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Schlackenkegel, Kraterseen und Sennhütten – mit dem Camper durch die Vulkanlandschaft der Auvergne – Petites orgues au bord du lac Pavin📷 Tangopaso, Public domain
D680

Schlackenkegel, Kraterseen und Sennhütten – mit dem Camper durch die Vulkanlandschaft der Auvergne

Von Clermont-Ferrand über Chaîne des Puys, Sancy und Cantal-Massiv bis Le Puy-en-Velay: rund 480 Kilometer auf schmalen Departementsstraßen, bei denen Käsehöfe, Maarseen und der Pas de Peyrol den Tagesrhythmus bestimmen.

Entfernung
303 km (188 mi)
Fahrzeit
4 h 11 min
Empfohlene Tage
8
Stopps
14
Länder
Frankreich
Aktualisiert
1. September 2026

Auf einen Blick: 8-tägiger Roadtrip über etwa 303 km (188 mi) mit 14 Stopps, von Clermont-Ferrand nach Le Puy-en-Velay. Insgesamt etwa 4 h 11 min Fahrzeit.

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Reiseführer · CampingSpirit

Von Clermont-Ferrand über Chaîne des Puys, Sancy und Cantal-Massiv bis Le Puy-en-Velay: rund 480 Kilometer auf schmalen Departementsstraßen, bei denen Käsehöfe, Maarseen und der Pas de Peyrol den Tagesrhythmus bestimmen.

Der Spirit der Route

In der Auvergne fährt man über erloschene Feuer. Hinter Clermont reihen sich die Puys wie grüne Maulwurfshügel auf, der Puy de Dôme überragt sie alle, und vom Gipfel sieht man an klaren Tagen bis zum Sancy. Weiter südlich wird das Land höher und leerer: Basaltorgeln, Weiden mit rotbraunen Salers-Rindern, Steinhütten mit Lauzedächern, in denen früher den Sommer über Käse gemacht wurde. Aus der Schiebetür blicken Sie auf einen dunklen Maarsee, auf Nebelbänke über dem Cézallier oder auf die grüne Gletscherschüssel rund um den Puy Mary. Es riecht nach Heu, nassem Basalt und Kuhstall, und abends hört man nichts außer Glocken. Diese Route lebt von kurzen Etappen, frühen Starts an den Grand Sites und von Gesprächen am Hoftor, wenn der Saint-Nectaire gerade aus dem Keller kommt. Das Wetter wechselt schnell – auch im Juli braucht man hier oben eine Jacke.

Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

1Etappe 1: Clermont-Ferrand nach Orcines (Puy de Dôme) (ca. 40 km)

Die Strecke
Aus der Stadt über die Hänge von Royat bzw. die D941 hinauf nach Orcines zur Talstation des Panoramique des Dômes; optional weiter zu Vulcania bei Saint-Ours-les-Roches und zum Vulkan Lemptégy nebenan, dann zurück nach Orcines. Kurze, aber steile Ausfahrt aus dem Becken von Clermont, danach breite Straßen über das Plateau der Chaîne des Puys. Gut eine Stunde reine Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Puy de Dôme (1.465 m): Die Gipfelstraße ist für Privatfahrzeuge gesperrt – hinauf geht es mit der Zahnradbahn Panoramique des Dômes oder zu Fuß über den Chemin des Muletiers ab dem Col de Ceyssat (knapp 400 Höhenmeter, rund eine Stunde). Oben Reste des gallorömischen Merkurtempels und der Blick über die UNESCO-Welterbestätte Chaîne des Puys – Faille de Limagne.
  • Kathedrale Notre-Dame-de-l’Assomption in Clermont, ganz aus schwarzem Volvic-Lavastein, und die romanische Basilika Notre-Dame-du-Port in der Altstadt.
  • Optional: Vulcania (Erlebnispark zum Vulkanismus) und Lemptégy, ein im Tagebau angeschnittener Schlackenkegel mit Führungen – beide saisonal geöffnet, Zeiten vorab prüfen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Aire de service d’Orcines an der Route de Limoges, unweit der Panoramique-Talstation: großzügige kommunale Fläche für etwa 50 Wohnmobile mit Ver- und Entsorgung. Wer lieber auf einem Campingplatz startet: Huttopia Royat oberhalb von Royat (Strom, Sanitär, V/E, saisonal) oder Camping Le Chanset in Ceyrat, beide mit Busanbindung nach Clermont.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Der große, kostenlose Parkplatz der Panoramique-Talstation hat einige Plätze für Wohnmobile (gemeinsam mit Bussen) – für den Tagesbesuch, ein Übernachtungsplatz ist er nicht. Der Puy de Dôme ist Site classé und Grand Site de France; Campingverhalten ist dort und am oft überfüllten Parkplatz Col de Ceyssat nicht geduldet. Nutzen Sie die Aire in Orcines.

