# Granit, Macchia und Zitadellen – mit dem Camper über Cap Corse, die Calanche de Piana und den Col de Bavella

> Von Bastia rund ums Cap Corse, durch die Balagne und die roten Felsen von Piana nach Ajaccio, Bonifacio und über die Bavella-Nadeln ins Bergstädtchen Corte…

Source: https://camping-spirit.com/de/guides/rf-226-corsica/

**Auf einen Blick:** 8-tägige Rundreise über etwa 473 km (294 mi) mit 14 Stopps, Start und Ziel in Bastia. Insgesamt etwa 6 h 32 min Fahrzeit. Von Bastia rund ums Cap Corse, durch die Balagne und die roten Felsen von Piana nach Ajaccio, Bonifacio und über die Bavella-Nadeln ins Bergstädtchen Corte: rund 800 Kilometer Insel, auf denen ein Tagesschnitt von 100 Kilometern schon viel ist.

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|---|---|
| Entfernung | 473 km (294 mi) |
| Fahrzeit | 6 h 32 min |
| Empfohlene Tage | 8 |
| Stopps | 14 |
| Route | Bastia → Bastia |
| Länder | Frankreich |
| Aktualisiert | 1. September 2026 |

*Von Bastia rund ums Cap Corse, durch die Balagne und die roten Felsen von Piana nach Ajaccio, Bonifacio und über die Bavella-Nadeln ins Bergstädtchen Corte: rund 800 Kilometer Insel, auf denen ein Tagesschnitt von 100 Kilometern schon viel ist.*

## Der Spirit der Route

Korsika empfängt Sie mit dem Geruch der Macchia, noch bevor die Fähre angelegt hat: Zistrose, Myrte, wilder Fenchel. Danach bestimmt die Straße das Tempo. Am Cap Corse klebt die D80 an der Steilküste, Genuesertürme wachen über Buchten, in Nonza fällt der Fels senkrecht zum grauen Strand ab. In der Balagne thronen Dörfer auf Granitkuppen über Olivenhainen, bei Piana leuchten die Calanche orangerot über dem tiefblauen Golf. Aus der Schiebetür sehen Sie abends Zitadellen im Gegenlicht, morgens Nebelfetzen zwischen den Bavella-Nadeln, und immer wieder halbwilde Schweine und Kühe auf dem Asphalt. Diese Insel verzeiht keine Eile: schmale Kehren, Felsüberhänge, Gegenverkehr von Reisebussen. Wer kompakt reist, früh startet und auf Campingplätzen schläft, statt am Strand zu stehen, erlebt ein Gebirge im Meer, das jeden Tag anders aussieht.

## Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

### Etappe 1: Bastia nach Saint-Florent (über Cap Corse) (ca. 120 km)

- **Die Strecke:** Von Bastia auf der D80 nach Norden, an der Ostküste des Cap Corse breit und gut zu fahren: Erbalunga, Sisco, Luri, Macinaggio. Über den Col de la Serra hinüber nach Westen bei Centuri, dann ändert sich der Charakter: Die D80 führt schmal, mit Felsüberhängen, kurzen Engstellen und niedrigen Mauern hoch über dem Meer über Pino, Canari und Nonza hinab nach Saint-Florent. Für die Westseite gut 2,5 Stunden ohne Pausen einplanen, insgesamt ein voller Tag. Die Runde im Uhrzeigersinn fahren: Dann liegt die Westküste auf der Bergseite.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Erbalunga: Fischerdorf mit Genueserturm auf der Felsnase, am frühen Morgen fast ohne Besucher.
  - Moulin Mattei am Col de la Serra mit Blick auf Centuri, die Insel Giraglia und beide Seiten des Kaps.
  - Nonza: Kirchturm und Genueserturm auf einem Felssporn über dem grauen Kiesstrand, den die Asbestmine von Canari hinterlassen hat; rund 450 Stufen hinunter zum Strand.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** In Saint-Florent liegen mehrere Campingplätze an der Bucht, etwa Camping Acqua-Dolce direkt am Strand (Strom, Sanitär, Ver- und Entsorgung) sowie U Pezzo und Kalliste in Laufnähe zum Hafen. Wer die Etappe teilen möchte: Camping A Casaïola bei Sisco oder La Pietra in Pietracorbara an der Ostküste des Kaps, Camping U Stazzu bei Macinaggio. Viele Plätze sind nur von Frühjahr bis Herbst geöffnet – Saison vorab prüfen.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Auf dem Cap Corse sind Parkbuchten und Strandparkplätze meist mit Wohnmobil-Verbotsschildern oder Höhenbalken versehen; Wildcampen ist auf Korsika generell untersagt. Eine legale Alternative ist die kommunale Aire de camping-car an der Marina d’Albo (Ogliastro) an der Westküste; Ausstattung und Gebühren vorab in den Apps prüfen. Bei Ersa im Norden gibt es einen reservierbaren Stellplatz (Tollare). Rund um Macinaggio–Barcaggio liegen Flächen des Conservatoire du littoral, auf denen nachts nicht geparkt werden darf.
- **Insider-Tipp für Camper:** Der Sentier des Douaniers von Macinaggio nach Barcaggio gehört zu den schönsten Küstenwegen der Insel; im Sommer wegen Hitze früh losgehen. Tankstellen sind an der Westseite des Kaps rar – in Bastia oder Macinaggio volltanken. In Nonza nicht im Ort parken, sondern am Ortsrand an den ausgewiesenen Flächen; die Durchfahrt ist eng.

