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CV-700

Reisfelder, Kirschtäler und Palmenhaine – mit dem Camper von Valencia durchs Hinterland der Costa Blanca

Von der Lagune der Albufera über Xàtiva, die Kirschtäler der Marina Alta, Montgó und Cap de la Nau bis zu den Burgen des Vinalopó und dem Palmenhain von Elx: rund 485 Kilometer, auf denen die schönsten Nächte meist ein paar Kurven hinter der Küste liegen.

Entfernung
353 km (219 mi)
Fahrzeit
4 h 52 min
Empfohlene Tage
8
Stopps
14
Länder
Spanien
Aktualisiert
9. Oktober 2026

Auf einen Blick: 8-tägiger Roadtrip über etwa 353 km (219 mi) mit 14 Stopps, von Valencia nach Elx. Insgesamt etwa 4 h 52 min Fahrzeit.

Weitere Roadtrips: Spanien · Weitere Roadtrips ab Valencia

Reiseführer · CampingSpirit

Von der Lagune der Albufera über Xàtiva, die Kirschtäler der Marina Alta, Montgó und Cap de la Nau bis zu den Burgen des Vinalopó und dem Palmenhain von Elx: rund 485 Kilometer, auf denen die schönsten Nächte meist ein paar Kurven hinter der Küste liegen.

Der Spirit der Route

Diese Route lebt vom Wechsel zwischen Lagune, Fels und Terrassenland. Morgens liegt über den Reisfeldern der Albufera Dunst, Reiher stehen in den Kanälen, und aus der Schiebetür riecht es nach Schlick und Salz. Wenige Stunden später windet sich der Camper durch Täler, in denen Mandel-, Oliven- und Kirschbäume auf maurischen Trockenmauern stehen, Dörfer kaum mehr als eine Kirche und ein Waschhaus haben und der Abend nach Thymian duftet. Dann wieder öffnet sich die Küste: Kalkklippen am Cap de la Nau, das Blau der Kuppeln von Altea, der Montgó wie ein schlafendes Tier über Dénia. Im Landesinnern warten Burgen auf jedem zweiten Hügel, in Alcoi Brücken über tiefen Schluchten, am Ende Zehntausende Dattelpalmen in Elx. Wer hier unterwegs ist, lernt schnell: An der Küste wird man als Camper verwaltet, im Hinterland willkommen geheißen – also abends lieber ins Tal als an den Strand.

Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

1Etappe 1: Valencia (Ciutat de les Arts i les Ciències) nach El Saler (Albufera) (ca. 15 km)

Die Strecke
Ein Stadttag mit kurzer Fahrt: Den Camper nicht ins Zentrum bringen, sondern über die V-30 bzw. die Küstenstraße CV-500 direkt nach Süden auf die Nehrung zwischen Meer und Albufera fahren. Die CV-500 führt flach durch Pinienwald und Dünen der Devesa, ab dem späten Nachmittag mit dichtem Ausflugsverkehr. Reine Fahrzeit rund 20 Minuten; in die Stadt zurück per Bus.
Highlights & Must-Sees
  • Ciutat de les Arts i les Ciències im ehemaligen Turia-Flussbett: Hemisfèric, Museu de les Ciències und Oceanogràfic – zu Fuß oder per Rad über den gut 9 km langen Jardí del Túria aus der Altstadt erreichbar.
  • Altstadt mit Llotja de la Seda (UNESCO-Welterbe) und Mercat Central – am besten vormittags, wenn die Markthalle voll ist.
  • Abendspaziergang durch die Dünen der Devesa de l’Albufera zum Strand von El Saler.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Auf der Nehrung von El Saler liegen mehrere Campingplätze nahe der CV-500, etwa Camping Coll Vert und Devesa Gardens; Strom, Sanitär und Ver- und Entsorgung sind üblich, Saison und Stellplatzgrößen vorab beim Betreiber klären. Vom Strand von El Saler fährt die Buslinie 25 in die Stadt und Richtung El Palmar – Linienführung und Takt vor Ort prüfen. Weitere private Camper-Areas liegen am Stadtrand im Norden (Raum El Puig/Puçol) und im Westen bei Aldaia und Xirivella; sie eignen sich eher als Übernachtung vor der Stadtbesichtigung mit Metro oder Bus.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Die Devesa gehört zum Naturpark L’Albufera: In Dünen und Pinienwald ist Campen untersagt, die Strandparkplätze sind teils mit Schranken oder Höhenbalken versehen und nur tagsüber gedacht. Auch im Stadtgebiet von Valencia ist Freistehen keine Option – Wohnmobile werden auf öffentlichen Plätzen nicht gern gesehen, Kontrollen sind häufig.

