# Geier, Granit und Kirschblüte – mit dem Camper durch die Extremadura von Mérida nach La Vera

> Von den römischen Ruinen in Mérida über Cáceres, Trujillo und das Kloster Guadalupe durch die Dehesa in den Nationalpark Monfragüe, weiter über Plasencia…

Source: https://camping-spirit.com/de/guides/rf-046-extremadura/

**Auf einen Blick:** 7-tägiger Roadtrip über etwa 373 km (232 mi) mit 9 Stopps, von Mérida nach Cuacos de Yuste. Insgesamt etwa 5 h 09 min Fahrzeit. Von den römischen Ruinen in Mérida über Cáceres, Trujillo und das Kloster Guadalupe durch die Dehesa in den Nationalpark Monfragüe, weiter über Plasencia ins Valle del Jerte und nach La Vera: rund 465 Kilometer durch ein dünn besiedeltes Land, in dem Gänsegeier, Steinstädte und Stauseen die Tage bestimmen.

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|---|---|
| Entfernung | 373 km (232 mi) |
| Fahrzeit | 5 h 09 min |
| Empfohlene Tage | 7 |
| Stopps | 9 |
| Route | Mérida → Cuacos de Yuste |
| Länder | Spanien |
| Aktualisiert | 30. September 2026 |

*Von den römischen Ruinen in Mérida über Cáceres, Trujillo und das Kloster Guadalupe durch die Dehesa in den Nationalpark Monfragüe, weiter über Plasencia ins Valle del Jerte und nach La Vera: rund 465 Kilometer durch ein dünn besiedeltes Land, in dem Gänsegeier, Steinstädte und Stauseen die Tage bestimmen.*

## Der Spirit der Route

Die Extremadura ist das leise Spanien: weite Steineichenwälder, in denen Iberische Schweine unter den Korkeichen nach Eicheln suchen, dazwischen Stauseen, Granitfelsen und Störche, die auf jedem zweiten Kirchturm nisten. Aus der Schiebetür sehen Sie morgens Dunst über der Dehesa, mittags flimmert die Luft über gelben Grasflächen, und abends färben sich die Mauern von Cáceres und Trujillo honigfarben. In Mérida steht das römische Theater, als würde gleich die Vorstellung beginnen. Im Nationalpark Monfragüe kreisen Gänsegeier auf Augenhöhe über dem Tajo, im Valle del Jerte riecht es im Frühjahr nach Kirschblüte, in La Vera nach geräuchertem Paprika. Die Straßen sind meist leer, die Dörfer klein, die Abende lang. Wer im Hochsommer kommt, erlebt 40 Grad und Waldbrandverbote; Frühling und Herbst sind die ruhigen, angenehmen Reisezeiten.

## Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

### Etappe 1: Mérida nach Cáceres (ca. 75 km)

- **Die Strecke:** Nach einem Tag in Mérida über die Autovía A-66 (Ruta de la Plata) nach Norden durch flache Dehesa und Weideland nach Cáceres. Gut ausgebaut, kaum Steigungen, wenig Verkehr; rund eine Stunde Fahrzeit. Die Ausfahrten zur Altstadt von Cáceres sind eng, die Stellplätze liegen außerhalb der Mauern.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Mérida: Teatro Romano und Anfiteatro, dazu Puente Romano über den Guadiana, Acueducto de los Milagros und Museo Nacional de Arte Romano; das Ensemble gehört zum UNESCO-Welterbe. Im Sommer findet im Theater ein Festival klassischen Theaters statt, Termine vorab prüfen; der Besuch von Theater und Amphitheater ist auch außerhalb der Festivalzeit möglich.
  - Cáceres: Ciudad Monumental innerhalb der Stadtmauern mit Adelspalästen, Türmen und der Plaza de Santa María, ebenfalls UNESCO-Welterbe.
  - Storchennester auf den Türmen der Altstadt von Cáceres, besonders zur Brutzeit im Frühjahr.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** In Mérida gibt es einen städtischen Wohnmobilstellplatz (Área municipal de autocaravanas, laut Stadtseite von der Gemeinde betrieben) mit Strom, Sanitär, Wasser und Entsorgung; Buchung laut Stadtseite über CampingCarPark, Konditionen vorab prüfen. In Cáceres liegt Camping Cáceres westlich der Stadt (laut Betreiber rund 10 Minuten von der Altstadt, ganzjährig geöffnet); im nördlichen Stadtgebiet ist zudem die Área de autocaravanas Valhondo (Avenida Lope de Vega) verzeichnet, nach Stellplatzverzeichnissen mit nur wenigen Plätzen, Wasser und einer Höchstdauer von 24 Stunden – Ausstattung und Regeln vorab bei der Stadt prüfen.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Ob am Parkplatz beim Teatro Romano in Mérida über Nacht gestanden werden darf, ist nicht belegt; nutzen Sie den städtischen Stellplatz oder klären Sie es vorab bei der Stadt. In Cáceres sollten Sie nicht in der Altstadt oder auf Parkplätzen an den Mauern nächtigen; Verbotsschilder und Kontrollen sind möglich, und die Stadt hat eigene Stellplätze.
- **Insider-Tipp für Camper:** Die Altstadt von Cáceres ist für Fahrzeuge weitgehend gesperrt oder eng; am Stellplatz oder Campingplatz stehen lassen und zu Fuß oder mit dem Stadtbus gehen. In Mérida liegen die Sehenswürdigkeiten dicht beieinander, ein Kombiticket lohnt. Sowohl Cáceres (Verordnung Ende Dezember 2025 veröffentlicht, Bereich um die Altstadt, Kameras, Bußgeld bis 200 Euro) als auch Mérida (Verordnung im September 2026 veröffentlicht) haben eine Zona de Bajas Emisiones (ZBE); Geltungsbereich, Plakettenregeln und Genehmigungen vorab bei der Stadt prüfen.

### Etappe 2: Cáceres nach Trujillo (ca. 46 km)

- **Die Strecke:** Auf der Autovía A-58 nach Osten durch offene Dehesa mit Steineichen, Granitblöcken und Weidezäunen aus Stein. Gut ausgebaute Autovía, kaum Ortsdurchfahrten. Rund 30 bis 40 Minuten Fahrzeit; wegen der Sehenswürdigkeiten lohnt ein halber Tag.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Plaza Mayor von Trujillo mit dem Reiterstandbild von Francisco Pizarro und den Adelspalästen der Konquistadoren.
  - Castillo von Trujillo auf dem Granitfelsen, mit Aussicht über die Dächer und die Ebene.
  - Dehesa selbst: Halt an Parkbuchten für Fotos von Korkeichen, Steineichen und Schweineweiden.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** In Trujillo ist eine Área de autocaravanas an der Calle del Depósito neben der Stierkampfarena verzeichnet; nach Stellplatzverzeichnissen kostenfrei, mit rund 8 Plätzen, Wasser und Entsorgung. Stand, Konditionen und Aufenthaltsdauer vorab bei der Gemeinde prüfen.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Wildcampen ist in der Extremadura außerhalb ausgewiesener Plätze nicht zu empfehlen; auf Dehesa-Land ist fast alles Privatbesitz mit Zäunen, Jagdgebiete gibt es überall. Parken und Ruhen im Fahrzeug ist auf regulären Parkplätzen denkbar, Camping-Verhalten nicht.
- **Insider-Tipp für Camper:** Die Altstadt von Trujillo hat steile Kopfsteinpflastergassen und enge Tore: Camper draußen lassen und zu Fuß hinaufgehen. Frühmorgens oder abends ist es ruhiger und im Sommer deutlich kühler. Vor der Abfahrt nach Guadalupe tanken – in den Bergen dahinter wird das Angebot dünn.

