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A12

Firn, Fichten und Fahrverbote – mit dem Camper durch Tirol von Kufstein über Zillertal und Achensee bis ins Ötztal und Kaunertal

Von Kufstein über Kitzbüheler Alpen, Zillertal, Achensee und Innsbruck bis zu Timmelsjoch und Gletscherstraße im Kaunertal: rund 660 Kilometer durch die Täler Tirols – mit Klartext zu Vignette, Fahrverboten und dem, was in Tirol als „Campieren“ gilt.

Entfernung
345 km (215 mi)
Fahrzeit
4 h 46 min
Empfohlene Tage
8
Stopps
14
Länder
Österreich
Aktualisiert
1. September 2026

Auf einen Blick: 8-tägiger Roadtrip über etwa 345 km (215 mi) mit 14 Stopps, von Kufstein nach Feichten im Kaunertal. Insgesamt etwa 4 h 46 min Fahrzeit.

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Reiseführer · CampingSpirit

Von Kufstein über Kitzbüheler Alpen, Zillertal, Achensee und Innsbruck bis zu Timmelsjoch und Gletscherstraße im Kaunertal: rund 660 Kilometer durch die Täler Tirols – mit Klartext zu Vignette, Fahrverboten und dem, was in Tirol als „Campieren“ gilt.

Der Spirit der Route

Tirol ist ein Land der Täler: Jedes führt von der breiten Furche des Inns in eine eigene Welt. Im Wilden Kaiser stehen die Kalkwände über Almwiesen, im Zillertal ziehen Kuhglocken und die dampfende Schmalspurbahn durch das Grün, am Achensee liegt das Wasser so klar und grün, dass man morgens beim Kaffee Segler zählt. Innsbruck hängt zwischen Nordkette und Patscherkofel, als hätte jemand eine Stadt in den Alpenrahmen gestellt. Im Ötztal wird die Luft dünner, die Bäume werden niedrig, und am Timmelsjoch endet das Grün an der Schneegrenze. Aus der Schiebetür sehen Sie Gletscherzungen, Lärchen und Wasserfälle, und abends riecht es nach Holzrauch und gemähtem Gras. Dafür verlangt Tirol Disziplin: Campen darf man hier fast nur auf Plätzen, im Sommer gelten an Wochenenden Fahrverbote für den Durchreiseverkehr, und Passstraßen wollen früh am Tag befahren werden. Wer das akzeptiert, bekommt eine Reise von seltener Dichte.

Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

1Etappe 1: Kufstein nach Kitzbühel (Brixental) (ca. 55 km)

Die Strecke
Von Kufstein über Söll und Scheffau am Fuß des Wilden Kaisers nach Ellmau und Going, dann nach St. Johann in Tirol und über die Kitzbüheler Ache nach Kitzbühel; weiter ins Brixental. Gut ausgebaute Landesstraßen mit Ortsdurchfahrten und Kreisverkehren, wenige echte Steigungen. Rund 1,5 Stunden Fahrzeit ohne Stopps.
Highlights & Must-Sees
  • Festung Kufstein mit der Heldenorgel und Blick auf Inn und Kaisergebirge.
  • Kaiserblick am Wilden Kaiser bei Ellmau und Going, Wanderung zur Gruttenhütte oder in den Kaisertal-Eingang.
  • Altstadt von Kitzbühel mit den gotischen Kirchen; das Panorama vom Hahnenkamm erreichen Sie per Seilbahn.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Im Brixental westlich von Kitzbühel liegen Campingwelt Brixen im Thale und Panoramacamping Westendorf, beide mit Strom und Sanitär. In Kufstein gibt es am Parkplatz Kufstein Arena einen Wohnmobilstellplatz mit Entsorgung; Plätze, Preise und Saison vorab prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In Tirol ist Campieren außerhalb zugelassener Plätze grundsätzlich verboten, und nach dem Tiroler Campinggesetz zählt auch die touristische Übernachtung im Wohnmobil dazu. Gemeinden wie Kitzbühel, Kirchberg und die Orte am Wilden Kaiser kontrollieren Parkplätze – planen Sie feste Plätze.

