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Grands Crus, Granitwälder und Klosterstille – mit dem Camper durch Burgund von Dijon nach Auxerre – Rogier van der Weyden 001📷 Rogier van der Weyden, Public domain
D974

Grands Crus, Granitwälder und Klosterstille – mit dem Camper durch Burgund von Dijon nach Auxerre

Rund 550 km von der Route des Grands Crus über die Abteien von Cluny und Autun, die Seen des Morvan und den Hügel von Vézelay bis nach Chablis: kurze Etappen zwischen Weinbergsmauern, Treidelpfaden und romanischen Portalen.

Entfernung
454 km (282 mi)
Fahrzeit
6 h 16 min
Empfohlene Tage
8
Stopps
14
Länder
Frankreich
Aktualisiert
1. September 2026

Auf einen Blick: 8-tägiger Roadtrip über etwa 454 km (282 mi) mit 14 Stopps, von Dijon nach Auxerre. Insgesamt etwa 6 h 16 min Fahrzeit.

Weitere Roadtrips: Frankreich

Reiseführer · CampingSpirit

Rund 550 km von der Route des Grands Crus über die Abteien von Cluny und Autun, die Seen des Morvan und den Hügel von Vézelay bis nach Chablis: kurze Etappen zwischen Weinbergsmauern, Treidelpfaden und romanischen Portalen.

Der Spirit der Route

Burgund erschließt sich langsam. Hinter Dijon schmiegen sich die Dörfer der Côte an einen Kalkhang, Steinmauern umfassen Rebparzellen, deren Namen auf Etiketten weltweit stehen, und doch sind es nur Feldwege, Traktoren und ein Kirchturm mit bunt glasierten Ziegeln. Aus der Schiebetür sehen Sie morgens Nebel über der Saône-Ebene und abends die Hänge in Kupferfarben, wenn das Laub der Reben sich färbt. Dann wird es still: Im Süden stehen die Abteien von Cluny und Tournus, in Autun ein Tympanon, das ein Bildhauer namens Gislebertus signierte. Dahinter beginnt der Morvan, ein granitener Mittelgebirgsrücken aus Buchenwald, Weiden und Stauseen, in dem das Handy oft schweigt. Vom Hügel von Vézelay blicken Sie über Pilgerwege, in Fontenay hören Sie nur noch Wasser im Klosterbach. Eine Route für Menschen, die gern zu Fuß in Dörfer gehen, Weinkeller mit dem Fahrrad ansteuern und lieber einen Tag länger bleiben.

Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

1Etappe 1: Dijon nach Beaune (Route des Grands Crus) (ca. 45 km)

Die Strecke
Aus Dijon über Chenôve und Marsannay-la-Côte auf die beschilderte Route des Grands Crus (überwiegend D122), die parallel zur D974 am Hangfuß durch Fixin, Gevrey-Chambertin, Morey-Saint-Denis, Chambolle-Musigny, Vougeot und Vosne-Romanée nach Nuits-Saint-Georges führt; von dort auf der D974 über Comblanchien, Corgoloin und Ladoix-Serrigny nach Beaune. Flach bis leicht hügelig, aber in den Dörfern eng, mit Mauern bis an den Fahrbahnrand und scharfen Ecken. Mit Stopps ein ganzer Tag, reine Fahrzeit gut eine Stunde.
Highlights & Must-Sees
  • Dijon: Palais des Ducs mit dem kostenlosen Musée des Beaux-Arts, der Eulen-Parcours zur „Chouette“ an Notre-Dame und die Markthallen (Les Halles) an den Markttagen vormittags.
  • Château du Clos de Vougeot inmitten des ummauerten, einst von den Zisterziensern aus Cîteaux angelegten Weinbergs: Kelterhaus mit mittelalterlichen Baumpressen, Sitz der Confrérie des Chevaliers du Tastevin.
  • Gevrey-Chambertin und Vosne-Romanée zu Fuß: die Grand-Cru-Lagen hangseits der Route, die Steinkreuze an den Parzellen und der Blick über die Saône-Ebene vom Feldweg oberhalb der Dörfer.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Dijon: Camping du Lac Kir am Westrand der Stadt mit angeschlossener Aire für Wohnmobile, Strom, Sanitär und V/E; Saison und Öffnungszeiten vorab prüfen. In Beaune: der städtische Campingplatz Les Cent Vignes rund 1 km nördlich der Altstadt, mit durch Hecken abgeteilten Parzellen, Strom und Sanitär, saisonal geöffnet. Dazu der Wohnmobilparkplatz an der Avenue Charles de Gaulle (Camper Park Beaune) rund 1 km vom Zentrum: Schrankenanlage, laut Campercontact mit bis zu gut 120 Plätzen (andere Quellen nennen weniger), Fahrzeuge bis etwa 10 m, höchstens 7 Tage, Wasser und Strom gegen Gebühr, Entsorgung; die Plätze sind knapp bemessen, und an Wochenenden ist er schnell voll.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): An der Côte gilt französisches Recht: Parken mit Übernachtung im Fahrzeug ist dort erlaubt, wo Parken erlaubt ist und keine Gemeindeverordnung entgegensteht – Campingverhalten nicht. In der Praxis sind die kleinen Dorfparkplätze für Weinbergsbesucher gedacht, manche tragen Höhen- oder Wohnmobilverbote, und Feldwege zwischen den Reben sind Wirtschaftswege der Winzer, kein Stellplatz. Nuits-Saint-Georges hat eine kommunale Aire (rue de Cussigny, laut Camping-car.com ganzjährig geöffnet) als legale Alternative.