Insider-Tipp für Camper
Valencia hat eine Umweltzone (ZBE) innerhalb des Rings aus Ronda Nord, Av. dels Tarongers, Serreria und Bulevard Sud, überwacht mit Kennzeichenkameras; seit dem 1. Dezember 2025 sanktioniert die Stadt Pkw, Motorräder und Mopeds ohne DGT-Plakette, die außerhalb der Provinz Valencia zugelassen sind, als schweren Verstoß mit 200 Euro. Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen müssen laut Stadt nachweisen, dass sie nicht zur Gruppe der am stärksten verschmutzenden gehören – Registrierung und Stand vor der Fahrt auf der Seite der Stadt klären; mit dem Standort El Saler und dem Bus umgehen Sie die Frage ohnehin.

2Etappe 2: El Saler nach Xàtiva über El Palmar (ca. 75 km)

Die Strecke
Auf der CV-500 nach El Palmar, dem Fischerdorf mitten in der Lagune, dann über schmale Straßen zwischen Reisfeldern Richtung Sueca und weiter landeinwärts über Alzira nach Xàtiva. Flach, aber die Feldwege an den Kanälen sind eng und ohne Ausweichstellen – auf den nummerierten Straßen bleiben. Rund 1,5 Stunden.
Highlights & Must-Sees
  • Bootsfahrt mit einer traditionellen Albufera-Barke ab El Palmar oder den Anlegestellen an der CV-500; am Abend kehren die Boote ins Gegenlicht zurück.
  • Muntanyeta dels Sants bei Sueca: ein Kapellenhügel mitten in den Reisfeldern, im Frühsommer über gefluteten Feldern, nach der Ernte im Herbst über Stoppeln und Wasservögeln.
  • Castell de Xàtiva auf dem Kamm über der Stadt, darunter die Colegiata und das Museu de l’Almodí mit dem kopfüber gehängten Porträt Philipps V. – Erinnerung daran, dass bourbonische Truppen die Stadt 1707 niederbrannten.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Für Xàtiva bietet sich die Área de Autocaravanas der Gemeinde Bellús nahe dem gleichnamigen Stausee an, gut 6 km südöstlich; laut Gemeinde mit Wasser und Strom, Ausstattung und Gebühren vorab prüfen. Einen Campingplatz in Xàtiva selbst gibt es nach unserem Stand nicht.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Die Albufera ist Naturpark und Ramsar-Feuchtgebiet; Übernachten an den Kanälen und Anlegestellen ist nicht erlaubt. Die DANA vom 29. Oktober 2024 traf die Horta Sud westlich der Lagune schwer – das Hochwasser des Barranc del Poyo verwüstete Orte wie Paiporta und Catarroja und spülte nach Studien des Instituts Cavanilles rund 700.000 Tonnen Sediment – so viel wie sonst in etwa 30 Jahren – sowie große Mengen Müll in den See. Berichte der Generalitat bescheinigen der Lagune inzwischen eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit, Schadstoffe, Sedimente und Müll beschäftigen Forschung und Sanierung aber weiter. Bitte respektvoll durch die betroffenen Orte fahren und nicht für Katastrophenfotos anhalten.

Insider-Tipp für Camper
In El Palmar lohnt Mittagessen statt Abendessen: All i pebre (Aal-Eintopf) und Reisgerichte werden traditionell mittags serviert. Den Camper in Xàtiva nicht die Burgstraße hinaufquälen – sie ist steil und schmal; unten parken und laufen oder den Touristenzug nehmen. Ab Oktober bringen Gota-fría-Lagen Starkregen: AEMET-Warnungen beachten und nie in Barrancos oder ausgetrockneten Flussbetten parken.

