# Granit, Hering und Schärenlicht – mit dem Camper von Göteborg durch Bohuslän bis Strömstad und zu den Kosterinseln

> Von der Hafenstadt Göteborg über Marstrand, Tjörn, Orust und Smögen nach Fjällbacka, zu den Felsbildern von Tanum und nach Strömstad, mit Bootsausflug nach…

Source: https://camping-spirit.com/de/guides/rf-255-bohuslan-gothenburg/

**Auf einen Blick:** 8-tägige Rundreise über etwa 415 km (258 mi) mit 12 Stopps, Start und Ziel in Göteborg. Insgesamt etwa 5 h 44 min Fahrzeit. Von der Hafenstadt Göteborg über Marstrand, Tjörn, Orust und Smögen nach Fjällbacka, zu den Felsbildern von Tanum und nach Strömstad, mit Bootsausflug nach Koster: rund 550 Kilometer über Brücken, an Fjorden entlang und durch ein Land, in dem Stellplätze genauso geplant sein wollen wie die Fahrten zu den Inseln.

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| Entfernung | 415 km (258 mi) |
| Fahrzeit | 5 h 44 min |
| Empfohlene Tage | 8 |
| Stopps | 12 |
| Route | Göteborg → Göteborg |
| Länder | Schweden |
| Aktualisiert | 1. September 2026 |

*Von der Hafenstadt Göteborg über Marstrand, Tjörn, Orust und Smögen nach Fjällbacka, zu den Felsbildern von Tanum und nach Strömstad, mit Bootsausflug nach Koster: rund 550 Kilometer über Brücken, an Fjorden entlang und durch ein Land, in dem Stellplätze genauso geplant sein wollen wie die Fahrten zu den Inseln.*

## Der Spirit der Route

Bohuslän ist ein Land aus rosa Granit, den das Eis rund geschliffen hat, und aus Wasser, das an jeder Ecke wieder auftaucht. Die Straße windet sich zwischen kahlen Klippen, Kiefernwäldchen und roten Fischerhäusern hindurch, quert Brücken auf Inseln und endet in Häfen, in denen morgens die Krabbenkutter anlegen. Aus der Schiebetür sehen Sie Möwen auf den Dalben, Segelboote im Gegenlicht und nach Regen den Geruch von Tang und nassem Fels. Abends bleibt es im Sommer lange hell, und die Felsen speichern die Wärme bis spät. Freistehen sieht hier einfacher aus, als es ist: Allemansrätten trägt Zelte, aber keine Wohnmobile. Dafür gibt es kleine Campingplätze direkt am Wasser, und wer plant, wird mit Krabbenbrot, Salzhering und Badefelsen belohnt.

## Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

### Etappe 1: Göteborg nach Marstrand (Koön) (ca. 55 km)

- **Die Strecke:** Aus Göteborg über die E6 nordwärts durch Kungälv, dann auf Landstraßen zur Insel Marstrand mit Anschluss an die Koön, wo das Festland endet. Gut ausgebaut, Stadtverkehr und Brücken am Anfang, hinter Kungälv ruhiger. Gut eine Stunde reine Fahrzeit, Göteborg selbst braucht einen halben Tag.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Göteborg: Fischkirche (Feskekôrka) am Rosenlundskanal, Haga-Viertel und Slottsskogen als Spaziergang ab Stellplatz oder Straßenbahnhaltestelle.
  - Südlicher Schärengarten ab Saltholmen mit Fähren nach Styrsö, Donsö oder Vrångö, autofrei, Ausflug mit der Straßenbahn Linie 11.
  - Marstrand: Festung Carlsten über der Hafeneinfahrt; die Altstadt liegt auf der Insel Marstrandsön und ist mit der Kurzfähre ab Koön in wenigen Minuten erreichbar, Autos lassen Sie besser auf der Koön.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** In Göteborg liegen Lisebergs Camping Kärralund (östlich der Innenstadt, an der Straßenbahn) und Lisebergs Camping Askim Strand (im Süden, Strandlage). Beide mit Strom, Sanitär und Servicestelle, in der Hochsaison früh buchen. In Marstrand selbst bietet sich Marstrands Familjecamping auf der Koön an, daneben verzeichnet OpenStreetMap die Mjölkekilen Husbilsplatser mit rund 20 Plätzen; Ausstattung, Saison und Preis vorab bei Gemeinde oder Hafen klären.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Außerhalb von Campingplätzen ist in Göteborg Stehen nur auf regulär ausgewiesenen Parkplätzen möglich; Zeitbegrenzungen und Anwohnerparken beachten. Auf der Koön sind die Gemeindeflächen bewirtschaftet und gebührenpflichtig, der Bereich in Hafennähe wird kontrolliert. Wohnmobile dürfen nach schwedischem Recht dort schlafen, wo Parken erlaubt ist – Campingverhalten wie Stühle und Markise kann trotzdem verboten sein.
- **Insider-Tipp für Camper:** In Göteborg Trängselskatt beachten: Die Staugebühr wird bei der Durchfahrt der Kontrollpunkte per Kennzeichen erhoben (Mo–Fr tagsüber, nicht im Juli und nicht an Wochenenden und Feiertagen); für ausländische Fahrzeuge Abwicklung vorab bei Transportstyrelsen klären. Wer die Innenstadt meiden will, parkt am Camping und fährt Tram. Marstrand ist im Sommer an Wochenenden überfüllt – spätestens mittags da sein oder abends kommen.

