# Höhlenbilder, Felsdörfer und Flussschleifen – mit dem Camper durch Périgord, Dordogne-Tal und Lot

> Von Bergerac über Brantôme, das Vézère-Tal und Sarlat zu den Felsdörfern der Dordogne, weiter nach Rocamadour, Padirac und durchs Lot-Tal bis Figeac: rund…

Source: https://camping-spirit.com/de/guides/rf-223-dordogne-lot-perigord/

**Auf einen Blick:** 8-tägiger Roadtrip über etwa 386 km (240 mi) mit 14 Stopps, von Bergerac nach Figeac. Insgesamt etwa 5 h 19 min Fahrzeit. Von Bergerac über Brantôme, das Vézère-Tal und Sarlat zu den Felsdörfern der Dordogne, weiter nach Rocamadour, Padirac und durchs Lot-Tal bis Figeac: rund 485 km auf schmalen Talstraßen, bei denen die Stellplatzwahl mehr zählt als die Fahrzeit.

| | |
|---|---|
| Entfernung | 386 km (240 mi) |
| Fahrzeit | 5 h 19 min |
| Empfohlene Tage | 8 |
| Stopps | 14 |
| Route | Bergerac → Figeac |
| Länder | Frankreich |
| Aktualisiert | 1. September 2026 |

*Von Bergerac über Brantôme, das Vézère-Tal und Sarlat zu den Felsdörfern der Dordogne, weiter nach Rocamadour, Padirac und durchs Lot-Tal bis Figeac: rund 485 km auf schmalen Talstraßen, bei denen die Stellplatzwahl mehr zählt als die Fahrzeit.*

## Der Spirit der Route

Im Périgord fährt man langsam, weil die Landschaft es verlangt. Hinter Brantôme wird das Kalkland enger, die Vézère gräbt sich unter senkrechte Felswände, in denen vor 17.000 Jahren Menschen Pferde und Auerochsen malten und im Mittelalter ganze Dörfer klebten. Morgens liegt Nebel über dem Fluss, Kanus treiben an Schlössern vorbei, die sich in Beynac und Castelnaud gegenüberstehen wie vor 800 Jahren. Aus der Schiebetür riecht es nach Walnussbäumen, feuchtem Kalk und dem Holzfeuer eines Bauernhofs. Hinter Souillac beginnen die Causses: trockene Hochflächen mit Eichengestrüpp, Trockenmauern und Steinhütten, darunter Abgründe wie Padirac und Rocamadour. Das Lot-Tal schließlich ist stiller, die Schleifen weiter, die Dörfer höher. Diese Route belohnt frühe Starts, kurze Etappen und die Bereitschaft, den Camper am Ortsrand stehen zu lassen und die letzten Meter zu Fuß zu gehen.

## Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

### Etappe 1: Bergerac nach Brantôme (ca. 85 km)

- **Die Strecke:** Von Bergerac auf der D709 nordwärts durch Weinberge und Eichenwälder nach Périgueux (gut 45 Minuten), um die Stadt herum und auf der D939 Richtung Brantôme; schöner ist der Schlenker über Bourdeilles auf schmaleren Départementstraßen entlang der Dronne. Überwiegend gut ausgebaut, in Bourdeilles und Brantôme enge Ortskerne. Rund 1,5 Stunden reine Fahrzeit.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Périgueux: Kathedrale Saint-Front mit ihren Kuppeln und das gallo-römische Museum Vesunna; die Altstadt zu Fuß vom Stellplatz an der Isle.
  - Château de Bourdeilles hoch über der Dronne, mit mittelalterlichem Bergfried und Renaissanceflügel.
  - Brantôme: Abtei mit Höhlenkapellen im Kalkfelsen und der abgewinkelten Brücke über die Dronne – abends am Mühlenwehr fotografieren.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Camping Brantôme Peyrelevade am Ufer der Dronne östlich des Ortskerns, mit Strom, Sanitär und V/E, rund 15 Minuten zu Fuß zur Abtei; saisonal geöffnet, Daten vorab prüfen. Für eine Nacht ohne Campingplatz gibt es den Wohnmobilbereich auf dem Parkplatz Vert Galant (P3) am Ortsrand sowie einen CAMPING-CAR-PARK-Stellplatz in Bourdeilles (Zugang mit Karte am Terminal).
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Wo Parken erlaubt ist, darf ein Wohnmobil in Frankreich grundsätzlich auch über Nacht parken – als Fahrzeug, ohne Campingverhalten. In Brantôme und Bourdeilles weisen die Gemeinden Wohnmobile aber gezielt auf eigene Flächen; an den Uferparkplätzen im Zentrum gelten Verbotsschilder oder Höhenbegrenzungen. Kein Freistehen an der Dronne.
- **Insider-Tipp für Camper:** In Périgueux liegt der Stellplatz Espace des Prés an der Isle, rund 10 Minuten zu Fuß unterhalb der Kathedrale – gut für einen Stadtbummel vor der Weiterfahrt. Markttage in Périgueux sind Mittwoch und Samstag; dann ist die Altstadt dicht. Vor Brantôme volltanken: Supermarkt-Tankstellen in Périgueux sind deutlich günstiger als die wenigen Zapfsäulen auf dem Land.

