# Steinböcke, Burgen und Viertausender – mit dem Camper von Ivrea durch das Aostatal zum Mont Blanc und Gran Paradiso

> Rund 430 km von der Moräne bei Ivrea über Burgen und Weinterrassen nach Aosta, zu den Gletschern des Mont Blanc, zum Großen Sankt Bernhard und in die drei…

Source: https://camping-spirit.com/de/guides/rf-060-valle-d-aosta-gran-paradiso/

**Auf einen Blick:** 7-tägiger Roadtrip über etwa 208 km (129 mi) mit 11 Stopps, von Ivrea nach Rhêmes-Notre-Dame. Insgesamt etwa 2 h 53 min Fahrzeit. Rund 430 km von der Moräne bei Ivrea über Burgen und Weinterrassen nach Aosta, zu den Gletschern des Mont Blanc, zum Großen Sankt Bernhard und in die drei Hochtäler des Gran Paradiso – kurze Etappen, steile Zufahrten und ein Wohnmobil, das meist auf der Talsohle bleibt.

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|---|---|
| Entfernung | 208 km (129 mi) |
| Fahrzeit | 2 h 53 min |
| Empfohlene Tage | 7 |
| Stopps | 11 |
| Route | Ivrea → Rhêmes-Notre-Dame |
| Länder | Italien |
| Aktualisiert | 1. September 2026 |

*Rund 430 km von der Moräne bei Ivrea über Burgen und Weinterrassen nach Aosta, zu den Gletschern des Mont Blanc, zum Großen Sankt Bernhard und in die drei Hochtäler des Gran Paradiso – kurze Etappen, steile Zufahrten und ein Wohnmobil, das meist auf der Talsohle bleibt.*

## Der Spirit der Route

Das Aostatal ist ein Tal der Gegensätze auf engstem Raum: Unten Apfelwiesen, Weinberge und mittelalterliche Burgen, darüber Lärchenwälder, Almen und die weißen Kämme von Mont Blanc, Grand Combin und Gran Paradiso. Die Straße folgt der Dora Baltea wie ein roter Faden, und fast jeder Seitenarm ist eine eigene kleine Welt mit Dorfbrunnen, Steinhäusern und einem Campingplatz an einem Bach. Aus der Schiebetür sehen Sie morgens die ersten Sonnenstrahlen auf den Gletschern des Val Ferret, abends hören Sie im Cogne-Tal die Pfiffe der Murmeltiere. Auf den Wanderwegen des Nationalparks Gran Paradiso begegnen Sie Steinböcken, Gämsen und Bartgeiern. Wer langsam fährt, schmeckt die Region zugleich: Fontina, Lardo di Arnad, dunkles Roggenbrot und schweren Rotwein aus Höhen, in denen sonst kaum jemand Reben anbaut.

## Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

### Etappe 1: Ivrea nach Aosta (ca. 85 km)

- **Die Strecke:** Von Ivrea auf der A5 Torino–Aosta, die kurz hinter Pont-Saint-Martin ins Aostatal eintritt und dem Fluss in einem breiten Trog aufwärts folgt. Alternativ nutzen Sie die parallele SS26, die durch Verrès, Issogne, Châtillon und Saint-Vincent führt und an den Burgen entlang mehr zu sehen gibt, aber auch mehr Ortsdurchfahrten hat. Autobahn rund eine Stunde, Nebenstraße gut zwei Stunden mit Pausen.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Forte di Bard auf einem Felsriegel über der Dora Baltea: große Festungsanlage mit Ausstellungen und Panoramalift; vom Ort Bard führt ein kurzer Weg hinauf.
  - Castello di Fénis mit seinen Zinnen, Ecktürmen und dem Innenhof mit Fresken – eines der besterhaltenen Burgbauten des Tals.
  - Aosta mit Augustusbogen, Porta Praetoria, römischem Theater und der Kryptoportikus unter dem Forum.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** In Aosta und Umgebung gibt es mehrere Möglichkeiten: eine Area sosta in Aosta und das Camping Internazionale Touring bei Sarre, wenige Kilometer vor der Stadt (laut Betreiber ganzjährig geöffnet). In Juli und August vorab anfragen. Stand und Öffnungszeiten vor der Anreise in den Apps prüfen.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** In Aosta und den Ortschaften an der SS26 hängen viele Gemeinden Verbotsschilder für Wohnmobile an Parkplätzen, besonders in der Hochsaison. An den Burgparkplätzen (Fénis, Issogne, Bard) dürfen Sie tagsüber stehen, aber nicht campen. Planen Sie die Nacht auf einem Stellplatz.
- **Insider-Tipp für Camper:** Die A5 ist mautpflichtig (Streckenmaut, Abrechnung an der Ausfahrt, zum Beispiel Pont-Saint-Martin, Châtillon oder Aosta Ost). Aosta hat eine Fußgängerzone und ZTL – das Wohnmobil bleibt außerhalb, die Altstadt erreichen Sie in 15 Minuten zu Fuß. Frisches Brot und Käse bekommen Sie auf dem Wochenmarkt in Aosta (Markttag vorab prüfen); Fontina und Valle-d’Aosta-Fromadzo gibt es auch bei den Genossenschaftskäsereien am Straßenrand.