3Etappe 3: Xàtiva nach Vall de Gallinera (ca. 70 km)

Die Strecke
Über die CV-40 nach Albaida, durch das Hügelland der Vall d’Albaida und bei Muro de l’Alcoi auf die CV-700 nach Planes und hinunter in die Vall de Gallinera. Die CV-700 ist kurvig, oft ohne Mittellinie und an Engstellen nur für eine Fahrzeugbreite – mit großen Wohnmobilen langsam und hupend vor unübersichtlichen Kurven. Knapp 2 Stunden.
Highlights & Must-Sees
  • Planes mit Burg und Aquädukt, darunter der Barranc de l’Encantà mit Gumpen im Kalk – nach Starkregen nicht begehen.
  • Die acht Dörfer der Vall de Gallinera mit Kirschterrassen: Blüte je nach Jahr meist zwischen Mitte März und Mitte April, Ernte der Cireres de la Muntanya d’Alacant im Mai und Juni.
  • La Foradà: das Felsloch im Kamm über dem Tal, durch das zu den Tagundnachtgleichen im März und Anfang Oktober für einige Tage die Sonne scheint.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Espai Recreatiu El Safareig bei Alpatró, eine gemeindliche Fläche für Wohnmobile und Wohnwagen: Übernachten laut Mancomunitat der Marina Alta kostenlos, Entsorgung von Grau- und Schwarzwasser, Wasser und Strom gegen Jeton (Stand und Preise vorab prüfen). Ruhige Alternative mit vollem Service ist der Campingplatz in der benachbarten Vall de Laguar (siehe Etappe 4).

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Außerhalb der Fläche El Safareig bieten die engen Dörfer kaum Platz; Wegränder an den Terrassen sind Privatgrund. Wer in der Kirschblüte kommt, nutzt die gemeindliche Fläche – an Wochenenden im Frühjahr wird es dort voll, früh ankommen.

Insider-Tipp für Camper
Vor dem Tal in Xàtiva oder Albaida tanken und einkaufen; in Gallinera gibt es nur kleine Läden. Zur Blütezeit an Wochenenden fahren Ausflugsbusse durch das Tal – unter der Woche reisen. Die Kirschen kauft man im Frühsommer direkt an den Kooperativen und Ständen der Dörfer.

4Etappe 4: Vall de Gallinera nach Dénia über die Vall de Laguar (ca. 60 km)

Die Strecke
Talabwärts nach Pego, über Orba hinauf auf der CV-718 in die Vall de Laguar mit den Weilern Campell, Fleix und Benimaurell, zurück nach Orba und durch Orangenhaine über Ondara nach Dénia. Die CV-718 ist steil, schmal und hat enge Ortsdurchfahrten; Fahrzeuge über 7 m nur mit Erfahrung. Rund 1,5 Stunden.
Highlights & Must-Sees
  • Barranc de l’Infern: Rundweg aus dem Talboden über Tausende maurische Steinstufen, oft „Kathedrale des Wanderns“ genannt; ganztags, gutes Schuhwerk, nur bei trockenem Wetter.
  • Mirador von Benimaurell mit Blick über Terrassen hinab zur Küste.
  • Castell de Dénia über dem Hafen, darunter das Fischerviertel Baix la Mar.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Für Dénia: Camping Los Llanos im Strandgebiet Les Marines nördlich der Stadt, Strom, Sanitär, V/E, beliebt bei Überwinterern – von November bis März früh reservieren; Camping Los Pinos liegt im Süden bei Les Rotes, ruhig, aber die Zufahrt ist schmal. Wer in der Vall de Laguar bleibt: Camping Vall de Laguar in Campell, klein, mit Terrassenplätzen; Platzgröße vorab erfragen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Naturpark Marjal de Pego-Oliva und an den Strandparkplätzen von Les Marines ist Übernachten nicht vorgesehen; Dénia kontrolliert vor allem im Sommer. Am Wanderparkplatz in Fleix tagsüber parken, nachts weiterfahren.

Insider-Tipp für Camper
Dénia ist Fährhafen für die Balearen; an Fährtagen staut es auf der Zufahrt zum Hafen. Die Cova Tallada an der Küste von Les Rotes ist vom 15. Juni bis 30. September nur mit vorheriger Reservierung beim Naturpark Montgó zugänglich – Stand vorab prüfen. Der Markt in Dénia lohnt für Zitrus und Gemüse; in Les Rotes gibt es kaum Parkplätze für Wohnmobile.