### Etappe 2: Saint-Florent nach Calvi (über L’Île-Rousse und Balagne) (ca. 85 km)

- **Die Strecke:** Auf der D81 durch den Désert des Agriates: eine kurvige, aber ordentlich ausgebaute Straße durch Macchia und Granitbuckel ohne Ortschaften, mit gelegentlichem Blick aufs Meer. Bei Lozari Anschluss an die T30 nach L’Île-Rousse. Von dort über die Balagne-Dörfer Corbara, Pigna, Sant’Antonino und Lumio nach Calvi. Die Dorfstraßen sind schmal; mit großen Fahrzeugen nur bis zu den Parkplätzen an den Ortseingängen fahren. Rund 2 Stunden Fahrzeit.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Plages de Saleccia und du Lotu im Désert des Agriates: im Sommer per Bootspendel ab dem Hafen von Saint-Florent – die Pisten dorthin sind nichts für Wohnmobile.
  - Sant’Antonino: Granitdorf auf einer Bergkuppe mit Rundblick über die Balagne bis zum Meer; Parkplatz unterhalb des Dorfs, ins Dorf nur zu Fuß.
  - Zitadelle von Calvi auf der Landzunge, abends mit Blick auf die Bucht und das Massiv des Monte Cinto.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Rund um die Pinienwälder an der Bucht von Calvi gibt es mehrere Campingplätze, etwa La Clé des Champs, Bella Vista oder Paduella am südlichen Stadtrand, alle mit Strom und Sanitär und zu Fuß oder per Rad zur Altstadt. Zwischen L’Île-Rousse und Calvi liegen weitere Plätze bei Algajola und Lumio. In der Hauptsaison früh reservieren.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Der Désert des Agriates ist zum großen Teil Eigentum des Conservatoire du littoral: Übernachten im Fahrzeug, Zelten und Feuer sind dort verboten, die Pisten zu den Stränden sind teilweise gesperrt oder nur mit Geländewagen befahrbar. In der Balagne und um Calvi weisen zahlreiche Gemeinde-arrêtés das Übernachten von Wohnmobilen auf öffentlichen Parkplätzen zurück – Schilder beachten.
- **Insider-Tipp für Camper:** In L’Île-Rousse lohnt der überdachte Markt am Vormittag für Brocciu, Coppa und Obst. Der Bahnhof von L’Île-Rousse ist Station der Schmalspurbahn entlang der Küste nach Calvi – eine entspannte Art, den Camper auf dem Platz zu lassen. Die Balagne-Runde am Vormittag fahren; nachmittags parken Ausflugsbusse die Dorfparkplätze voll.