Insider-Tipp für Camper
Dijon nicht mit dem Wohnmobil in die Innenstadt fahren: Die ZFE gilt seit 1. Januar 2025 innerhalb der Rocade (zehn Gemeinden, darunter Dijon, Chenôve, Marsannay-la-Côte und Longvic), Fahrverbote sind per allgemeiner Ausnahme (Arrêté vom 27.09.2024, jährlich überprüft) ausgesetzt, die Crit’Air-Plakette ist trotzdem vorgeschrieben. Ob die Ausnahme 2026 unverändert gilt, ließ sich nicht bestätigen – bei Dijon Métropole prüfen. Nutzen Sie die Park-and-Ride-Plätze (parkings relais) an den Tram-Endhaltestellen oder den Campingplatz am Lac Kir und fahren Sie mit Tram, Bus oder Rad in die Altstadt; Parkhäuser haben Höhenbegrenzungen. Wird die Route des Grands Crus mit großem Fahrzeug zu eng, weichen Sie auf die parallele D974 aus und gehen die Dörfer zu Fuß.

2Etappe 2: Beaune nach Nolay über Meursault und La Rochepot (ca. 35 km)

Die Strecke
Von Beaune auf der D973 nach Pommard und Volnay, abseits über schmale Gemeindestraßen nach Meursault, dann über Puligny-Montrachet und Saint-Aubin zurück auf die D973 und durch das Tal hinauf nach La Rochepot und Nolay. Bis Meursault flach in den Reben, danach kurviger mit ersten Steigungen in die Hautes-Côtes. Rund eine Stunde Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Hospices de Beaune (Hôtel-Dieu, gegründet 1443 von Nicolas Rolin): der Krankensaal mit den Bettnischen, das Polyptychon des Jüngsten Gerichts von Rogier van der Weyden und die glasierten Dachziegel im Innenhof.
  • Meursault mit seinem Dorfkern und die Weinbergwege Richtung Puligny-Montrachet – ideal mit dem Rad auf der Voie des Vignes zwischen Beaune und Santenay.
  • Château de La Rochepot auf seinem Felssporn über dem Dorf, mit buntem Ziegeldach; Besichtigung saisonal, Öffnungszeiten vorab prüfen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Nolay der kommunale Campingplatz Les Chaumes du Mont oberhalb des Orts und eine Aire für Wohnmobile mit Ver- und Entsorgung. Mit mehr Komfort: der Campingplatz in Santenay am Südende der Côte de Beaune, nahe der Voie des Vignes, mit Strom, Sanitär und V/E; Saison vorab prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Wer Weingüter besuchen und dort stehen will, findet in Burgund zahlreiche Winzer, die über Netzwerke wie France Passion oder eigene Angebote Wohnmobile für eine Nacht aufnehmen. Fragen Sie vor Ort oder über die jeweilige App und bleiben Sie an den zugewiesenen Flächen – während der Lese brauchen die Betriebe Hof und Zufahrt für Traktoren und Anhänger.

