# Atlantikwind, Basaltsäulen und zwei Währungen – mit dem Camper durch Donegal und die Causeway Coast

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Source: https://camping-spirit.com/de/guides/rf-270-donegal-causeway-coast/

**Auf einen Blick:** 7-tägiger Roadtrip über etwa 512 km (318 mi) mit 14 Stopps, von Sligo nach Belfast. Insgesamt etwa 7 h 05 min Fahrzeit. Von Benbulben und Sliabh Liag über Glenveagh und Malin Head nach Derry und entlang der Causeway Coastal Route bis Belfast: rund 675 Kilometer, ein Grenzübertritt ohne Schlagbaum und der Wechsel von Kilometern zu Meilen.

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|---|---|
| Entfernung | 512 km (318 mi) |
| Fahrzeit | 7 h 05 min |
| Empfohlene Tage | 7 |
| Stopps | 14 |
| Route | Sligo → Belfast |
| Länder | Irland, Vereinigtes Königreich |
| Aktualisiert | 1. September 2026 |

*Von Benbulben und Sliabh Liag über Glenveagh und Malin Head nach Derry und entlang der Causeway Coastal Route bis Belfast: rund 675 Kilometer, ein Grenzübertritt ohne Schlagbaum und der Wechsel von Kilometern zu Meilen.*

## Der Spirit der Route

Im Nordwesten Irlands wird das Wetter gemacht, und Sie sitzen mittendrin. Hinter Sligo steht der Tafelberg Benbulben wie ein umgedrehtes Schiff über den Weiden, in Donegal fallen die Klippen von Sliabh Liag fast 600 Meter senkrecht in den Atlantik, und die Straßen werden schmal, von Trockenmauern gesäumt und von Schafen bewacht. Aus der Schiebetür sehen Sie Moor in Rostrot und Violett, Regenbogen im Minutentakt und bei Malin Head nichts als Wasser bis Schottland. Bei Derry kreuzen Sie die Grenze, die keine mehr ist: Plötzlich zeigen die Schilder Meilen, die Preise stehen in Pfund, und die Küstenstraße führt an Burgruinen, Fischerdörfern und den sechseckigen Basaltsäulen des Giant’s Causeway vorbei. Diese Route lebt von Geduld, warmer Kleidung und Tagen ohne Eile – und von Abenden, an denen der Wind nachlässt und die Küste golden wird.

## Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

### Etappe 1: Sligo nach Donegal (Stadt) (ca. 75 km)

- **Die Strecke:** Von Sligo auf der N15 nordwärts am Fuß des Benbulben vorbei durch Drumcliff und Bundoran nach Ballyshannon, dann weiter in den Süden der Grafschaft Donegal bis Donegal Town. Gut ausgebaute Nationalstraße mit wenigen engen Ortsdurchfahrten, rund 1,5 Stunden Fahrzeit. Rechnen Sie mit Traktoren und Lkw-Verkehr.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Benbulben und Drumcliff: die Kirche mit Yeats’ Grab liegt unmittelbar unter dem Tafelberg, Parken am Straßenrand der Kirche ist knapp bemessen.
  - Glencar Waterfall, ein kurzer Abstecher von Drumcliff, mit gepflegtem Waldweg zum Wasserfall.
  - Donegal Castle im Zentrum von Donegal Town und der „Diamond“-Platz mit Läden, Cafés und kleinem Markt.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Rosses Point Caravan & Camping Park nördlich von Sligo mit Blick auf die Sligo Bay, sowie Strandhill Caravan & Camping Park am Atlantikstrand westlich der Stadt. Südwestlich von Donegal Town bietet Boortree Rossnowlagh Touring & Camping Park nahe dem langen Sandstrand von Rossnowlagh Strom und Sanitär. Beide Regionen sind außerhalb der Saison oft nur eingeschränkt geöffnet – im Herbst vorab anrufen.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** In der Republik Irland gibt es kein Recht zum Wildcampen; Übernachten im Wohnmobil auf Parkplätzen wird von mehreren Gemeinden per Verordnung untersagt, und viele Strand- und Hafenparkplätze tragen Camperverbotsschilder oder Höhenschranken. Rechtlich unbedenklich sind nur Campingplätze und ausgewiesene Camperstellplätze. Für Besuche am Benbulben gilt: Parken am Wanderparkplatz ist tagsüber möglich, Übernachten nicht vorgesehen.
- **Insider-Tipp für Camper:** In Sligo vor der Fahrt nach Norden tanken und einkaufen – ab Donegal Town werden Läden, Tankstellen und Entsorgungsstellen dünner. Die N15 ist meist leicht zu fahren, aber die Ortsdurchfahrt Bundoran an Sommerwochenenden zäh; früh starten.