### Etappe 3: Calvi nach Porto (ca. 85 km)

- **Die Strecke:** Südwärts auf der D81B entlang der Küste über die Halbinsel La Revellata nach Galéria: schmal, mit vielen unübersichtlichen Kurven und Abschnitten ohne Leitplanke, Ziegen und Kühe auf der Fahrbahn. Die D81 durchs Landesinnere ist kaum breiter. Ab Galéria über den Col de Palmarella und den Col de la Croix mit weitem Blick auf den Golf von Girolata nach Porto. Für die Strecke 2,5 bis 3 Stunden einplanen; mit großen Fahrzeugen Ausweichbuchten nutzen und Gegenverkehr abwarten.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Pointe de la Revellata mit Leuchtturm westlich von Calvi, kurzer Fußweg von der Straße.
  - Col de la Croix: Fußweg hinunter nach Girolata (rund 1,5 Stunden pro Richtung), das Dorf ist nur zu Fuß oder per Boot erreichbar.
  - Golf von Porto mit dem Naturschutzgebiet Scandola (UNESCO-Welterbe), per Ausflugsboot ab Porto oder Galéria.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Im Tal hinter Porto liegen mehrere Campingplätze nebeneinander, etwa Les Oliviers am Fluss (mit Pool), Sole e Vista oberhalb des Orts und Funtana a l’Ora an der Straße nach Évisa – jeweils Strom und Sanitär, Ver- und Entsorgung vor Ort erfragen. Saison meist April bis Oktober.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Rund um den Golf von Porto liegen Schutzgebiete (Scandola, Girolata, Calanche) und Wald – Übernachten außerhalb von Campingplätzen ist untersagt, und bei hoher Waldbrandgefahr werden Massive per Präfekturerlass gesperrt. Aussichtsparkplätze an den Pässen sind nur für kurze Stopps gedacht.
- **Insider-Tipp für Camper:** Die Bootsfahrten nach Scandola starten morgens am ruhigsten, bei Westwind fallen sie aus. Wer von Porto direkt nach Corte möchte, findet über Évisa, den Col de Vergio und die D84 durch die Scala di Santa Regina eine spektakuläre Abkürzung – die Schlucht ist aber eng, mit Felsüberhängen und kaum Ausweichstellen; für große Wohnmobile ungeeignet, Beschilderung an den Zufahrten beachten.

### Etappe 4: Porto nach Ajaccio (über Calanche de Piana und Cargèse) (ca. 85 km)

- **Die Strecke:** Gleich hinter Porto führt die D81 durch die Calanche de Piana: rund 10 Kilometer enge, kurvige Straße zwischen roten Granitformationen, mit Felsvorsprüngen über der Fahrbahn und Mäuerchen an der Talseite. Danach über Piana und Cargèse durch Hügelland zum Golf von Sagone und auf breiterer Straße nach Ajaccio. Etwa 2 Stunden reine Fahrzeit, wegen der Engstellen und Fotostopps deutlich mehr.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Calanche de Piana: kurzer Fußweg zum Château Fort, Felsformation „Tête de Chien“ an der Straße.
  - Capu Rossu südwestlich von Piana: Wanderung zum Genueserturm Turghjo hoch über dem Meer (rund 3 Stunden hin und zurück, keine Schatten), Gelände des Conservatoire du littoral.
  - Cargèse mit der griechisch-katholischen und der römisch-katholischen Kirche, die sich über dem Hafen gegenüberstehen.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** In Ajaccio Camping Les Mimosas im Norden der Stadt, ruhig und mit Busverbindung ins Zentrum, oder Camping Barbicaja an der Route des Sanguinaires, nahe dem Meer. Strom und Sanitär vorhanden, Ver- und Entsorgung vor Ort erfragen.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** In der Calanche ist auf dem engen Abschnitt zwischen Moulin und Tête de Chien das Halten und Parken für alle Fahrzeuge verboten, ausgenommen an wenigen ausgewiesenen Stellen wie bei den Roches Bleues. Am Capu Rossu und an der Pointe de la Parata gilt: Tagesparken ja, Übernachten nein. Rund um Piana wird bei extremer Brandgefahr der Zugang zum Massiv gesperrt.
- **Insider-Tipp für Camper:** Per Erlass der Collectivité de Corse galt in früheren Sommern (erstmals 2018) zwischen Moulin und Tête de Chien täglich von 10 bis 17 Uhr Wechselverkehr für Wohnmobile, Busse, Lkw und lange Fahrzeuge; Pkw ohne Anhänger oder Wohnwagen waren ausgenommen. Ob und wann diese Regelung 2026 gilt, ist nicht bestätigt – Beschilderung beachten und am besten vor 9 Uhr durchfahren. In Ajaccio günstig tanken und einkaufen an den großen Supermärkten am Stadtrand; die Altstadt mit dem Camper meiden, die Parkhäuser haben Höhenbegrenzungen.