5Etappe 5: Dénia nach Xàbia und Cap de la Nau (ca. 30 km)

Die Strecke
Auf der CV-736 über den Sattel unterhalb des Montgó zum Cap de Sant Antoni und hinab nach Xàbia, dann südlich durch Villenviertel hinauf zum Cap de la Nau. Kurz, aber kurvig; die Straßen zu Kaps und Buchten sind schmal, Wendemöglichkeiten selten, die Parkplätze an den Aussichtspunkten klein.
Highlights & Must-Sees
  • Montgó (753 m): Aufstieg aus dem Naturpark auf der Dénia-Seite, steil und schattenlos, nur am frühen Morgen und außerhalb der Hitzemonate; hin und zurück rund 5 Stunden.
  • Mirador am Cap de Sant Antoni mit Leuchtturm und Blick über die Bucht von Xàbia.
  • Cap de la Nau: Leuchtturm auf der Klippe, am Abend Blick auf die Insel Portitxol und an klaren Tagen bis Ibiza; dazu die Windmühlen von La Plana.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping Jávea am Rand des Ortskerns, mit Strom, Sanitär und V/E, ganzjährig belegt und im Winter stark von Langzeitgästen nachgefragt; als Alternative Camping El Naranjal. In beiden Fällen Längenangaben beim Reservieren machen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Xàbia zählt zu den Küstengemeinden mit strikten Regeln für Wohnmobile; an Kaps, Buchten und am Arenal wird kontrolliert. Freistehen ist hier keine Option. Auch am Montgó und im Meeresschutzgebiet am Cap de Sant Antoni gilt: parken nur tagsüber an ausgewiesenen Stellen.

Insider-Tipp für Camper
Zur Cala Granadella und an die engen Buchten nicht mit dem Wohnmobil fahren – im Sommer (ab Mitte Juni) regelt Xàbia die Zufahrt zur Granadella und zum Portitxol mit Schranke und kontingentiertem, gebührenpflichtigem Parken; zur Granadella fährt dann zusätzlich ein Shuttle der Gemeinde. Den Camper auf dem Platz lassen und per Rad oder Bus weiter. Xàbia bezieht einen Teil seines Leitungswassers aus der Entsalzungsanlage; es ist trinkbar, schmeckt aber vielen nicht – Trinkwasser im Kanister nachfüllen.

6Etappe 6: Xàbia nach Fonts de l’Algar über Altea (ca. 60 km)

Die Strecke
Über Benitatxell und Teulada zur N-332, an Calp und dem Penyal d’Ifac vorbei nach Altea und landeinwärts über Callosa d’en Sarrià zu den Fonts de l’Algar. Die N-332 ist zweispurig mit viel Verkehr und Kreisverkehren; der Abstecher nach Altea führt durch enge Einbahnstraßen. Gut 1,5 Stunden.
Highlights & Must-Sees
  • Penyal d’Ifac bei Calp: der Kalkmonolith als Naturpark; die Zahl der Gipfelbesucher pro Tag ist begrenzt, für den Aufstieg durch den Felstunnel muss man vorab einen Platz beim Naturpark reservieren.
  • Altstadt von Altea mit der Kirche Nuestra Señora del Consuelo und ihren blau glasierten Kuppeln, Blick über die Bucht zur Serra Gelada.
  • Fonts de l’Algar: Kaskaden und Becken des Riu Algar mit Badestellen, eintrittspflichtig; am ruhigsten zur Öffnung am Morgen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping Fonts de l’Algar unmittelbar bei den Wasserfällen, ruhig zwischen Mispel- und Zitrusgärten; Ausstattung und Saison vorab prüfen. An der Küste bei Calp gibt es mehrere private Camper-Areas mit V/E, die im Winter von Überwinterern belegt sind.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In Altea, Calp und Benidorm regeln Gemeindeverordnungen das Parken von Wohnmobilen; Übernachten an der Strandpromenade oder auf Parkplätzen der Altstadt kann zu Bußgeldern führen. Im Hinterland um Callosa gibt es kaum geeignete Flächen – die Campingplätze und Areas nutzen.

Insider-Tipp für Camper
In Altea nicht in die Altstadtgassen fahren; die Parkplätze am Fuß des Hügels haben teils Höhenbegrenzungen – vorher in den Stellplatz-Apps prüfen oder den Camper am Platz lassen und die TRAM d’Alacant (Linie L9, Abschnitt Benidorm–Altea–Calp) entlang der Küste nehmen. Die Mispeln (nísperos) aus Callosa sind im April und Mai reif.