### Etappe 2: Aosta nach Courmayeur (ca. 40 km)

- **Die Strecke:** Auf der SS26 durch das obere Aostatal über Villeneuve, Arvier, Morgex und Pré-Saint-Didier, oder streckenweise auf der A5, die bis zum Mont-Blanc-Tunnel bei Courmayeur führt. Die Straße steigt bis auf rund 1.200 m, die Kurven sind weit, am Ende vor Courmayeur wird es enger. Rund 45 Minuten bis 1 Stunde.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Skyway Monte Bianco ab Pontal d’Entrèves: Seilbahn über drei Stationen bis 3.466 m, Aussicht auf Gletscher und Aiguilles.
  - Val Ferret mit der Hochalm Pré de Pascal, den Hütten und der Aussicht auf die Grandes Jorasses; ein breiter Weg führt von Planpincieux ins Tal.
  - Pré-Saint-Didier: Thermalquellen und die Orrido, eine Schlucht an der Dora di Verney.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** In Courmayeur und im Val Ferret liegen Camping Grandes Jorasses und Camping Tronchey (Val Ferret) sowie Camping Aiguille Noire im Val Veny – jeweils mit Strom, Sanitär und teils Stellplätzen für Wohnmobile. Öffnungszeiten vorab prüfen, viele Plätze schließen im Herbst; Reservierung im August dringend empfohlen. Weitere Stellplätze liegen entlang der Strecke zwischen Aosta und Courmayeur (Stand vorab prüfen).
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Im Val Veny und Val Ferret sind die Parkplätze begrenzt und gebührenpflichtig (laut Gemeinde tagsüber, Stand 2023); im Sommer ist die Zufahrt zu den oberen Talabschnitten (Val Veny ab Freney, Val Ferret ab Lavachey) für Privatfahrzeuge gesperrt, davor nur bis zur Auslastung der Parkplätze. Im Naturraum rund um den Mont Blanc ist Übernachten außerhalb von Campingplätzen nicht vorgesehen. Aktuelle Regelung bei der Gemeinde Courmayeur prüfen.
- **Insider-Tipp für Camper:** Courmayeur hat eine Fußgängerzone im Zentrum; Parkhäuser haben Höhenbegrenzungen, viele liegen unter 2 m. Für Wohnmobile eignen sich der Parkplatz in Entrèves oder die Plätze an der Seilbahnstation. Durch den Mont-Blanc-Tunnel nach Frankreich fahren Sie nur mit Maut und mit Einhaltung der Tunnelregeln (Mindestabstand, Tempolimit); für 2026 sind von September bis Dezember nur Nachtsperren geplant (meist 22–6 Uhr, am 12./13. Oktober und 24./25. November länger), keine mehrwöchige Komplettsperre wie 2023 bis 2025; der Plan ist vorläufig, vor der Reise auf der Betreiberseite prüfen.