### Etappe 5: Ajaccio nach Bonifacio (über Sartène) (ca. 135 km)

- **Die Strecke:** Auf der T40 über den Col de Saint-Georges nach Propriano, dann hinauf nach Sartène und durch eine weite, karge Granitlandschaft mit Korkeichen nach Süden. Die Straße ist für korsische Verhältnisse gut ausgebaut, aber kurvig; vor Propriano und zwischen Sartène und Roccapina gibt es nur wenige Überholmöglichkeiten. Rund 2,5 Stunden Fahrzeit.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Filitosa: Menhir-Statuen aus der Vorgeschichte in einem Olivenhain, kurzer Abstecher bei Propriano.
  - Sartène: düstere Granitstadt mit engen Gassen, Parken am Ortsrand.
  - Lion de Roccapina: Felsformation über der Bucht, Aussichtspunkt direkt an der T40.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Camping L’Araguina liegt am Ortseingang von Bonifacio, nur wenige Gehminuten zum Hafen – die praktischste Lösung für den Stadtbesuch. Ruhiger und mit mehr Platz: Camping Pian del Fosse und Campo di Liccia an der Straße Richtung Santa Manza, jeweils mit Strom und Sanitär.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Laut dem Stadtplan 2026 der Gemeinde Bonifacio ist das Abstellen von Wohnmobilen tagsüber wie nachts ausdrücklich untersagt; auf zugelassenen Fahrzeugstellplätzen dürfen sie nur tagsüber, unbewohnt und höchstens sieben Tage am Stück stehen. Übernachten ist nur auf Campingplätzen vorgesehen. Im Süden liegen zahlreiche Küstenflächen des Conservatoire du littoral und das Naturschutzgebiet der Bouches de Bonifacio – kein Freistehen.
- **Insider-Tipp für Camper:** Den Camper auf dem Campingplatz lassen und zu Fuß zur Oberstadt gehen; welche Parkplätze aktuell Wohnmobile zulassen, weiß das Tourismusbüro. Der Fußweg zum Cap Pertusato über die Kreideklippen mit Blick auf Sardinien führt am Leuchtturm vorbei. Am Hafen bieten Boote Fahrten zu den Grotten und den Lavezzi-Inseln an.

### Etappe 6: Bonifacio nach Porto-Vecchio (über Rondinara und Palombaggia) (ca. 40 km)

- **Die Strecke:** Auf der T10 nach Norden, mit Abstechern auf schmalen Stichstraßen zu den Buchten Rondinara und Santa Giulia. Vor Porto-Vecchio auf der Route de Palombaggia am Meer entlang, kurvig und im Sommer stark befahren. Kurze Etappe, aber viel Zeit am Wasser.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Plage de la Rondinara: fast kreisrunde Bucht mit türkisfarbenem Wasser, gebührenpflichtiger Parkplatz.
  - Plage de Palombaggia mit Schirmpinien und roten Felsen; im Juli und August vor 10 Uhr kommen.
  - Altstadt von Porto-Vecchio auf dem Hügel über den Salinen.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Camping U Pirellu oberhalb von Palombaggia, im Schatten von Korkeichen, oder die Plätze am Golfe de Porto-Vecchio wie Golfo di Sogno an der Bucht nördlich der Stadt und Arutoli am Weg Richtung L’Ospedale – alle mit Strom und Sanitär. Im August unbedingt reservieren.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Die Strandparkplätze an Palombaggia, Santa Giulia und Rondinara sind tagsüber gebührenpflichtig, nachts sind Wohnmobile dort nicht geduldet; die Polizei kontrolliert im Sommer regelmäßig. Wildcampen am Strand ist ausdrücklich verboten.
- **Insider-Tipp für Camper:** In Porto-Vecchio volltanken, einkaufen und Wasser auffüllen: Auf der nächsten Etappe durch das Bergland gibt es kaum Tankstellen. Gasflaschen nicht bis zum letzten Tag aufbrauchen – französische Tauschflaschen gibt es zwar an vielen Tankstellen und Supermärkten, deutsche Flaschen werden aber nicht getauscht, und GPL-Zapfsäulen zum Befüllen sind rar.