Insider-Tipp für Camper
In Beaune am Samstagvormittag ist großer Markt rund um die Halles, die Altstadt innerhalb der Ringmauer ist dann für Wohnmobile praktisch nicht befahrbar – nur zu Fuß vom Stellplatz aus. Weinlese: Je nach Jahr von Ende August bis in den September sind an der Côte Erntetraktoren, Kleinbusse mit Lesehelfern und Traubenwagen unterwegs, die Straßen sind morgens erdig und rutschig; langsam fahren, nicht auf Wirtschaftswegen parken. Bei Weinproben den Crachoir nutzen: In Frankreich gilt 0,5 Promille.

3Etappe 3: Nolay nach Cluny (über die Côte Chalonnaise) (ca. 90 km)

Die Strecke
Über Santenay und Chagny in die Côte Chalonnaise, auf kleinen Straßen durch Rully, Mercurey und Givry, dann auf der D981 durch das Grosne-Tal über Buxy, Saint-Gengoux-le-National und Cormatin nach Cluny. Gut ausgebaute Landstraße mit sanften Hügeln, Ortsdurchfahrten teils eng. Knapp zwei Stunden.
Highlights & Must-Sees
  • Château de Cormatin mit Renaissance-Treppe, bemalten Kabinetten und Garten am Ufer der Grosne.
  • Taizé auf dem Hügel über der D981: die ökumenische Brüdergemeinschaft mit ihren Gebetszeiten, Besucher willkommen.
  • Cluny: die Reste der 910 gegründeten Abtei mit der 3D-Rekonstruktion der einst größten Kirche des Abendlands, der Tour des Fromages als Aussichtspunkt und dem Nationalgestüt.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping Saint-Vital in Cluny, am Ortsrand jenseits der Grosne direkt neben der Voie Verte und dem Freibad, fußläufig zur Abtei: Strom, Sanitär, V/E; saisonal geöffnet. Dazu gibt es in Cluny eine kleine Aire am Chemin Georges Malere (laut Campercontact höchstens 6 Plätze, Fahrzeuge bis etwa 8 m, höchstens 48 Stunden, Entsorgung nur eingeschränkt) sowie im Umland einfache kommunale Wohnmobilparkplätze, etwa in Lournand; Ausstattung in den Apps prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Die Altstadt von Cluny ist eng und mit Monuments historiques gespickt – im Umkreis von 500 m ist Wildcampen ohnehin verboten. Tagsüber parken Sie auf den ausgeschilderten Parkplätzen am Ortsrand. In der offenen Landschaft des Clunisois sind Feld- und Waldwege für Übernachtungen tabu.

Insider-Tipp für Camper
Die Voie Verte zwischen Givry, Cluny und Mâcon auf einer alten Bahntrasse ist einer der ältesten Radwege Frankreichs: flach, asphaltiert, mit dem Tunnel du Bois Clair bei Berzé, der im Winter zum Schutz der Fledermäuse geschlossen ist und dann umfahren wird. Von Cluny aus radeln Sie nach Cormatin und Taizé, statt mit dem Camper Parkplätze zu suchen. Samstag ist Markt in Cluny.

4Etappe 4: Cluny nach Autun (ca. 95 km)

Die Strecke
Über das Hügelland des Charolais auf der D980 nach Norden über Salornay-sur-Guye und Montceau-les-Mines, dann über Montcenis und die bewaldeten Höhen nach Autun. Gut ausgebaute Landstraße, weite Weiden mit weißen Charolais-Rindern, rund zwei Stunden. Optional vorher der Abstecher nach Tournus an der Saône (hin und zurück gut 70 km, nicht in der Gesamtlänge enthalten).
Highlights & Must-Sees
  • Optional Tournus: die Abteikirche Saint-Philibert mit ihrem hohen Langhaus aus rosa Stein, eine der Schlüsselbauten der burgundischen Romanik; Wohnmobil-Aire am Quai de la Marine an der Saône.
  • Autun: die Kathedrale Saint-Lazare mit dem Weltgerichts-Tympanon des Gislebertus und den Kapitellen im Kapitelsaal, dazu im Musée Rolin die liegende Eva.
  • Römisches Autun: Porte d’Arroux, das große Theater und der rätselhafte Turm des „Temple de Janus“ jenseits des Flusses.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping de la Porte d’Arroux am Fluss Arroux nahe dem römischen Stadttor, mit Strom und Sanitär; saisonal. Für Durchreisende gibt es in Autun eine Aire von Camping-Car Park mit Ver- und Entsorgung (Zugangskarte des Netzes) (Rue de la Maladière, laut Campercontact bis zu 36 Plätze, Fahrzeuge bis etwa 9 m, höchstens 72 Stunden) sowie einen kommunalen Wohnmobilparkplatz; Lage und Stand in der App prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Autun ist eine Stadt der Monuments historiques; Übernachten nur auf den ausgewiesenen Wohnmobilflächen. Im Wald des Morvan-Randes oberhalb der Stadt sind Forstwege mit Schranken versehen und im Herbst Jagdgebiet – Schilder „chasse en cours“ ernst nehmen.