### Etappe 2: Donegal (Stadt) nach Teelin (Sliabh Liag) (ca. 55 km)

- **Die Strecke:** Auf der N56 nach Westen durch Mountcharles und Dunkineely nach Killybegs, dann auf der R263 über Kilcar nach Carrick und weiter in das Dorf Teelin am Fuß der Klippen. Die Straße ist ab Killybegs schmaler und kurvig, im Frühherbst oft mit Traktoren und Ausflugsverkehr; für die letzten Kilometer zum Aussichtspunkt gilt: nicht mit großen Wohnmobilen hinauffahren. Rund 1,25 Stunden Fahrzeit.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Killybegs, einer der größten Fischereihäfen Irlands, mit Trawlern im Hafenbecken und Fischmehlgeruch bei Wind aus Süd.
  - Sliabh Liag (Slieve League): rund 600 m hohe Klippen am Bunglass-Aussichtspunkt; Wanderung vom Besucherzentrum bei Teelin zum Aussichtspunkt oder höher Richtung One Man’s Pass nur bei guter Sicht.
  - Kilcar und Carrick: Tweed-Läden und der Blick auf die Teelin Bay.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Sliabh Liag Camping bei Teelin, einfacher Platz in Strandnähe mit Stellflächen für Zelte und Wohnmobile; Killybegs Holiday Park an der Hafenstraße als größere Alternative. Ausstattung und Saisonende vor der Anreise erfragen – im Oktober sind viele Küstenplätze bereits geschlossen.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Auch rund um Sliabh Liag gilt: Kein Übernachten auf den Besucherparkplätzen und an der schmalen Zufahrtsstraße, wo Wohnmobile die Zufahrt blockieren würden. Der Weg zum Bunglass-Viewpoint hat Parkbuchten für Pkw; Stand zur Zugänglichkeit für Wohnmobile vor Ort beim Besucherzentrum erfragen.
- **Insider-Tipp für Camper:** Den Camper in Teelin stehen lassen und zu Fuß oder per Shuttle zum Aussichtspunkt – die Straße zum Bunglass-Parkplatz ist eng, steil und mit Schafen und Gegenverkehr sehr unübersichtlich. Starke Winde oder Nebel können den Zugang einschränken; Wetterlage am Morgen prüfen.

### Etappe 3: Teelin nach Dunlewey (Errigal) (ca. 110 km)

- **Die Strecke:** Von Teelin über Carrick und Ardara nach Glenties und weiter über Doochary durch die einsame Moorlandschaft der Derryveagh Mountains zur Küste bei Gweedore und nach Dunlewey am Fuß des Errigal. Teils Nationalstraße N56, teils Regionalstraße mit Schlaglöchern und schmalen Abschnitten; rund 2 Stunden reine Fahrzeit, mit Fotostopps ein halber Tag.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Assaranca Waterfall bei Ardara: kleiner Wasserfall direkt an der Straße Richtung Maghera, mit kurzem Fußweg zu den Sanddünen von Maghera.
  - Errigal (749 m), Donegals höchster Berg, ein markanter Quarzitkegel; der Aufstieg vom Parkplatz an der R251 dauert etwa 2 Stunden hin und zurück.
  - Poisoned Glen (Dunlewey) mit der Ruine der Kirche vor den Felswänden – ein beliebtes Fotomotiv.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Zwischen Dungloe und Gweedore liegen mehrere Campingplätze an der Küste, etwa Sleepy Hollow und der Dungloe Caravan Park (laut OpenStreetMap-Eintrag); beide vorab auf Öffnungszeiten, Wohnmobil-Eignung und Strom prüfen. Wer in Dunlewey bleiben will, findet dort kleine Hostels und B&Bs mit Parkmöglichkeit, aber keinen größeren Wohnmobilplatz.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Das Gebiet gehört zu den Gaeltacht-Regionen mit wenig Infrastruktur; Parken am Straßenrand der engen Regionalstraßen verbietet sich ohnehin. Am Errigal-Parkplatz nur tagsüber stehen; Nachtruhe auf dem Parkplatz ist nicht vorgesehen, und Anwohner reagieren empfindlich.
- **Insider-Tipp für Camper:** Die Strecke zwischen Glenties und Gweedore hat keine großen Versorgungsstellen: In Glenties oder Dungloe tanken, Wasser auffüllen und Gas prüfen. Bei Nebel kein Fotostopp in den Kurven der N56 – es gibt nur wenige Ausweichstellen.