Insider-Tipp für Camper
Die Métropole Clermont hat eine Zone à faibles émissions (ZFE) über ihre 21 Gemeinden; Fahrverbote betrafen zuletzt vor allem Nutzfahrzeuge und Lkw ohne Crit’Air-Einstufung. Kleben Sie die Crit’Air-Vignette trotzdem vor der Reise ein und prüfen Sie den aktuellen Stand auf der Seite der Métropole – bei Smog-Episoden gelten zusätzliche Einschränkungen. Den Camper in Royat oder Orcines stehen lassen und Bus oder Tram nehmen: Die Altstadt ist eng und steil, Parkhäuser haben Höhenbegrenzungen.

2Etappe 2: Orcines nach Le Mont-Dore (ca. 50 km)

Die Strecke
Über das Plateau der Puys und Rochefort-Montagne hinunter ins Tal der Sioule nach Orcival, dann bergauf zum Lac de Guéry und über den Col de Guéry ins Tal der Dordogne nach Le Mont-Dore. Abschnitt Orcival – Guéry kurvig und schmal mit Steigungen, Ortsdurchfahrt Orcival eng. Rund 1,5 Stunden Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Basilika Notre-Dame d’Orcival, eine der großen romanischen Kirchen der Auvergne, mit thronender Madonna; das Dorf drängt sich mit Lauzedächern um den Chor.
  • Lac de Guéry auf rund 1.250 m, der höchstgelegene See der Auvergne – Uferweg am Morgen, wenn der Nebel abzieht.
  • Aussicht vom Col de Guéry auf die Phonolith-Felsen Roche Tuilière und Roche Sanadoire, dazwischen das Trogtal.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Le Mont-Dore liegen Camping municipal Les Crouzets und die benachbarte Aire de camping-car des Crouzets nah am Ortskern, außerdem Camping L’Esquiladou etwas außerhalb. Ruhiger, an einem kleinen See oberhalb von La Bourboule: Camping-Car Park in Murat-le-Quaire (Strom, V/E, Zugang mit Karte des Netzbetreibers).

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In Orcival gibt es nach Angaben in Stellplatzführern eine kleine Aire – für einen Halt oder eine Nacht, Lage und Konditionen vor Ort prüfen. Am Lac de Guéry gilt: Tagsüber parken ja, Tische, Stühle und Keile nein. Das Seeufer liegt im Parc naturel régional des Volcans d’Auvergne; der Park selbst verbietet nicht pauschal, die Gemeinden regeln das Übernachten aber per arrêté – Schilder beachten.

Insider-Tipp für Camper
Orcival hat keine Tankstelle, Le Mont-Dore nur wenige; tanken Sie vorher am Stadtrand von Clermont an einer Supermarkt-Station. Achtung: Viele Automaten nehmen nur Karten mit Chip und PIN, ausländische Karten werden nicht immer akzeptiert. In Le Mont-Dore sind die Straßen im Kurviertel eng und teils Einbahnstraßen – direkt die Parkplätze am Ortsrand ansteuern.