Insider-Tipp für Camper
Samstags und in der Hochsaison staut sich die Straße zwischen Ellmau und St. Johann; Fahren am frühen Morgen oder nach 17 Uhr spart Nerven. Vor der Abfahrt in Kufstein tanken und Wasser füllen. Kitzbühels Zentrum ist weitgehend Fußgängerzone, Parkhäuser haben Höhenbegrenzungen – der Camper bleibt am Campingplatz, Busse fahren regelmäßig.

2Etappe 2: Kitzbühel nach Mayrhofen (Zillertal) (ca. 80 km)

Die Strecke
Das Brixental hinab nach Wörgl, dann auf der B171 oder der Inntal Autobahn A12 (mit Vignette) bis Strass, hinein ins Zillertal und über Fügen, Zell und Aschau nach Mayrhofen. Überwiegend breite Straßen, im Zillertal oft dichter Verkehr, besonders am Wochenende und bei Regen. Gut 1,5 Stunden Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Zillertalbahn: Dampfzug zwischen Jenbach und Mayrhofen, parallel zur Straße gut zu fotografieren.
  • Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen: Wanderungen ab Ginzling zum Zemmgrund und zur Berliner Hütte.
  • Schlegeisspeicher: Mautstraße mit mehreren Tunneln und Blick auf die Gletscher des Hochfeilers.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping Mayrhofen am Ortsrand, mit Strom und Sanitär; Camping Aufenfeld bei Aschau mit großem Sanitärgebäude und Strom, Campingdorf Hofer bei Hippach und Camping Hochzillertal bei Kaltenbach als Alternativen im Tal. Im August und an Feiertagen reservieren.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Zillertal dulden die Gemeinden kein Übernachten auf Parkplätzen und Talstationen; der Naturpark Zillertaler Alpen ist Schutzgebiet. Wer außerhalb der Saison sucht, findet vereinzelt Stellplätze auf Höfen – vorab anfragen.

Insider-Tipp für Camper
Die Schlegeis-Alpenstraße ist mautpflichtig, rund 13 km lang und hat enge Tunnel; sie ist nur tagsüber geöffnet. Maut und Fahrzeugregeln für Wohnmobile vorab beim Betreiber (VERBUND) erfragen, im Zweifel den Linienbus ab Mayrhofen nehmen.

3Etappe 3: Mayrhofen nach Achensee (Pertisau/Maurach) (ca. 70 km)

Die Strecke
Zillertal talauswärts nach Strass, kurz auf der Inntalfurche bis Jenbach, dann auf der Achenseestraße B181 hinauf zum See: breit ausgebaut, mäßige Steigung, dann am Ostufer entlang. Nach Pertisau am Westufer zweigt bei Maurach eine Nebenstraße ab; die Zufahrt zum Ufer ist schmal und im Sommer voll. Rund 1,5 Stunden Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Achenseebahn von Jenbach nach Seespitz: die älteste dampfbetriebene Zahnradbahn Österreichs; Fahrplan und Betrieb vorab prüfen.
  • Schifffahrt zwischen Seespitz, Pertisau und Achenseehof; der Uferweg ab Pertisau ist eben und gut für Kinder.
  • Rofan-Seilbahn von Maurach mit Panorama über den See und den Gratweg.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Am Nordende bei Achenkirch liegen Alpen Caravan Park Achensee und Achensee Camping Schwarzenau, bei Pertisau am Westufer Seecamping Wimmer und Karwendel Camping, alle mit Strom und Sanitär. Im Unterinntal bei Kramsach gibt es zudem Camping Seeblick Toni. Zur Hochsaison reservieren.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Rund um den Achensee ist Campieren außerhalb der Plätze verboten; Gemeinden und Naturschutzbehörden kontrollieren. Die Parkplätze am Ufer sind oft gebührenpflichtig.