### Etappe 7: Porto-Vecchio nach Corte (über Col de Bavella) (ca. 175 km)

- **Die Strecke:** Auf der D368 durch Korkeichen- und Kiefernwald hinauf zum Stausee von L’Ospedale, weiter nach Zonza und auf der D268 zum Col de Bavella (rund 1.220 m). Die Bergstraßen sind schmal, mit engen Kehren und Tieren auf der Fahrbahn; auf der Ostseite hinab nach Solenzara ist die D268 stellenweise sehr schmal an Felswänden. Ab Solenzara auf der T10 entlang der Ostküste nach Aléria und auf der T50 durchs Tavignano-Tal nach Corte. Etwa 4,5 Stunden reine Fahrzeit – früh starten.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Wasserfall Piscia di Gallu bei L’Ospedale, rund 45 Minuten Fußweg pro Richtung.
  - Aiguilles de Bavella: Granitnadeln über dem Pass; kurze Wanderung zum Trou de la Bombe, einem Felsfenster im Grat.
  - Aléria: römische Ausgrabungen und archäologisches Museum im genuesischen Fort Matra.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** In Corte liegen am Beginn des Restonica-Tals Camping Alivetu und Chez Bartho, außerdem U Sognu am Ortsrand, alle zu Fuß zur Altstadt; Camping Santa Barbara an der Straße nach Süden ist größer und hat Ver- und Entsorgung. Wer die Etappe teilen will: Camping La Rivière und der kommunale Platz in Zonza.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Bavella liegt im Parc naturel régional de Corse; Übernachten außerhalb von Campingplätzen ist verboten, die Parkplätze am Pass sind im Sommer gebührenpflichtige Tagesparkplätze. Bei hoher Waldbrandgefahr können Wege und Massive gesperrt werden; offenes Feuer und Grillen sind im Wald ganzjährig untersagt.
- **Insider-Tipp für Camper:** Auf der D268 können Beschränkungen für lange und schwere Fahrzeuge ausgeschildert sein – Beschilderung an den Abzweigen in Zonza und Solenzara prüfen, mit langen Fahrzeugen im Zweifel über die Küste ausweichen. Zwischen Porto-Vecchio und der Ostküste gibt es praktisch keine Tankstelle. Halbwilde Schweine und Kühe sind an den Picknickstellen auf Futter aus: nicht füttern, Türen zu.

### Etappe 8: Corte nach Bastia (ca. 70 km)

- **Die Strecke:** Nach einem Vormittag in Corte und im Restonica-Tal auf der T20 durchs Golo-Tal nach Ponte Leccia und weiter nach Casamozza, dann auf der T11 nach Bastia. Breite, gut ausgebaute Straßen; vor Bastia häufig Stau zu den Fährzeiten. Rund 1,5 Stunden.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Zitadelle von Corte auf dem Felsen über dem Zusammenfluss von Tavignano und Restonica, mit dem Musée de la Corse.
  - Restonica-Tal: Seit den Unwettern im November 2023 ist die Straße oberhalb von Tragone zerstört, ab dem Camping Tuani ist sie während der Shuttle-Saison (2026 von Mai bis September) für alle Fahrzeuge gesperrt; dann fährt die Buslinie C13 vom Bahnhof Corte ins Tal. Zu den Seen Melu und Capitellu gelangen Sie nur noch zu Fuß, der Aufstieg ab Tragone dauert über zwei Stunden länger als früher.
  - Altstadt und Terra Vecchia von Bastia am alten Hafen.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Camping San Damiano am Lido de la Marana südlich von Bastia, zwischen Strand und Biguglia-Lagune, mit Strom, Sanitär und Ver- und Entsorgung – günstig für eine Nacht vor der Fähre. In Bastia selbst gibt es keinen Platz in Hafennähe.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Im Hafenbereich von Bastia ist Übernachten außerhalb der Wartespuren für die gebuchte Fähre nicht vorgesehen; in der Stadt gelten die üblichen Gemeindeverbote. Die Lagune von Biguglia ist Naturschutzgebiet.
- **Insider-Tipp für Camper:** Den Fahrplan der Linie C13 vorab auf der Seite der Collectivité de Corse prüfen: Im Sommer 2026 war der Betrieb zeitweise unterbrochen und lief ab dem 1. August wieder normal. Den Camper in Corte auf dem Campingplatz lassen; der Bahnhof ist von den Plätzen zu Fuß erreichbar. Vor der Fähre Grauwasser und Kassette auf dem Campingplatz leeren und Gas schließen – an Bord ist der Kühlschrankbetrieb mit Gas nicht erlaubt.