7Etappe 7: Fonts de l’Algar nach Biar über Guadalest und Alcoi (ca. 100 km)

Die Strecke
Über Callosa auf der CV-755 hinauf nach Guadalest, dann auf der CV-70 über Benimantell und Confrides zum Port de Confrides (knapp 1.000 m) und hinab ins Hochland nach Alcoi. Von dort über Ibi und Castalla nach Biar. Die CV-70 ist kurvig, aber gut ausgebaut und eine beliebte Motorradstrecke; in Alcoi steile Straßen und enge Kurven. Rund 2,5 Stunden.
Highlights & Must-Sees
  • Guadalest: das Burgdorf auf dem Felsen, Zugang durch einen in den Fels geschlagenen Tunnel, Blick auf den türkisen Stausee.
  • Alcoi: modernistische Fassaden, Brücken über die Schluchten von Riquer und Molinar und das Museu Alcoià de la Festa zu den Moros i Cristians.
  • Naturpark Font Roja oberhalb von Alcoi mit mediterranem Bergwald aus Steineichen, Eschen und Ahorn.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Kleine gemeindliche Àrea d’Autocaravanes in Biar am Ortsrand; Ausstattung und Platzzahl vorab prüfen. Wer früher Schluss machen will: Camping Benimantell im Guadalest-Tal oder Camping Mariola bei Bocairent in der Serra de Mariola.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Guadalest selbst hat einen großen, gebührenpflichtigen Parkplatz am Ortseingang für Busse und Wohnmobile, aber keine Übernachtungserlaubnis. In den Naturparks Font Roja und Serra de Mariola ist Campen untersagt; in der Waldbrandsaison gilt ein Feuerverbot, bei hohen Warnstufen kann die Generalitat Zufahrten sperren.

Insider-Tipp für Camper
Rund um Sant Jordi im April feiert Alcoi seine Moros i Cristians – die Innenstadt ist dann tagelang gesperrt, Stellplätze sind voll. Wer Fahrräder dabeihat: Die Vía Verde del Serpis beginnt bei Alcoi und folgt einer stillgelegten Bahntrasse durch das Barranc del Cint und die Serpis-Schlucht Richtung Küste.

8Etappe 8: Biar nach Elx über Villena (ca. 75 km)

Die Strecke
Von Biar wenige Kilometer nach Villena, dann auf der A-31 durch das Vinalopó-Tal über Sax, Elda und Novelda und zum Schluss nach Elx. Autovía, gut zu fahren; im Tal stehen die Weinberge mit den Tafeltrauben, die ab Spätsommer in Papiertüten an den Reben hängen. Gut 1 Stunde.
Highlights & Must-Sees
  • Villena: Castillo de la Atalaya über der Stadt und das Museo Arqueológico mit dem Schatz von Villena, einem bronzezeitlichen Goldfund.
  • Novelda: das modernistische Santuari de Santa Maria Magdalena neben der Burgruine La Mola.
  • Palmeral d’Elx (UNESCO-Welterbe): Gärten mit Zehntausenden Dattelpalmen, darunter das Hort del Cura mit der vielarmigen Palmera Imperial, dazu die Basilika Santa Maria, Bühne des Misteri d’Elx im August.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Lomas de Balsares Camper Park zwischen Elx und Santa Pola, privat mit V/E; oder La Marina Resort in La Marina d’Elx in Strandnähe, groß und ganzjährig belegt. Für beide gilt im Winter: früh reservieren.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Stadtgebiet von Elx und an der Küste bei Santa Pola und La Marina wird Übernachten auf Parkplätzen nicht geduldet. Die Naturparks Clot de Galvany, Salines de Santa Pola und El Fondo sind Vogelschutzgebiete: tagsüber zu den Beobachtungsständen, nachts weiterfahren.

Insider-Tipp für Camper
Alicante hat eine Umweltzone, in der Fahrzeuge ohne Plakette nur aus dem Casco Antiguo ausgesperrt sind; Elx hat eine ZBE für einen kleinen Innenstadtbereich beschlossen. Stand und Behandlung ausländischer Fahrzeuge vorab prüfen und den Camper möglichst außerhalb des Zentrums abstellen. Datteln aus dem Palmeral kaufen Sie im Spätherbst und Winter. Vom Flughafen Alicante-Elx aus ist die Route auch in umgekehrter Richtung gut zu fahren.