### Etappe 3: Trujillo nach Guadalupe (ca. 77 km)

- **Die Strecke:** Auf der EX-208 nach Süden bis Zorita, dann auf der EX-102 über Logrosán und Cañamero in das Bergland der Villuercas. Erst noch Dehesa, dann Kurven zwischen Quarzitrücken mit Kastanien, Eichen und Steinbrüchen; die Straße ist schmaler, langsamer und kurvig, aber asphaltiert. Gut eine Stunde Fahrzeit, mit Fotostopps mehr. Vor Guadalupe die Straße teils eng; in den Orten Schrittgeschwindigkeit.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Real Monasterio de Santa María de Guadalupe: Wallfahrtskloster mit Mudéjar-Kreuzgang und der schwarzen Madonna, UNESCO-Welterbe; Besuch nur mit Führung möglich, Zeiten vorab prüfen.
  - Villuercas: die Bergkette mit Faltenstrukturen ist als Geopark ausgewiesen; kurze Wanderungen ab Guadalupe.
  - Mirador an den Serpentinen mit Blick auf das Dorf mit Kloster und die Berge.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Camping Las Villuercas–Guadalupe liegt bei Guadalupe (im OSM verzeichnet); Ausstattung, Saison und Zufahrt für große Wohnmobile vorab beim Betreiber erfragen. Ob die Gemeinde Stellflächen für Wohnmobile bereithält, vorab bei der Gemeinde erfragen.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Guadalupe liegt im Geopark Villuercas–Ibores–Jara, nicht alles ist Naturschutzgebiet, doch Camping-Verhalten ist überall unerwünscht. Auf Bergparkplätzen nur Parken und Ruhen, keine Möbel, kein Grauwasser.
- **Insider-Tipp für Camper:** Die Straßen im Ort Guadalupe sind eng; stellen Sie den Camper am Ortsrand ab und laufen die letzten Meter. In den Villuercas gibt es im Sommer kaum Schatten; Wasser mitnehmen. Zuvor in Trujillo tanken und einkaufen.

### Etappe 4: Guadalupe nach Monfragüe (Villarreal de San Carlos) (ca. 108 km)

- **Die Strecke:** Aus den Villuercas hinaus auf der EX-118 nach Norden in die Ebene des Tajo (Richtung Navalmoral de la Mata), dann über A-5 bzw. EX-A1 zur EX-208 in den Nationalpark; die letzten Kilometer verlaufen auf der EX-208 durch Korkeichen und Felsen. Rund 1 Stunde 45 Minuten Fahrzeit. Auf den Parkstraßen gilt niedriges Tempo, Tiere queren die Straße.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Salto del Gitano: Felswand über dem Tajo mit Gänsegeiern im Aufwind, Aussichtspunkt direkt an der Straße.
  - Castillo de Monfragüe: Burgruine auf dem Hügel über dem Park mit Rundumblick auf Dehesa, Fluss und Stausee; besonders bei abendlichem Licht.
  - Vogelbeobachtung: Gänsegeier, Schwarzstorch, Spanischer Kaiseradler und Mönchsgeier sind die Zielarten; am besten früh morgens oder am späten Nachmittag.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Camping Monfragüe liegt bei Malpartida de Plasencia an der Straße Plasencia–Trujillo (km 9), laut Betreiber rund 9 Kilometer von Plasencia und etwa 10 Minuten vom Parkeingang; Saison vorab beim Betreiber prüfen. Im Park selbst gibt es keine Campingplätze.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Im Nationalpark Monfragüe ist Campen nicht zulässig; ob und wo im Park über Nacht gestanden werden darf, vorab im Besucherzentrum klären, Kontrollen sind möglich. In der Gefahrenzeit für Waldbrände (2026: 1. Juni bis 15. Oktober) ist offenes Feuer im Freien verboten; Ausnahmen für Gasgeräte gelten nur nach den Vorgaben der Junta.
- **Insider-Tipp für Camper:** Frühmorgens sind die meisten Aussichtspunkte leer, mittags ist es heiß und die Geier kreisen höher. Ein Fernglas oder Spektiv lohnt sich; die Besucherzentren im Park informieren zu Wegen und Zugang. In Villarreal de San Carlos gibt es nur wenig Versorgung – vorher in Navalmoral de la Mata oder Plasencia einkaufen und tanken.

