# Rosa Granit, Leuchttürme und Gezeiten – mit dem Camper von Saint-Malo bis ans Ende der Welt im Finistère

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Source: https://camping-spirit.com/de/guides/rf-222-brittany-pink-granite-finistere/

**Auf einen Blick:** 8-tägiger Roadtrip über etwa 540 km (336 mi) mit 14 Stopps, von Saint-Malo nach Concarneau. Insgesamt etwa 7 h 27 min Fahrzeit. Von den Austernbänken in Cancale über die Côte de Granit Rose, die Abers und die Halbinsel Crozon bis zur Pointe du Raz und in die Ville Close von Concarneau: gut 800 km Küste, auf denen der Gezeitenkalender wichtiger ist als der Tacho.

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|---|---|
| Entfernung | 540 km (336 mi) |
| Fahrzeit | 7 h 27 min |
| Empfohlene Tage | 8 |
| Stopps | 14 |
| Route | Saint-Malo → Concarneau |
| Länder | Frankreich |
| Aktualisiert | 1. September 2026 |

*Von den Austernbänken in Cancale über die Côte de Granit Rose, die Abers und die Halbinsel Crozon bis zur Pointe du Raz und in die Ville Close von Concarneau: gut 800 km Küste, auf denen der Gezeitenkalender wichtiger ist als der Tacho.*

## Der Spirit der Route

Die Bretagne fährt man nicht geradeaus, man folgt dem Wasser – und das Wasser kommt und geht. In Saint-Malo steigt die Flut um mehr als zwölf Meter, ein paar Stunden später liegen Boote schief im Schlick, und der Weg zur Gezeiteninsel ist wieder trocken. Hinter Paimpol färbt sich der Granit rosa, zwischen Ploumanac’h und Trégastel liegen Blöcke so groß wie Häuser, glattgeschliffen und von Ginster und Heide umrahmt. Im Finistère wird die Küste rauer: Leuchttürme auf Klippen, Abers wie norwegische Fjorde im Kleinformat, die Felsnadeln des Tas de Pois vor Pen-Hir. Aus der Schiebetür riecht es nach Tang, Regen und Crêpes vom Markt; abends kreisen Basstölpel, und der Wind dreht stündlich. Diese Route belohnt kurze Etappen, Wanderschuhe für den GR34 und die Bereitschaft, auf ausgewiesenen Aires statt am Klippenparkplatz zu schlafen.

## Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

### Etappe 1: Saint-Malo nach Cap Fréhel (ca. 100 km)

- **Die Strecke:** Von Saint-Malo an der Küste nach Cancale und hinauf zur Pointe du Grouin, zurück und über die Straße auf dem Gezeitenkraftwerk der Rance (D168) nach Dinard. Weiter auf kleinen Küstenstraßen über Saint-Briac, Lancieux und Saint-Cast-le-Guildo bis Fort La Latte und Cap Fréhel. Ruhige Departementstraßen, in den Badeorten enge Durchfahrten und Kreisverkehre; reine Fahrzeit gut 2,5 Stunden.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Saint-Malo Intra-Muros: der Rundgang auf den Wällen und bei Ebbe der Fußweg zur Gezeiteninsel Grand Bé – die Gezeitenzeiten am Zugang ernst nehmen.
  - Cancale: Austernmarkt an der Pointe des Crolles über dem Hafen La Houle, danach die Pointe du Grouin mit Blick bis zum Mont-Saint-Michel.
  - GR34 zwischen Fort La Latte und Cap Fréhel: rund 4–5 km über Heideklippen, unterwegs Seevogelfelsen und der Leuchtturm am Kap.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Camping municipal du Cap Fréhel bei Plévenon, einfach und naturnah in der Heide nahe dem Kap, nur in der Saison geöffnet; Strom und Sanitär vorhanden, Öffnungszeiten vorher prüfen. Für die Nacht vorher in Saint-Malo: Camping de la Cité d’Alet auf der Landzunge vor der Altstadt oder die große Aire Paul Féval am Stadtrand, von der Busse ins Zentrum fahren.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Rund um Cap Fréhel und Fort La Latte – Grand Site Cap d’Erquy–Cap Fréhel und geschütztes Gelände – ist Übernachten auf den Parkplätzen nicht erlaubt. Der Kapparkplatz bietet nur wenige gebührenpflichtige Wohnmobilplätze, die laut Nutzerberichten tagsüber oft belegt und nachts nicht zugelassen sind. In der Umgebung führen park4night und Campercontact kommunale Aires; Stand vor Ort an der Beschilderung prüfen.
- **Insider-Tipp für Camper:** Hafen La Houle in Cancale ist eng und steil – Wohnmobil oben im Ort oder an der Aire de la Ville Ballet abstellen und hinunterlaufen. Die Straße über das Rance-Kraftwerk hat eine Schleusenbrücke, die für Boote kurz geöffnet wird; Wartezeit einplanen. In Saint-Malo sind die Parkplätze direkt an den Wällen für Wohnmobile ungeeignet.