### Etappe 2: Brantôme nach Montignac (Lascaux) (ca. 90 km)

- **Die Strecke:** Über Saint-Jean-de-Côle und Thiviers durch das ruhige Périgord vert, dann über Excideuil nach Hautefort und durch Hügelland mit Walnusshainen hinab ins Vézère-Tal nach Montignac. Fast nur Départementstraßen, kurvig, mit kurzen Steigungen, aber ohne echte Engstellen; in den Dörfern langsam. Rund 2 Stunden.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Saint-Jean-de-Côle: Dorfplatz mit Markthalle, Schloss und Buckelbrücke über die Côle.
  - Château de Hautefort auf seinem Hügel mit französischem Garten und weitem Blick über das Périgord.
  - Lascaux IV – Centre international de l’art pariétal in Montignac: nahezu vollständige Nachbildung der seit 1963 für Besucher geschlossenen Höhle, Zeitfenster-Tickets, im Sommer online vorbuchen.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Aire communale de camping-car von Montignac-Lascaux im Ort mit V/E, fußläufig zur Brücke und zu den Restaurants. Wer einen Campingplatz sucht: Camping Le Moulin de Bleufond am Vézère-Ufer südlich des Zentrums, mit Strom, Sanitär und Pool, saisonal.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Auf dem Besucherparkplatz von Lascaux IV ist der Camper tagsüber gut aufgehoben, Übernachten ist dort nicht vorgesehen. Das Vézère-Tal zwischen Montignac und Les Eyzies ist UNESCO-Welterbe mit zahlreichen geschützten Stätten; im Umfeld von Monuments historiques und in Sites classés ist Camping nach dem französischen Städtebaurecht untersagt. Freistehen also nicht einplanen.
- **Insider-Tipp für Camper:** Die Fahrt zu Lascaux IV führt aus Montignac kurz bergauf; der Besucherparkplatz ist großzügig angelegt. Montignac hat mittwochs und samstags Markt, dann ist die Uferstraße eng. Kanu-Verleiher am Ort bieten Strecken auf der ruhigen Vézère mit Rücktransport – eine gute Alternative zum vollen Dordogne-Fluss im August.

