138 mi) mit 10 Stopps, von Panguitch nach Capitol Reef (Fruita). Insgesamt etwa 2 h 28 min Fahrzeit.

Weitere Roadtrips: Utah

Reiseführer · CampingSpirit

Von den roten Türmen des Bryce Canyon über den Hogback bei Escalante bis zu den Pfirsichbäumen von Capitol Reef: rund 280 Kilometer, auf denen jede Stunde die Gesteinsfarbe wechselt.

Der Spirit der Route

Der Highway 12 gehört zu den Straßen, die man nicht abfährt, sondern liest. Hinter Red Canyon hebt sich der rote Fels in Bögen aus dem Kiefernwald, im Bryce Canyon stehen die Hoodoos im Morgenlicht wie Orgelpfeifen, und aus der Schiebetür riecht es nach Beifuß, Harz und warmem Sandstein. Bei Escalante läuft die Straße durch eine Landschaft aus weißem Slickrock und tiefen Schluchten, der Hogback führt über einen schmalen Grat mit Abgrund auf beiden Seiten, in Boulder wird es still. Dann klettert die Straße über den Boulder Mountain bis in die Espen, und wenige Kilometer weiter liegt Capitol Reef mit seinen Obstgärten, in denen im Herbst reife Äpfel im Gras liegen. Die Route belohnt frühe Starts und lange Abende, verlangt Respekt vor Höhe und Entfernungen und stellt Camper mit langen Fahrzeugen an manchen Parkplätzen vor Platzprobleme.

Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

1Etappe 1: Panguitch nach Bryce Canyon (ca. 45 km)

Die Strecke
Ab Panguitch auf dem Highway 12 nach Osten und Süden: durch den Red Canyon mit zwei kurzen Felsentunneln, dann auf der UT-63 in den Bryce Canyon National Park. Kurven mäßig, Steigungen gemächlich, aber im Hochland auf rund 2.400 bis 2.700 m. Reine Fahrzeit knapp eine Stunde, mit Stopps ein halber Tag. Tankstellen in Panguitch und im Ort Bryce Canyon City; die Tunnel im Red Canyon haben begrenzte Höhen, bei hohen Wohnmobilen vorab die UDOT-Angaben prüfen.
Highlights & Must-Sees
  • Red Canyon: rote Felsnadeln direkt an der Straße, kurze Wanderwege vom Besucherzentrum (Dixie National Forest), Radweg parallel zur Straße. Eine Stunde reicht für Pasaquoia und Birdseye Trail.
  • Bryce Amphitheater mit Sunrise, Sunset und Inspiration Point: Das Licht ist früh morgens am besten. Für lange Fahrzeuge sind die Parkplätze an den Aussichtspunkten knapp, die Park-Shuttle-Linie (saisonal, Betrieb vorher prüfen) spart Nerven.
  • Navajo Loop und Queen’s Garden: etwa 5,5 km Rundweg hinab zwischen die Hoodoos, mit Anstieg zurück zum Rand auf über 2.400 m Höhe; Wasser und Sonnenschutz mitnehmen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Bryce Canyon National Park: North Campground und Sunset Campground, jeweils ohne Anschlüsse, mit Toiletten und Wasser, Dump Station am Nordplatz; einige Plätze über Recreation.gov reservierbar, andere first come, first served – Status und Saisonzeiten vor der Reise prüfen. Fahrzeuge bis rund 30 ft passen auf die meisten Plätze, Längenangaben bei der Buchung beachten. Alternative: Red Canyon Campground im Dixie National Forest bei Panguitch, kleiner und einfacher, mit Waldnatur und Toiletten. Weitere Plätze mit Anschlüssen bieten private RV-Parks in Panguitch und Bryce Canyon City.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Dixie National Forest ist dispersed camping rund um Red Canyon und an Forest Roads abseits der Straße erlaubt, meist bis 14 Tage und nur auf bereits genutzten Flächen; Zufahrt nicht auf Schlamm. Im Nationalpark selbst nur auf ausgewiesenen Plätzen. Höhenlage: auch im Sommer kann es nachts Frost geben.

Insider-Tipp für Camper
Den Sunrise Point vor Sonnenaufgang anpeilen und zum Frühstück zurück zum Camper: um 9 Uhr stehen die Reisebusse. Wasser vorher in Panguitch oder am Besucherzentrum füllen; die Höhe macht durstig. Für alle, die zwei Nächte bleiben, lohnt der Rainbow Point am Ende der Parkstraße (ca. 29 km, Steigung am Ende, Parkplätze für lange Fahrzeuge beschränkt).