Insider-Tipp für Camper
Wasser tanken und entsorgen Sie am besten auf dem Campingplatz – an den Seeparkplätzen gibt es keine Stationen. Das Seeufer ist an Wochenenden früh voll; Spaziergänge am besten vor 9 Uhr.

4Etappe 4: Achensee nach Innsbruck (ca. 65 km)

Die Strecke
Zurück nach Jenbach, dann im Inntal über Schwaz und Hall in Tirol nach Innsbruck, wahlweise auf der A12 oder der B171 (dort mit Ortsdurchfahrten). Die Autobahn ist durch Vignette abgedeckt, ab Hall wird der Verkehr dicht. Gut 1,5 Stunden Fahrzeit, im Berufsverkehr deutlich mehr.
Highlights & Must-Sees
  • Schwazer Silberbergwerk: Führung unter Tage mit Grubenbahn, wetterunabhängig.
  • Altstadt von Hall in Tirol mit der Burg Hasegg und dem Münzerturm.
  • Innsbruck: Goldenes Dachl, Nordkettenbahn bis zum Hafelekar und Bergisel-Schanze mit Panorama.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Hall gibt es das Schwimmbad-Camping Hall mit Strom, V/E und Sanitär. Im Westen von Innsbruck liegen Camping Stigger in Völs und der Kranebitterhof in Kranebitten, beide mit Anschluss an den Stadtbus; Camping Natterersee südlich der Stadt ist ruhiger. Zur Hauptsaison reservieren.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Innsbruck gilt nicht als Freisteh-Stadt: Campieren und Übernachten im Wohnmobil außerhalb der Campingplätze ist unzulässig, Kontrollen sind üblich. Tagsüber finden Sie Parkplätze für Besucher; die Parkhäuser im Zentrum haben Höhenbegrenzungen.

Insider-Tipp für Camper
Besichtigen Sie die Stadt mit Bus oder Straßenbahn vom Campingplatz aus. Wer mit Gespann reist, vermeidet die Innenstadt: Eng und kurvig sind Maria-Theresien-Straße und Zugang zur Hofburg. Die Innsbrucker Nordkettenbahn fährt auch bei Regen – Ausblick prüfen, bevor Sie hinauffahren.

5Etappe 5: Innsbruck nach Längenfeld (Ötztal) (ca. 95 km)

Die Strecke
Auf der A12 inntalaufwärts nach Ötztal-Bahnhof, dann auf der Ötztaler Straße B186 durch das Tal: vorbei an Ötz durch Umhausen bis Längenfeld. Hinter Ötz wird die Straße schmaler; im Hochsommer viele Busse und Motorräder. Rund 1,5 Stunden Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Stuibenfall bei Umhausen: Tirols höchster Wasserfall, in einer halben Stunde zu Fuß erreichbar, mit Hängebrücke.
  • Ötzi-Dorf in Umhausen, Freilichtmuseum zur Steinzeit.
  • Aquadome in Längenfeld, Thermalbad mit Blick auf die Berge.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Ötztal Camping Umhausen und Camping Ötztal Längenfeld bieten Strom, V/E und Sanitär; weiter taleinwärts liegen Ötztaler Naturcamping und Camping Sölden. Das Tal ist beliebt, in den Sommerferien und im Herbst (Wandern) früh buchen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Ötztal ist Campieren außerhalb der Plätze verboten; auch an Wanderparkplätzen und Talstationen der Bergbahnen wird kontrolliert. Ausgewiesene Wohnmobilplätze zum Übernachten gibt es im oberen Tal kaum.

Insider-Tipp für Camper
Das Ötztal ist von Murenabgängen und Hochwasser betroffen – aktuelle Sperrungen auf der Verkehrsseite des Landes Tirol prüfen. Gas, Lebensmittel und Entsorgung vor der Weiterfahrt in Längenfeld oder Umhausen erledigen; höher im Tal wird alles teurer.