Insider-Tipp für Camper
Die Oberstadt rund um die Kathedrale hat steile, enge Gassen – parken Sie unten an der Promenade des Marbres oder am Champ de Mars, Höhenbegrenzungen beachten, und gehen Sie zu Fuß hinauf. Wer den Tournus-Abstecher fährt: Die A6 (APRR) ist mautpflichtig, die Landstraße über Brancion und Chapaize mit der romanischen Kirche Saint-Martin ist schöner und kaum länger.

5Etappe 5: Autun nach Lac des Settons (Morvan) (ca. 75 km)

Die Strecke
Von Autun auf der D978 nach Westen und bei Saint-Léger-sous-Beuvray hinauf auf den Mont Beuvray, dann über kurvige Waldstraßen nach Château-Chinon und nördlich über Montsauche-les-Settons an den Lac des Settons. Erste richtige Mittelgebirgsstrecke: Buchen- und Fichtenwald, Steigungen, schmale Abschnitte ohne Mittelstreifen, viele Kurven. Gut zwei Stunden.
Highlights & Must-Sees
  • Bibracte auf dem Mont Beuvray: die Hauptstadt der Häduer, in der Vercingetorix zum Anführer gewählt wurde, mit Archäologiemuseum und Grabungsflächen unter alten Buchen.
  • Château-Chinon: Aussicht vom Calvaire über die Morvan-Rücken und das Musée du Septennat mit den Staatsgeschenken an François Mitterrand.
  • Lac des Settons auf knapp 600 m: im 19. Jahrhundert für die Holzflößerei nach Paris aufgestaut, heute mit Uferwegen, Badestellen und Rundweg um den See.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Am Lac des Settons mehrere Campingplätze am Ufer, darunter Camping Les Mésanges und Camping Plage du Midi am Südufer, mit Strom, Sanitär und V/E, dazu die Wohnmobilfläche am Grand Pré de la Faye an der D193 (ehemaliger Campingplatz am Ufer, rund 40 Plätze, Fahrzeuge bis etwa 8 m, Strom und V/E; die Quellen nennen als Betreiber uneinheitlich die Gemeinde bzw. das Netz Camping-Car Park). Die Plätze haben überwiegend Saison von Frühjahr bis September; außerhalb davon Stand vorab prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Der Morvan ist ein Parc naturel régional, kein Nationalpark: Es gibt keine pauschalen Fahrverbote, aber das Ufer des Sees, Forstwege und Waldparkplätze sind keine Übernachtungsplätze, und Gemeinden rund um den See haben Wohnmobilen eigene Flächen zugewiesen. Rücksicht auf Weiden und Gatter, im Herbst auf Treibjagden.

Insider-Tipp für Camper
Vor dem Morvan voll tanken und einkaufen: Tankstellen sind dünn gesät, Supermärkte gibt es in Autun, Château-Chinon und Saulieu. Mobilfunk ist in den Tälern lückenhaft – Karten offline speichern. Im Herbst früh starten: In den Tälern hält sich der Nebel bis in den Vormittag.

6Etappe 6: Lac des Settons nach Vézelay (ca. 55 km)