2Etappe 2: Bryce Canyon nach Escalante (ca. 80 km)

Die Strecke
Zurück auf die UT-12 nach Osten durch Tropic und Cannonville, dann durch weite Täler mit rotem Sand und Wacholder, später über eine Hochfläche und hinunter nach Escalante. Kurven mäßig, mehrere längere Gefällstrecken; Tempo 55–65 mph, in Ortschaften 25–35. Reine Fahrzeit etwa 1,5 Stunden, mit Abstechern ein ganzer Tag. Tanken in Tropic oder Escalante, dazwischen fast nichts.
Highlights & Must-Sees
  • Kodachrome Basin State Park: farbige Sandsteinschlote („sand pipes“), kurze Rundwege, Eintritt in den State Park; die Zufahrtstraße von Cannonville ist asphaltiert, 14 km einfach.
  • Grand Staircase-Escalante National Monument: die Straße verläuft an der Nordgrenze durch das Monument, Besucherzentrum Escalante (Highway 12) für Karten, Straßenzustand und Hole-in-the-Rock Road. Die ersten Kilometer der gravel road sind in trockenem Zustand meist mit Pkw machbar, für Camper und bei Nässe ungeeignet.
  • Escalante Petrified Forest State Park: versteinertes Holz, See im Park, Rundweg von etwa 1 km; guter Kurzstopp mit Wasserpause.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Kodachrome Basin State Park (Basin Campground): zwischen roten Felsen, RV-taugliche Plätze mit Duschen und Toiletten im Platz; Anschlüsse, Dump Station und Längen vor der Buchung auf der Utah-State-Parks-Seite prüfen (die kleineren Bryce View und Arch View haben nur 20 bzw. 35 ft Plätze). Escalante Petrified Forest State Park: Campground am See, begrenzte Plätze, Wasser und Toiletten; Reservierung über Utah State Parks. Zusätzlich private RV-Parks in Escalante (kleiner Ort, einfache Ausstattung).

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Grand Staircase-Escalante National Monument ist dispersed camping an vielen Straßen erlaubt (kostenlos, Backcountry-Übernachtungen mit Permit). Zufahrten über Hole-in-the-Rock Road und Cottonwood Canyon Road sind unbefestigte Pisten, bei Regen unpassierbar; mit Wohnmobil nur die ersten Kilometer und nur im trockenen Zustand. Aktuelle Straßenzustände im Besucherzentrum erfragen.

Insider-Tipp für Camper
Vor Escalante an der Tankstelle in Tropic oder Cannonville auffüllen; der Ort ist klein, die Preise etwas höher. Bei Regenvorhersage nie in Slot Canyons oder auf Pisten wie der Cottonwood Canyon Road fahren, weil Sturzfluten und Lehmstrecken Camper festsetzen. Mückenschutz an Wasserstellen, besonders abends.

3Etappe 3: Escalante nach Boulder (ca. 45 km)

Die Strecke
Kurze, aber spektakuläre Etappe: Aus dem Escalante-Tal führt die UT-12 hinunter in den Calf-Creek-Canyon und steigt dann auf dem Hogback über einen schmalen Grat mit steilem Abbruch zu beiden Seiten nach Boulder. Kurven eng, Steigungen und Gefälle bis 6–8 %; Schrittgeschwindigkeit an den Engstellen, im Winter und bei Schnee Eis möglich. Reine Fahrzeit etwa eine Stunde. Keine Tankstelle in Boulder, vorher in Escalante tanken.
Highlights & Must-Sees
  • Calf Creek Falls: Lower Calf Creek Falls ist ein knapp 10 km langer Hin- und Rückweg durch eine Schlucht mit Pappeln und Felsmalereien, am Ende ein Wasserfall von rund 38 m. Tagesprogramm für drei bis vier Stunden, Sonnenschutz und Wasser einplanen.
  • Hogback: die schmale Straße über den Grat östlich von Calf Creek, mit Pullouts; langsam fahren, Fahrer bleiben auf der Straße, Beifahrer machen die Fotos.
  • Anasazi State Park Museum in Boulder (Coombs Village): Ausgrabung eines Dorfs der Puebloan-Kultur mit Museum; Öffnungszeiten vorher prüfen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Calf Creek Campground (BLM, Calf Creek Recreation Area): kleiner Platz im Canyon mit 13 Plätzen, nicht reservierbar (first come, first served), mit Toiletten; nicht für übergroße Fahrzeuge geeignet, Anreise früh am Tag. Status und Wasserversorgung vorab beim BLM prüfen. Alternativen: einfache private Stellplätze in Boulder (Verfügbarkeit und Fahrzeuglänge vorher telefonisch klären) oder Weiterfahrt nach Torrey.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Auf dem Boulder Mountain und rund um Boulder gibt es dispersed camping im Dixie National Forest und auf BLM-Gelände (meist 14 Tage). Der Zugang erfolgt meist über Forest Roads; große Wohnmobile bleiben auf Hauptstraßen.