## Camping-Praxis & Länder-Knigge

### Wildcamping & Freistehen

- Französisches Recht unterscheidet „stationnement“ und „camping“: Ein Wohnmobil gilt als Fahrzeug und darf überall parken, wo Pkw parken dürfen – auch mit Übernachtung, solange nichts nach außen ragt: keine Markise, Stühle, Tische, Stützen oder Keile, kein Grauwasser auf dem Boden. Gemeinden dürfen das Parken von Wohnmobilen per arrêté municipal beschränken; Verbotsschilder und Höhenbalken sind auf Korsika die Regel.
- Wildcampen ist auf Korsika generell verboten und wird im Sommer streng kontrolliert, besonders an Stränden, in Dünen und auf Küstenparkplätzen. Auf Flächen des Conservatoire du littoral (Désert des Agriates, Capu Rossu, Macinaggio–Barcaggio und viele Küstenabschnitte im Süden) sind Übernachten, Zelten und Feuer untersagt; dasselbe gilt in den Naturschutzgebieten Scandola und Bouches de Bonifacio.
- Waldbrand: Offenes Feuer und Grillen außerhalb eingerichteter Plätze sind im Wald und in der Macchia verboten. Bei hoher Gefahr sperrt die Präfektur einzelne Massive (etwa Piana oder Bavella) für Fußgänger und Fahrzeuge; die Gefahrenstufe täglich auf den Seiten der Präfekturen Corse-du-Sud und Haute-Corse prüfen.
- Legal übernachten Sie auf Campingplätzen (meist von April bis Oktober geöffnet) und auf den wenigen Aires de camping-car. Nützliche Apps: park4night, Campercontact, Caramaps; Bewertungen auf Aktualität prüfen, Gemeinde-arrêtés ändern sich häufig.

### Entsorgung & Versorgung

- Ver- und Entsorgung heißt „aire de services“ oder „borne“; die Stationen funktionieren mit Münzen, Jetons oder Karte. Außerhalb der Campingplätze ist das Netz auf Korsika dünn – viele Plätze lassen gegen Gebühr auch Durchreisende entsorgen.
- Grauwasser und Kassette nur an Stationen leeren; Entsorgen in der Natur wird als Umweltvergehen geahndet und ist ein Hauptgrund für neue Camperverbote.
- Leitungswasser ist trinkbar, wenn nicht anders angegeben („eau non potable“). Im Hochsommer kann es in kleinen Gemeinden Wassersparmaßnahmen geben.
- Gas: Deutsche Tauschflaschen werden nicht getauscht; französische Flaschen (Butagaz, Primagaz, Antargaz) brauchen einen eigenen Anschluss. GPL-Tankstellen sind auf Korsika selten – mit vollen Flaschen oder vollem Tank anreisen und Adapter-Set (Dish/Euronozzle) mitnehmen. Auf der Fähre müssen Gasflaschen geschlossen sein; ob und wie viele Flaschen mitgeführt werden dürfen, regelt jede Reederei selbst – vor der Buchung erfragen.

### Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

- Tempolimits für Wohnmobile bis 3,5 t: außerorts 80 km/h (Korsika hat die auf dem Festland vielerorts wieder eingeführten 90 km/h nicht übernommen; Beschilderung beachten), auf Straßen mit baulich getrennten Fahrbahnen 110 km/h, bei Regen jeweils weniger. Über 3,5 t: außerorts 80, auf getrennten Fahrbahnen 100, auf Autobahnen 110 km/h; für Gespanne mit mehr als 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht gelten eigene, teils niedrigere Grenzen. Autobahnen und Maut gibt es auf Korsika nicht; die Hauptachsen heißen Routes territoriales (T10, T11, T20, T30, T40, T50).
- Fahrzeuge über 3,5 t, also auch schwere Wohnmobile, müssen seit 2021 die „Angles morts“-Aufkleber für den toten Winkel an beiden Seiten und am Heck tragen; ohne Aufkleber drohen 135 € Bußgeld.
- Fähren vom Festland oder aus Italien kommen in Bastia, Ajaccio, L’Île-Rousse und Calvi an, daneben in Porto-Vecchio und Propriano. Die Tarife richten sich nach Fahrzeuglänge und -höhe – genaue Maße inklusive Heckträger und Dachaufbauten angeben, sonst drohen Nachzahlungen. Für Juli und August früh buchen.
- Straßenbreiten: Die D80 an der Westseite des Cap Corse, die D81 durch die Calanche de Piana, die D81B Calvi–Galéria, die D84 durch die Scala di Santa Regina und die D268 über Bavella sind schmal, teils mit Felsüberhängen. Längen-, Breiten- und Gewichtsbeschränkungen an den Abzweigen beachten; im Sommer kann Wechselverkehr für Wohnmobile gelten. Kompakte Fahrzeuge sind hier deutlich im Vorteil.
- Tanken: Im Inselinneren und an der Westseite des Cap Corse gibt es nur wenige Tankstellen mit eingeschränkten Öffnungszeiten; Automaten akzeptieren nicht immer ausländische Karten. Bei halbvollem Tank nachtanken, am günstigsten an den Supermärkten bei Bastia, Ajaccio und Porto-Vecchio.
- Alkohol: 0,5 Promille, für Fahranfänger 0,2. Handy am Steuer und Kopfhörer bzw. Headsets sind verboten. Warnweste griffbereit, Warndreieck an Bord. Eine Umweltzone gibt es auf Korsika nicht; die Umweltzonen (ZFE) auf dem Festland, etwa in Marseille und Nizza, bestehen weiter – für die An- und Abreise die Crit’Air-Plakette prüfen.

## CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

- „Angles morts“-Aufkleber (bei über 3,5 t) und Fahrzeugmaße schriftlich parat – für die Fährbuchung zählen Länge und Höhe inklusive Anbauten.
- Gas-Adapter-Set und zwei volle Flaschen: Auf der Insel gibt es kaum GPL-Stationen, und deutsche Flaschen werden nicht getauscht.
- Reservekanister für Wasser (10–20 l) – Ver- und Entsorgung außerhalb der Campingplätze ist selten.
- Feste Wanderschuhe, Stirnlampe und 2 Liter Wasser pro Person: Capu Rossu, Girolata, Bavella und das Restonica-Tal führen über Granit und durch schattenlose Macchia.
- Kleingeld und Bargeld für Strandparkplätze, Bootsshuttles und Dorfläden; nicht jede Bergtankstelle nimmt ausländische Karten.
- Insektennetz für die Fenster und Mückenschutz – an der Ostküste und an der Biguglia-Lagune sind Mücken im Sommer zahlreich.

_Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen._

## Quellen

- [Visit Corsica (Agence du Tourisme de la Corse) – Message 31 juillet 2026: rétablissement de la ligne C13](https://www.visit-corsica.com/fr/La-destination-Corse/Nos-actualites/Actualites/Message-31-juillet-2026)
- [transport.data.gouv.fr / Collectivité de Corse – GTFS Corte à la vallée de la Restonica, ligne C13](https://transport.data.gouv.fr/datasets/gtfs-transport-via-corsica-corte-a-la-vallee-de-la-restonica-ligne-c13?locale=en)
- [Corse Net Infos – Corte: les navettes pour la Restonica de retour pour la saison 2025](https://www.corsenetinfos.corsica/Corte-les-navettes-pour-la-Restonica-de-retour-pour-la-saison-2025_a84288.html)
- [Corse Net Infos – Modification temporaire des règles de circulation entre les Calanche de Piana et Porto](https://www.corsenetinfos.corsica/Modification-temporaire-des-regles-de-circulation-entre-les-Calanche-de-Piana-et-Porto_a33167.html)
- [Ville de Bonifacio – Plan de Bonifacio 2026](https://bonifacio.fr/app/uploads/bonifacio/2026/05/plan-bonifacio-2026-francais.pdf)
- [Corse Net Infos – En Corse, la limitation de vitesse reste à 80 km/h](https://www.corsenetinfos.corsica/En-Corse-la-limitation-de-vitesse-reste-a-80-km-h_a66142.html)
- [prix-carburant.eu – Stations proposant du gaz (butane, propane) en Corse](https://prix-carburant.eu/stations-gaz-butane-propane/departement-20)