### Etappe 4: Dunlewey nach Malin Head (ca. 130 km)

- **Die Strecke:** Von Dunlewey auf der R251 am Dunlewey Lough vorbei, dann hinunter nach Glenveagh und Church Hill, über Letterkenny und die N13 zur Halbinsel Inishowen mit Buncrana, Clonmany und Carndonagh bis nach Malin Head. Die Strecke ist abwechslungsreich: Moorstraßen, Stadtverkehr in Letterkenny, dann Küstenstraße. Gut 2,5 Stunden reine Fahrzeit.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Glenveagh National Park: Besucherzentrum, Shuttlebus zum Schloss (Glenveagh Castle) mit Gärten, Wanderwege am Lough Veagh; im Herbst Rotwild.
  - Grianan of Aileach: Ringfort aus der Eisenzeit auf einer Anhöhe bei der N13 nahe Burt mit weitem Blick auf Lough Foyle und Lough Swilly.
  - Malin Head: der nördlichste Punkt Irlands mit Banba’s Crown, Signalturm und dem Felsschlund „Hell’s Hole“.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Binnion Bay Caravan & Camping Facility an der Nordküste von Inishowen zwischen Ballyliffin und Malin Head; kleiner Platz, Ausstattung und Saison vorab erfragen. Alternativ auf der Fanad-Halbinsel (Umweg westlich von Letterkenny) Portsalon Camping und Knockalla Caravan & Camping mit Strandnähe. Im Herbst können viele dieser Plätze geschlossen sein.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Im Glenveagh National Park ist das Übernachten im Wohnmobil nicht erlaubt; erlaubt ist nur Wildniszelten zu Fuß, nach Angaben Dritter mit Mindestabstand zum Besucherzentrum – Regeln beim Park prüfen. Auf Malin Head sind die Parkplätze am Aussichtspunkt und an Banba’s Crown für die Nacht gesperrt oder werden kontrolliert; Wind und Nebel machen die Landzunge zudem unangenehm. Auf Inishowen gilt wie überall in der Republik: Kein Recht zum Wildcampen.
- **Insider-Tipp für Camper:** Den Mamore Gap (sehr steiler, enger Pass bei Clonmany) mit einem Camper nicht befahren; wer nach Buncrana kommt, bleibt auf der R238 und der R244 Richtung Carndonagh. In Letterkenny gibt es mehrere Supermärkte und Tankstellen – hier noch einmal bunkern.

### Etappe 5: Malin Head nach Benone (über Derry) (ca. 135 km)

- **Die Strecke:** Von Malin Head über Carndonagh und Culdaff an der Ostküste von Inishowen entlang nach Moville und Quigley’s Point, dann über Muff und die Grenze nach Derry–Londonderry. Von dort weiter auf der A2 Richtung Limavady und zur Küste bei Benone. Beim Überqueren der Grenze wechseln Tempoangaben von km/h auf mph. Etwa 2,5 Stunden Fahrzeit.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Derry–Londonderry: die weitgehend erhaltene Stadtmauer aus dem 17. Jahrhundert, Peace Bridge, Guildhall und die Murals der Bogside.
  - Magilligan Point und Binevenagh: Aussichtspunkte über den langen Strand von Benone, mit Blick auf Donegal.
  - Mussenden Temple und Downhill Demesne (National Trust) am nahen Küstenabschnitt zwischen Benone und Castlerock.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Benone Tourist Complex (Causeway Coast and Glens Borough Council) am kilometerlangen Strand mit Stellplätzen für Camper und Caravans; mehrere Parzellen laut OSM, Ausstattung und Öffnungszeiten vorab prüfen. In Derry selbst gibt es keinen großen Campingplatz in der Stadt; Camper übernachten meist außerhalb.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** In Nordirland gibt es kein Jedermannsrecht: Wildcampen ist ohne Erlaubnis des Grundeigentümers rechtswidrig. Parken in Städten wie Derry ist tagsüber möglich, Übernachten im Fahrzeug in Wohngebieten oder auf öffentlichen Parkplätzen wird nicht geduldet. National-Trust-Parkplätze wie Downhill haben keine Übernachtungserlaubnis.
- **Insider-Tipp für Camper:** Die Zufahrt zum Stadtzentrum von Derry mit einem Camper ist wegen enger Straßen und Höhenbegrenzungen mancher Parkhäuser mühsam – Park-and-Ride oder große Parkplätze am Rand nutzen. Wer Derry auslassen will: Die Lough-Foyle-Fähre Greencastle–Magilligan nimmt Wohnmobile mit, fährt aber saisonal (2026 Sommerbetrieb bis Mitte September, Winterfahrplan nicht belegt): Im Oktober ist mit Einstellung zu rechnen, Betrieb vorab prüfen.