Insider-Tipp für Camper
Calf Creek schon früh am Tag anlaufen: Parkplätze am Trailhead sind klein und füllen sich ab Mittag. Frischwasser vor Boulder bunkern; der Ort hat nur wenige Läden. Wer Zeit hat, fährt abends ein Stück die Hell’s Backbone Road – aber nur bis zur ersten Aussicht und nur mit kurzem, leichtem Fahrzeug; Camper sollten die Strecke meiden.

4Etappe 4: Boulder nach Torrey (ca. 55 km)

Die Strecke
Die UT-12 steigt über den Boulder Mountain auf rund 2.900 m, durch Espen- und Fichtenwald mit weiten Blicken nach Osten, dann in vielen Kehren hinab ins Tal von Torrey. Straße zweispurig, Steigungen und Gefälle bis 6–8 %, im Winter und bei Schnee kann der Pass vorübergehend gesperrt sein; UDOT-Verkehrslage prüfen. Reine Fahrzeit etwa 1 Stunde 15 Minuten. Tanken in Torrey.
Highlights & Must-Sees
  • Larb Hollow Overlook: Aussicht nach Osten über die Waterpocket Fold; kurzer Fotostopp direkt an der Straße, Kehren dahinter mit Pullouts.
  • Boulder Mountain: Hochfläche mit Teichen und Wanderwegen im Espenwald; Herbstfärbung Ende September bis Anfang Oktober, Höhenlagen kalt.
  • Torrey: kleiner Ort mit Bäckerei, Tankstellen und Cafés an der Kreuzung UT-12/UT-24; guter Ort zum Auffüllen vor dem Nationalpark.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Singletree Campground (Fishlake National Forest) an der UT-12 östlich des Boulder Mountain, bei Torrey: waldiger Platz auf rund 2.500 m, Betrieb etwa Mai bis September, Wasser in der Saison; ein Teil der Plätze über Recreation.gov reservierbar, der Rest first come, first served; Fahrzeuglängen vorab beim Forest Service klären. In Torrey bieten private RV-Parks Plätze mit Strom, Wasser und Abwasser, auch für größere Fahrzeuge, teilweise mit Sanitär.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Dixie National Forest rund um den Boulder Mountain ist dispersed camping an Forest Roads möglich (bis zu 14 Tage), auf über 2.500 m mit kalten Nächten. Zufahrten sind oft unbefestigt, bei Regen glitschig; Fire-Restrictions im Sommer beachten.

Insider-Tipp für Camper
Vor dem Pass den Tank füllen, Reifen prüfen und gegebenenfalls Motorbremse nutzen statt Dauerbremsen. Torrey ist ein guter Platz zum Nachtanken, Wäsche waschen und Einkaufen für den Park. Wer Äpfel und Pfirsiche möchte, plant den Besuch von Capitol Reef im Spätsommer.

5Etappe 5: Torrey nach Capitol Reef (Fruita) (ca. 20 km)