6Etappe 6: Längenfeld nach Timmelsjoch und zurück (ca. 90 km)

Die Strecke
Taleinwärts über Sölden, Zwieselstein und Obergurgl nach Hochgurgl zur Mautstelle der Timmelsjoch-Hochalpenstraße, dann hinauf zum Pass auf rund 2.500 m. Die Straße ist ausgebaut, hat aber Kehren und Steigungen, auf Südtiroler Seite folgen enge Tunnel. Der Pass ist nur im Sommer geöffnet (etwa Juni bis Oktober, je nach Schnee) und nachts gesperrt. Hin und zurück etwa 3 Stunden reine Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Timmelsjoch-Experience mit Pass-Museum und der Aussichtsplattform an der Landesgrenze.
  • Sölden mit der Seilbahn zum Gaislachkogl und der „Ötztaler Gletscherstraße“ zu den Gletschern.
  • Obergurgl: höchstgelegenes Kirchdorf Österreichs, Ausgangspunkt zum Gurgler Ferner.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Zweite Nacht auf demselben Platz in Längenfeld oder Umhausen – die Tour fahren Sie am besten als Tagesausflug. Wer weiter taleinwärts übernachten möchte, hat Camping Sölden mit Strom und Sanitär; dort ist das Tal eng und die Anfahrt mühsam.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Entlang der Hochalpenstraße ist Übernachten im Fahrzeug nicht vorgesehen; Parkplätze an Passhöhe und Aussichtspunkten sind tagsüber nutzbar. In Hochgurgl und Obergurgl gibt es nur wenige Plätze für Camper, meist zeitlich begrenzt.

Insider-Tipp für Camper
Die Timmelsjoch-Hochalpenstraße ist mautpflichtig; für Wohnmobile und Gespanne gelten Größen- und Gewichtsbeschränkungen, die sich ändern können – Öffnungszeiten, Tarif und Zulassung Ihres Fahrzeugs vor der Fahrt beim Betreiber prüfen. Bergab im niedrigen Gang fahren, die Bremsen nicht überhitzen. Starten Sie früh, am Nachmittag ziehen im Hochsommer oft Gewitter auf.

7Etappe 7: Längenfeld nach Kaunertal (Gepatschstausee) (ca. 100 km)

Die Strecke
Das Ötztal abwärts zur Inntalfurche, auf der A12 westwärts über Imst bis Landeck, dann auf der B180 bis Prutz und von dort hinein ins Kaunertal bis Feichten. Die Straße ist gut ausgebaut, aber im oberen Teil schmal; die Kaunertaler Gletscherstraße ist mautpflichtig und führt in Kehren zum Gletscherskigebiet. Gut 2 Stunden reine Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Gepatschstausee: größter Stausee Tirols, mit Staumauer und Wanderweg am Ufer.
  • Gletscherstraße zum Kaunertaler Gletscher mit Panoramablicken auf die Weißseespitze.
  • Burg Berneck bei Kauns, mittelalterliche Anlage über dem Inntal.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping Kaunertal und Alpin Camping Kaunertal im Tal, dazu Aktiv Camping Prutz am Taleingang mit Strom, V/E und Sanitär. Auch Camping Dreiländereck im Oberinntal südlich von Prutz ist eine Alternative; zur Hauptsaison reservieren.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Kaunertal gilt wie überall in Tirol das Verbot, außerhalb der Plätze zu campieren. Übernachten am Stausee oder an der Mautstraße ist nicht vorgesehen.

Insider-Tipp für Camper
Kaunertal und Ötztal werden in manchen Jahren von Murenabgängen und Sperrungen getroffen – die aktuelle Lage auf der Verkehrsseite des Landes Tirol prüfen. Die Gletscherstraße ist laut Betreiber ganzjährig täglich von 7 bis 17 Uhr geöffnet und nachts gesperrt; bei Schnee oder Unwetter sind Sperrungen möglich. Maut und Wohnmobil-Tarif vorab beim Betreiber erfragen.