### Etappe 2: Marstrand nach Tjörn (Skärhamn) (ca. 70 km)

- **Die Strecke:** Zurück über Kungälv auf die E6 bis Stenungsund, dann über die Tjörnbron auf die Insel und auf der Hauptstraße nach Skärhamn. Die Brücke ist gebührenfrei, hoch und im Wind zugig – auf Seitenwind achten. Rund 1,25 Stunden Fahrzeit.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Nordiska Akvarellmuseet in Skärhamn am Hafen, mit Ausstellungen in Pavillons direkt über dem Wasser.
  - Klädesholmen: Fischerort mit Hafen, bekannt für salzig eingelegten Hering, Holzstege und Häuser auf kleinen Felsinseln.
  - Badeklippen an der Westküste von Tjörn, besonders am Abend mit Sonnenuntergang über dem Skagerrak.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Almöns Camping auf der Almön, kurz hinter der Brücke gelegen, und Tjörnbron Park Camping am Brückenkopf: beide mit Strom, Sanitär, Ver- und Entsorgung, an der Küste mit Badefelsen. In Skärhamn hat der Gästehafen (Skärhamns Båtförening) eine Latrinenentleerung; ob dort Wohnmobilplätze bestehen, vorab beim Hafen erfragen.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Auf Tjörn ist Übernachten im Wohnmobil auf Parkplätzen am Meer meist eingeschränkt, Strandschutz (strandskydd) gilt in der Regel auf 100 Metern ab der Wasserlinie und hindert vor allem Bauen, aber Gemeinde und Grundbesitzer können Parken untersagen. Abseits befestigter Wege ist Fahren ins Gelände nach der Geländefahrverordnung verboten.
- **Insider-Tipp für Camper:** Tjörn und Orust sind von der E6 gut erreichbar, aber die Inselstraßen sind schmal und haben kaum Ausweichstellen. Vor der Insel in Stenungsund tanken und einkaufen; Wein und Starkbier gibt es nur im Systembolaget, dessen Standorte und Zeiten Sie vorab prüfen sollten – Supermärkte verkaufen nur Leichtbier bis 3,5 Prozent.