Die Strecke
Von Torrey auf der UT-24 etwa 17 km nach Osten in den Capitol Reef National Park, vorbei an Wegen mit Sandsteinwänden bis zum Fruita Historic District. Asphaltierte, gut ausgebaute Straße, Tempo 55–65 mph, kaum Verkehr. Reine Fahrzeit 20–30 Minuten, Park-Scenic-Drive (ca. 16 km, asphaltiert) braucht einen halben Tag. Es gibt keine Tankstelle im Park, in Torrey oder Hanksville tanken.
Highlights & Must-Sees
  • Fruita Historic District: Obstgärten mit Äpfeln und Pfirsichen (Pflücken in der Saison kostenpflichtig oder erlaubt, Regeln am Besucherzentrum), Gifford Homestead mit Dörrobstkuchen; Schule und Schmiede aus dem 19. Jahrhundert.
  • Scenic Drive und Capitol Gorge: Die Asphaltstraße führt entlang der Waterpocket Fold; die Fortsetzung Capitol Gorge Road ist unbefestigt und für Camper bei Nässe nicht geeignet. Hickman Bridge Trail (ca. 3 km Rundweg) ist ein guter Kurztrail.
  • Panorama Point und Goosenecks Overlook: kurze Pisten (asphaltiert beziehungsweise graded gravel) mit Ausblicken auf Waterpocket Fold und Sulphur Creek.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Fruita Campground (Capitol Reef National Park): rund 70 Plätze zwischen Obstgärten und Fremont River, ohne Anschlüsse, mit Trinkwasser und Toiletten, Dump Station im Park; Reservierung in der Saison über Recreation.gov, sonst first come, first served. Fahrzeuglängen auf der Buchungsseite prüfen. Alternativen: Cathedral Valley Campground und Cedar Mesa Campground im Park (einfache Plätze, Pistenzufahrt) sowie private RV-Parks in Torrey.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Park nur auf ausgewiesenen Plätzen; dispersed camping ist im angrenzenden BLM-Gelände rund um Hanksville und im Fishlake National Forest möglich, oft ohne Wasser und nur auf unbefestigten Wegen. Nicht auf die Pisten fahren, wenn Regen droht.

Insider-Tipp für Camper
Das Besucherzentrum Capitol Reef gibt aktuelle Straßenmeldungen für Cathedral Valley und die Waterpocket-Fold-Pisten heraus. Äpfel und Birnen sind im Spätsommer oft reif; die Ernte nur in den ausgewiesenen Bereichen. Wer weiter nach Süden will, fährt auf der UT-24 nach Hanksville und dann Richtung Moab oder Lake Powell, tankt aber vorher in Torrey.

Camping-Praxis & Länder-Knigge

Wildcamping & Freistehen

  • Utah kennt kein Jedermannsrecht: Übernachten ist legal auf BLM-Land und in National Forests (dispersed camping), meist bis 14 Tage an einem Ort und nur auf bereits genutzten Stellplätzen nahe der Zufahrt, nicht auf Privatland, Staatsland (SITLA) oder in Nationalpark- und State-Park-Gebieten außerhalb ausgewiesener Plätze. Rangern gegenüber freundlich bleiben, bei Verstößen drohen Bußgelder im dreistelligen Bereich.
  • In mehreren BLM-Gebieten (besonders rund um Moab) gelten Sonderregeln: ausgewiesene Camping-Korridore, Feuerverbote, Pflicht zur Mitnahme von Toilettensystemen. Aktuelle Karte und Regeln beim jeweiligen BLM Field Office oder der Gemeinde prüfen, bevor man sich auf eine Stelle verlässt.
  • Wild campen entlang von Highways, auf Rastplätzen und Walmart-Parkplätzen ist nicht überall geduldet; in Städten wie Moab, Kanab und Springdale wird nachts kontrolliert. Wer unterwegs ankommt, ohne Platz zu haben, fragt am besten bei einem Campground-Betreiber nach kurzfristig freien Plätzen.
  • Waldbrand- und Feuerverordnungen gelten im Sommer fast jedes Jahr; Gaskocher sind meist weiter erlaubt, offenes Feuer nicht. Nie ein Feuer unbeaufsichtigt lassen und nur in Feuerringen entfachen; Status bei BLM, Forest Service und utah.gov/fire prüfen.
  • Wasser ist der Engpass: Bäche und Seen im Hochland nur filtern oder abkochen, in der Wüste gibt es oft kein Wasser an den Plätzen. Wüstenböden sind empfindlich: auf felsigen oder bereits genutzten Flächen bleiben, keine Biokrusten (dunkle, knubbelige Bodenkrusten) betreten.
  • Apps und Seiten: Recreation.gov (NPS, BLM, Forest Service), Utah State Parks Reservation (stateparks.utah.gov), iOverlander, Campendium, The Dyrt, Gaia GPS mit BLM-Layer. Straßenzustand über UDOT Traffic (udottraffic.utah.gov oder 511).
  • Auf der Strecke: Dixie National Forest (rund um Red Canyon und Boulder Mountain) und BLM-Land im Grand Staircase-Escalante National Monument erlauben dispersed camping, im Monument gelten zusätzlich Regeln für Backcountry-Permits; Nationalparks nur ausgewiesene Plätze.