3Etappe 3: Le Mont-Dore nach Saint-Nectaire (ca. 35 km)

Die Strecke
Erst zur Talstation der Sancy-Seilbahn am Ende des Tals, dann über die D996 und den Col de la Croix-Morand (gut 1.400 m) hinunter zum Lac Chambon, an Murol vorbei nach Saint-Nectaire. Die direkte, landschaftlich spektakulärere D36 über den Col de la Croix-Saint-Robert ist schmal, im Winter gesperrt und für große Wohnmobile mühsam. Etwa eine Stunde Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Puy de Sancy (1.886 m), höchster Gipfel des Zentralmassivs: Seilbahn bis knapp unter den Grat, dann über Treppen und Pfad zum Gipfel mit Blick auf Monts Dore, Chaîne des Puys und bis zum Cantal.
  • Château de Murol, Burg aus Basalt über dem Lac Chambon, mit Blick auf die Dent du Marais.
  • Romanische Kirche von Saint-Nectaire hoch über dem Ort, darunter Käsekeller, in denen der Saint-Nectaire AOP auf Roggenstroh reift.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Saint-Nectaire hat eine Aire des Netzwerks Camping-Car Park mit Strom und Ver- und Entsorgung; am Lac Chambon gibt es die Camping-Car-Park-Aire von Chambon-sur-Lac, den Stellplatz des Domaine du Lac Chambon und mehrere Campingplätze wie La Ribeyre in Jassat bei Murol (Strom, Sanitär, Badesee in der Nähe, saisonal).

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Die Vallée de Chaudefour oberhalb von Chambon-sur-Lac ist Réserve naturelle: Zelten und Übernachten sind dort nicht vorgesehen, Hunde nur nach Reglement. Für den Hofbesuch: Netzwerke wie France Passion vermitteln Übernachtungen bei Erzeugern, in dieser Gegend auch auf Höfen, die Saint-Nectaire fermier machen – nur mit Mitgliedschaft und nach Absprache, eine Nacht, kein Campingverhalten.

Insider-Tipp für Camper
Saint-Nectaire fermier (grünes, ovales Kaseinschild) kaufen Sie am besten direkt am Hof; viele Erzeuger zeigen morgens das Käsen und die Keller. Die Seilbahn am Sancy fährt bei Sturm nicht – Wetterbericht für den Gipfel prüfen, unten am großen Parkplatz finden auch lange Wohnmobile Platz.

4Etappe 4: Saint-Nectaire nach Besse und Lac Pavin (ca. 30 km)

Die Strecke
Über Murol und das Tal der Couze Chambon hinauf nach Besse-et-Saint-Anastaise, dann weiter zum Lac Pavin und nach Super-Besse. Gut ausgebaute, kurvige Bergstraßen, in Besse selbst sehr enge Gassen. Knapp eine Stunde Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Lac Pavin: kreisrunder Maarsee, rund 90 m tief und vor etwa 7.000 Jahren entstanden; Rundweg in einer knappen Stunde, Aufstieg auf den Puy de Montchal mit Blick in den Krater.
  • Mittelalterliche Altstadt von Besse mit Uhrturm, Laubengängen aus Basalt und der Rue de la Boucherie.
  • Lac Chauvet, ein zweiter, stillerer Maarsee abseits der Hauptstraße.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Besse nimmt Wohnmobile auf Stellplätzen des Campingplatzes Bois de Gravière am Ortsrand auf (Strom, V/E; saisonal, im Herbst bis zu den Weihnachtsferien geschlossen), in Super-Besse liegt die Aire de service et d’accueil de La Biche mit Ver- und Entsorgung. Zum Übernachten sind dies die vorgesehenen Plätze in Besse und am Pavin.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Besse regelt das Parken von Wohnmobilen per arrêté municipal: Tagsüber auf den Parkplätzen der Gemeinde und am Lac Pavin parken ist möglich, aber ohne Tisch, Stühle und Keile; zum Übernachten die beiden genannten Plätze nutzen und die Beschilderung vor Ort beachten. Länger als sieben Tage am selben Ort zu stehen ist in Frankreich generell untersagt.

Insider-Tipp für Camper
Die Altstadt von Besse hat Kurzzeitparkzonen und ist für Wohnmobile ungeeignet – parken Sie auf den ausgeschilderten Plätzen am Ortsrand. Besse feiert zweimal im Jahr die Prozession der Schwarzen Madonna: am 2. Juli hinauf zur Kapelle Notre-Dame de Vassivière, um den 21. September zurück ins Dorf – dann sind Straßen und Parkplätze voll.