### Etappe 2: Cap Fréhel nach Paimpol (ca. 100 km)

- **Die Strecke:** Über Sables-d’Or-les-Pins und Erquy nach Pléneuf-Val-André, Saint-Brieuc auf der mautfreien Schnellstraße N12 umfahren, dann über Binic und Saint-Quay-Portrieux an der Côte du Goëlo nach Paimpol. Bis Saint-Brieuc hügelige Küstenstraßen, danach flüssig; etwa 2 Stunden reine Fahrzeit.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Cap d’Erquy: rosa Sandsteinklippen, Heide und Badebuchten, kurze Wege ab den Parkplätzen oberhalb.
  - Abbaye de Beauport bei Paimpol: Abteiruine des 13. Jahrhunderts am Meer, Gelände des Conservatoire du littoral.
  - Pointe de l’Arcouest mit Blick auf das Archipel von Bréhat – Ausgangspunkt der Fähre für den nächsten Tag.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Camping du Cruckin bei Kérity, wenige Minuten von der Abbaye de Beauport entfernt, mit Strom und Sanitär, saisonal geöffnet. In Paimpol selbst gibt es kommunale Wohnmobilplätze nahe dem Zentrum, laut Stellplatzverzeichnissen teils mit Ver- und Entsorgung – aktuellen Stand vorab prüfen.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Die Baie de Saint-Brieuc ist großenteils Naturschutzgebiet; Übernachten an den Dünen- und Strandparkplätzen ist dort nicht vorgesehen. Viele Küstenparkplätze der Côte du Goëlo tragen Höhenbalken oder Schilder mit durchgestrichenem Wohnmobil für die Nacht – im Zweifel auf eine Aire ausweichen.
- **Insider-Tipp für Camper:** In Paimpol ist Dienstag Markttag am Hafen; dann sind Zentrum und Hafenparkplätze voll. Für die Bréhat-Fähre ab Pointe de l’Arcouest gibt es gebührenpflichtige Parkplätze, darunter einen Wohnmobilbereich ohne Ver- und Entsorgung; im Sommer früh kommen und die Beschilderung für Wohnmobile beachten. Bei Saint-Brieuc und Paimpol liegen große Supermärkte mit Tankstelle und häufig einer Entsorgungssäule.