Entsorgung & Versorgung

  • Dump Stations und Frischwasser gibt es nicht in allen Parks: In den Städten (Moab, Kanab, Bluff, Escalante, Torrey) gegen Gebühr an Tankstellen oder privaten Plätzen, in einigen State Parks für Gäste. Grauwasser nie auf den Boden oder in Bäche ablassen. sanidumps.com listet Standorte.
  • Trinkwasser: Leitungswasser ist in Utah trinkbar. In Nationalparks gibt es Wasserstellen an den Besucherzentren und Campgrounds mit Wasser; in der Wüste und auf BLM-Plätzen Kanister (mindestens 4 l pro Person und Tag) mitnehmen.
  • Propan bei Tankstellen und Händlern in Moab, Kanab, Cedar City, Blanding und St. George; europäische Flaschen brauchen Adapter und werden meist nicht befüllt, Mietmobile nutzen fest verbaute US-Tanks.
  • Treibstoff: Strecken zwischen den Orten sind lang und es gibt viele Funklöcher. Vor jedem Abschnitt volltanken; in kleinen Orten sind Tankstellen teurer und schließen früh.
  • Einkaufen: größere Supermärkte in Moab, Kanab, Cedar City, St. George und Blanding; in kleinen Orten (Boulder, Torrey, Escalante, Mexican Hat) kleine Läden mit begrenzter Auswahl. Eis und Frisches vorher bunkern.
  • Strom: Plätze mit Anschlüssen haben 30 und 50 A (120 V); Mietmobile bringen die passenden US-Kabel mit. Auf Plätzen ohne Strom Bordbatterie und Solar nutzen; Generatoren sind in Parks nur zu festgelegten Zeiten erlaubt.
  • Zwischen Escalante, Boulder und Torrey gibt es nur kleine Läden und wenige Tankstellen; Boulder hat keine Tankstelle. Auf Etappen über Hells Backbone und Boulder Mountain Wasser und Lebensmittel für zwei Tage im Fahrzeug halten.

Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

  • Tempolimits in mph: Interstates 75–80, Highways 55–65, in Ortschaften 25–35. Gespanne und größere Wohnmobile fahren nach Beschilderung, auf Bergstrecken wegen Steigungen langsamer. Ausweichbuchten nutzen, wenn sich Fahrzeuge hinter dem Camper sammeln.
  • Maße: Legale Maximalhöhe 14 ft (4,27 m), Breite 8,5 ft (2,59 m). Tunnel, Felsüberhänge und enge Kurven in Parks beachten; Parkplätze an Sehenswürdigkeiten sind oft klein und für Fahrzeuge über 25–30 ft eng.
  • Nationalparks: Seit 2026 gelten für Besucher ohne US-Wohnsitz in stark besuchten Parks teils höhere Gebühren oder Zuschläge; aktuelle Beträge auf nps.gov prüfen. Der America the Beautiful Pass gilt in NPS- und BLM-Gebieten, nicht in Utah State Parks.
  • Reservierung: Campgrounds in Nationalparks und Forest Service über Recreation.gov (bis zu sechs Monate vorher), State Parks über das Utah-State-Parks-System; manche Plätze nur first come, first served. In Hochsaison (April–Mai, September–Oktober) ist Vorplanung sinnvoll.
  • Wetter: Frühling bis Frühherbst heiß in tiefen Lagen (über 35 °C), in Höhenlagen (Bryce, Boulder Mountain) nachts Frost bis Mai und ab September. Gewitter und Sturzfluten (flash floods) in Canyons von Juli bis September: nie in Slot Canyons bei Regenrisiko, Wetterbericht am Vortag prüfen.
  • Verkehrsrecht: Rechtsabbiegen bei Rot nach vollständigem Halt, außer wo verboten; an Stoppschildern gilt Reihenfolge der Ankunft. Offene Alkoholbehälter im Fahrzeug verboten, Handy nur freihändig. Deutscher Führerschein genügt, ein internationaler wird empfohlen. Kindersitz- und Gurtpflicht gelten auch im Wohnmobil.
  • Notfall: 911. Mobilfunk bricht in Canyon-Gebieten häufig ab; Fahrzeug nicht verlassen, wenn eine Panne abseits der Straße passiert, und Route vorab jemandem mitteilen. Wasservorrat im Fahrzeug immer größer planen als nötig.
  • UT-12: Höhen bis 2.900 m, Steigungen und Gefälle bis 6–8 %, Kehren und Pullouts; Hogback schmal. Im Winter kann die Straße bei Schnee gesperrt sein; Winterreifen/Schneeketten nach Wetterbericht, UDOT-Meldungen am Vortag prüfen. Unbefestigte Pisten (Hole-in-the-Rock, Cottonwood Canyon, Burr Trail jenseits des asphaltierten Teils, Hell’s Backbone) sind für Camper bei Nässe nicht geeignet.

CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

  • Auffahrkeile Stufe 2–3: Stellplätze im Dixie National Forest und auf BLM-Gelände sind oft schräg, Sandböden weich.
  • Warme Schichten und Daunenjacke: Bryce und Boulder Mountain liegen über 2.400 m, nachts auch im Sommer 2–6 °C, im Herbst Frost.
  • Wasserkanister (20 l) und Filter: Plätze ohne Trinkwasser, lange Strecken zwischen Orten, Wüstenklima.
  • Offline-Karten (Gaia GPS) und Papierkarte der Region: Funkabdeckung bricht zwischen Escalante und Torrey häufig ab.
  • Fernglas und Kamera mit Weitwinkel: Hoodoos, Slickrock und Waterpocket Fold wirken am besten im Morgen- und Abendlicht.
  • Mückenspray, Sonnenschutz, Kopfbedeckung und Wanderschuhe mit griffiger Sohle für Slickrock und Calf-Creek-Weg.

Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.

Reiseverlauf Stopp für Stopp

In Fahrtreihenfolge. Entfernungen sind Schätzungen zwischen aufeinanderfolgenden Stopps.

  1. 1

    Panguitch

    UT
    Start
  2. 2

    Red Canyon

    UT
    13 km
  3. 3

    Bryce Canyon

    UT
    25 km
  4. 4

    Tropic

    UT
    9 km
  5. 5

    Kodachrome Basin

    UT
    17 km
  6. 6

    Escalante

    UT
    53 km
  7. 7

    Calf Creek Falls

    UT
    20 km
  8. 8

    Boulder

    UT
    14 km
  9. 9

    Torrey

    UT
    52 km
  10. 10

    Capitol Reef (Fruita)

    UT
    18 km

Beste Reisezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Am angenehmsten sind meist Mai und Oktober. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: April, Juni und September. Heiß: Juli–August. Kalt und kurze Tage: Januar. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh.

Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten

Themen

Diese Reise im Planer öffnen

Häufige Fragen

Wie lang ist die Route «Hoodoos, Slickrock und Obstgärten – mit dem Camper über den Utah Scenic Byway 12»?

5-tägiger Roadtrip über etwa 222 km (138 mi) mit 10 Stopps, von Panguitch nach Capitol Reef (Fruita). Insgesamt etwa 2 h 28 min Fahrzeit.

Wie viele Tage braucht man für «Hoodoos, Slickrock und Obstgärten – mit dem Camper über den Utah Scenic Byway 12»?

Wir empfehlen 5 Tage: etwa 2 h 28 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

Wo beginnt und endet «Hoodoos, Slickrock und Obstgärten – mit dem Camper über den Utah Scenic Byway 12»?

Sie beginnt in Panguitch und endet in Capitol Reef (Fruita).

Durch welche Bundesstaaten führt «Hoodoos, Slickrock und Obstgärten – mit dem Camper über den Utah Scenic Byway 12»?

Utah.

Wo kann man entlang «Hoodoos, Slickrock und Obstgärten – mit dem Camper über den Utah Scenic Byway 12» campen?

OpenStreetMap verzeichnet 92 Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze im Umkreis von 30 km um die Stopps dieser Route. Zum Beispiel: Ruby's RV Park & Campground, Cannonville KOA und Escalante Outfitters Campground.

Wann ist die beste Reisezeit für Hoodoos, Slickrock und Obstgärten – mit dem Camper über den Utah Scenic Byway 12?

Am angenehmsten sind meist Mai und Oktober. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: April, Juni und September. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)