Die Strecke
Über Montsauche-les-Settons und die Höhen des nördlichen Morvan nach Quarré-les-Tombes, dann durch das Tal der Cure über Pierre-Perthuis und Saint-Père hinauf nach Vézelay. Kurvenreiche Landstraßen durch Wald und Weiden, kurze steile Rampen. Gut eine Stunde reine Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Quarré-les-Tombes: die merowingischen Steinsarkophage rund um die Kirche.
  • Pierre-Perthuis mit der Felsnadel und den zwei Brücken über die Cure – kurzer Fußweg ins Tal.
  • Basilika Sainte-Marie-Madeleine in Vézelay (UNESCO-Welterbe): das Tympanon in der Vorhalle, das helle Langhaus mit den gestreiften Gurtbögen und der Blick von der Terrasse hinter dem Chor über das Tal der Cure.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping de l’Ermitage am Fuß des Hügels, rund 1 km unterhalb des Orts, klein und einfach mit Strom und Sanitär; saisonal. In Saint-Père, gut 2 km entfernt, liegt der kommunale Campingplatz am Ufer der Cure; die dort geplante Aire von Camping-Car Park (La Corvée du Maupas, rund 20 Plätze) war auf der Netzseite zuletzt noch als „à venir“ ohne Eröffnungstermin geführt – nicht fest einplanen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Der Hügel von Vézelay ist geschützte Landschaft und voller Monuments historiques – Freistehen kommt hier nicht in Frage. Der Parkplatz unten am Ort (Parking des cars, rund 750 m vom Ortskern) ist für Wohnmobile gebührenpflichtig mit eigenem, deutlich höherem Tarif, ohne Wasser und Entsorgung und leicht abschüssig; Übernachtungsregeln am Automaten prüfen, Campingverhalten ist dort ausdrücklich nicht erlaubt.

Insider-Tipp für Camper
Nicht in den Ort hinauffahren: Die Hauptgasse zur Basilika ist steil, eng und für Wohnmobile ungeeignet. Den Camper unten parken oder auf dem Campingplatz lassen und zu Fuß aufsteigen. Markttage in Vézelay vorab bei der Gemeinde erfragen. Vézelay ist Ausgangspunkt der Via Lemovicensis nach Santiago – Pilger auf den Landstraßen einplanen.

7Etappe 7: Vézelay nach Montbard (Abbaye de Fontenay) (ca. 70 km)

Die Strecke
Über Avallon (Altstadt auf dem Felssporn über dem Cousin-Tal) und die D954 durch das Auxois nach Époisses, dann über Wiesen und Hecken nach Montbard und 6 km hinaus ins Waldtal von Fontenay. Ruhige, gut ausgebaute Landstraßen mit langen Geraden und leichten Hügeln, gut 1,5 Stunden.
Highlights & Must-Sees
  • Abbaye de Fontenay (1118 von Bernhard von Clairvaux gegründet, UNESCO-Welterbe): Kirche, Kreuzgang, Schlafsaal mit Dachstuhl und die Schmiede mit wassergetriebenem Hammer – die vollständigste Zisterzienseranlage Frankreichs.
  • Château d’Époisses mit Taubenhaus und das gleichnamige Dorf, Heimat des Rotschmierkäses.
  • Canal de Bourgogne bei Montbard: Schleusen, Schleusenwärterhäuser und der Treidelpfad als ebener Radweg, dazu der Parc Buffon über der Stadt.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping municipal Les Treilles in Montbard, nahe Zentrum und Kanal, mit Strom, Sanitär und V/E; saisonal geöffnet. In Avallon liegt der kommunale Campingplatz Sous Roche im Tal des Cousin, ruhig unter der Altstadt, als Alternative.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Fontenay ist Privatbesitz und Welterbe; der Parkplatz an der Abtei dient der Besichtigung, nicht der Übernachtung. Das Waldtal ist Schutzgebiet – kein Freistehen. Am Kanal sind Treidelpfade für Kraftfahrzeuge gesperrt, auch wenn der Kies einladend aussieht.

Insider-Tipp für Camper
Fontenay früh oder spät am Tag besuchen, wenn die Reisebusse weg sind; die Zufahrtsstraße ist schmal, aber für Wohnmobile befahrbar. Auf dem Treidelpfad des Canal de Bourgogne radeln Sie von Montbard flach nach Buffon mit seiner historischen Eisenhütte (Grande Forge) und weiter Richtung Rougemont – Wasser mitnehmen, Einkehrmöglichkeiten sind selten.

8Etappe 8: Montbard nach Auxerre über Noyers und Chablis (ca. 85 km)