### Etappe 3: Tjörn nach Orust (Mollösund/Henån) (ca. 55 km)

- **Die Strecke:** Von Skärhamn über die Brücke bei Skåpesund nach Orust, Schwedens drittgrößter Insel, dann Landstraßen nach Henån und weiter an die Westküste nach Mollösund. Viele Kurven, kaum Seitenstreifen, Gegenverkehr mit Traktoren und Radfahrern. Etwa 1,25 Stunden Fahrzeit.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Mollösund: Fischerdorf auf der Südwestspitze mit Hafen, Fischräucherei und Kaffeehaus am Wasser.
  - Käringön und Gullholmen: autofreie Inseln vor der Westküste, Passagierfähre (Västtrafik-Linie 381) ab Tuvesvik, nach Gullholmen etwa 10, nach Käringön etwa 45 Minuten; Auto am Anleger parken, Fahrplan bei Västtrafik prüfen.
  - Henån: Orusts Hauptort, praktisch für Einkauf, Wasser und Entsorgung.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** In Henån gibt es einen Wohnmobilstellplatz (Henåns ställplats) am Ortsrand. Auf Orust liegen mehrere Campingplätze: Vindöns Camping & Marina und Hafsten Resort, an der Westküste Stocken Camping, im Osten der Insel Unda Camping; Ausstattung und Öffnungszeiten vorab klären (laut OpenStreetMap hat Stocken Camping Strom, Sanitär und Servicestation). Im Juli und Anfang August buchen.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Auf Orust ist Freistehen im Wohnmobil kaum praktikabel: Die Straßenränder sind schmal, vieles ist Privatgrund, und der Grundbesitzer darf das Abstellen von Fahrzeugen untersagen – das gehört nicht zum Jedermannsrecht. Wer abseits eines Platzes stehen will, fragt den Landwirt oder Hofbesitzer um Erlaubnis.
- **Insider-Tipp für Camper:** Der Kai in Mollösund ist eng und im Sommer überlaufen; parken Sie am Ortsrand und gehen Sie zu Fuß. Einkaufen und Tanken in Henån, die Küstendörfer haben meist nur kleine Läden. Fischräuchereien und Fischverkauf am Hafen schließen oft früh.

### Etappe 4: Orust nach Smögen (Sotenäs) (ca. 95 km)

- **Die Strecke:** Von Orust über die Svanesund-Brücke aufs Festland und auf der E6 nordwärts, dann bei Munkedal auf der Landstraße 162 zur Halbinsel Sotenäs mit Hunnebostrand, Kungshamn und der Insel Smögen (Brücke). Zügige Fahrt auf der E6, ab Munkedal Landstraße mit wechselnder Breite. Rund 1,75 Stunden Fahrzeit.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Hunnebostrand: Granithafen mit historischer Steinhauer-Tradition und Rundgang durch den Ort.
  - Smögenbryggan: die rund 600 Meter lange Holzstegreihe mit Fischläden, Eisdielen und Cafés (im Sommer überfüllt).
  - Morgenspaziergang über die Granitklippen bei Smögens Südspitze, wenn die Stege noch leer sind.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** First Camp Solvik – Kungshamn und Sotenäs Camping in Kungshamn: mit Strom, Sanitär, Ver- und Entsorgung, beide in der Nähe des Wassers. In Smögen selbst verzeichnet OpenStreetMap einen Stellplatz; Betrieb und Preis vorab klären. Hunnebostrands Camping & Stugor ist eine Alternative auf dem Weg.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Auf Smögen und in Kungshamn ist das Stehen im Hochsommer stark reglementiert: Die Gemeinden haben Parkverbote und Zeitlimits an Hafen und Brücken. Rechnen Sie mit Kontrollen. Die offiziellen Flächen sind meist gebührenpflichtig.
- **Insider-Tipp für Camper:** Die Brücke nach Smögen und die Zufahrt zur Smögenbryggan ist in der Hochsaison mittags Stau; fahren Sie früh morgens hinein oder nutzen Sie die Parkplätze am Rand und gehen zu Fuß. Krabben und Hummer kaufen Sie am besten direkt von den Fischern im Hafen.

### Etappe 5: Smögen nach Fjällbacka und Tanumshede (ca. 55 km)

- **Die Strecke:** Zurück aufs Festland, dann weiter über Landstraßen und die E6 nach Tanumshede, von dort auf der Straße 163 nach Fjällbacka und wieder zurück zum Felsbilderfeld von Tanum. Überwiegend gut ausgebaut, rund 1 Stunde Fahrzeit ohne Stopps.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Fjällbacka: Hafenort unter dem Berg Vetteberget, der Aufstieg zur Kungsklyftan, einer schmalen Felsspalte, lohnt wegen der Aussicht über die Schären.
  - Felsbilder von Tanum (UNESCO-Welterbe): Vitlycke mit Museum und Rundweg, Schiffs- und Menschenfiguren aus der Bronzezeit.
  - Ingrid-Bergman-Platz am Hafen von Fjällbacka, daneben der Fischmarkt.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Camping Fjällbacka am Ortsrand mit Strom, Sanitär, V/E; Tanums Camping & Stugby bei Tanumshede liegt ruhig im Landesinneren und ist ein guter Standort für die Felsbilder. Hochsaison: reservieren.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Am Felsbilderfeld und in Fjällbacka sind Parkplätze für Besucher bestimmt, nachts ist das Stehen nicht vorgesehen. Die Gemeinde Tanum setzt Parkregeln durch, und Naturreservate wie Kungsklyftan sind nicht zum Übernachten gedacht.
- **Insider-Tipp für Camper:** Die Straße nach Fjällbacka ist im Juli eng und voll; mit größeren Wohnmobilen morgens fahren und den Camper am Platz lassen. Für Vitlycke den Parkplatz am Museum nutzen. Die Felsbilder sind im Frühjahr und Herbst bei flachem Licht am besten zu sehen; die Gravuren werden auf Teilen des Geländes für Besucher rot nachgezeichnet.