Camping-Praxis & Länder-Knigge

Wildcamping & Freistehen

  • In der Comunitat Valenciana regelt das Tourismusrecht der Generalitat Campingplätze und Stellplätze; freies Campen außerhalb solcher Plätze ist nicht vorgesehen. Spanisches Grundprinzip: Im legal geparkten Fahrzeug zu schlafen ist erlaubt, Campen mit allem, was über den Fahrzeugumriss hinausgeht, dagegen nicht. Seit 1. Oktober 2026 regelt das Real Decreto 518/2026 (neuer Art. 92.4 des Reglamento General de Circulación) ausdrücklich, wann ein Wohnmobil korrekt geparkt ist: keine Teile über den Fahrzeugumriss hinaus (keine Markise, Stühle, Stützen, Trittstufen), Aufstand nur auf den Reifen (Sicherungskeile, „calzos o cuñas de seguridad“, sind erlaubt) und kein Ablassen von Flüssigkeiten. Gemeinden dürfen weiterhin Parkzeiten, Zonen und Höchstdauer regeln, laut DGT aber nicht allein wegen des Fahrzeugtyps sanktionieren; Regeln für Schutzgebiete und Küsten gelten unabhängig davon. Die Umsetzung vor Ort kann dauern – achten Sie auf die Beschilderung.
  • Entscheidend sind an der Costa Blanca die Gemeindeverordnungen (ordenanzas municipales): Viele Küstenorte zwischen Dénia und Santa Pola verbieten das Parken oder Übernachten von Wohnmobilen auf öffentlichen Flächen ganz oder in bestimmten Zonen, oft mit Schildern an Strandparkplätzen und Promenaden. Die Policía Local kontrolliert vor allem im Sommer und in der Überwinterungssaison; Bußgelder sind je nach Gemeinde unterschiedlich hoch.
  • Naturparks auf dieser Route: L’Albufera, Montgó, Penyal d’Ifac, Serra Gelada, Marjal de Pego-Oliva, Font Roja, Serra de Mariola, Clot de Galvany, Salines de Santa Pola und El Fondo. Dort ist Campen untersagt, die Parkplätze sind für Tagesbesuche gedacht.
  • Waldbrandgefahr: Die Generalitat veröffentlicht täglich Vorwarnstufen (Preemergència 1 bis 3); bei hohen Stufen sind Feuer, Grillen und Arbeiten mit Funkenflug im Wald und in seinem Umfeld untersagt, Wege können gesperrt werden. Paella nur auf dem Campingplatz oder in ausgewiesenen Grillbereichen kochen.
  • Unwetter: Seit der DANA vom Oktober 2024 nehmen Gemeinden und Zivilschutz Warnungen ernst – die Generalitat verschickt bei Gefahr Handy-Alarme (ES-Alert). Bei AEMET-Warnstufe Orange oder Rot nicht in Barrancos, Ramblas oder Unterführungen parken und keine überfluteten Furten durchfahren.
  • Überwintern: Von November bis März sind Campingplätze und private Camper-Areas zwischen Dénia, Calp, Benidorm und Elx stark von Langzeitgästen belegt; viele bieten Monats- oder Wintertarife. Spontan einen Platz zu finden ist dann schwer – früh reservieren. Nützliche Apps: park4night, Campercontact, Áreas AC.