Die Strecke
Von Montbard nach Westen ins Tal der Armançon und über die Höhen zum Serein nach Noyers, dann das Serein-Tal abwärts nach Chablis und über die Weinberge nach Auxerre an der Yonne. Kleine Landstraßen, teils schmal ohne Mittellinie, ruhig und übersichtlich. Gut zwei Stunden. Optional weiter nach Guédelon bei Treigny (rund 50 km südwestlich, nicht in der Gesamtlänge enthalten).
Highlights & Must-Sees
  • Noyers: mittelalterliches Städtchen in einer Serein-Schleife mit Fachwerkhäusern, Lauben und Stadtmauer – Rundweg am Fluss um die Befestigung.
  • Chablis: die Grand-Cru-Lagen am rechten Ufer des Serein, Weinkeller in der Ortsmitte und der Weinbergweg über dem Ort mit Blick auf den Hang.
  • Auxerre: die gotische Kathedrale Saint-Étienne mit ihren Glasfenstern und die karolingischen Krypten der Abtei Saint-Germain; am Quai beginnt der Canal du Nivernais mit seinem Treidelradweg. Optional Guédelon, wo seit 1997 eine Burg mit mittelalterlichen Techniken gebaut wird (saisonal geöffnet, 2026 im Frühjahr wiedereröffnet; Zeiten auf guedelon.fr).
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Chablis der Campingplatz der Gemeinde am Serein-Ufer mit Wohnmobilflächen, Strom und V/E. In Auxerre der städtische Camping d’Auxerre am Ufer der Yonne südlich der Altstadt, saisonal; Ver- und Entsorgung auch an der Wohnmobilstation im Stadtgebiet. Für Guédelon: Camping La Calanque am See von Bourdon bei Treigny; Wohnmobilplätze in der Umgebung vorab in den Apps prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In Noyers ist die Altstadt durch Torbögen erreichbar und für Wohnmobile ungeeignet; parken Sie auf den Flächen vor den Toren, der kleine Campingplatz am Serein ist die legale Übernachtung. In den Chablis-Weinbergen gilt wie an der Côte: Wirtschaftswege bleiben frei, Übernachten nur auf Plätzen oder bei Winzern, die Wohnmobile aufnehmen.

Insider-Tipp für Camper
Durch die Tore von Noyers passen Wohnmobile nicht – nicht vom Navi in die Altstadt lotsen lassen. Chablis hat sonntags Markt. Von Auxerre aus ist der Treidelpfad des Canal du Nivernais flussaufwärts Richtung Vermenton und Clamecy ein schöner Radtag; die Rückreise nach Norden läuft über die A6 (APRR, mautpflichtig) oder mautfrei auf der N6/N77 – Crit’Air-Stand von Auxerre vorher prüfen.

Camping-Praxis & Länder-Knigge

Wildcamping & Freistehen

  • Ein Wohnmobil gilt in Frankreich als Fahrzeug: Es darf parken – auch mit Übernachtung im Fahrzeug –, wo Parken erlaubt ist, höchstens 7 Tage am selben Ort, sofern keine Gemeindeverordnung (arrêté municipal) entgegensteht. Campingverhalten wie Stützen, Keile, Markise, Tisch und Stühle oder Ablassen von Wasser ist außerhalb von Campingplätzen und Aires untersagt. Pauschale Verbote für ein ganzes Gemeindegebiet sind rechtlich angreifbar, einzelne Parkplätze dürfen aber gesperrt werden – und in den Weindörfern geschieht das oft.
  • Wildcampen ist unter anderem in Sites classés, im Umkreis von 500 m um Monuments historiques und nahe Trinkwasserfassungen verboten. Auf dieser Route betrifft das fast jeden Ort: Beaune, Cluny, Autun, Vézelay und Fontenay sind dicht mit geschützten Bauten besetzt, Vézelay und Fontenay zudem UNESCO-Welterbe, ebenso die „Climats“ der Côte de Nuits und Côte de Beaune.
  • Der Morvan ist ein Parc naturel régional mit Wald, Weiden und Stauseen: Forstwege sind meist gesperrt, Seeufer keine Übernachtungsplätze, im Herbst ist Jagdsaison. Planen Sie die Nächte auf Campingplätzen, kommunalen Aires oder auf Weingütern, die über Netzwerke wie France Passion Wohnmobile aufnehmen – dort ohne Camping-Aufbau und mit Respekt vor dem Betrieb, besonders während der Lese.
  • Nützliche Apps: park4night, Campercontact und die App von Camping-Car Park (Zugangskarte für deren Aires, etwa in Autun). Bewertungen zu Höhenbarrieren und Gemeindeverboten sind oft aktueller als die Beschilderung auf Karten.