### Etappe 6: Benone nach Ballycastle (ca. 65 km)

- **Die Strecke:** Von Benone über Coleraine und Bushmills auf der A2 und der B146 zum Giant’s Causeway, weiter über Ballintoy nach Ballycastle. Gut ausgebaute Küstenstraße mit kurzen engen Stellen in Ortsdurchfahrten, rund 1,5 Stunden Fahrzeit ohne Stopps; mit Besichtigungen ein ganzer Tag.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Dunluce Castle: Klippenburg direkt an der Küstenstraße, mit Blick auf die sagenumwobene Ruine auf dem Felsen.
  - Giant’s Causeway: rund 40.000 sechseckige Basaltsäulen, UNESCO-Welterbe; die Küstenwege sind zu Fuß frei zugänglich, das Besucherzentrum (National Trust) ist ticketpflichtig.
  - Carrick-a-Rede Rope Bridge und der Hafen von Ballintoy; Vorabbuchung eines Zeitfensters beim National Trust ist Pflicht (Online-Verkauf endet eine Stunde vor dem Slot); Wohnmobile willkommen, aber nur begrenzte Parkplätze, Übernachten nicht erlaubt.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Ballyness Caravan Park bei Bushmills und Bush Caravan Park in Bushmills (rund 50 Stellplätze mit Strom laut OSM) liegen nahe am Giant’s Causeway. Bei Ballycastle ist Watertop Camping (im Hinterland bei Ballyvoy) eine Option, dazu mehrere Caravanparks. Öffnungszeiten im Herbst prüfen – viele Parks schließen im Oktober.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Am Giant’s Causeway ist Übernachten auf den Parkplätzen nicht erlaubt; die Zufahrten werden bewacht. Entlang der Causeway Coastal Route gelten dieselben Regeln wie in ganz Nordirland: kein Wildcampen ohne Erlaubnis, auch nicht in Buchten oder Aussichtsparkplätzen.
- **Insider-Tipp für Camper:** Für die Dark Hedges (Bregagh Road, Buchenallee) wurden Verkehrsbeschränkungen eingeführt bzw. diskutiert; aktuellen Stand nicht belegt – Beschilderung vor Ort beachten und zu Fuß ansteuern. Am Giant’s Causeway ist die Parkplatzhöhe/ -länge für große Wohnmobile vorab beim National Trust zu erfragen; früh ankommen vermeidet Reisebusse.

### Etappe 7: Ballycastle nach Belfast (ca. 105 km)

- **Die Strecke:** Auf der A2, der legendären Antrim Coast Road, von Ballycastle über Cushendun, Cushendall, Glenariff, Carnlough, Glenarm und Larne nach Süden, dann über Carrickfergus nach Belfast. Die Straße folgt eng dem Meer mit kurvigen Abschnitten und viel Verkehr in Larne und vor Belfast; rund 2,5 Stunden Fahrzeit mit Stopps deutlich länger.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Cushendun: National-Trust-Dorf mit weißen Häusern, Strand und Höhlen am Ende der Bucht.
  - Glenariff Forest Park: Wasserfälle im „Königin der Glens von Antrim“, Wanderweg zu den Wasserfällen.
  - Belfast: Titanic Belfast, Cathedral Quarter und die Murals der Falls Road.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Cushendall Caravan Holiday Park und Cushendun Caravan Park an der Antrim-Küste; für Belfast bietet Dundonald Touring Caravan Park am Stadtrand eine Basis mit Anbindung an die Stadt. Öffnungszeiten, Wohnmobil-Eignung und Stellplatzangebot vorab telefonisch bestätigen.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Rund um Belfast und an der Antrim Coast Road ist Freistehen im Wohnmobil nicht erlaubt; Parkplätze in Stadt und an Aussichtspunkten werden kontrolliert. Wer eine Nacht in Belfast bleibt, nutzt besser einen Platz am Stadtrand mit Bus- oder Zuganbindung.
- **Insider-Tipp für Camper:** In Belfast kein Wohnmobil in die Innenstadt fahren: enge Straßen, Parkhäuser mit Höhenschranken, Busspuren. Bus- und Bahnanbindung vom Stadtrand nutzen.