8Etappe 8: Kaunertal nach Innsbruck (ca. 105 km)

Die Strecke
Zurück nach Prutz, dann das Oberinntal abwärts über Landeck, Imst und Telfs nach Innsbruck, überwiegend auf der A12 (Vignette). Gut ausgebaut, aber zur Hauptreisezeit zäh. Gut 1,5 Stunden Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Imst: Altstadt mit der Pfarrkirche und der Schlucht des Schinderbachs, Start der Rosengartenschlucht-Wanderung.
  • Stift Stams bei Telfs, Zisterzienserabtei mit prächtiger Barockkirche.
  • Zirler Berg mit Blick auf die Martinswand und das Inntal.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Aktiv Camping Imst am Rand der Stadt mit Strom und Sanitär oder zum Abschluss in Innsbruck Camping Stigger in Völs beziehungsweise Kranebitterhof.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Die Gemeinden im Oberinntal dulden kein Freistehen; Parkplätze an Raststätten sind für Pausen gedacht, nicht für Übernachtungen mit Campingverhalten.

Insider-Tipp für Camper
Bei der Rückreise nach Deutschland führt die A12 Richtung Kufstein, die A13 zum Brenner. An Wochenenden und Feiertagen gelten im Sommer Fahrverbote für Durchreiseverkehr auf Landesstraßen (Bezirke Kufstein, Innsbruck, Imst, Reutte); Buchungsbestätigung vom Campingplatz bereithalten. Den Wassertank und die Kassette vor der Grenze am letzten Platz leeren.

Camping-Praxis & Länder-Knigge

Wildcamping & Freistehen

  • Das Tiroler Campinggesetz verbietet Campieren außerhalb von Campingplätzen grundsätzlich; als Camping gilt auch die touristische Übernachtung im Wohnmobil oder Auto. Ausnahmen sind etwa Flächen, für die eine Gemeinde per Verordnung vorübergehend etwas anderes zulässt, sowie das Notbiwak im hochalpinen Gelände. Verstöße sind Verwaltungsübertretungen. Auf Privatgrund brauchen Sie die Zustimmung des Eigentümers.
  • In Naturschutz- und Schutzgebieten (Karwendel, Zillertaler Alpen, Ötztaler Alpen) gelten zusätzliche Verbote nach dem Tiroler Naturschutzgesetz. Konkrete Strafhöhen hängen vom Verstoß ab; verlassen Sie sich nicht auf Duldung.
  • Legal übernachten Sie auf Campingplätzen, offiziellen Stellplätzen und Hofstellplätzen; park4night, Campercontact und die Stellplatzführer der Tourismusverbände zeigen aktuelle Angebote. Lassen Sie sich Zusagen von Höfen schriftlich oder per Nachricht bestätigen.

Entsorgung & Versorgung

  • Ver- und Entsorgung gibt es auf den meisten Campingplätzen und auf einigen gemeindlichen Stellplätzen (etwa Kufstein); Münz- oder Chipsysteme sind verbreitet. Grauwasser und Kassette nur an Stationen leeren.
  • Leitungswasser ist in Tirol fast überall hervorragend und trinkbar; an Almen und Brunnen auf Hinweisschilder achten.
  • Gas: Deutsche Tauschflaschen lassen sich in Österreich meist nicht tauschen; Tankflaschen und fest eingebaute Tanks füllen Sie an Autogas-Tankstellen mit passendem Adapter. Mit zwei vollen Flaschen anreisen.

Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

  • Vignette: Für Autobahnen und Schnellstraßen (A12) brauchen Fahrzeuge bis 3,5 t eine Vignette, die digital mit dem Kennzeichen verknüpft wird; die Klebevignette läuft laut ÖAMTC 2027 aus, Österreich stellt dann vollständig auf Digital um. Die Jahresvignette 2026 kostet für Pkw 106,80 € und gilt bis 31. Januar 2027; Preise für 1 Tag (nur digital), 10 Tage und 2 Monate bei ASFINAG oder ÖAMTC prüfen. Fahrzeuge über 3,5 t zahlen die fahrleistungsabhängige GO-Maut mit GO-Box.
  • Streckenmaut: Auf der Route fallen zusätzlich Mautgebühren auf Passstraßen an – Timmelsjoch-Hochalpenstraße, Kaunertaler Gletscherstraße und Schlegeis-Alpenstraße. Preise und Wohnmobil-Tarife ändern sich und sind bei den Betreibern nachzuschlagen. Die Brenner-Streckenmaut (A13) fällt auf dieser Route nur an, wenn Sie nach Süden weiterfahren.
  • Fahrverbote: Auf der A12 gilt zwischen Langkampfen und Ampass ein sektorales Fahrverbot für Lkw über 7,5 t (auch Lkw mit Anhänger, wenn die Gesamtgewichte 7,5 t übersteigen), die bestimmte Güter wie Abfälle, Steine und Aushub, Rundholz, Kraftfahrzeuge, Stahl, Getreide oder Zement transportieren; dazu kommt zwischen Langkampfen und Zirl ein Nachtfahrverbot für Lkw über 7,5 t (22 bis 5 Uhr, im Winterhalbjahr 20 bis 5 Uhr). Wohnmobile und Pkw sind davon nicht betroffen; für Lkw gilt bei Kufstein eine Blockabfertigung, die Stau verursachen kann. Davon zu trennen sind die Sommerfahrverbote für den Ausweichverkehr: 2026 galten sie von Mai bis 1. November samstags, sonntags, an Feiertagen und Fenstertagen von 7 bis 19 Uhr auf Landesstraßen in den Bezirken Innsbruck, Kufstein, Imst und Reutte. Sie betreffen alle Kfz einschließlich Wohnmobile auf der Durchreise; Ziel- und Quellverkehr ist erlaubt.
  • Tempolimits: Für Wohnmobile bis 3,5 t gelten 130 km/h auf Autobahnen, 100 km/h auf Landstraßen und 50 km/h im Ortsgebiet; auf der A12 gelten nachts (22 bis 5 Uhr) 110 km/h, zudem abschnittsweise IG-L-Tempolimits – Beschilderung beachten. Wohnmobile über 3,5 t dürfen 80 km/h auf Autobahnen und 70 km/h außerorts fahren. Für Gespanne hängt das Limit von Zugfahrzeug und Anhänger ab (100, 80 oder 70 km/h); Details beim ÖAMTC oder ADAC prüfen. Maße: Höhe 4,00 m, Breite 2,55 m, Länge 12 m (Gespann 18,75 m).
  • Winterausrüstung ist vom 1. November bis 15. April bei winterlichen Verhältnissen Pflicht (Winterreifen oder Schneeketten); auch im Sommer kann auf Pässen Schnee liegen. Handy am Steuer ist verboten, Alkoholgrenze 0,5 Promille, für Neulinge 0,1 Promille.

CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

  • Digitale Vignette im Voraus kaufen (ASFINAG oder ÖAMTC) – Kennzeichen sorgfältig eintippen, Fehler werden bestraft.
  • Schneeketten oder Textilsocken für den Notfall, auch im Spätsommer: Timmelsjoch und Gletscherstraße können früh einschneien.
  • Buchungsbestätigung des Campingplatzes (ausgedruckt oder als Screenshot) für Kontrollen bei Durchreiseverboten.
  • Auffahrkeile und Auflagen für die oft abschüssigen Terrassenstellplätze in Seitentälern.
  • Gamaschen, Regenjacke und Wanderstöcke für Stuibenfall, Achensee und Gletscherwege: Das Wetter wechselt im Gebirge schnell.

Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.

Reiseverlauf Stopp für Stopp

In Fahrtreihenfolge. Entfernungen sind Schätzungen zwischen aufeinanderfolgenden Stopps.

  1. 1

    Kufstein

    Österreich
    Start
  2. 2

    Ellmau

    Österreich
    15 km
  3. 3

    Kitzbühel

    Österreich
    14 km
  4. 4

    Mayrhofen

    Österreich
    63 km
  5. 5

    Jenbach

    Österreich
    33 km
  6. 6

    Pertisau

    Österreich
    7 km
  7. 7

    Schwaz

    Österreich
    13 km
  8. 8

    Hall in Tirol

    Österreich
    21 km
  9. 9

    Innsbruck

    Österreich
    10 km
  10. 10

    Umhausen

    Österreich
    48 km
  11. 11

    Längenfeld

    Österreich
    9 km
  12. 12

    Timmelsjoch

    Österreich
    26 km
  13. 13

    Imst

    Österreich
    57 km
  14. 14

    Feichten im Kaunertal

    Österreich
    29 km

Beste Reisezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Am angenehmsten sind meist Juni–September. Kalt und kurze Tage: Dezember–Februar. Die Bergpässe auf dieser Route sind meist Juni–Oktober geöffnet. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh.

Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten

Praktisches für unterwegs

  • Österreich: Vignette für Autobahnen nötig. Fahrzeuge über 3,5 t brauchen eine GO-Box für die fahrleistungsabhängige Maut. Tempolimit für Pkw auf Autobahnen: 130 km/h.
  • Timmelsjoch (2.474 m). Meist von Juni–Oktober offen; außerhalb dieser Zeit kann die Straße wegen Schnee gesperrt sein. Alternative: Nehmen Sie die Brennerroute.

Verkehrsregeln und Gebühren ändern sich. Prüfen Sie vor der Reise offizielle Quellen.

Themen

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Häufige Fragen

Wie lang ist die Route «Firn, Fichten und Fahrverbote – mit dem Camper durch Tirol von Kufstein über Zillertal und Achensee bis ins Ötztal und Kaunertal»?

8-tägiger Roadtrip über etwa 345 km (215 mi) mit 14 Stopps, von Kufstein nach Feichten im Kaunertal. Insgesamt etwa 4 h 46 min Fahrzeit.

Wie viele Tage braucht man für «Firn, Fichten und Fahrverbote – mit dem Camper durch Tirol von Kufstein über Zillertal und Achensee bis ins Ötztal und Kaunertal»?

Wir empfehlen 8 Tage: etwa 4 h 46 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

Wo beginnt und endet «Firn, Fichten und Fahrverbote – mit dem Camper durch Tirol von Kufstein über Zillertal und Achensee bis ins Ötztal und Kaunertal»?

Sie beginnt in Kufstein und endet in Feichten im Kaunertal.

Durch welche Länder führt «Firn, Fichten und Fahrverbote – mit dem Camper durch Tirol von Kufstein über Zillertal und Achensee bis ins Ötztal und Kaunertal»?

Österreich.

Wo kann man entlang «Firn, Fichten und Fahrverbote – mit dem Camper durch Tirol von Kufstein über Zillertal und Achensee bis ins Ötztal und Kaunertal» campen?

OpenStreetMap verzeichnet 79 Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze im Umkreis von 20 km um die Stopps dieser Route. Zum Beispiel: Campingplatz Rueppenhof, Campingplatz Hiasenhof und Camping-Erholungsverein Bayern e.V..

Wann ist die beste Reisezeit für Firn, Fichten und Fahrverbote – mit dem Camper durch Tirol von Kufstein über Zillertal und Achensee bis ins Ötztal und Kaunertal?

Am angenehmsten sind meist Juni–September. Kalt und kurze Tage: Dezember–Februar. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)