5Etappe 5: Besse nach Salers (ca. 90 km)

Die Strecke
Über die Seenplatte und die Moore des Artense nach Égliseneuve-d’Entraigues, dann über Condat und Riom-ès-Montagnes auf die Hochflächen am Nordrand des Cantal-Massivs und über Anglards-de-Salers nach Salers. Lange, einsame Departementsstraßen mit Weidegittern, Kuhherden und wenigen Ausweichstellen. Etwa zwei Stunden Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Maison des Fromages in Égliseneuve-d’Entraigues: Ausstellung zu den fünf AOP-Käsen der Auvergne – Saint-Nectaire, Cantal, Salers, Bleu d’Auvergne und Fourme d’Ambert.
  • Riom-ès-Montagnes, Hauptort der Enzianwurzel, aus der hier Aperitifs gebrannt werden.
  • Salers: Renaissance-Städtchen aus dunklem Lavastein mit Grande Place, Türmchenhäusern und dem Aussichtspunkt Esplanade de Barrouze über dem Tal der Maronne.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping municipal Le Mouriol am nördlichen Ortsrand von Salers (Strom, Sanitär, saisonal) oder die ausgewiesene Accueil camping-cars der Gemeinde mit Wasser und Entsorgung, ohne Strom. Alternativ der kleine Camping à la ferme d’Apcher südlich des Orts.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Salers ist ein denkmalgeschütztes Ensemble; Übernachten an den Straßenrändern und auf den Parkplätzen am Altstadtrand ist nicht vorgesehen, Campingverhalten im Umfeld von Monuments historiques nach französischem Recht ohnehin verboten. Nutzen Sie den Stellplatz der Gemeinde.

Insider-Tipp für Camper
Ab Riom-ès-Montagnes gibt es bis Salers kaum noch Tankstellen – vorher volltanken und Wasser bunkern. Die Altstadt von Salers ist für Fahrzeuge weitgehend gesperrt; parken Sie an den ausgeschilderten Plätzen am Ortsrand. Für Wohnmobile über 3,5 t gilt: Die Schilder mit Gewichtsangabe an Ortsdurchfahrten und Brücken beziehen sich auf das zulässige Gesamtgewicht, nicht auf das tatsächliche.

6Etappe 6: Salers nach Murat über den Puy Mary (ca. 45 km)

Die Strecke
Auf der D680 über den Col de Néronne zum Pas de Peyrol (1.588 m), dem höchsten Straßenpass des Zentralmassivs, dann über den Col d’Eylac und den Col de Serre hinunter nach Dienne und weiter nach Murat. Die Zufahrten sind schmal, zwei Wohnmobile kommen nicht aneinander vorbei, Leitplanken fehlen stellenweise. Gut eine Stunde reine Fahrzeit, mit Aufstieg ein halber Tag.
Highlights & Must-Sees
  • Aufstieg vom Pas de Peyrol auf den Puy Mary (1.783 m) über einen befestigten Pfad mit Stufen, etwa eine halbe bis dreiviertel Stunde – oben Blick in die strahlenförmig auseinanderlaufenden Täler des Cantal-Vulkans.
  • Cirque du Falgoux und das Tal der Mars vom Col de Néronne aus, mit Burons am Hang.
  • Murat mit Basaltorgeln und dem Rocher de Bonnevie, auf dem eine Marienstatue über der Altstadt steht.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Aire Murat – Le Stalapos am Ortsrand von Murat, ein ehemaliger Campingplatz, heute vom Netzwerk Camping-Car Park betrieben (Strom, V/E, Zugang mit dessen Karte). Ruhiger liegt die Camping-Car-Park-Aire in Dienne am Fuß der Pass-Straße. Westlich von Murat zudem Camping Le Vallagnon.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Der Puy Mary ist Grand Site de France und Site classé. Wohnmobile dürfen im Sommer tagsüber nicht am Pas de Peyrol parken, auf den Banketten ist Parken generell verboten; für Wohnmobile, Busse und Lkw unter 9 t gilt eine eigene Verkehrsregelung mit Fahrtrichtung und Zeitfenstern, die je nach Saison wechselt und an den Zufahrten ausgeschildert ist. Übernachten oben ist ausgeschlossen. Vom 1. Juni bis 30. September wird für das Parken ein einmaliger Beitrag zur Erhaltung des Sites erhoben (Vignette, gilt für beliebig viele Besuche) – Höhe und aktuelle Regeln vorher auf puymary.fr prüfen.