### Etappe 3: Montignac nach Les Eyzies (ca. 30 km)

- **Die Strecke:** Auf der D706 die Vézère abwärts über Thonac, Saint-Léon-sur-Vézère, Peyzac-le-Moustier und Tursac nach Les Eyzies. Die Straße folgt dem Fluss unter hohen Kalkwänden, teils unter weit überhängendem Fels; mit hohem Aufbau mittig und langsam fahren, wo Gegenverkehr es erlaubt. Reine Fahrzeit unter einer Stunde, mit Besichtigungen ein voller Tag.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - La Roque-Saint-Christophe: kilometerlange Felsterrasse mit Wohnhöhlen von der Vorgeschichte bis ins Mittelalter, Blick über das Tal.
  - Saint-Léon-sur-Vézère: romanische Kirche direkt am Fluss, kleiner Ort zum Durchatmen.
  - Les Eyzies: Musée national de Préhistoire unter der Felswand und die Grotte de Font-de-Gaume mit originalen Polychrom-Malereien – sehr begrenzte Besucherzahl, rechtzeitig reservieren.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Camping La Rivière am Ortsrand von Les Eyzies an der Vézère, mit Strom, Sanitär, Pool und V/E, wenige Gehminuten ins Zentrum; saisonal. Daneben der Stellplatz Camping-Car Park Les Eyzies (Strom, V/E, Zugang mit Karte am Terminal). Ein ruhigerer Stellplatz liegt in Saint-Léon-sur-Vézère.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Die Uferwiesen und Parkbuchten an der D706 sind keine Übernachtungsplätze; viele Parkplätze an den Fundstätten schließen abends mit Schranke. Zwischen Stellplätzen in Saint-Léon und Les Eyzies sind die Abstände kurz – nutzen Sie sie.
- **Insider-Tipp für Camper:** Font-de-Gaume zeigt Originale und lässt täglich nur wenige Gruppen hinein; Tickets gibt es nur online über die Ticketseite des Centre des monuments nationaux, im Sommer mehrere Wochen im Voraus; ohne Reservierung ist ein Besuch praktisch nicht möglich. In Les Eyzies wird es im Sommer ab dem späten Vormittag eng: den Camper auf dem Stellplatz lassen, die Sehenswürdigkeiten im Ort liegen fußläufig.

### Etappe 4: Les Eyzies nach Sarlat-la-Canéda (ca. 25 km)

- **Die Strecke:** Auf der D47 über die Hochfläche des Périgord noir durch Eichen- und Kastanienwälder nach Sarlat, gut ausgebaut, eine halbe Stunde Fahrt. Die letzten Kilometer in die Stadt führen über Kreisverkehre auf die Avenue du Général de Gaulle; die Altstadt selbst ist für Wohnmobile tabu.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Samstagsmarkt in der Altstadt von Sarlat mit Walnüssen, Trüffeln (im Winter), Ziegenkäse und Entenprodukten; kleinerer Markt am Mittwochvormittag.
  - Kathedrale Saint-Sacerdos und die Lanterne des Morts dahinter, abends ohne Tagesbesucher.
  - Markthalle in der umgebauten Kirche Sainte-Marie mit Panoramaaufzug im Glockenturm.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Große Aire de camping-car an der Avenue du Général de Gaulle, etwa 600 m vom Zentrum: rund 20 Plätze auf Asphalt, gebührenpflichtig (Netz CAMPING-CAR PARK, Zugang am Terminal), Wasser und Strom gegen Gebühr, Grauwasser- und Kassettenentsorgung, Aufenthalt maximal 7 Tage. Die Lage an der Durchgangsstraße ist laut. Ruhiger: Huttopia Sarlat am östlichen Stadtrand (gut 1 km zum Zentrum) oder Camping Le Caminel nördlich der Stadt, beide mit Strom und V/E, saisonal.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Sarlat lenkt Wohnmobile für die Nacht auf die Aire; auf den übrigen Parkplätzen rund um die Altstadt gelten Verbotsschilder und teils Höhenbegrenzungen. Campingverhalten ist auch auf der Aire untersagt – keine Markise, keine Stühle.
- **Insider-Tipp für Camper:** Am Samstag den Camper schon am Freitagabend auf der Aire abstellen: Ab dem frühen Morgen sind Zufahrten zur Altstadt gesperrt, und die Parkplätze am Rand füllen sich mit Marktbesuchern. Die Altstadt ist ohnehin weitgehend Fußgängerzone. Supermarkt mit Tankstelle und Wasser findet sich an der Ausfallstraße Richtung Souillac.