### Etappe 3: Paimpol (Île de Bréhat) nach Perros-Guirec / Ploumanac’h (ca. 65 km)

- **Die Strecke:** Vormittags zu Fuß auf die Île de Bréhat (Überfahrt rund 10–15 Minuten), danach über die Hängebrücke von Lézardrieux über den Trieux, mit Abstecher zum Sillon de Talbert, durch Tréguier und über Port-Blanc nach Perros-Guirec. Schmale Landstraßen durch Gemüsefelder, kaum Steigungen; rund 1,5 Stunden Fahrzeit.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Île de Bréhat: autofreie Insel mit rosa Granitbuchten, Hortensien und Leuchtturm du Paon im Norden, gut zu Fuß oder mit Leihrad.
  - Sillon de Talbert bei Pleubian: über 3 km lange Kiesnehrung ins Meer, Naturschutzgebiet – nur auf dem Pfad gehen, Vogelbrutzonen respektieren.
  - Tréguier: Kathedrale Saint-Tugdual mit Kreuzgang über dem Jaudy.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Aire Camping-Car Park Perros-Guirec–Ploumanac’h an der Rue du Ranolien, seit 2025 auf einem Teil des Ranolien-Parkplatzes (ehemaliger Fußballplatz) nahe dem Sentier des douaniers: 49 Plätze hinter Schranke mit Strom, Zugang über die Karte bzw. App des Betreibers; Umfang der Ver- und Entsorgung und Tarif je Saison vorab prüfen. Campingplatz-Alternativen: Camping Le Ranolien nebenan oder Camping Tourony an der Grenze zu Trégastel.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Perros-Guirec hat Wohnmobile über Jahre vom Übernachten ferngehalten, der Ranolien-Parkplatz war nachts gesperrt. Mit der neuen Aire gibt es eine legale Lösung, auf den übrigen Parkplätzen an der Côte de Granit Rose gelten weiter Nachtverbote und Höhenbegrenzungen. Ob Wohnmobile künftig auf die Aire verwiesen werden, regeln Gemeindeerlasse (arrêtés) – Schilder vor Ort beachten.
- **Insider-Tipp für Camper:** Auf Bréhat gehen Boote je nach Gezeitenstand an verschiedenen Anlegern ab; bei Niedrigwasser ist der Weg zum Schiff länger. Fahrräder für die Insel besser vor Ort leihen. Für den Sillon de Talbert den Parkplatz am Zugang nutzen und nicht auf der Nehrung selbst klettern – sie wandert und ist empfindlich.

### Etappe 4: Ploumanac’h nach Roscoff (ca. 105 km)

- **Die Strecke:** Über Trégastel, Trébeurden und Lannion zur Lieue de Grève, einer 4 km langen Sandbucht, an der die D786 direkt am Meer entlangläuft; über Locquirec und die Küstenstraße bei Plougasnou zum Cairn de Barnenez, dann Morlaix umfahren und über Saint-Pol-de-Léon nach Roscoff. Teils kurvige Küstenabschnitte, sonst gute Landstraßen; knapp 2,5 Stunden.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Sentier des douaniers (GR34) von Trestraou nach Ploumanac’h mit dem Leuchtturm von Mean Ruz – frühmorgens laufen, bevor die Busgruppen kommen.
  - Cairn de Barnenez: rund 6.000 Jahre alter Grabhügel über der Bucht von Morlaix.
  - Roscoff: Altstadt der Kaufleute und Korsaren, Jardin exotique und die Fähre zur Île de Batz.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** In Roscoff hat die Gemeinde eine Aire mit Ver- und Entsorgung; Lage, Tarif und Saison in den Stellplatz-Apps prüfen. Campingplatz: Camping La Pointe de Roscoff nahe der Pointe de Bloscon, mit Strom und Sanitär. In Saint-Pol-de-Léon liegen weitere Plätze in Strandnähe.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** An der Lieue de Grève und in Trébeurden stehen an Strandparkplätzen Nachtverbote für Wohnmobile; die Côte de Granit Rose ist Teil eines Natura-2000-Gebiets. Die Sept-Îles sind Vogelschutzreservat – Besuch nur per Ausflugsboot ab Trestraou, ohne Landung auf den Brutinseln.
- **Insider-Tipp für Camper:** Morgens vor dem Aufbruch die Bootsfahrt zu den Sept-Îles einplanen: Auf Rouzic brüten Tausende Basstölpelpaare. Die Bucht von Morlaix hat Gezeitenstraßen und -wege – etwa zur Île Callot bei Carantec: Sie sind nur bei Ebbe passierbar, Hinweistafeln mit Zeiten beachten. In Roscoff ist der Fährhafen Bloscon-Ziel der Fähren nach Großbritannien und Irland; an Fährtagen ist dort Verkehr.