Insider-Tipp für Camper
Die Zufahrtsstraßen zum Pas de Peyrol sind vom 1. November bis 1. Mai gesperrt, im Frühjahr und Herbst auch kurzfristig bei Schnee – aktuelle Meldungen auf puymary.fr. Im Sommer fahren Pendelbusse (Navettes Volcan) von den Tälern hinauf: Den Camper unten in Dienne oder am Col de Néronne stehen lassen und mit dem Bus fahren erspart den Engpass. Bergab in Richtung Dienne im kleinen Gang fahren – die Abfahrt ist lang und steil.

7Etappe 7: Murat nach Allanche (Plateau du Cézallier) (ca. 60 km)

Die Strecke
Von Murat nach Norden auf das Hochplateau des Cézallier nach Allanche, dann eine Schleife über die baumlosen Weiden in Richtung Marcenat und zurück. Breite Weidelandschaft auf 1.100 bis 1.500 m, schmale Straßen ohne Mittellinie, Viehgitter und freilaufende Herden. Bei Nebel nur langsam fahren. Etwa 1,5 Stunden Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Allanche, Viehmarktort des Cézallier; Ende Mai feiert das Dorf den Almauftrieb (Fête de l’Estive) mit geschmückten Salers-Herden.
  • Signal du Luguet (rund 1.550 m), höchster Punkt des Cézallier – kurze Wanderung über Hochweiden und Moorflächen, weite Sicht bis Sancy und Cantal.
  • Verfallene und restaurierte Burons am Wegesrand: Sennhütten aus Basalt, in denen bis ins 20. Jahrhundert den Sommer über Cantal und Salers gekäst wurde.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Aire municipale d’Allanche am Ortsrand mit Strom und Ver- und Entsorgung, dazu der kommunale Camping Les Gentianes etwas südlich des Orts (saisonal). Im Cézallier sonst kaum Infrastruktur – hier übernachten.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Das Plateau ist Natura-2000-Gebiet mit Mooren und Bodenbrütern. Die Wege über die Weiden sind Privatgrund und Wirtschaftswege – nicht befahren und nicht darauf übernachten, Gatter immer schließen. Auf Gemeindeparkplätzen ist Übernachten nur erlaubt, wo kein arrêté dagegensteht.

Insider-Tipp für Camper
Das Cézallier hat kaum Tankstellen und Läden: In Murat einkaufen und volltanken, Wasser an der Aire in Allanche nachfüllen. Wenn Herden auf der Straße stehen, Motor aus und warten – die Hirten treiben sie zur Seite. Bei Nebel ist die Orientierung auf dem Plateau schwierig, Offline-Karten helfen.

8Etappe 8: Allanche nach Le Puy-en-Velay (ca. 130 km)

Die Strecke
Vom Cézallier hinunter ins Tal des Alagnon nach Massiac, kurz auf der gebührenfreien A75 nach Norden und auf der N102 über Brioude und das Hochland von Fix-Saint-Geneys (gut 1.100 m) nach Le Puy-en-Velay. Bis Massiac kurvig, danach breite Fernstraße. Rund zwei Stunden Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Basilika Saint-Julien in Brioude, die größte romanische Kirche der Auvergne, mit farbigem Mauerwerk und Wandmalereien.
  • Abtei Lavaudieu wenige Kilometer südöstlich von Brioude mit dem einzigen erhaltenen romanischen Kreuzgang der Auvergne.
  • Le Puy-en-Velay: Kathedrale Notre-Dame, Ausgangspunkt der Via Podiensis nach Santiago, und die Kapelle Saint-Michel d’Aiguilhe auf einer Vulkannadel, gut 260 Stufen hoch.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping du Puy-en-Velay am Ufer der Borne unterhalb von Aiguilhe, zu Fuß zur Altstadt (Strom, Sanitär, V/E, saisonal). Le Puy hat außerdem eine kommunale Aire de camping-car am Rand der Unterstadt sowie eine Aire in Aiguilhe; Lage und Konditionen im Stellplatzführer prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Die Altstadt von Le Puy ist eng, steil und für Wohnmobile gesperrt bzw. ungeeignet; Übernachten auf den Parkplätzen am Zentrum ist nicht vorgesehen. Wer abseits stehen möchte: Polignac, wenige Kilometer nördlich mit seiner Burg auf dem Basaltplateau, hat eine kleine Aire am Ortsrand.