### Etappe 3: Courmayeur nach Saint-Rhémy-en-Bosses (ca. 55 km)

- **Die Strecke:** Zurück durch das Tal auf der SS26 bis Aosta, dann auf der SS27 nordwärts über Gignod, Etroubles und Saint-Oyen nach Saint-Rhémy-en-Bosses. Die SS27 steigt stetig, ist aber breit; der Verkehr zum Tunnel kann an Wochenenden und Ferienanfang dicht sein. Rund 1,5 Stunden.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Etroubles: kleines Dorf mit Freiluftkunst-Museum, Brunnen und Fontina-Käseläden.
  - Straße zum Colle del Gran San Bernardo (2.473 m) mit dem Hospiz und dem See an der Passhöhe; Zufahrt von Sommer bis Herbst, die Straße ist im Winter gesperrt.
  - Bosses-Weiler mit Steinhäusern und Bergkäserei; ein Wanderweg folgt der alten Römerstraße Via Francigena.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Im Tal zwischen Aosta und dem Großen Sankt Bernhard liegen kleine Campingplätze, unter anderem Camping Tunnel International bei Étroubles und Camping del Mulino bei Saint-Oyen. Ausstattung, Lage und Saison vorab telefonisch prüfen; einige schließen im Herbst.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Nahe der Passstraße und am Tunnelportal gelten teils Parkverbote; geräumte Parkplätze am Dorfende werden vereinzelt geduldet. Auf der Passhöhe sind Übernachten und Campen ausgeschlossen. Rechnen Sie mit Kontrollen von Gemeinde und Polizei.
- **Insider-Tipp für Camper:** Der Große-Sankt-Bernhard-Tunnel (Schweiz) ist mautpflichtig; Wohnmobile zahlen je nach Fahrzeughöhe und Länge eine abweichende Gebühr – vorab auf den Betreiberseiten prüfen. Wer über die Passstraße fährt, tankt vorher in Aosta. Der Pass ist grundsätzlich im Sommer geöffnet; bei Schneefall oder Lawinengefahr kann er gesperrt werden.

### Etappe 4: Saint-Rhémy-en-Bosses nach Cogne (ca. 50 km)

- **Die Strecke:** Zurück auf der SS27 nach Aosta, dann auf der SR 47 durch Aymavilles und nach Süden ins Cogne-Tal. Hinter Aymavilles schneidet die Straße in Kehren durch die Schlucht der Grand Eyvia, danach öffnet sich das Tal. Gute Straße, aber stellenweise eng. Rund 1,5 Stunden, hinter Aymavilles etwa 40 Minuten.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Castello di Aymavilles und die römische Wasserleitung Pont d’Aël in der Schlucht (Eintritt, Wanderung ab dem Parkplatz).
  - Cogne mit der Wiese Prato di Sant’Orso, dem Ortskern und dem Spitzenklöppelmuseum.
  - Valnontey und Lillaz: kurze Stichstraßen zu den Eingangs- und Wanderwegen des Nationalparks, mit Wasserfall bei Lillaz.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** In und um Cogne: Campeggio Lo Stambecco, Campeggio Gran Paradiso in Valnontey (laut Betreiber 1. Juni bis 13. September) sowie die Area Camper Revettaz am Ortsrand. Ausstattung vorab klären. Die Saison reicht grob von Juni bis September; außerhalb Plätze telefonisch anfragen.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Im Nationalpark Gran Paradiso ist Übernachten im Wohnmobil außerhalb von Plätzen nicht vorgesehen; Campen und Zelten sind verboten, Hunde dürfen nicht frei laufen. Die Parkplätze an den Talenden von Valnontey und Lillaz sind für Wanderer gedacht – in der Hauptsaison sind sie schnell belegt.
- **Insider-Tipp für Camper:** Zufahrt und Parkplätze in Valnontey sind in der Hochsaison begrenzt – Regelung vor Ort prüfen. Das Dorfzentrum von Cogne ist für Wohnmobile eng – nutzen Sie die Area Camper am Ortsrand. Das Wetter ändert sich im Gebirge schnell; Regenkleidung gehört in jeden Tagesrucksack.