### Etappe 5: Sarlat nach Domme über Beynac und La Roque-Gageac (ca. 35 km)

- **Die Strecke:** Von Sarlat auf der D57 ins Dordogne-Tal nach Beynac, dann auf der D703 flussaufwärts über La Roque-Gageac und Vitrac, bei Cénac über die Dordogne und hinauf zum Plateau von Domme. Die D703 in La Roque-Gageac ist zwischen Felswand und Fluss eingezwängt, im Sommer voll mit Fußgängern und Parksuchverkehr; der Anstieg nach Domme ist schmal und steil, die mittelalterlichen Stadttore sind für Wohnmobile nicht passierbar. Mit Pausen ein ganzer Tag.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Château de Beynac hoch über dem Fluss, vom Ufer aus und vom Burghof mit Blick auf Castelnaud am Gegenufer.
  - La Roque-Gageac: Häuser an der Felswand, Gabarre-Fahrten (traditionelle Flachboote) ab dem Kai.
  - Domme: Bastide auf dem Felsen mit der Aussichtsterrasse Barre über der Dordogne-Schleife.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Aire communale de Domme auf dem Plateau außerhalb der Stadtmauern, mit V/E, wenige Minuten zu Fuß zur Barre – die einfachste Lösung für die Nacht. Unten im Tal bieten Camping Le Perpetuum am Fluss bei Domme, Camping La Plage in La Roque-Gageac und Les Deux Vallées in Vézac Strom, Sanitär und Kanuverleih in der Nähe; alle saisonal.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Die Gemeinde-Aire von La Roque-Gageac liegt am Ortseingang an der D703 direkt am Wasser: gebührenpflichtig, Übernachten gestattet, Strom und Wasser gegen Gebühr, wenig Schatten, Straßenlärm. Die Parkbuchten entlang der D703 sind nur zum Parken mit Ticket. Bei Vézac unterhalb von Beynac gibt es zwei Stellplätze des CAMPING-CAR-PARK-Netzes. Wild stehen an den Kiesbänken der Dordogne ist nicht erlaubt und bei Hochwasser gefährlich.
- **Insider-Tipp für Camper:** Kanutouren auf der Dordogne: Verleiher in Cénac, Vitrac und Beynac bringen Sie flussaufwärts und lassen Sie zurückpaddeln – die Strecke Cénac–Beynac führt an La Roque-Gageac und Castelnaud vorbei. Früh starten, im August ist der Fluss am Nachmittag voll und das Wasser oft niedrig. Den Camper in Beynac auf dem Parkplatz am Fluss lassen; die Gassen hinauf zur Burg sind nur zu Fuß.

### Etappe 6: Domme nach Rocamadour (ca. 60 km)

- **Die Strecke:** Zurück ins Tal und auf der D703 flussaufwärts über Carsac nach Souillac, dort über die Dordogne und auf kleinen Straßen über Pinsac und Lacave ins Tal der Ouysse, dann hinauf zum Causse und nach L’Hospitalet oberhalb von Rocamadour. Die Straßen um Lacave sind schmal, kurvig und an den Felsen teils einspurig; gut 1,5 Stunden.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Abteikirche Sainte-Marie in Souillac mit dem romanischen Relief des Propheten Jesaja.
  - Grottes de Lacave: Tropfsteinhöhle mit kleiner Bahn ins Innere.
  - Rocamadour vom Aussichtspunkt in L’Hospitalet: die Wallfahrtsstadt an der Felswand über dem Alzou-Canyon, am schönsten am frühen Abend.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Camping Les Cigales am Ortsrand von L’Hospitalet, fußläufig zum Aussichtspunkt und zum Abstieg in die Cité, mit Strom, Sanitär und Pool, saisonal. Camping Les Campagnes nördlich von Rocamadour hat zusätzlich eine Wohnmobilfläche mit V/E. Einen Gemeindestellplatz mit Entsorgung gibt es außerdem in Alvignac, rund 8 km östlich.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Wohnmobile dürfen in Rocamadour nur auf den gebührenpflichtigen Parkplätzen P1 (L’Hospitalet), P2 (Le Château) und P4 (Le Garroustié) parken, Camping ist dort untersagt; die Parkplätze im Talgrund sind über eine enge Straße erreichbar und für große Fahrzeuge ungeeignet. Mit einer Übernachtung auf diesen Parkplätzen sollten Sie nicht rechnen – planen Sie Campingplatz oder Aire.
- **Insider-Tipp für Camper:** Nicht durch die Cité fahren: Die Straße von L’Hospitalet hinunter durch die Stadttore ist für Wohnmobile zu eng, und die Zufahrt in die Cité ist im Sommer tagsüber (11 bis 19 Uhr) für den Kraftverkehr beschränkt. Gehen Sie zu Fuß über die Rampe hinab, über die Treppe Grand Escalier zu den Sanktuarien und nehmen Sie bei Bedarf Aufzug und Schrägaufzug (gebührenpflichtig, der Schrägaufzug nicht ganzjährig in Betrieb) zurück nach oben. Am frühen Morgen ist die Stadt fast leer.