### Etappe 6: Tanumshede nach Strömstad (ca. 45 km)

- **Die Strecke:** Über die E6 nordwärts nach Grebbestad und weiter nach Strömstad am Skagerrak. Gut ausgebaute Fernstraße, im Küstenbereich auch Nebenstrecken. Rund 40 Minuten Fahrzeit.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Grebbestad: Hafenort, bekannt für Austern und Meeresfrüchte; Austernsafaris werden dort angeboten.
  - Strömstad: Hafenpromenade, Kurbadgeschichte und Fährabfahrt zu den Kosterinseln.
  - Saltö und Tjärnö: Straßeninseln südlich von Strömstad mit Meeresforschungsstation und Strandpfaden.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Strömstads Camping bei Strömstad (Küstenlage, Strom, Sanitär, V/E) und Seläter camping nördlich des Zentrums; auf der Karte beide in OpenStreetMap geführt. In Grebbestad liegt First Camp Edsvik. Ab Juli früh buchen.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** In Strömstad gibt es kein offizielles Freistehen; nachts Parken an Hafen und Zentrum ist reglementiert. Wer ausweichen muss, nutzt ausgewiesene Plätze oder fragt bei der Touristeninformation.
- **Insider-Tipp für Camper:** Strömstad liegt dicht an der norwegischen Grenze: Viele Norweger kommen zum Einkaufen, deshalb sind Supermärkte und Parkplätze am Wochenende voll. Systembolaget ist sonntags geschlossen. Für die Weiterfahrt nach Norwegen sind Maut (AutoPASS) und Alkoholgrenzen anders geregelt – hier nur die schwedische Seite.

### Etappe 7: Strömstad nach Koster (Tagesausflug) (ca. 10 km)

- **Die Strecke:** Der Camper bleibt in Strömstad: Die Passagierfähren (Kosterlinjen, seit 27.9.2026 von Molslinjen betrieben) fahren ganzjährig ab dem Norra hamnen in rund 45 Minuten zu Syd- und Nordkoster, Fahrzeuge werden nicht mitgenommen. Auf den Inseln sind Autos praktisch unerwünscht; Sie erkunden sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Sydkoster: Wanderwege über Klippen zum Meer und zu Badebuchten.
  - Nordkoster: ursprüngliche, felsige Insel mit Leuchtfeuer und Naturreservat.
  - Kosterhavets Nationalpark: Schwedens erster Meeresnationalpark, Tauchen, Seehunde und Seevögel.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Sie übernachten wie am Vortag in Strömstad oder am gleichen Campingplatz. Auf den Inseln selbst ist Wohnmobilcamping nicht vorgesehen; Zimmer und Hütten dort sind begrenzt.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Im Nationalpark Kosterhavet gelten Regeln für Boote, Strände und Naturschutz; Zelten und Feuer sind nur an ausgewiesenen Stellen erlaubt. Mit dem Wohnmobil gibt es auf den Inseln keinen Stellplatz.
- **Insider-Tipp für Camper:** Fahrplan und Preise bei Kosterlinjen und Västtrafik prüfen (Tickets auch in der Västtrafik-App ToGo); die letzte Rückfahrt rechtzeitig einplanen. Fahrräder lassen sich auf der Insel mieten. Proviant, Wasser und feste Schuhe mitnehmen.