Entsorgung & Versorgung

  • Ver- und Entsorgung heißt „aire de services“ oder „borne“; verbreitet sind Säulen von Euro-Relais, Flot Bleu und Aire Services, bezahlt mit Münzen, Jetons aus Rathaus oder Tabakladen oder Karte. Viele Gemeinden und Supermärkte bieten die Station kostenlos an. Im Morvan liegen die Stationen weit auseinander – voll aufbrechen, leer weiterfahren.
  • Grauwasser und Kassette nur an der Borne leeren; in Weinbaugemeinden ist das Ablassen in Gräben oder Rebzeilen besonders unbeliebt und wird angezeigt.
  • Wasser aus Bornes ist meist Trinkwasser; auf „eau potable“ bzw. „eau non potable“ achten. Viele kleine Stationen in den Dörfern werden im Winter wegen Frost abgestellt.
  • Gas: Französische Tauschflaschen (Butan/Propan, etwa Butagaz, Antargaz, Primagaz) gibt es an Tankstellen und in Supermärkten; ausländische Flaschen werden nicht getauscht. GPL-Zapfsäulen zum Befüllen von Tankflaschen (Dish- bzw. Euronozzle-Adapter) sind in Burgund vor allem an Autobahnen und bei größeren Supermärkten in Dijon, Beaune, Autun und Auxerre zu finden, im Morvan kaum.

Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

  • Tempolimits: Wohnmobile bis 3,5 t und Gespanne bis 3,5 t zulässiges Gesamtzuggewicht fahren wie Pkw – Autobahn 130 km/h (bei Regen 110), Schnellstraßen mit getrennten Fahrbahnen 110 (bei Regen 100), übrige Landstraßen 80 bzw. 90 km/h, wo ausgeschildert, innerorts 50. Gespanne über 3,5 t: Autobahn und Schnellstraße 90, übrige Straßen 80. Wohnmobile über 3,5 t bis 12 t: Autobahn 110, Schnellstraße 100, übrige Straßen 80 (auch wo Pkw 90 dürfen), innerorts 50; Geschwindigkeitsscheibe am Heck.
  • Fahrzeuge über 3,5 t, ausdrücklich auch Wohnmobile, müssen seit 2021 „Angles morts“-Aufkleber (toter Winkel) an beiden Seiten und am Heck tragen; Verstoß 135 €.
  • Umweltzonen: Die ZFE bestehen weiter, nachdem der Conseil constitutionnel im Mai 2026 ihre landesweite Abschaffung gekippt hat; jede Métropole legt die Klassen selbst fest. Dijon hat seit 1. Januar 2025 eine ZFE innerhalb der Rocade, Fahrverbote waren zunächst per allgemeiner Ausnahme ausgesetzt – vor der Reise bei Dijon Métropole prüfen. Die Crit’Air-Plakette gilt auch für ausländische Fahrzeuge; nur über certificat-air.gouv.fr bestellen.
  • Maut: A6 und A31 (APRR) sind mautpflichtig. Klasse 2 = über 2 m und unter 3 m Höhe bei höchstens 3,5 t; Klasse 3 = zweiachsig und ab 3 m Höhe oder über 3,5 t; Klasse 4 = drei und mehr Achsen über 3,5 t oder ab 3 m. Die A38 Dijon–Pouilly-en-Auxois ist mautfrei. Bezahlung bar, per Karte oder Télépéage-Box.
  • Verdecken Fahrräder auf dem Heckträger Kennzeichen oder Leuchten, ist ein Leuchtenträger mit wiederholtem Kennzeichen Pflicht. Promillegrenze 0,5 (Fahranfänger 0,2) – bei Weinproben ausspucken oder den Fahrer bestimmen. Telefonieren am Steuer ist auch mit Kopf- oder Ohrhörer verboten, Radarwarner sind illegal. Warndreieck und Warnweste für den Fahrer sind Pflicht. Die Winterausrüstungspflicht der Loi Montagne (1. November bis 31. März) gilt nur in Gemeinden, die die Präfektur festlegt; Nièvre, Yonne, Côte-d’Or und Saône-et-Loire standen laut Camping-car.com (Saison 2025/26) nicht auf der Liste der 34 Départements – trotzdem Schilder am Ortseingang beachten (Pflicht dann 3PMSF-Reifen oder Ketten, 135 €).

CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

  • Fahrräder (gern mit E-Antrieb) samt Leuchtenträger: Voie des Vignes an der Côte de Beaune, Voie Verte Givry–Cluny und die Treidelpfade von Canal de Bourgogne und Canal du Nivernais verbinden Weinkeller und Abteien besser als jeder Parkplatz.
  • Crit’Air-Plakette, rechtzeitig über certificat-air.gouv.fr bestellt – für Dijon vorgeschrieben, auch wenn Fahrverbote ausgesetzt sind.
  • Gut gepolsterte Weinkiste oder Flaschenhalter für die Staufächer: Auf den Kopfsteinpflastergassen und Feldwegen klirrt es sonst bei jedem Schlagloch.
  • Offline-Karten und eine Papierkarte des Morvan: Mobilfunklücken in den Tälern, und Navis schicken Wohnmobile gern durch Torbögen wie in Noyers oder über Weinbergswege.
  • Gute Schuhe und Fernglas: für den Aufstieg nach Vézelay, den Mont Beuvray und Beobachtungen an den Morvan-Seen.
  • Dish- bzw. Euronozzle-Adapter für GPL-Tankstellen und eine zweite volle Gasflasche – im Morvan gibt es kaum Füllmöglichkeiten.

Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.

Reiseverlauf Stopp für Stopp

In Fahrtreihenfolge. Entfernungen sind Schätzungen zwischen aufeinanderfolgenden Stopps.

  1. 1

    Dijon

    Frankreich
    Start
  2. 2

    Gevrey-Chambertin

    Frankreich
    15 km
  3. 3

    Nuits-Saint-Georges

    Frankreich
    12 km
  4. 4

    Beaune

    Frankreich
    19 km
  5. 5

    Meursault

    Frankreich
    9 km
  6. 6

    La Rochepot

    Frankreich
    7 km
  7. 7

    Cluny

    Frankreich
    73 km
  8. 8

    Autun

    Frankreich
    80 km
  9. 9

    Lac des Settons

    NaturMontsauche-les-Settons, Frankreich

    Ein Stausee aus dem 19. Jahrhundert in den Wäldern des Morvan, mit Stränden, Uferweg und Campingplätzen. Ein kühler, grüner Halt an einem heißen Sommertag.

    40 km
  10. 10

    Vézelay

    Frankreich
    49 km
  11. 11

    Abbaye de Fontenay

    Frankreich
    66 km
  12. 12

    Noyers

    Frankreich
    38 km
  13. 13

    Chablis

    Frankreich
    24 km
  14. 14

    Auxerre

    Frankreich
    22 km

Beste Reisezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Am angenehmsten sind meist Mai–Juni und August–September. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: Juli und Oktober. Kalt und kurze Tage: Januar–Februar. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh.

Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten

Praktisches für unterwegs

  • Frankreich: Autobahnmaut. Maut auf den meisten Autoroutes; bei Regen sinkt das Limit auf 110 km/h. Tempolimit für Pkw auf Autobahnen: 130 km/h.

Verkehrsregeln und Gebühren ändern sich. Prüfen Sie vor der Reise offizielle Quellen.

Themen

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Häufige Fragen

Wie lang ist die Route «Grands Crus, Granitwälder und Klosterstille – mit dem Camper durch Burgund von Dijon nach Auxerre»?

8-tägiger Roadtrip über etwa 454 km (282 mi) mit 14 Stopps, von Dijon nach Auxerre. Insgesamt etwa 6 h 16 min Fahrzeit.

Wie viele Tage braucht man für «Grands Crus, Granitwälder und Klosterstille – mit dem Camper durch Burgund von Dijon nach Auxerre»?

Wir empfehlen 8 Tage: etwa 6 h 16 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

Wo beginnt und endet «Grands Crus, Granitwälder und Klosterstille – mit dem Camper durch Burgund von Dijon nach Auxerre»?

Sie beginnt in Dijon und endet in Auxerre.

Durch welche Länder führt «Grands Crus, Granitwälder und Klosterstille – mit dem Camper durch Burgund von Dijon nach Auxerre»?

Frankreich.

Wo kann man entlang «Grands Crus, Granitwälder und Klosterstille – mit dem Camper durch Burgund von Dijon nach Auxerre» campen?

OpenStreetMap verzeichnet 154 Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze im Umkreis von 20 km um die Stopps dieser Route. Zum Beispiel: Camping du Lac Kir, Aire de camping-cars Camping du Lac Kir und Le relais des Hautes Côtes.

Wann ist die beste Reisezeit für Grands Crus, Granitwälder und Klosterstille – mit dem Camper durch Burgund von Dijon nach Auxerre?

Am angenehmsten sind meist Mai–Juni und August–September. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: Juli und Oktober. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)