### Etappe 5: Cogne nach Valsavarenche (ca. 50 km)

- **Die Strecke:** Von Cogne zurück durch die Schlucht bis Aymavilles, dann auf der SS26 westwärts bis Villeneuve und auf der SR 23 nach Süden ins Valsavarenche. Die rund 12 km hinter der Abzweigung bei Introd steigen kurvig auf, in den Orten gibt es Engstellen; Gegenverkehr ist möglich. Etwa 1,5 Stunden.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Dégioz und Eaux-Rousses: Dörfer mit der Hauptstraße als einziger Gasse; von Eaux-Rousses führen Wanderwege in die Seitentäler.
  - Pont am Straßenende auf rund 1.950 m: Ausgangspunkt der Wanderung zum Rifugio Chabod und zum Gran-Paradiso-Normalweg.
  - Steinbockbeobachtung auf den Wiesen oberhalb von Pont ab dem frühen Morgen.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Camping Pont Breuil am Straßenende bei Pont sowie die Area di sosta in Dégioz (saisonale Öffnung, Ausstattung nicht bestätigt). Telefonisch Platzangebot, Länge und Entsorgung klären; Öffnungszeiten vorab prüfen.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Im Valsavarenche gilt das Nationalparkreglement: Parken ist nur auf ausgewiesenen Flächen erlaubt, Übernachten im Wohnmobil auf Pont-Parkplatz ist nicht vorgesehen. Wer um Pont herum frei steht, riskiert Bußgeld; die Plätze unten im Tal sind besser kalkulierbar.
- **Insider-Tipp für Camper:** Die Straße nach Pont ist eine Sackgasse; im Hochsommer sind die Parkplätze oben ab dem frühen Vormittag voll und werden bewirtschaftet. Ein Wohnmobil über 7 m Länge sollten Sie unten lassen und die Strecke mit dem Rad oder dem Wanderbus zurücklegen. Weiter oben ist der Mobilfunkempfang schlecht – Route und Rückkehrzeit mit dem Platzbetreiber absprechen.

### Etappe 6: Valsavarenche nach Rhêmes-Notre-Dame (ca. 35 km)

- **Die Strecke:** Zurück hinunter nach Introd, dann auf der SR 24 ins Val di Rhêmes: erst durch Waldstücke und eine schmale Schluchtstrecke bei Rhêmes-Saint-Georges, dann in das offene Hochtal mit Weideflächen. Die Straße ist teils schmal, in Rhêmes-Notre-Dame läuft sie aus. Etwa 1 Stunde.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Introd mit dem Castello und dem Bergdorf; im Sommer Weidehaltung der Kühe rund um den Ort.
  - Rhêmes-Notre-Dame: Kirche, Käserei und Wanderwege zum Lago Goletta und Rifugio Benevolo.
  - Gran Paradiso von der Westseite: Blick auf Granta Parey und die Gletscher des Hochtals.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Camping Val di Rhêmes im Weiler Voix bei Rhêmes-Saint-Georges; Stellplätze im Tal vorab erfragen. Öffnungszeiten vorab prüfen. Auf Wohnmobil-Länge und Zufahrt vorab hinweisen.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Gleiche Regeln wie im Nationalpark: kein Campen, kein Zelten, kein freies Übernachten abseits der Plätze. Die Bergbauern stellen die Wiesen im Sommer als Weide bereit – Zäune nicht öffnen.
- **Insider-Tipp für Camper:** Das Tal liegt im Schatten der Gran-Paradiso-Westflanke; im Herbst kann Schnee die Straße zeitweise unpassierbar machen. Vor der Abfahrt in Introd tanken und einkaufen. Wer morgens startet, erlebt die Tierwelt deutlich besser als nachmittags.

### Etappe 7: Rhêmes-Notre-Dame nach Ivrea (ca. 115 km)

- **Die Strecke:** Das Tal nach Villeneuve hinab, dann auf der SS26 oder der A5 talabwärts, vorbei an Aosta bis Pont-Saint-Martin und weiter auf der A5 nach Ivrea. Für den Rückweg planen Sie gut 2 Stunden; an Wochenenden ab Mittag staut sich der Verkehr Richtung Torino.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Castello di Saint-Pierre und das Naturkundemuseum direkt über der Straße bei Saint-Pierre.
  - Weinbauterrassen von Donnas bis Pont-Saint-Martin mit Trockenmauern; Etappe zum Weinprobieren entlang der Strada del Vino.
  - Ivrea mit Kastell und der Industriearchitektur von Olivetti (UNESCO-Welterbe).
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** In Ivrea und im Canavese gibt es einige Stellplätze und Campingplätze; Falls Sie noch eine Nacht im Tal verbringen, finden Sie Plätze in Saint-Vincent und Verrès. Aktuelle Öffnungszeiten vorab prüfen.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Rund um Ivrea und im Unterlauf der Dora Baltea sind Gemeinden eher restriktiv; einfache Wohnmobilplätze liegen oft an Sportanlagen oder Gewerbegebieten. Wildcampen ist nicht die Regel.
- **Insider-Tipp für Camper:** Vor der Rückfahrt Gas, Wasser und Entsorgung in Aosta oder auf einer Autobahnraststätte auffüllen. Wer weiter nach Süden will, fährt über die A5 und A4 nach Mailand oder Torino. Käse und Wein aus dem Tal halten sich ungekühlt nur wenige Stunden – Kühlbox mitnehmen.