### Etappe 5: Roscoff nach Pointe Saint-Mathieu (durch das Pays des Abers) (ca. 130 km)

- **Die Strecke:** An der Côte des Légendes über Plouescat, Brignogan-Plages und Kerlouan nach Plouguerneau, dann um die Abers Wrac’h und Benoît über Landéda, Portsall und Porspoder bis Le Conquet und zur Pointe Saint-Mathieu. Kleine, teils schmale Küstensträßchen mit vielen Kurven um die Meeresarme; wer schneller sein will, kürzt über die D10/D28 ab. Mit Stopps ein ganzer Tag, reine Fahrzeit rund 3 Stunden.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Meneham bei Kerlouan: Zöllnerposten und Strohdachhäuser zwischen riesigen Granitblöcken.
  - Phare de l’Île Vierge vor Plouguerneau, mit über 80 m der höchste Steinleuchtturm Europas; in der Saison Bootsfahrten ab Lilia.
  - Pointe Saint-Mathieu: Abteiruine, Leuchtturm und Gedenkstätte für die auf See gebliebenen Seeleute, darunter die offene See zur Insel Ouessant.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Camping les Blancs Sablons bei Le Conquet, hinter der großen Dünenbucht, mit Strom und Sanitär, saisonal geöffnet. Wer den Tag teilen möchte: Camping des Abers in Landéda an der Mündung des Aber Wrac’h mit Blick auf die Dünen von Sainte-Marguerite.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Im Pays d’Iroise und an den Abers verbieten viele Gemeinden per arrêté das Stehen von Wohnmobilen nachts an Strand- und Hafenparkplätzen; Höhenbalken sind verbreitet. Mehrere Gemeinden betreiben einfache Aires, oft mit Versorgungssäule – Liste der Communauté de communes oder park4night nutzen.
- **Insider-Tipp für Camper:** Die Abers sind Gezeitenarme: Bei Niedrigwasser liegen Boote im Schlick, und manche Uferparkplätze werden bei Springflut überspült – Flutzeiten im Gezeitenkalender (SHOM) prüfen. In Le Conquet starten die Fähren nach Molène und Ouessant; mitnehmen lässt sich nur das Fahrrad, der Camper bleibt am Festland. Die Pointe de Corsen bei Plouarzel ist der westlichste Punkt des französischen Festlands.

### Etappe 6: Pointe Saint-Mathieu nach Crozon / Camaret-sur-Mer (ca. 100 km)

- **Die Strecke:** Über Plougonvelin zur Brester Ringstraße, auf der mautfreien N165 Richtung Quimper bis Le Faou, dann auf der D791 über die geschwungene Schrägseilbrücke von Térénez über die Aulne auf die Halbinsel Crozon und weiter nach Camaret. Schnellstraße und gut ausgebaute Landstraße; etwa 1,75 Stunden.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Pointe de Pen-Hir: Klippen über 60 m hoch, davor die Felsnadeln der Tas de Pois, dazu das Denkmal für die Bretonen des Freien Frankreichs.
  - Camaret-sur-Mer: Tour Vauban (Teil des UNESCO-Welterbes der Vauban-Festungen) und Bootsfriedhof am Sillon.
  - Pointe des Espagnols mit Blick über die Rade de Brest; Cap de la Chèvre und die Strandbucht von Morgat.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Aires der Gemeinde Crozon, unter anderem in Poulpatré, Morgat und Le Fret, teils im Camping-Car-Park-Netz mit Schranke, Strom und Ver- und Entsorgung. Campingplätze: Camping les Pins in Crozon mit vollem Service oder Camping de la Plage de Goulien an der Westküste, ruhig und nah am Strand.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Die Halbinsel liegt im Regionalen Naturpark Armorique und am Meeresnaturpark Iroise. An den Spitzen (Pen-Hir, Toulinguet, Goulien) ist Parken nur tagsüber erlaubt, an mehreren Plätzen mit ausdrücklichem Nachtverbot; die Gemeinde verweist Wohnmobile auf ihre Aires. Einzelne Parkplätze wie an der Pointe des Espagnols werden in Apps als bis 24 Stunden geduldet geführt – ohne Campingverhalten und mit aktuellem Blick auf die Schilder.
- **Insider-Tipp für Camper:** Brest selbst müssen Sie nicht durchqueren – Ringstraße und N165 genügen. Brest Métropole hat für Teile der Stadt Brest eine Umweltzone (ZFE) eingeführt; sie schränkt nach Planung der Métropole nur Fahrzeuge ohne Crit’Air-Einstufung werktags zu Stoßzeiten ein, Kontrolle über die Plakette auch bei ausländischen Fahrzeugen. Geltungsbereich und Zeiten vor einer Stadtfahrt auf der Seite der Métropole prüfen. In Crozon und Morgat liegen Supermärkte mit Tankstelle und Entsorgung. Den Pen-Hir-Parkplatz zum Sonnenuntergang anfahren, dann aber für die Nacht zur Aire zurück.