### Etappe 8: Strömstad nach Göteborg (ca. 165 km)

- **Die Strecke:** Fast durchgehend die E6 südwärts über Tanumshede, Uddevalla und Kungälv zurück nach Göteborg. Breite Fernstraße mit Tempolimits meist zwischen 90 und 110 km/h, Baustellen und Radar häufiger als gedacht. Gut 2 Stunden Fahrzeit.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Uddevalla: Hafenstadt am Byfjord mit Anlagen für Wasserwanderer, Stopp für Einkauf und Tankstopp.
  - Kungälv: Festung Bohus über dem Fluss Göta älv, mit Burganlage und Aussicht.
  - Göteborg: zum Abschluss Haga und Hafenviertel, Fisch und Garnelen am Abend.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** In Göteborg wieder Lisebergs Camping Kärralund oder Askim Strand. Wer spät ankommt, nutzt den Stellplatz in Hafennähe; Betrieb vorab prüfen (OpenStreetMap führt dort Tjolmens ställplats). In der Hochsaison frühzeitig reservieren.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Rastplätze (rastplats) an der E6 sind für kurze Pausen da; gilt nach den schwedischen Verkehrsregeln in der Regel eine Höchstdauer von 24 Stunden an Werktagen, an Wochenenden und Feiertagen bis zum nächsten Werktag, sofern kein Schild etwas anderes sagt. Camping im Sinne von Stühlen und Markise gehört nicht dazu.
- **Insider-Tipp für Camper:** Vor der Einfahrt nach Göteborg tanken, da Kraftstoffe in der Stadt teurer sind. Die Miljözon der Innenstadt (Klasse 1) betrifft schwere Lkw und Busse; Wohnmobile über 3,5 t sind dort nicht ausdrücklich genannt und sollten vorab bei Transportstyrelsen oder der Stadt geprüft werden. Die Staugebühr gilt nur Mo–Fr tagsüber (nicht im Juli), höchstens 60 SEK pro Fahrzeug und Tag; die Erfassung erfolgt per Kennzeichen.

## Camping-Praxis & Länder-Knigge

### Wildcamping & Freistehen

- Allemansrätten (Jedermannsrecht) gilt in Schweden für Menschen, nicht für Motorfahrzeuge: Ein Zelt dürfen Sie für eine Nacht abseits von Häusern aufstellen, ein Wohnmobil im Gelände abzustellen ist nach der Geländefahrverordnung verboten. Fast die ganze Natur außerhalb von Wegen gilt als Gelände, und ein Grundbesitzer kann das Abstellen untersagen.
- Parken und Übernachten an öffentlichen Straßen ist erlaubt, wo Parken erlaubt ist; ein Wohnmobil darf dort stehen, solange es nicht stört, die Gemeinde nicht Camping verboten hat und Sie nicht in unmittelbarer Nähe eines Wohnhauses ohne Zustimmung stehen. Auf Rastplätzen gilt in der Regel eine Höchstdauer von 24 Stunden an Werktagen, an Wochenenden bis zum nächsten Werktag. Gemeinden können in ihren Ordnungsvorschriften Camping für bestimmte Gebiete verbieten.
- An der Küste kommen Strandschutz (strandskydd, meist 100 Meter), Naturreservate (z. B. Kungsklyftan, Koster) und Hafenbereiche dazu. Am Wasser stehen deshalb oft Schilder, die Parken oder Übernachten einschränken. Strafen sind Parkbußen und Abschleppen; Gebühren nur vor Ort prüfen.
- Als Hilfsmittel eignen sich park4night, Campercontact und die Stellplatzführer des schwedischen Wohnmobilverbands (Svenska Husbilsklubben); die Touristeninformationen der Kommunen kennen die lokalen Plätze. Viele Plätze heißen „ställplats“ und sind kostenpflichtig.