## Camping-Praxis & Länder-Knigge

### Wildcamping & Freistehen

- Republik Irland: Kein allgemeines Recht zum Wildcampen. Parken ist erlaubt, wo es nicht verboten ist, aber Übernachten im Fahrzeug auf Straßen, Parkplätzen und Aussichtspunkten wird von Gemeinden zunehmend per Verordnung untersagt (Camperverbotsschilder, Höhenschranken). In Donegal und Sligo drohen Bußgelder und Wegweisung; Ruhe, Müll und Entsorgung sind Streitpunkte mit Anwohnern.
- Nordirland: Wildcampen ist ohne Erlaubnis des Eigentümers rechtswidrig; es gibt kein Jedermannsrecht. National-Trust-Parkplätze (Giant’s Causeway, Downhill, Carrick-a-Rede, Cushendun) und Waldparks sind für Übernachtungen nicht ausgelegt.
- Legal übernachten Sie auf Campingplätzen und Caravanparks sowie auf wenigen gemeindeeigenen Stellplätzen. Nützliche Apps: park4night, Campercontact, die Plattformen von Fáilte Ireland und Discover Northern Ireland sowie die Campingclubs der Region.
- Viele Plätze schließen im Oktober; im September 2026 vorab Öffnungszeiten für Oktober und November klären. Midges (Gnitzen) sind in Donegal und Antrim weniger stark als in Schottland, bei windstillem Abendwetter aber möglich – Insektenschutz einpacken.

### Entsorgung & Versorgung

- Ver- und Entsorgung: Entsorgungsstellen („dump points“, „Elsan points“) sind in Donegal dünn gesät; sie sind meist an Campingplätzen oder Häfen. Wasser und Entsorgung vor langen Etappen an Campingplätzen oder Tankstellen mit Service prüfen.
- Grauwasser und Kassette nur an ausgewiesenen Stellen entleeren; wildes Entsorgen führt zu Verboten für alle.
- Gas: Calor Gas ist in Irland und Nordirland die übliche Marke; deutsche Tauschflaschen werden nicht getauscht, und die Anschlüsse unterscheiden sich. Zwei volle Flaschen oder ein befüllbares System mitbringen. Autogas (LPG) ist in Irland selten.
- Trinkwasser ist in beiden Ländern in der Regel gut; bei Brunnen und Quellen auf Beschilderung achten.

### Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

- Grenzübertritt: Zwischen der Republik Irland und Nordirland gibt es keine festen Kontrollen, aber Sie verlassen die EU. Für EU-Bürger, die nicht die irische Staatsbürgerschaft haben, ist für das Vereinigte Königreich einschließlich Nordirland eine elektronische Reisegenehmigung (ETA) nötig; irische und britische Staatsbürger sind ausgenommen. Die Gebühr beträgt seit 8. April 2026 20 £ (vorher 16 £), die ETA gilt zwei Jahre. Dass die Pflicht auch beim Landübergang von der Republik nach Nordirland gilt, ist nur über Sekundärquellen belegt – Pflicht und Gebühr vor der Reise auf gov.uk prüfen. Reisepass oder Personalausweis, Führerschein und Fahrzeugpapiere mitführen.
- Versicherung: Ob für Ihr EU-zugelassenes Fahrzeug in Nordirland eine Grüne Karte verlangt wird, ist nicht abschließend geklärt. Lassen Sie sich vor der Reise von Ihrem Versicherer schriftlich bestätigen, dass Nordirland (Vereinigtes Königreich) eingeschlossen ist, und führen Sie diese Bestätigung (bei Bedarf die Grüne Karte) mit. Wer mit Anhänger fährt, prüft die Deckung ebenfalls.
- Währung: In der Republik gilt der Euro, in Nordirland das britische Pfund; Banknoten nordirischer Banken sind außerhalb des Vereinigten Königreichs schwer tauschbar. Kartenzahlung ist verbreitet, trotzdem etwas Bargeld in beiden Währungen einplanen.
- Tempolimits Republik Irland (km/h): Autobahn 120, Nationalstraße 100, Regionalstraße 80, Ortschaft 50, Sonderzonen 30; mit Wohnwagen oder Anhänger höchstens 80 km/h (RSA). Für Wohnmobile über 3.500 kg gelten möglicherweise niedrigere Werte – vorab klären. Nordirland (mph) nach britischem Muster: Wohnmobile bis 3,05 t Leergewicht 30 mph in Ortschaften, 60 mph auf Landstraßen, 70 mph auf Schnellstraßen und Autobahnen; schwerere Wohnmobile 50 mph auf Landstraßen, 60 mph auf Schnellstraßen, 70 mph auf Autobahnen; Gespanne 50 mph auf Landstraßen, 60 mph auf Schnellstraßen und Autobahnen. Maßgeblich sind immer die Schilder, die ab der Grenze in mph zeigen; der Tacho zeigt km/h – Umrechnen üben (30 mph sind rund 48 km/h, 60 mph rund 97 km/h).
- Links fahren, Kreisverkehre im Uhrzeigersinn; Schmale Straßen mit Ausweichbuchten („passing places“) rechtzeitig nutzen. Scheinwerfer für Linksverkehr umstellen oder Abdeckfolie verwenden; Außenspiegel ggf. mit Zusatzspiegeln für die rechte Seite ausstatten.
- Maße: Für in Großbritannien zugelassene Wohnmobile gelten höchstens 12 m Länge und 2,55 m Breite; für die Republik Irland sind die Höchstmaße hier nicht belegt, Faustregel ist dasselbe. Höhenschranken auf Parkplätzen vorab beachten, besonders bei Aussichtspunkten und Städten. Mautstraßen gibt es auf der Route nicht (M50 und Dublin Port Tunnel liegen abseits).
- Alkohol: Republik Irland 0,5 Promille (50 mg/100 ml Blut); Nordirland 0,8 Promille (80 mg/100 ml) – am besten gar nicht trinken. Handy am Steuer ist in beiden Ländern nur mit Freisprechanlage erlaubt. Winterreifen sind nicht Pflicht, im Herbst und Winter aber bei Frost sinnvoll.

## CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

- Wetterfeste Kleidung mit Regenjacke, Mütze und Handschuhen: Wind und Schauer wechseln in Donegal minütlich, auf Sliabh Liag und Malin Head ist es auch im Sommer kühl.
- Insektenschutz und Kopfnetz für windstille Abende: Midges gibt es auch in Donegal und Antrim, vor allem bis in den Oktober hinein.
- CEE-Adapterkabel auf Typ G und Verlängerungskabel mit Polprüfer: Beide Länder nutzen 230 V mit Typ-G-Steckdosen, auf Campingplätzen gibt es meist blaue CEE-Anschlüsse; Polarität vor dem Anschluss prüfen.
- Auffahrkeile und Rutschmatten für feuchte Wiesenstellplätze: Viele Campingplätze liegen auf weichem Boden, Wohnmobile versinken schnell.
- Papier- oder Offline-Karten und ein Navi mit Fahrzeughöhe: Mobilfunk ist in Donegal lückenhaft, Höhenschranken auf Parkplätzen sind häufig.
- Ausgedruckte ETA-Bestätigung, Versicherungsbestätigung mit Nordirland-Deckung und Euro plus Pfund in bar.

_Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen._

## Quellen

- [ETA Visa UK Info – UK ETA, Northern Ireland and the Common Travel Area (Sekundärquelle)](https://etavisauk.org/en/uk-eta-northern-ireland-common-travel-area/)
- [Alliance Party – Farry welcomes Ireland exemption on electronic travel authorisation requirement](https://www.allianceparty.org/farry_welcomes_ireland_exemption_on_electronic_travel_authorisation_requirement)
- [The Caravan and Motorhome Club – Speed awareness (Tempolimits Wohnmobil/Gespann, GB)](https://www.caravanclub.co.uk/blog/practical-tips-and-ideas/ask-your-club-speed-awareness/)
- [Association of British Insurers – Driving across the NI/ROI border (Grüne Karte)](https://www.abi.org.uk/products-and-issues/choosing-the-right-insurance/motor-insurance/n0-deal-not-working/does-this-apply-for-driving-across-the-northern-ireland-and-republic-of-ireland-border/)
- [Visit Inishowen – Lough Foyle Ferry Greencastle–Magilligan](https://www.govisitinishowen.com/directory/lough-foyle-ferry-greencastle-magilligan/)
- [National Trust – Booking your visit to cross Carrick-a-Rede Rope Bridge](https://www.nationaltrust.org.uk/visit/northern-ireland/carrick-a-rede/booking-your-visit-to-cross-the-bridge)
- [Goboony – Camping in Glenveagh National Park (Sekundärquelle)](https://www.goboony.co.uk/blog/everything-you-need-to-know-about-camping-in-glenveagh-national-park)
- [Donegal County Council – Ferry service](https://donegalcoco.ie/business/developingourtourismsector/ferry-service/)
- [OpenStreetMap – Campingplätze IE/GB (data/osm/camps)](https://www.openstreetmap.org/)