### Etappe 7: Crozon nach Pointe du Raz (über Locronan) (ca. 110 km)

- **Die Strecke:** Auf der D887 über die Flanke des Ménez-Hom (Aussichtsstraße zum 330 m hohen Gipfel als Abstecher) nach Châteaulin, über Locronan und Douarnenez in den Cap Sizun, dann über Audierne zur Pointe du Raz. Landstraßen, im Cap Sizun schmaler und windexponiert; etwa 2,5 Stunden.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Ménez-Hom: Rundblick über die Bucht von Douarnenez, die Rade de Brest und die Monts d’Arrée.
  - Locronan: Granitplatz mit Renaissancehäusern und Kirche Saint-Ronan, eine der „Petites Cités de Caractère“; das Zentrum ist autofrei.
  - Pointe du Raz: Felsgrat über dem Raz de Sein mit Phare de la Vieille und Blick zur Île de Sein; ruhiger und genauso spektakulär ist die Pointe du Van gegenüber der Baie des Trépassés.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** An der Pointe du Raz liegt der Parkplatz des Grand Site rund 800 m vor dem Semaphor, von April bis Ende Oktober gebührenpflichtig und mit Pendelbus zur Spitze; Wohnmobile haben einen eigenen Bereich. Übernachten auf dem Parkplatz ist gegen eine Nachtpauschale erlaubt, laut Grand Site 2026 18 € pro Fahrzeug – ohne Strom und Ver- und Entsorgung. Für Strom und Sanitär sind die Campingplätze rund um Audierne und Plogoff die Alternative; in Locronan gibt es eine Camping-Car-Park-Aire am Ortsrand.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Die Pointe du Raz ist Grand Site de France und geschütztes Gelände: Abseits des offiziellen Parkplatzes ist Halten und Übernachten nicht erlaubt, die Klippenwege sind zum Schutz der Heide abgesteckt. Plogoff und Nachbargemeinden weisen Wohnmobile auf eigene Plätze im Ort; an der Baie des Trépassés gelten Nachtverbote.
- **Insider-Tipp für Camper:** In Locronan nicht ins Zentrum fahren, sondern die großen Parkplätze am Ortseingang nutzen. Die Pointe du Raz wird an Sommertagen ab dem späten Vormittag voll – früh oder am späten Nachmittag kommen. Bei Sturm sind die Wege zur Spitze teils gesperrt; die Strömungen im Raz de Sein gehören zu den stärksten Europas, auf den Felsen keine Kletterversuche.

### Etappe 8: Pointe du Raz nach Concarneau (ca. 100 km)

- **Die Strecke:** Zurück nach Audierne, durch das Pays Bigouden über Plozévet zur Pointe de Penmarc’h, nach Pont-l’Abbé und über Bénodet und Fouesnant nach Concarneau. Flache, offene Landstraßen, einzige Engstelle die kleinen Hafenorte; gut 2 Stunden. Optional geht es danach auf der mautfreien N165 weiter nach Carnac und Quiberon (rund 120 km).
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Phare d’Eckmühl in Penmarc’h: Leuchtturm mit begehbarer Wendeltreppe, darunter der Hafen Saint-Guénolé mit Brandungsfelsen.
  - Pont-l’Abbé: Château mit Bigouden-Museum zur hohen Spitzenhaube der Region.
  - Ville Close in Concarneau: ummauerte Altstadt auf einer Insel im Hafen, zu Fuß über die Brücke.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Aire du Porzou in Concarneau, kommunaler Stellplatz in Gehweite zur Ville Close, mit Ver- und Entsorgung und Strom laut Stellplatzverzeichnissen. Campingplatz: Camping des Sables Blancs auf einem Hang über dem gleichnamigen Strand, mit Strom und Sanitär.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Concarneau und die Nachbargemeinden lenken Wohnmobile auf ihre Aires; an den Hafen- und Strandparkplätzen gelten Nachtverbote. In Carnac (Verlängerung) weist die Stadt am Parkplatz Kérabus eine Zone für Wohnmobile aus; auf der Halbinsel Quiberon sind die Parkplätze an der Côte Sauvage für die Nacht tabu.
- **Insider-Tipp für Camper:** Rund um Hafen und Ville Close ist es an Markttagen und im Sommer eng – den Camper an der Aire lassen und zu Fuß gehen. Wer weiter nach Carnac fährt: Die Steinreihen von Ménec und Kermario sind in der Saison eingezäunt und nur mit Führung zugänglich, Infos im Maison des Mégalithes. Quiberon erreichen Sie nur über die D768 auf der schmalen Landenge von Penthièvre – an Sommerwochenenden mit langen Staus.