### Etappe 7: Rocamadour nach Cahors über Padirac (ca. 80 km)

- **Die Strecke:** Über Alvignac zum Gouffre de Padirac (rund 20 km), dann südwärts über Gramat auf die Causse de Gramat und über Labastide-Murat durch das Kalkplateau des Parc naturel régional des Causses du Quercy hinab ins Lot-Tal nach Cahors. Breite, wenig befahrene Straßen über die Hochfläche; in Cahors selbst dichter Verkehr auf den Boulevards. Rund 1,5 Stunden ohne Stopps.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Gouffre de Padirac: Abstieg in den 75 m tiefen Schacht bis auf gut 100 m unter die Oberfläche und Bootsfahrt auf dem unterirdischen Fluss – im Sommer online vorbuchen.
  - Causse de Gramat: Trockenmauern, Eichenhaine und die steinernen Feldhütten (cazelles) am Straßenrand.
  - Pont Valentré in Cahors: befestigte Brücke aus dem 14. Jahrhundert, am Abend vom Uferweg aus fotografieren.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Camping Rivière de Cabessut am Lot-Ufer gegenüber der Altstadt, rund 20 Minuten zu Fuß über die Brücke ins Zentrum, mit Strom, Sanitär und V/E, saisonal. Östlich der Stadt liegen Stellplätze in Lamagdelaine und Arcambal, beide mit Entsorgung.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Am Gouffre de Padirac gibt es eine ausgewiesene Wohnmobilfläche, im Dorf eine Gemeinde-Aire mit Entsorgung. In Cahors parken Wohnmobile auf den Flächen am Lot-Ufer; ob dort übernachtet werden darf und zu welchem Preis, ändert sich – vor Ort und in park4night oder Campercontact prüfen.
- **Insider-Tipp für Camper:** In Cahors ist Mittwoch und Samstag Markt rund um die Kathedrale Saint-Étienne; das lohnt einen Vormittag. Den Camper am Campingplatz lassen und zu Fuß gehen – die Altstadtgassen und Parkhäuser sind für Wohnmobile nicht gemacht. Auf den Causses gibt es wenige Tankstellen: in Gramat oder Cahors tanken.

### Etappe 8: Cahors nach Figeac über Saint-Cirq-Lapopie (ca. 80 km)

- **Die Strecke:** Auf der D653 ostwärts bis Vers, dann auf der D662 durch das enge Lot-Tal über Bouziès nach Saint-Cirq-Lapopie und weiter über Cénevières und Cajarc, am Ende über die Hochfläche nach Figeac. Die Talstraße ist eng, mit überhängendem Fels und kurzen einspurigen Stellen; die Zufahrt zu den oberen Parkplätzen von Saint-Cirq ist steil. Rund 2 Stunden, mit Wanderung ein voller Tag.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Chemin de halage bei Bouziès: in die Felswand gehauener Treidelpfad am Lot, gut eine Stunde zu Fuß Richtung Saint-Cirq.
  - Saint-Cirq-Lapopie: Dorf auf einer Felskante 100 m über dem Lot, am ruhigsten früh morgens oder abends.
  - Saut de la Mounine bei Cajarc: Aussichtspunkt über eine weite Lot-Schleife.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** In Figeac die Aire de camping-cars am Ufer des Célé mit V/E, fußläufig zur Altstadt, oder der Campingplatz Domaine du Surgié östlich der Stadt mit Strom, Sanitär und Freizeitbad, saisonal. Wer in Saint-Cirq übernachten will: Die gebührenpflichtige Aire de camping-car liegt bei Porte Roques am Lot-Ufer unterhalb des Dorfes, direkt neben Camping de la Plage (Aufenthalt maximal 48 Stunden, im Winter geschlossen).
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** An der Aire unten am Lot wird vor Ort bezahlt; Wasser und Dusche kosten extra, die Sanitäranlagen werden in Nutzerberichten 2026 als ungepflegt beschrieben – mit vollem Wassertank anreisen. In der Hochsaison früh ankommen. Der Aufstieg ins Dorf führt zu Fuß steil bergauf (rund 1 km, etwa 100 Höhenmeter). Freistehen an den Parkbuchten der Talstraße ist nicht vorgesehen.
- **Insider-Tipp für Camper:** Optional weiter nach Conques (rund 50 km nordöstlich, Aveyron): Die Abteikirche Sainte-Foy mit ihrem Tympanon zum Jüngsten Gericht liegt in einem autofreien Dorf; Wohnmobile parken auf den gebührenpflichtigen Flächen am Ortsrand. Figeac hat samstags Markt; das Musée Champollion und die Place des Écritures liegen mitten in der Altstadt.