Entsorgung & Versorgung

  • Ver- und Entsorgung: Gemeindliche Areas wie in der Vall de Gallinera arbeiten teils mit Jetons oder Münzen, die Standzeit ist auf vielen gemeindlichen Flächen begrenzt; private Camper-Areas an der Küste bieten meist volle V/E gegen Tagespreis. Grau- und Schwarzwasser nur dort entleeren.
  • Wasser ist an der Costa Blanca knapp und teuer: Das Leitungswasser ist meist hart, an der Küste teils entsalzt und chlorig. In Dürreperioden gelten kommunale Sparregeln. Füllen Sie den Frischwassertank im Hinterland auf, verwenden Sie einen Wasserfilter und rechnen Sie mit Flaschenwasser zum Trinken.
  • Gas: In Spanien sind Butanflaschen von Repsol und Cepsa sowie Campingaz-Flaschen verbreitet; ausländische Tauschflaschen werden nicht getauscht. Autogas (GLP) bieten vor allem Tankstellen an Autovías und um Valencia, Alicante und Elx – im Hinterland selten. Für Tankflaschen den passenden Füll-Adapter mitnehmen.
  • Strom: Auf Campingplätzen meist 6 bis 10 A; im Winter heizen viele Langzeitgäste elektrisch, abgerechnet wird dann oft nach Zähler. CEE-Adapter und ausreichend langes Kabel einpacken.
  • Einkaufen und Tanken: Valencia, Gandia, Dénia, Alcoi, Villena und Elx haben große Supermärkte und Tankstellen; in der Vall de Gallinera, der Vall de Laguar und um Guadalest gibt es nur Dorfläden.

Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

  • Tempolimits: Wohnmobile bis 3,5 t fahren wie Pkw (Autopista/Autovía 120 km/h, Landstraße 90 km/h). Über 3,5 t und mit Wohnwagen gelten niedrigere Werte (auf Autobahnen 90, auf Landstraßen 80 km/h). Innerorts 50 km/h nur auf Straßen mit mindestens zwei Fahrstreifen je Richtung, auf Straßen mit einem Fahrstreifen je Richtung 30 km/h, auf niveaugleichen Mischverkehrsflächen 20 km/h.
  • Maut: Die AP-7 zwischen Valencia und Alicante ist seit dem 1. Januar 2020 mautfrei; auch die AP-7-Umgehung von Alicante (Monforte del Cid–El Campello) ist seit Juli 2024 gebührenfrei, im Dezember 2025 hat die Regierung das dauerhaft beschlossen. Mautpflichtig bleibt die AP-7 südlich von Alicante Richtung Cartagena, die nicht zu dieser Route gehört. Die A-7 und die A-31 sind gebührenfreie Autovías. Keine Vignette.
  • Umweltzonen (ZBE): Valencia sanktioniert seit dem 1. Dezember 2025 Pkw, Motorräder und Mopeds ohne DGT-Plakette, die außerhalb der Provinz zugelassen sind, mit 200 Euro (Kameraüberwachung, Stadtgebiet innerhalb von Ronda Nord, Av. dels Tarongers, Serreria und Bulevard Sud); ausländische Fahrzeuge müssen nachweisen, dass sie nicht zur am stärksten verschmutzenden Gruppe gehören. Alicante sperrt Fahrzeuge ohne Plakette aus dem Casco Antiguo aus (bis 200 Euro), Elx hat eine ZBE für einen kleinen Innenstadtbereich beschlossen. Ausländische Kennzeichen tragen keine spanische Plakette – vor der Einfahrt auf den Seiten der Städte prüfen, ob eine Registrierung oder Gleichstellung nötig ist.
  • Warnausrüstung: Für spanische Fahrzeuge ist seit 2026 die vernetzte Warnleuchte V16 vorgeschrieben; ausländische Fahrzeuge dürfen nach Angaben der DGT die Ausrüstung ihres Zulassungslandes nutzen, eine V16 ist auf den schmalen Bergstraßen aber sinnvoll. Warnweste beim Aussteigen Pflicht. Überstehende Heckträger brauchen die Warntafel V-20.
  • Alkohol 0,5 Promille (Fahranfänger und Berufsfahrer 0,3), Handy am Steuer nur mit Freisprecheinrichtung. In einigen Altstädten, etwa in Valencia und Altea, gelten Zufahrtsbeschränkungen, teils mit Kameras – Navigationsgerät auf Fahrzeugmaße einstellen.

CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

  • Wasserfilter und zwei 10-Liter-Kanister – an der Küste ist das Leitungswasser hart oder entsalzt, im Hinterland gibt es gute Quellen und Dorfbrunnen.
  • Mückenschutz und Moskitonetze für die Schiebetür – an der Albufera schwirren in den Reisfeldern ab der Dämmerung Schwärme.
  • Wanderschuhe mit griffiger Sohle und Stirnlampe für die Steinstufen des Barranc de l’Infern und den Aufstieg auf den Montgó.
  • Fahrräder oder ein Faltrad für den Jardí del Túria in Valencia, die Vía Verde del Serpis und die Wege zu Kaps, die mit dem Wohnmobil nicht anfahrbar sind.
  • Gas-Füll-Adapter für spanische GLP-Säulen und eine volle Reserveflasche – im Hinterland gibt es kaum Autogas.
  • Leichte Heizung oder Heizlüfter und Wolldecken für Winternächte: Im Hochland von Alcoi und Villena fallen die Temperaturen im Winter nachts unter den Gefrierpunkt.