## Reiseverlauf Stopp für Stopp

1. **Sligo** (Irland)
2. **Benbulben** (Irland)
3. **Donegal** (Irland)
4. **Teelin** (Irland)
5. **Glenties** (Irland)
6. **Dunlewey** (Irland)
7. **Glenveagh** (Irland)
8. **Letterkenny** (Irland)
9. **Malin Head** (Irland)
10. **Derry** (Vereinigtes Königreich)
11. **Benone** (Vereinigtes Königreich)
12. **Giant's Causeway** (Bushmills, Vereinigtes Königreich): Rund 40.000 ineinandergreifende Basaltsäulen, die an der Küste von Antrim ins Meer hinabsteigen.
13. **Ballycastle** (Vereinigtes Königreich)
14. **Belfast** (Vereinigtes Königreich)

## Beste Reisezeit

Kein Monat ist auf der ganzen Strecke ideal; am angenehmsten sind meist Mai–September. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)

## Praktisches für unterwegs

- **Irland: Maut auf einigen Straßen, Brücken oder Tunneln.** Linksverkehr. Schrankenlose Maut auf der M50 rund um Dublin. Tempolimit für Pkw auf Autobahnen: 120 km/h.
- **Vereinigtes Königreich: Maut auf einigen Straßen, Brücken oder Tunneln.** Linksverkehr. Einige Brücken und Tunnel sind mautpflichtig.
- **Sligo → Benbulben.** Fähre nach Irland nötig
- **Benbulben → Donegal.** Fähre nach Irland nötig
- **Donegal → Teelin.** Fähre nach Irland nötig
- **Malin Head → Derry.** Fähre nach Irland nötig
- **Derry → Benone.** Fähre nach Irland nötig
- **Benone → Giant's Causeway.** Fähre nach Irland nötig
- **Giant's Causeway → Ballycastle.** Fähre nach Irland nötig
- **Ballycastle → Belfast.** Fähre nach Irland nötig

## Häufige Fragen

**Wie lang ist die Route «Atlantikwind, Basaltsäulen und zwei Währungen – mit dem Camper durch Donegal und die Causeway Coast»?**
7-tägiger Roadtrip über etwa 512 km (318 mi) mit 14 Stopps, von Sligo nach Belfast. Insgesamt etwa 7 h 05 min Fahrzeit.

**Wie viele Tage braucht man für «Atlantikwind, Basaltsäulen und zwei Währungen – mit dem Camper durch Donegal und die Causeway Coast»?**
Wir empfehlen 7 Tage: etwa 7 h 05 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

**Wo beginnt und endet «Atlantikwind, Basaltsäulen und zwei Währungen – mit dem Camper durch Donegal und die Causeway Coast»?**
Sie beginnt in Sligo und endet in Belfast.

**Durch welche Länder führt «Atlantikwind, Basaltsäulen und zwei Währungen – mit dem Camper durch Donegal und die Causeway Coast»?**
Irland und Vereinigtes Königreich.

**Wo kann man entlang «Atlantikwind, Basaltsäulen und zwei Währungen – mit dem Camper durch Donegal und die Causeway Coast» campen?**
OpenStreetMap verzeichnet 77 Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze im Umkreis von 20 km um die Stopps dieser Route. Zum Beispiel: Dungloe Caravan Park, Sleepy Hollow und Cushendall Caravan Holiday Park.

**Wann ist die beste Reisezeit für Atlantikwind, Basaltsäulen und zwei Währungen – mit dem Camper durch Donegal und die Causeway Coast?**
Kein Monat ist auf der ganzen Strecke ideal; am angenehmsten sind meist Mai–September. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)