## Reiseverlauf Stopp für Stopp

1. **Bastia** (Frankreich)
2. **Erbalunga** (Brando, Frankreich): Ein Fischerdorf auf einer Felsspitze mit einem verfallenen genuesischen Turm, der erste Halt an der Straße um das Cap Corse. Geparkt wird an der D80 oberhalb des Dorfes; gehen Sie hinab zum kleinen Hafen.
3. **Nonza** (Nonza, Frankreich): Ein an eine Klippe geklammertes Dorf mit einem Turm auf dem Felsen und einem langen dunkelgrauen Strand darunter, der aus altem Bergbauabraum besteht. Mehrere hundert Stufen führen zum Ufer hinab; an der D80 sind Parkplätze knapp.
4. **Saint-Florent** (Frankreich)
5. **L'Île-Rousse** (Frankreich)
6. **Calvi** (Frankreich)
7. **Porto** (Frankreich)
8. **Piana** (Frankreich)
9. **Ajaccio** (Frankreich)
10. **Bonifacio** (Frankreich)
11. **Porto-Vecchio** (Frankreich)
12. **Col de Bavella** (Frankreich)
13. **Corte** (Frankreich)
14. **Bastia** (Frankreich)

## Beste Reisezeit

Am angenehmsten sind meist April–Juni und September–Oktober. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: März, Juli–August und November–Dezember. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)

## Praktisches für unterwegs

- **Frankreich: Autobahnmaut.** Maut auf den meisten Autoroutes; bei Regen sinkt das Limit auf 110 km/h. Tempolimit für Pkw auf Autobahnen: 130 km/h.
- **Porto → Piana.** Autofähre nach Korsika
- **Piana → Ajaccio.** Autofähre nach Korsika
- **Porto-Vecchio → Col de Bavella.** Autofähre nach Korsika
- **Col de Bavella → Corte.** Autofähre nach Korsika

## Häufige Fragen

**Wie lang ist die Route «Granit, Macchia und Zitadellen – mit dem Camper über Cap Corse, die Calanche de Piana und den Col de Bavella»?**
8-tägige Rundreise über etwa 473 km (294 mi) mit 14 Stopps, Start und Ziel in Bastia. Insgesamt etwa 6 h 32 min Fahrzeit.

**Wie viele Tage braucht man für «Granit, Macchia und Zitadellen – mit dem Camper über Cap Corse, die Calanche de Piana und den Col de Bavella»?**
Wir empfehlen 8 Tage: etwa 6 h 32 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

**Wo beginnt und endet «Granit, Macchia und Zitadellen – mit dem Camper über Cap Corse, die Calanche de Piana und den Col de Bavella»?**
Es ist eine Rundreise mit Start und Ziel in Bastia.

**Durch welche Länder führt «Granit, Macchia und Zitadellen – mit dem Camper über Cap Corse, die Calanche de Piana und den Col de Bavella»?**
Frankreich.

**Wo kann man entlang «Granit, Macchia und Zitadellen – mit dem Camper über Cap Corse, die Calanche de Piana und den Col de Bavella» campen?**
OpenStreetMap verzeichnet 166 Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze im Umkreis von 20 km um die Stopps dieser Route. Zum Beispiel: Camping San Damiano, U Sole Marinu und A Casaïola.

**Wann ist die beste Reisezeit für Granit, Macchia und Zitadellen – mit dem Camper über Cap Corse, die Calanche de Piana und den Col de Bavella?**
Am angenehmsten sind meist April–Juni und September–Oktober. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: März, Juli–August und November–Dezember. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)