## Camping-Praxis & Länder-Knigge

### Wildcamping & Freistehen

- Frankreich unterscheidet zwischen „stationnement“ und „camping“: Ein Wohnmobil gilt als Fahrzeug und darf überall parken, wo Pkw parken dürfen, auch über Nacht – solange es nur auf seinen Rädern steht. Markise, Stühle, Tische, ausgefahrene Stützen oder Keile, ausgekipptes Wasser gelten als Camping und sind außerhalb von Campingplätzen nicht erlaubt.
- Bürgermeister können Wohnmobilen per Gemeindeverordnung (arrêté municipal) das Parken oder Übernachten auf bestimmten Flächen untersagen; in den Touristenorten des Périgord und des Lot ist das die Regel. Verbotsschilder mit Wohnmobil-Symbol und Höhenportale an Uferparkplätzen sind verbindlich, Kontrollen und Bußgelder üblich.
- Wildes Campen ist nach dem Code de l’urbanisme unter anderem in Sites classés und inscrits, im Umkreis von 500 m um Monuments historiques und nahe Trinkwasserfassungen untersagt – damit in weiten Teilen des Vézère- und Dordogne-Tals. Im Sommer gelten in den Wäldern zudem Brandschutzregeln der Präfekturen: kein offenes Feuer, kein Grill.
- Legal übernachten Sie auf Campingplätzen, auf den Gemeinde-Aires de camping-car und auf Stellplätzen privater Netze wie CAMPING-CAR PARK (Zugang mit Mitgliedskarte am Terminal). Netzwerke wie France Passion vermitteln gegen Jahresgebühr kostenlose Übernachtungen bei Winzern und Bauernhöfen – im Périgord und Quercy viele Nuss-, Enten- und Weinbetriebe. Nützliche Apps: park4night, Campercontact, CamperOnline.

### Entsorgung & Versorgung

- Ver- und Entsorgungsstationen („borne“) sind dicht gesät: fast jede Aire hat eine, oft Modelle von Euro-Relais, Flot Bleu oder AireServices. Bezahlt wird mit Jetons aus Bäckerei oder Rathaus, mit Münzen oder Karte; Grauwasser und Kassette sind oft kostenlos, Wasser und Strom kosten.
- Grauwasser nur über das Bodengitter der Station ablassen, Kassette nur in den dafür vorgesehenen Ausguss – nie in Gullys oder in die Natur. Viele Stationen sind nach Missbrauch geschlossen worden.
- Das Wasser an den Bornes ist meist Trinkwasser („eau potable“); Schilder „eau non potable“ beachten. In heißen Sommern können Präfekturen Wasserbeschränkungen verhängen, dann sind einzelne Hähne abgestellt.
- Gas: Deutsche Tauschflaschen werden in Frankreich nicht getauscht; französische Flaschen (Butagaz, Antargaz, Primagaz) brauchen einen eigenen Anschluss bzw. Druckregler. Tankflaschen und Gastanks füllen Sie an GPL-Zapfsäulen mit passendem Adapter – meist Dish, zunehmend Euronozzle; ein Adapterset mitnehmen. Mit zwei vollen Flaschen anreisen.

### Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

- Tempolimits: Wohnmobile bis 3,5 t wie Pkw – 130 km/h auf der Autobahn (bei Regen 110), 110 km/h auf Schnellstraßen mit Mitteltrennung (bei Regen 100), 80 km/h auf Landstraßen, innerorts 50. Die Dordogne hat auf Teilen ihres Netzes für Pkw wieder 90 km/h erlaubt – nur dort, wo es ausgeschildert ist. Wohnmobile über 3,5 t: 110 km/h Autobahn, 100 km/h Schnellstraße, 80 km/h Landstraße, auch auf 90er-Abschnitten. Gespanne bis 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht fahren wie Pkw; Gespanne darüber: 90 km/h auf Autobahn und Schnellstraße, 80 km/h auf Landstraßen. Aktuelle Werte vor der Reise prüfen.
- Fahrzeuge über 3,5 t müssen seit 2021 seitlich und hinten die Aufkleber „Angles morts“ (Toter-Winkel-Warnung) nach amtlichem Muster tragen – das gilt auch für ausländische Wohnmobile; fehlende Aufkleber kosten 135 € Bußgeld.
- Maut: Die Autobahnen sind meist mautpflichtig (Péage), in dieser Region etwa die A89 bei Périgueux und Abschnitte der A20 südlich von Brive. Die Klasse richtet sich nach Höhe und Gewicht: Klasse 2 für Fahrzeuge zwischen 2 und 3 m Höhe bis 3,5 t, Klasse 3 für Zweiachser über 3 m Höhe oder über 3,5 t, Klasse 4 für Dreiachser darüber. Bezahlung bar, per Karte oder per Télépéage-Badge; auf einzelnen Strecken (etwa in der Normandie und im Allier) gilt schrankenlose Free-Flow-Maut mit Online-Zahlung.
- Umweltzonen: Der Versuch, die Zones à faibles émissions (ZFE) per Gesetz abzuschaffen, wurde im Mai 2026 vom Conseil constitutionnel gekippt; die ZFE bestehen weiter, werden aber je nach Stadt sehr unterschiedlich durchgesetzt. Auf dieser Route gibt es keine ZFE; für die Anreise über Großstädte wie Paris oder Lyon brauchen Sie die Crit’Air-Plakette (nur über die offizielle Seite certificat-air.gouv.fr bestellen). Bei Smogalarm können Präfekturen auch anderswo Fahrbeschränkungen nach Crit’Air-Klasse verhängen.
- Alkoholgrenze 0,5 Promille, für Fahranfänger 0,2. Handy am Steuer ist verboten, auch mit Headset oder Ohrhörern; nur fest eingebaute Freisprecheinrichtungen sind erlaubt. Warnwesten in Griffweite und Warndreieck sind Pflicht. Ein Heckträger darf Kennzeichen und Leuchten nicht verdecken, sonst ist ein Leuchtenträger mit zweitem Kennzeichen nötig.

## CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

- Aufkleber-Set „Angles morts“ nach französischem Muster für Fahrzeuge über 3,5 t – drei Stück, seitlich und hinten.
- Gas-Adapterset (Dish und Euronozzle) für GPL-Zapfsäulen, dazu zwei volle Flaschen bei der Einreise.
- Wasserdichte Packsäcke und Sandalen für die Kanustrecken auf Dordogne und Vézère.
- Langer Frischwasserschlauch mit verschiedenen Hahnaufsätzen und einige Euro in Münzen – viele Bornes in Gemeinde-Aires sind auf Münzen oder Jetons ausgelegt.
- Leichte Wanderschuhe mit Profil für die steilen Pfade nach Saint-Cirq-Lapopie, Rocamadour und Domme sowie den Treidelpfad bei Bouziès.
- Ausgedruckte oder offline gespeicherte Buchungen für Lascaux IV, Font-de-Gaume und den Gouffre de Padirac – im Sommer sind die Zeitfenster schnell vergeben, und im Tal ist der Mobilfunk lückenhaft.

_Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen._

## Quellen

- [Campercontact – Aire de camping-car Sarlat-la-Canéda (Avenue du Général de Gaulle)](https://www.campercontact.com/en/md/1700)
- [Campercontact – Aire de Camping-Car St. Cirq Lapopie](https://www.campercontact.com/en/md/1933)
- [Préfecture de la Dordogne – CP Rétablissement de la vitesse à 90 km/heure](https://www.dordogne.gouv.fr/index.php/contenu/telechargement/34339/236298/file/CP - Rétablissement de la vitesse à 90 km heure.pdf)
- [Service-Public.gouv.fr – Speed at the wheel (limitations de vitesse)](https://www.service-public.gouv.fr/particuliers/vosdroits/F19460?lang=en)
- [Camping-car.com – Signalisation des angles morts obligatoire pour les camping-cars de plus de 3,5 tonnes](https://www.camping-car.com/actualites/reglementation/26341-piqure-de-rappel-la-signalisation-des-angles-morts-est-obligatoire-pour-les-camping-cars-de-plus-de-35-tonnes/)
- [Dordogne-Périgord Tourisme – Grotte de Font-de-Gaume aux Eyzies](https://www.dordogne-perigord-tourisme.fr/visiter-grotte-dordogne/grotte-font-de-gaume/)
- [Tourisme Occitanie – Gouffre de Padirac](https://www.tourisme-occitanie.com/fr/fiche/patrimoine-culturel/gouffre-de-padirac-padirac_TFOPCU3143CDT460001/)
- [Brive Tourisme – Practical guide to Rocamadour (Parkplätze, Wohnmobile, Aufzüge)](https://www.brive-tourisme.com/en/visits/top-14/major-nearby-sites/rocamadour/practical-guide/)

## Reiseverlauf Stopp für Stopp

1. **Bergerac** (Frankreich)
2. **Périgueux** (Frankreich)
3. **Brantôme** (Frankreich)
4. **Montignac** (Frankreich)
5. **Les Eyzies** (Frankreich)
6. **Sarlat-la-Canéda** (Frankreich)
7. **Beynac-et-Cazenac** (Frankreich)
8. **La Roque-Gageac** (Frankreich)
9. **Domme** (Domme, Frankreich): Eine 1281 gegründete Bastide am Klippenrand, deren Aussichtspunkt direkt ins Dordogne-Tal blickt. Parken Sie außerhalb der Tore; ein kleiner Touristenzug fährt vom unteren Parkplatz hinauf.
10. **Rocamadour** (Rocamadour, Frankreich): Ein Wallfahrtsort, der sich an der Flanke einer Schlucht emportürmt. Betrachten Sie ihn zuerst vom Aussichtspunkt L’Hospitalet.
11. **Padirac** (Frankreich)
12. **Cahors** (Frankreich)
13. **Saint-Cirq-Lapopie** (Frankreich)
14. **Figeac** (Frankreich)

## Beste Reisezeit

Am angenehmsten sind meist Mai–Juni und September–Oktober. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: April, Juli–August und November. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)

## Praktisches für unterwegs

- **Frankreich: Autobahnmaut.** Maut auf den meisten Autoroutes; bei Regen sinkt das Limit auf 110 km/h. Tempolimit für Pkw auf Autobahnen: 130 km/h.

## Häufige Fragen

**Wie lang ist die Route «Höhlenbilder, Felsdörfer und Flussschleifen – mit dem Camper durch Périgord, Dordogne-Tal und Lot»?**
8-tägiger Roadtrip über etwa 386 km (240 mi) mit 14 Stopps, von Bergerac nach Figeac. Insgesamt etwa 5 h 19 min Fahrzeit.

**Wie viele Tage braucht man für «Höhlenbilder, Felsdörfer und Flussschleifen – mit dem Camper durch Périgord, Dordogne-Tal und Lot»?**
Wir empfehlen 8 Tage: etwa 5 h 19 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

**Wo beginnt und endet «Höhlenbilder, Felsdörfer und Flussschleifen – mit dem Camper durch Périgord, Dordogne-Tal und Lot»?**
Sie beginnt in Bergerac und endet in Figeac.

**Durch welche Länder führt «Höhlenbilder, Felsdörfer und Flussschleifen – mit dem Camper durch Périgord, Dordogne-Tal und Lot»?**
Frankreich.

**Wo kann man entlang «Höhlenbilder, Felsdörfer und Flussschleifen – mit dem Camper durch Périgord, Dordogne-Tal und Lot» campen?**
OpenStreetMap verzeichnet 405 Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze im Umkreis von 20 km um die Stopps dieser Route. Zum Beispiel: Aire municipale de Saint Germain et Mons, Rouffignac-de-Sigoulès und Le Grand Dague.

**Wann ist die beste Reisezeit für Höhlenbilder, Felsdörfer und Flussschleifen – mit dem Camper durch Périgord, Dordogne-Tal und Lot?**
Am angenehmsten sind meist Mai–Juni und September–Oktober. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: April, Juli–August und November. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)