Stand: 2026-10. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.

Reiseverlauf Stopp für Stopp

In Fahrtreihenfolge. Entfernungen sind Schätzungen zwischen aufeinanderfolgenden Stopps.

  1. 1

    Valencia

    Spanien
    Start
  2. 2

    El Saler

    Spanien
    13 km
  3. 3

    El Palmar

    Spanien
    9 km
  4. 4

    Xàtiva

    Spanien
    50 km
  5. 5

    Benialí

    Spanien
    36 km
  6. 6

    Dénia

    Spanien
    40 km
  7. 7

    Xàbia

    Spanien
    10 km
  8. 8

    Cap de la Nau

    AussichtenXàbia, Spanien

    Ein Leuchtturm auf einer Kalksteinlandspitze, dem östlichsten Punkt der Costa Blanca, mit einem Aussichtspunkt über Buchten und die Insel Portitxol. Die Straße hinunter zur nahen Cala de la Granadella ist steil und eng.

    11 km
  9. 9

    Altea

    Spanien
    36 km
  10. 10

    Callosa d'en Sarrià

    Spanien
    11 km
  11. 11

    Guadalest

    AussichtenEl Castell de Guadalest, Spanien

    Ein Burgdorf auf einer Felsnadel, das man durch einen Tunnel im Fels betritt, über einem türkisfarbenen Stausee. Mittags voller Busgruppen, kommen Sie also früh oder spät.

    9 km
  12. 12

    Alcoi

    Spanien
    30 km
  13. 13

    Villena

    Spanien
    43 km
  14. 14

    Elx

    Spanien
    55 km

Beste Reisezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Am angenehmsten sind meist April–Mai und September–November. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: Juni, August und Dezember–März. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh.

Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten

Praktisches für unterwegs

  • Spanien: Maut auf einigen Straßen, Brücken oder Tunneln. Viele frühere Mautautobahnen sind jetzt frei; einige AP-Strecken sind noch mautpflichtig. Tempolimit für Pkw auf Autobahnen: 120 km/h.

Verkehrsregeln und Gebühren ändern sich. Prüfen Sie vor der Reise offizielle Quellen.

Häufige Fragen

Wie lang ist die Route «Reisfelder, Kirschtäler und Palmenhaine – mit dem Camper von Valencia durchs Hinterland der Costa Blanca»?

8-tägiger Roadtrip über etwa 353 km (219 mi) mit 14 Stopps, von Valencia nach Elx. Insgesamt etwa 4 h 52 min Fahrzeit.

Wie viele Tage braucht man für «Reisfelder, Kirschtäler und Palmenhaine – mit dem Camper von Valencia durchs Hinterland der Costa Blanca»?

Wir empfehlen 8 Tage: etwa 4 h 52 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

Wo beginnt und endet «Reisfelder, Kirschtäler und Palmenhaine – mit dem Camper von Valencia durchs Hinterland der Costa Blanca»?

Sie beginnt in Valencia und endet in Elx.

Durch welche Länder führt «Reisfelder, Kirschtäler und Palmenhaine – mit dem Camper von Valencia durchs Hinterland der Costa Blanca»?

Spanien.

Wo kann man entlang «Reisfelder, Kirschtäler und Palmenhaine – mit dem Camper von Valencia durchs Hinterland der Costa Blanca» campen?

OpenStreetMap verzeichnet 148 Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze im Umkreis von 20 km um die Stopps dieser Route. Zum Beispiel: Camping Park El Saler, Camping Valencia El Saler und Bungalows Park Albufera.

Wann ist die beste Reisezeit für Reisfelder, Kirschtäler und Palmenhaine – mit dem Camper von Valencia durchs Hinterland der Costa Blanca?

Am angenehmsten sind meist April–Mai und September–November. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: Juni, August und Dezember–März. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)