Insider-Tipp für Camper
Samstagvormittag ist in Le Puy großer Markt – dann sind Parkplätze knapp, dafür gibt es Linsen aus dem Velay (AOP), Verveine-Likör und Käse aus dem ganzen Massiv. Die N102 über Fix-Saint-Geneys liegt hoch und ist im Winter oft verschneit; für die Winterausrüstungspflicht gilt die Gemeindeliste der Präfektur Haute-Loire. Gas (GPL) gibt es eher in Le Puy und Brioude als in den Dörfern.

Camping-Praxis & Länder-Knigge

Wildcamping & Freistehen

  • Frankreich unterscheidet zwischen „stationnement“ und „camping“: Ein Wohnmobil gilt als Fahrzeug und darf überall dort parken – auch über Nacht –, wo Parken erlaubt ist, solange es auf seinen Rädern steht. Sobald Markise, Tisch, Stühle, Keile oder Hubstützen ausgefahren sind oder Grauwasser abläuft, ist es Camping, und das unterliegt eigenen Verboten.
  • Gemeinden schränken das per arrêté municipal ein: Schilder „interdit aux camping-cars“, Nachtparkverbote und Höhenportale an Seen und Aussichtspunkten sind in der Auvergne häufig – Besse etwa lässt Wohnmobile nachts nur auf zwei bestimmten Plätzen zu. Wer länger als sieben Tage am selben Ort steht, riskiert ein Verfahren wegen „stationnement abusif“. Bei Verstößen drohen Bußgeld und Abschleppen.
  • Camping ist nach dem Code de l’urbanisme u. a. in Sites classés und inscrits sowie im Umfeld von Monuments historiques untersagt – das betrifft Puy de Dôme und Chaîne des Puys, den Puy Mary und viele Altstädte und Kirchenbezirke. Der Parc naturel régional des Volcans d’Auvergne verbietet das Übernachten nicht pauschal, in den Réserves naturelles (Vallée de Chaudefour, Chastreix-Sancy) gelten aber strenge Regeln für Zelt und Biwak.
  • Legal und entspannt: die vielen kommunalen Aires de camping-car der Auvergne (oft günstig, teils kostenlos), Campingplätze, die Aires des Netzwerks Camping-Car Park mit eigener Zugangskarte und Netzwerke wie France Passion für Übernachtungen bei Erzeugern, darunter Käsehöfe. Nützliche Apps: park4night, Campercontact, Camping-Car Infos.

Entsorgung & Versorgung

  • Ver- und Entsorgungssäulen („borne“, „aire de services“) stammen von Herstellern wie Euro-Relais, Flot Bleu, Raclet oder AireServices; bezahlt wird mit Münzen, Jetons aus Mairie oder Bäckerei, mit Karte oder über eine App. Viele kommunale Aires in kleinen Orten sind kostenlos.
  • Grauwasser über das Bodengitter ablassen, Kassette nur an der Station („WC chimique“) leeren – nie in Gullys oder auf Parkplätzen; wildes Entsorgen ist ein Hauptgrund für neue Wohnmobilverbote.
  • Trinkwasser: Hähne mit „eau potable“ sind Trinkwasser, „eau non potable“ nicht. Viele Säulen in den Bergen werden im Winter abgestellt (Frostschutz), meist von November bis März.
  • Gas: Deutsche Tauschflaschen werden nicht getauscht; französische Flaschen (Butagaz, Primagaz, Antargaz) brauchen eigene Regler. Tankflaschen und Gastanks füllen Sie an GPL-Zapfsäulen, meist mit dem Dish-Adapter, an manchen Stationen passt ACME. GPL gibt es vor allem in Clermont, Issoire, Brioude und Le Puy, in den Bergen kaum.

Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

  • Tempolimits: Wohnmobile bis 3,5 t wie Pkw – Autobahn 130 km/h (bei Regen 110), Schnellstraße mit getrennten Fahrbahnen 110 (bei Regen 100), sonst außerorts 80 km/h; Cantal und Puy-de-Dôme haben auf vielen ausgeschilderten Abschnitten der Departementsstraßen wieder 90 km/h eingeführt – maßgeblich ist die Beschilderung. Über 3,5 t: Autobahn 110, Schnellstraße 100, Landstraße 80 km/h, auch dort, wo für Pkw 90 gilt. Für Gespanne mit zulässigem Gesamtzuggewicht über 3,5 t gelten ebenfalls niedrigere Grenzen, auf der Autobahn teils noch darunter – Beschilderung und Fahrzeugpapiere beachten.
  • Fahrzeuge über 3,5 t (auch Wohnmobile) müssen seitlich und hinten die Aufkleber „Angles morts“ für den toten Winkel tragen; ohne drohen 135 € Bußgeld. Durchfahrtsverbote mit Gewichtsangabe gelten nach zulässigem Gesamtgewicht.
  • Crit’Air: Für Fahrten in Umweltzonen brauchen auch ausländische Fahrzeuge die Vignette, die nur über die offizielle Seite certificat-air.gouv.fr bestellt werden sollte. Clermont Auvergne Métropole hat eine ZFE über alle 21 Gemeinden; Fahrverbote betrafen zuletzt vor allem nicht eingestufte leichte Nutzfahrzeuge und Lkw, bei Smog gelten zusätzliche Einschränkungen; wie Wohnmobile über 3,5 t eingeordnet werden, vorab klären. Die vom Parlament beschlossene landesweite Abschaffung der ZFE hat der Conseil constitutionnel am 21. Mai 2026 gekippt – Regeln vor der Reise auf der Seite der Métropole prüfen.
  • Maut: Die A75 durch die Auvergne ist gebührenfrei, A71 und A89 sind mautpflichtig. Die Mautklasse richtet sich nach Höhe und Gewicht (viele Wohnmobile bis 3,5 t in Klasse 2, schwerere in Klasse 3); Télépéage-Boxen funktionieren an allen französischen Mautstellen.
  • Winterausrüstung: Nach der Loi Montagne müssen in den ausgewiesenen Gemeinden der Departements Puy-de-Dôme, Cantal und Haute-Loire vom 1. November bis 31. März Winterreifen (3PMSF) montiert oder Schneeketten bzw. Schneesocken an Bord sein. Die Pässe Pas de Peyrol und Croix-Saint-Robert sind im Winter ganz gesperrt.
  • Promillegrenze 0,5 (Fahranfänger 0,2); Handy am Ohr und jede Art von Kopfhörern oder Headset am Steuer sind verboten. Warnweste für den Fahrer griffbereit (für alle Insassen empfohlen), Warndreieck an Bord. Ladung auf dem Heckträger darf Leuchten und Kennzeichen nicht verdecken – sonst ist ein zusätzlicher Leuchtenträger mit Kennzeichen nötig.

CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

  • Crit’Air-Vignette, rechtzeitig über die offizielle Seite bestellt – die Zustellung ins Ausland dauert, und Clermont kann bei Smog kurzfristig Fahrbeschränkungen verhängen.
  • „Angles morts“-Aufkleber in dreifacher Ausführung, falls das Wohnmobil über 3,5 t wiegt.
  • Schneeketten oder Schneesocken für die Loi-Montagne-Zeit – und weil Sancy und Cantal-Pässe im Frühjahr und Herbst kurzfristig Schnee bekommen.
  • Dish- und ACME-Adapter für GPL-Zapfsäulen plus zwei volle Flaschen bei der Einreise.
  • Wind- und regenfeste Kleidung, Mütze und Stirnlampe: Auf Puy de Dôme, Sancy und dem Cézallier zieht oft unvermittelt Nebel auf, die Temperaturen liegen auch im Sommer einstellig.
  • Kühltasche mit Akkus für Rohmilchkäse vom Hof – Saint-Nectaire und Salers reisen so auch an warmen Tagen gut.

Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.

Reiseverlauf Stopp für Stopp

In Fahrtreihenfolge. Entfernungen sind Schätzungen zwischen aufeinanderfolgenden Stopps.

  1. 1

    Clermont-Ferrand

    Frankreich
    Start
  2. 2

    Puy de Dôme

    AussichtenOrcines, Frankreich

    Der 1.465 m hohe Vulkan über Clermont, mit einem Römertempel auf dem Gipfel und Blick über die gesamte Chaîne des Puys. Die Straße ist für Autos gesperrt: Nehmen Sie die Zahnradbahn oder den Maultierpfad.

    12 km
  3. 3

    Orcival

    Frankreich
    17 km
  4. 4

    Lac de Guéry

    Frankreich
    9 km
  5. 5

    Le Mont-Dore

    Frankreich
    7 km
  6. 6

    Saint-Nectaire

    Frankreich
    18 km
  7. 7

    Besse-et-Saint-Anastaise

    Frankreich
    13 km
  8. 8

    Lac Pavin

    NaturBesse-et-Saint-Anastaise, Frankreich

    Ein vollkommen runder Kratersee von etwa 90 m Tiefe, umgeben von Buchenwäldern. Ein ebener Weg führt in einer Stunde um ihn herum.

    5 km
  9. 9

    Salers

    Frankreich
    63 km
  10. 10

    Pas de Peyrol

    Frankreich
    18 km
  11. 11

    Murat

    Frankreich
    19 km
  12. 12

    Allanche

    Frankreich
    18 km
  13. 13

    Brioude

    Frankreich
    45 km
  14. 14

    Le Puy-en-Velay

    Frankreich
    60 km

Beste Reisezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Am angenehmsten sind meist Mai–Juni und September–Oktober. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: April und Juli–August. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh.

Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten

Praktisches für unterwegs

  • Frankreich: Autobahnmaut. Maut auf den meisten Autoroutes; bei Regen sinkt das Limit auf 110 km/h. Tempolimit für Pkw auf Autobahnen: 130 km/h.

Verkehrsregeln und Gebühren ändern sich. Prüfen Sie vor der Reise offizielle Quellen.

Häufige Fragen

Wie lang ist die Route «Schlackenkegel, Kraterseen und Sennhütten – mit dem Camper durch die Vulkanlandschaft der Auvergne»?

8-tägiger Roadtrip über etwa 303 km (188 mi) mit 14 Stopps, von Clermont-Ferrand nach Le Puy-en-Velay. Insgesamt etwa 4 h 11 min Fahrzeit.

Wie viele Tage braucht man für «Schlackenkegel, Kraterseen und Sennhütten – mit dem Camper durch die Vulkanlandschaft der Auvergne»?

Wir empfehlen 8 Tage: etwa 4 h 11 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

Wo beginnt und endet «Schlackenkegel, Kraterseen und Sennhütten – mit dem Camper durch die Vulkanlandschaft der Auvergne»?

Sie beginnt in Clermont-Ferrand und endet in Le Puy-en-Velay.

Durch welche Länder führt «Schlackenkegel, Kraterseen und Sennhütten – mit dem Camper durch die Vulkanlandschaft der Auvergne»?

Frankreich.

Wo kann man entlang «Schlackenkegel, Kraterseen und Sennhütten – mit dem Camper durch die Vulkanlandschaft der Auvergne» campen?

OpenStreetMap verzeichnet 203 Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze im Umkreis von 20 km um die Stopps dieser Route. Zum Beispiel: Huttopia Royat, Camping Le Chanset und Aire municipale Pérignat-lès-Sarliève.

Wann ist die beste Reisezeit für Schlackenkegel, Kraterseen und Sennhütten – mit dem Camper durch die Vulkanlandschaft der Auvergne?

Am angenehmsten sind meist Mai–Juni und September–Oktober. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: April und Juli–August. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)