### Entsorgung & Versorgung

- Ver- und Entsorgung: Schwedische „ställplatser“ bieten oft Frischwasser, Grauwasserabfluss und eine Toilettenentleerung („latrintömning“); Campingplätze haben Servicestellen, die auch Gäste anderer Plätze gegen Gebühr nutzen. Wildes Entleeren von Grau- und Schwarzwasser ist verboten.
- Trinkwasser aus der Leitung ist in Schweden gut trinkbar; Hähne an Häfen und Plätzen tragen meist keine Warnung, bei Schildern „inte dricksvatten“ nicht nutzen. Auf Inseln ist Wasser knapp, Sie sollten volle Tanks mitnehmen.
- Gas: Schwedische Propanflaschen (Gasol) werden in der Regel nur im eigenen Pfandsystem getauscht; deutsche Flaschen lassen sich nicht tauschen. Reisen Sie mit vollen Flaschen an oder nutzen Sie ein Wiederbefüllsystem mit passendem Adapter. Autogas (LPG) gibt es an Tankstellen selten.
- Einkauf: Wein, Spirituosen und Bier über 3,5 Prozent gibt es nur im Systembolaget (sonntags geschlossen). Pfandflaschen und Dosen (pant) können in Supermärkten abgegeben werden. Bezahlen ist fast überall bargeldlos mit Karte möglich.

### Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

- Tempolimits: Pkw und Wohnmobile bis 3,5 t folgen der Beschilderung (außerorts meist 70 bis 100 km/h, auf der E6 oft 100 bis 110 km/h, innerorts 50 km/h). Pkw mit gebremstem Anhänger dürfen nach der Tabelle von Transportstyrelsen 80 km/h fahren. Für Wohnmobile über 3,5 t gelten niedrigere Fahrzeugwerte (etwa 80 bis 90 km/h, je nach Einstufung im Fahrzeugschein); niedrigere Schilderwerte gehen vor.
- Abblendlicht ist Tag und Nacht Pflicht. Alkoholgrenze 0,2 Promille; Handy am Steuer nur mit Freisprecheinrichtung. Winterreifen sind vom 1. Dezember bis 31. März bei winterlichen Straßenverhältnissen vorgeschrieben.
- Göteborg: Trängselskatt (Staugebühr) wird an den Kontrollpunkten nur Mo–Fr etwa 6.00–18.29 Uhr erhoben, nicht an Wochenenden, Feiertagen, am Tag vor einem Feiertag und im Juli; höchstens 60 SEK pro Fahrzeug und Tag. Die Erfassung erfolgt per Kennzeichen, auch ausländische Fahrzeuge sind betroffen; Abwicklung vorab bei Transportstyrelsen klären. Die Umweltzone (Miljözon Klasse 1) betrifft schwere Lkw und Busse; Wohnmobile sind dort nicht ausdrücklich genannt, bei Fahrzeugen über 3,5 t vorab bei Transportstyrelsen bzw. der Stadt nachfragen.
- Brücken und Fähren: Die Tjörnbron und die Brücken nach Orust und Smögen sind nach unserem Kenntnisstand gebührenfrei; die Fähren zu den autofreien Schäreninseln (Styrsö, Käringön, Gullholmen, Koster) sind Passagierverbindungen, Fahrzeuge bleiben auf dem Festland. Fahrpläne bei Västtrafik prüfen.
- Wildwechsel: Elche und Rehe queren die Straße vor allem in der Dämmerung; im Landesinneren vorsichtiger fahren. Zulässige Fahrzeugmaße in Schweden: Breite in der Regel höchstens 2,6 m, Höhe 4,5 m; Schilder gehen vor. Warnweste und Warndreieck sind zwar keine Pflicht, aber empfohlen.

## CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

- Schwere Auffahrkeile und einen Hammer für Heringe: Die Stellplätze am Wasser liegen oft auf unebenem Granit.
- Zecken- und Mückenschutz sowie eine Zeckenzange: Bohuslän liegt in einem Gebiet mit Zeckenvorkommen, FSME-Impfung vorher prüfen.
- Badeschuhe und Neoprensocken: Die Klippen sind glatt, und Quallen kommen im Spätsommer vor.
- 25 m CEE-Kabel und Adapter für Campingplätze, auf Inseln ist die Stromversorgung teils schwach.
- Wetterfeste Kleidung und Windjacke: Aus dem Skagerrak weht auch im Sommer kühler Wind, Regen kommt schnell.
- Kreditkarte statt Bargeld: Fast alle Plätze, Fähren und Parkautomaten nehmen nur Karte oder App (z. B. Parkering-Apps der Gemeinden).

_Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen._

## Quellen

- [Transportstyrelsen – Trängselskatt i Göteborg: tider och belopp](https://www.transportstyrelsen.se/sv/vagtrafik/Trangselskatt/Trangselskatt-i-goteborg/Tider-och-belopp-i-Goteborg/)
- [Transportstyrelsen – Miljözoner](https://transportstyrelsen.se/sv/vagtrafik/miljo/miljozoner/)
- [Transportstyrelsen – Hastighetstabell](https://transportstyrelsen.se/globalassets/global/vag/trafikregler/hastighetstabla2.pdf)
- [Västsverige/Orust – Färja Tuvesvik–Gullholmen–Käringön](https://www.vastsverige.com/orust/produkter/farja-tuvesvik-gullholmen-karingon/)
- [Västsverige – Ferry lines in Southern Bohuslän](https://vastsverige.com/en/sodra-bohuslan/artiklar/ferry-lines-in-southern-bohuslan)
- [Västsverige/Strömstad – Koster ferry](https://www.vastsverige.com/en/stromstad/produkter/koster-ferry/)
- [Baird Maritime – Molslinjen takes over ferry operations to Koster Islands](https://www.bairdmaritime.com/passenger/ferry/molslinjen-takes-over-ferry-operations-to-swedens-koster-islands)
- [Kungälvs kommun – Taxa Marstrands hamnområde 2026](https://www.kungalv.se/siteassets/dokument/kommun-och-politik/styrdokument/avgifter-och-taxor/taxa-marstrands-hamnomrade-2026.pdf)
- [Västsverige/Tjörn – Skärhamns gästhamn](https://www.vastsverige.com/tjorn/produkter/skarhamns-gasthamn/)

## Reiseverlauf Stopp für Stopp

1. **Göteborg** (Schweden)
2. **Marstrand** (Schweden)
3. **Skärhamn** (Schweden)
4. **Mollösund** (Schweden)
5. **Henån** (Schweden)
6. **Smögen** (Schweden)
7. **Fjällbacka** (Schweden)
8. **Tanumshede** (Schweden)
9. **Grebbestad** (Schweden)
10. **Strömstad** (Schweden)
11. **Koster** (Schweden)
12. **Göteborg** (Schweden)

## Beste Reisezeit

Am angenehmsten sind meist Juni–August. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: Mai und September. Kalt und kurze Tage: Dezember–März. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)

## Praktisches für unterwegs

- **Schweden: Maut auf einigen Straßen, Brücken oder Tunneln.** City-Maut in Stockholm und Göteborg; Maut auf der Øresundbrücke. Tempolimit für Pkw auf Autobahnen: 120 km/h.

## Häufige Fragen

**Wie lang ist die Route «Granit, Hering und Schärenlicht – mit dem Camper von Göteborg durch Bohuslän bis Strömstad und zu den Kosterinseln»?**
8-tägige Rundreise über etwa 415 km (258 mi) mit 12 Stopps, Start und Ziel in Göteborg. Insgesamt etwa 5 h 44 min Fahrzeit.

**Wie viele Tage braucht man für «Granit, Hering und Schärenlicht – mit dem Camper von Göteborg durch Bohuslän bis Strömstad und zu den Kosterinseln»?**
Wir empfehlen 8 Tage: etwa 5 h 44 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

**Wo beginnt und endet «Granit, Hering und Schärenlicht – mit dem Camper von Göteborg durch Bohuslän bis Strömstad und zu den Kosterinseln»?**
Es ist eine Rundreise mit Start und Ziel in Göteborg.

**Durch welche Länder führt «Granit, Hering und Schärenlicht – mit dem Camper von Göteborg durch Bohuslän bis Strömstad und zu den Kosterinseln»?**
Schweden.

**Wo kann man entlang «Granit, Hering und Schärenlicht – mit dem Camper von Göteborg durch Bohuslän bis Strömstad und zu den Kosterinseln» campen?**
OpenStreetMap verzeichnet 85 Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze im Umkreis von 20 km um die Stopps dieser Route. Zum Beispiel: Kungälvs Camping och B&B, Marstrands Familjecamping und Stocken Camping.

**Wann ist die beste Reisezeit für Granit, Hering und Schärenlicht – mit dem Camper von Göteborg durch Bohuslän bis Strömstad und zu den Kosterinseln?**
Am angenehmsten sind meist Juni–August. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: Mai und September. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)