## Camping-Praxis & Länder-Knigge

### Wildcamping & Freistehen

- Italienisches Recht (Codice della Strada, Art. 185) trennt Parken von Campen: Ein Wohnmobil darf dort stehen und übernachten, wo Parken erlaubt ist, solange es nur mit den Rädern den Boden berührt. Stühle, Tische, Markise, Stützen und abgelassenes Grauwasser sind verboten.
- Im Aostatal sind viele Gemeinden und alle Hochtäler des Nationalparks Gran Paradiso restriktiv: Der Park verbietet Campen und Zelten, regelt Parkplätze mit Gebühr und kontrolliert in der Hauptsaison. Wildes Übernachten ist an den Talenden (Pont, Valnontey, Lillaz) und an Pässen nicht vorgesehen.
- Geduldete Plätze gibt es am ehesten in den Seitentälern außerhalb der Saison und auf offiziellen Wohnmobilparkplätzen (Area camper) – dort ist V/E meist vorhanden und die Gebühr moderat. Bergbauern bieten teils „Sosta in azienda agricola“ an; fragen Sie vor Ort.
- Nützliche Apps: park4night, Campercontact und CamperOnline (italienisch). Auch die Tourismusbüros der Gemeinden führen aktuelle Listen.

### Entsorgung & Versorgung

- Ver- und Entsorgung heißt „camper service“ oder „carico e scarico“. In den Hochtälern gibt es sie meist nur auf Campingplätzen oder an der Area Camper in Cogne; Aosta selbst bietet mehrere Stationen.
- Grauwasser und Kassette nur an Entsorgungsstationen leeren; frei ablassen ist verboten und führt in Bergtälern häufig zu Verboten für alle.
- Leitungswasser ist überall in den Tälern trinkbar (Brunnen mit „acqua potabile“), im Hochsommer gelegentlich knapp in den höheren Orten; vor Hochtal-Etappen auffüllen.
- Gas: Deutsche Tauschflaschen werden in Italien nicht getauscht. Tankflaschen und Gastanks füllen Sie an GPL-Tankstellen, oft mit italienischem Adapter; Aosta hat mehrere. Mit zwei vollen Flaschen anreisen; bei Kälte ist Propan besser als Butan.

### Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

- Tempolimits: Wohnmobile bis 3,5 t außerorts 90 km/h, auf Schnellstraßen 110 km/h, auf der Autobahn 130 km/h; über 3,5 t außerorts 80 km/h und auf der Autobahn 100 km/h. Gespanne mit Wohnwagen: 70 km/h außerorts, 80 km/h auf der Autobahn. Außerorts gilt Abblendlicht auch am Tag.
- Maut: Die A5 Torino–Aosta–Courmayeur ist mautpflichtig. Tunnel durch den Mont Blanc und den Großen Sankt Bernhard kosten extra und sind für Wohnmobile nach Höhe oder Länge gestaffelt; Tunnelregeln (Abstand, Tempo) beachten.
- ZTL (Zona a Traffico Limitato) gibt es in Aosta und Courmayeur; Bußgelder kommen per Post. Das Zentrum von Aosta ist weitgehend Fußgängerzone.
- Winterausrüstung: Im Aostatal sind auf Autobahn und Staatsstraßen vom 15. Oktober bis 15. April Winterreifen oder Schneeketten an Bord Pflicht – Beschilderung beachten. Pässe wie der Große Sankt Bernhard sind im Winter gesperrt.
- Ragt Ladung über das Heck hinaus, etwa Fahrräder auf dem Heckträger, ist die rot-weiße Warntafel (50 × 50 cm) Pflicht. Promillegrenze 0,5, für Fahranfänger und Berufsfahrer 0,0; Handy am Steuer nur mit Freisprecheinrichtung.

## CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

- Schneeketten oder Textilsocken – auf den Stichstraßen im Hochgebirge ab Oktober gelegentlich vorgeschrieben, in Seitentälern ab Herbst kurzfristig nötig.
- Wanderstöcke und Regenjacke für Gran-Paradiso-Wanderungen mit schnell wechselndem Wetter; Höhenunterschiede bis 800 m pro Tag sind üblich.
- Fernglas für Steinböcke, Gämsen und Bartgeier – die Tiere bleiben oft auf Distanz.
- Auffahrkeile Stufe 2–3 für die geneigten Stellplätze in den Seitentälern.
- Kühlbox oder gut gedämmte Tasche für Fontina, Lardo di Arnad und Wein, damit sie die Fahrt überstehen.
- Rot-weiße Warntafel nach italienischer Norm für Heckträger oder überstehende Boxen.

_Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen._

## Reiseverlauf Stopp für Stopp

1. **Ivrea** (Italien)
2. **Bard** (Italien)
3. **Fénis** (Italien)
4. **Aosta** (Italien)
5. **Courmayeur** (Italien)
6. **Etroubles** (Italien)
7. **Aymavilles** (Italien)
8. **Cogne** (Italien)
9. **Introd** (Italien)
10. **Valsavarenche** (Italien)
11. **Rhêmes-Notre-Dame** (Italien)

## Beste Reisezeit

Am angenehmsten sind meist Juni–September. Kalt und kurze Tage: Dezember–Februar. Die Bergpässe auf dieser Route sind meist Juni–September geöffnet. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)

## Praktisches für unterwegs

- **Italien: Autobahnmaut.** Maut auf den meisten Autostrade; Zahlung an der Schranke per Karte oder bar. Tempolimit für Pkw auf Autobahnen: 130 km/h.
- **Col du Grand-Saint-Bernard (2.469 m).** Meist von Juni–September offen; außerhalb dieser Zeit kann die Straße wegen Schnee gesperrt sein. Alternative: Der Große-St.-Bernhard-Tunnel ist ganzjährig geöffnet.

## Häufige Fragen

**Wie lang ist die Route «Steinböcke, Burgen und Viertausender – mit dem Camper von Ivrea durch das Aostatal zum Mont Blanc und Gran Paradiso»?**
7-tägiger Roadtrip über etwa 208 km (129 mi) mit 11 Stopps, von Ivrea nach Rhêmes-Notre-Dame. Insgesamt etwa 2 h 53 min Fahrzeit.

**Wie viele Tage braucht man für «Steinböcke, Burgen und Viertausender – mit dem Camper von Ivrea durch das Aostatal zum Mont Blanc und Gran Paradiso»?**
Wir empfehlen 7 Tage: etwa 2 h 53 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

**Wo beginnt und endet «Steinböcke, Burgen und Viertausender – mit dem Camper von Ivrea durch das Aostatal zum Mont Blanc und Gran Paradiso»?**
Sie beginnt in Ivrea und endet in Rhêmes-Notre-Dame.

**Durch welche Länder führt «Steinböcke, Burgen und Viertausender – mit dem Camper von Ivrea durch das Aostatal zum Mont Blanc und Gran Paradiso»?**
Italien.

**Wo kann man entlang «Steinböcke, Burgen und Viertausender – mit dem Camper von Ivrea durch das Aostatal zum Mont Blanc und Gran Paradiso» campen?**
OpenStreetMap verzeichnet 122 Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze im Umkreis von 20 km um die Stopps dieser Route. Zum Beispiel: Future is nature, Camping Mombarone und Area Camper di Oropa.

**Wann ist die beste Reisezeit für Steinböcke, Burgen und Viertausender – mit dem Camper von Ivrea durch das Aostatal zum Mont Blanc und Gran Paradiso?**
Am angenehmsten sind meist Juni–September. Kalt und kurze Tage: Dezember–Februar. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)