## Camping-Praxis & Länder-Knigge

### Wildcamping & Freistehen

- Frankreich unterscheidet „stationnement“ und „camping“: Ein Wohnmobil gilt als Fahrzeug und darf überall parken – auch über Nacht und mit Insassen –, wo Parken für Fahrzeuge seiner Größe erlaubt ist. Sobald Stühle, Tisch, Markise, Keile, ausgefahrene Stützen oder Grauwasser ins Spiel kommen, ist es Camping, und das ist auf öffentlichen Parkplätzen verboten.
- Bürgermeister können das Parken per Gemeindeerlass (arrêté municipal) einschränken. In der Bretagne ist das an der Küste die Regel: Schilder mit durchgestrichenem Wohnmobil, Nachtverbote (oft etwa 22 bis 7 Uhr) und Höhenbalken um 2 m an Strand- und Klippenparkplätzen. Die Verbote gelten, auch wenn ihre Rechtmäßigkeit umstritten sein kann – Bußgeld oder Abschleppen drohen.
- Wildes Camping ist am Meeresufer, in klassierten Landschaften (sites classés), in Naturschutzgebieten und auf Gelände des Conservatoire du littoral untersagt; Grands Sites wie Cap Fréhel und Pointe du Raz sind tabu für die Nacht außerhalb offizieller Bereiche.
- Legal übernachten Sie auf Campingplätzen, den kommunalen Aires de camping-car (oft mit Schranke und Kartenzahlung, teils in Netzen wie Camping-Car Park) und bei Gastgebern privater Netzwerke wie France Passion, bei denen Winzer und Höfe gegen Mitgliedschaft eine Nacht anbieten. Apps: park4night, Campercontact, CampingCar-Infos; Hinweise der Nutzer auf neue Verbote sind dort meist aktueller als jede Karte.

### Entsorgung & Versorgung

- Ver- und Entsorgungssäulen („borne de service“, Marken wie Euro-Relais, Flot Bleu, Raclet) stehen an Aires und an vielen Supermärkten; bezahlt wird mit Karte, Jetons oder Münzen, manchmal ist Wasser kostenlos. Grauwasser über das Bodengitter, Kassette in den separaten Ausguss („WC chimique“).
- Trinkwasser: „eau potable“ ist trinkbar, „eau non potable“ nicht; Hähne mit Gewinde sind selten – Schlauch mit verschiedenen Anschlussstücken mitnehmen. Grauwasser oder Kassette niemals in Gullys oder an Stränden leeren, Kontrollen sind an der Küste häufig.
- Gas: Deutsche Tauschflaschen werden nicht getauscht, französische Flaschen (Butagaz, Antargaz, Primagaz u. a.) brauchen eigene Regler. Tankflaschen füllen Sie an GPL-Zapfsäulen der Supermarkttankstellen mit passendem Adapter (Adapter-Set Dish/Bajonett mitnehmen); nicht jede Säule ist rund um die Uhr bedient.
- Tankautomaten „24/24“ akzeptieren nicht immer ausländische Karten; tagsüber an der bemannten Kasse tanken. Supermärkte wie Super U, Intermarché oder E.Leclerc haben oft Waschsalon und Entsorgung auf dem Gelände.

### Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

- Tempolimits Wohnmobil bis 3,5 t: 130 km/h Autobahn (110 bei Regen), 110 km/h auf Schnellstraßen mit getrennten Fahrbahnen (100 bei Regen), 80 km/h auf Landstraßen ohne Mitteltrennung – einige Departements haben auf 90 km/h zurückgestellt, Beschilderung beachten –, 50 km/h innerorts. Über 3,5 t: 110 km/h Autobahn, 100 km/h Schnellstraße, 80 km/h Landstraße. Gespanne über 3,5 t zulässiger Gesamtzugmasse fahren noch langsamer (90 km/h auf der Autobahn, 80 km/h auf Landstraßen).
- Fahrzeuge über 3,5 t – auch Wohnmobile – müssen seit 2021 Aufkleber „Angles morts“ (toter Winkel) an beiden Seiten und am Heck tragen; fehlen sie, droht ein Bußgeld von 135 € (Pauschale der 4. Klasse).
- Umweltzonen: Am 21. Mai 2026 hat der Verfassungsrat die vom Parlament beschlossene Abschaffung der ZFE gekippt; die Zonen bleiben bestehen, die Regeln unterscheiden sich von Stadt zu Stadt stark. Die Crit’Air-Plakette nur auf der offiziellen Seite certificat-air.gouv.fr bestellen; sie gilt auch bei Fahrbeschränkungen während Smogepisoden. Auf dieser Route betrifft das vor allem An- und Abreise über Rennes oder Fahrten in die Stadt Brest – Stand vorab prüfen.
- Maut: Die Bretagne ist praktisch mautfrei – die Schnellstraßen (voies express) N12, N164 und N165 kosten nichts. Maut fällt nur auf der Anreise an, etwa auf A11 und A81; Klasse 2 gilt für Fahrzeuge bis 3,5 t mit 2 bis 3 m Höhe, Klasse 3 für Zweiachser über 3 m Höhe oder über 3,5 t, Klasse 4 für drei und mehr Achsen. Wer über Paris und die Normandie anreist: Auf der A13/A14 wird schrankenlos (free flow) kassiert – online binnen 72 Stunden zahlen oder mit Mautbox.
- Durchfahrtsverbote für Fahrzeuge über 3,5 t oder über bestimmte Breiten sind in Küstenorten und auf Hafenstraßen häufig, Höhenbalken an Strandparkplätzen ebenso. Promillegrenze 0,5, für Fahranfänger 0,2; Handy am Steuer und auch Kopfhörer oder Headset sind verboten. Warnweste griffbereit im Fahrerraum, Warndreieck an Bord.

## CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

- Gezeitenkalender oder SHOM-App – für Grand Bé, Bréhat, Île Callot, die Abers und überflutbare Uferparkplätze entscheidend.
- „Angles morts“-Aufkleber, falls das Wohnmobil über 3,5 t wiegt, und die Crit’Air-Plakette für Anreise und Städte.
- Wind- und regenfeste Kleidung mit Kapuze plus Wanderschuhe: Auf dem GR34 bläst es auch im August kräftig, Schauer ziehen schnell durch.
- Wasserschlauch mit mehreren Anschlussstücken und ein Gas-Adapter-Set für französische GPL-Säulen.
- Fernglas für Basstölpel an den Sept-Îles, Robben im Archipel von Molène und Seevögel an Cap Fréhel.
- Kreditkarte mit PIN und etwas Bargeld in Münzen für Schranken-Aires, Versorgungssäulen und Parkautomaten an den Grands Sites.

_Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen._

## Quellen

- [Tout commence en Finistère / Grand Site Pointe du Raz – Flyer Pointe du Raz 2026 (Parken, Nachtpauschale, Navette)](https://www.toutcommenceenfinistere.com/wp-content/uploads/2026/03/2026-05-21-TCF_FlyerPointeDuRaz-pour-web_FRGB.pdf)
- [camping-car.com – À la pointe du Raz, les camping-cars paient comme les voitures](https://www.camping-car.com/actus-des-aires/27505-a-la-pointe-du-raz-les-camping-cars-paient-comme-les-voitures)
- [Camping-Car Park – Aire de Perros-Guirec (Rue du Ranolien)](https://www.campingcarpark.com/en_GB/motor-home/bretagne/cotes-darmor/perros-guirec)
- [camping-car.com – Perros-Guirec aura bientôt son aire pour camping-cars](https://www.camping-car.com/tourisme/actus-des-aires/30417-perros-guirec-aura-bientot-son-aire-pour-camping-cars/)
- [Brest métropole – Création d’une Zone à Faibles Émissions mobilité (ZFE-m)](https://brest.fr/sites/default/files/medias/brestfr/documents/gerer_mon_quotidien/transports/creation-d-une-zone-a-faibles-emissions-mobilite_1.pdf)
- [camping-car.com – Règles de circulation en camping-car (Tempolimits > 3,5 t, Gespanne)](https://www.camping-car.com/actualites/reglementation/20985-regles-de-circulation-en-camping-car/)
- [camping-car.com – La signalisation des angles morts est obligatoire pour les camping-cars de plus de 3,5 tonnes](https://www.camping-car.com/actualites/reglementation/26341-piqure-de-rappel-la-signalisation-des-angles-morts-est-obligatoire-pour-les-camping-cars-de-plus-de-35-tonnes/)
- [Campercontact – Pointe de l’Arcouest (Ploubazlanec)](https://www.campercontact.com/fr/france/bretagne/ploubazlanec/2127/pointe-de-larcouest.md)
- [park4night – Pointe de Pen-Hir, Parking jour uniquement](https://park4night.com/fr/place/7248)
- [park4night – Cap Fréhel, Parking jour uniquement](https://park4night.com/fr/place/21358)

## Reiseverlauf Stopp für Stopp

1. **Saint-Malo** (Frankreich)
2. **Cancale** (Frankreich)
3. **Cap Fréhel** (Plévenon, Frankreich): Rosa und graue, heidebewachsene Klippen mit Leuchtturm und Seevogelkolonien. Fort La Latte ist nur einen kurzen Spaziergang entfernt.
4. **Paimpol** (Frankreich)
5. **Île de Bréhat** (Frankreich)
6. **Perros-Guirec** (Frankreich)
7. **Roscoff** (Frankreich)
8. **Landéda** (Frankreich)
9. **Pointe Saint-Mathieu** (Frankreich)
10. **Crozon** (Frankreich)
11. **Camaret-sur-Mer** (Frankreich)
12. **Locronan** (Frankreich)
13. **Pointe du Raz** (Plogoff, Frankreich): Die wilde Westspitze der Bretagne, eine Granitklinge über einer der stärksten Gezeitenströmungen Europas, mit der Île de Sein vor der Küste. Parken Sie am Besucherzentrum und gehen Sie den letzten Kilometer zu Fuß.
14. **Concarneau** (Frankreich)

## Beste Reisezeit

Am angenehmsten sind meist Juni–September. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: April–Mai und Oktober. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)

## Praktisches für unterwegs

- **Frankreich: Autobahnmaut.** Maut auf den meisten Autoroutes; bei Regen sinkt das Limit auf 110 km/h. Tempolimit für Pkw auf Autobahnen: 130 km/h.

## Häufige Fragen

**Wie lang ist die Route «Rosa Granit, Leuchttürme und Gezeiten – mit dem Camper von Saint-Malo bis ans Ende der Welt im Finistère»?**
8-tägiger Roadtrip über etwa 540 km (336 mi) mit 14 Stopps, von Saint-Malo nach Concarneau. Insgesamt etwa 7 h 27 min Fahrzeit.

**Wie viele Tage braucht man für «Rosa Granit, Leuchttürme und Gezeiten – mit dem Camper von Saint-Malo bis ans Ende der Welt im Finistère»?**
Wir empfehlen 8 Tage: etwa 7 h 27 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

**Wo beginnt und endet «Rosa Granit, Leuchttürme und Gezeiten – mit dem Camper von Saint-Malo bis ans Ende der Welt im Finistère»?**
Sie beginnt in Saint-Malo und endet in Concarneau.

**Durch welche Länder führt «Rosa Granit, Leuchttürme und Gezeiten – mit dem Camper von Saint-Malo bis ans Ende der Welt im Finistère»?**
Frankreich.

**Wo kann man entlang «Rosa Granit, Leuchttürme und Gezeiten – mit dem Camper von Saint-Malo bis ans Ende der Welt im Finistère» campen?**
OpenStreetMap verzeichnet 465 Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze im Umkreis von 20 km um die Stopps dieser Route. Zum Beispiel: Camping de la Cité d'Alet, Camping de la Cité d'Alet und Camping Longchamp.

**Wann ist die beste Reisezeit für Rosa Granit, Leuchttürme und Gezeiten – mit dem Camper von Saint-Malo bis ans Ende der Welt im Finistère?**
Am angenehmsten sind meist Juni–September. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: April–Mai und Oktober. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)