### Etappe 5: Monfragüe nach Plasencia (ca. 32 km)

- **Die Strecke:** Nach einem zweiten Vormittag im Park auf der EX-208 nach Norden aus dem Schutzgebiet hinaus und nach Plasencia am Río Jerte. Landstraße, kaum Steigungen; rund 45 Minuten. In Plasencia führen die Zufahrten zur Altstadt durch enge Tore.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Kathedrale von Plasencia: alter und neuer Dom nebeneinander, mit gotischem und plateresken Elementen.
  - Stadtmauer und Aussichtspunkte über den Río Jerte; Spaziergang um die Altstadt.
  - Plaza Mayor: Der „Martes Mayor“, das Fest des historischen Dienstagsmarkts, findet jeweils am ersten Dienstag im August statt (2026: 3. und 4. August); mit Andrang ist zu rechnen.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Camping La Chopera liegt rund 3 Kilometer von Plasencia an der N-110 (Richtung Jerte-Tal); die Hochsaison läuft laut Betreiber 2026 vom 28. März bis 30. September, Öffnungszeiten danach vorab prüfen.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** In Plasencia gelten übliche städtische Regeln: Parken erlaubt, aber kein Camping-Verhalten. Am Fluss und in Naherholungsgebieten kann Übernachten untersagt sein; auf Schilder achten.
- **Insider-Tipp für Camper:** Plasencia ist ein guter Versorgungsstopp vor dem Jerte-Tal: Supermärkte, Tankstellen und Werkstätten sind vorhanden. Die Altstadt ist eng und teils verkehrsberuhigt; Camper am Rand stehen lassen und zu Fuß gehen.

### Etappe 6: Plasencia nach Valle del Jerte (Jerte) (ca. 39 km)

- **Die Strecke:** Auf der N-110 durch das Valle del Jerte nach Nordosten, vorbei an Terrassen mit Kirschbäumen, Bächen und Steinmauern. Gut ausgebaute Nationalstraße, an einigen Stellen enger mit kurzen Steigungen; etwa 40 Minuten Fahrzeit bis Jerte. Im Frühjahr und zur Erntezeit ist mit viel Verkehr zu rechnen.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Kirschblüte im Valle del Jerte: Sie findet je nach Jahr meist Ende März bis Anfang April statt; die Kirschernte folgt im Frühsommer. Im September und Oktober zeigt sich das Tal ruhiger, die Blätter färben sich.
  - Garganta de los Infiernos: Naturschutzgebiet (Reserva Natural) oberhalb von Jerte mit Naturbecken (Los Pilones); Wanderwege von Jerte (rund 3,5 km) und vom Eingang an der N-110 (rund 3 km), Zugang und Regeln vorab prüfen.
  - Dörfer im Tal mit Holzbalkonen und Kirchen, etwa Jerte und Cabezuela del Valle.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Camping Bungalow Valle del Jerte liegt bei Jerte neben der Reserva Natural Garganta de los Infiernos; laut Betreiber beginnt die nächste Saison am 19. März 2027, ob der Platz im Oktober noch geöffnet ist, vorab prüfen. Weitere Plätze liegen im Tal. Zur Kirschblüte früh reservieren.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Das Tal ist dicht besiedelt, viele Flächen sind Privatland. Zum Campen im Schutzgebiet Garganta de los Infiernos Regeln vorab bei der Touristeninformation erfragen. Übernachten auf Parkplätzen kann untersagt sein, vor allem in der Saison.
- **Insider-Tipp für Camper:** In die Reserva Natural dürfen keine Privatfahrzeuge fahren; zwischen dem Sportplatz von Jerte und dem Camping Valle del Jerte ist Parken verboten, der Parkplatz am Kreisverkehr der N-110 ist von Mitte März bis Ende Oktober gebührenpflichtig. Früh kommen oder den Camper auf dem Campingplatz stehen lassen. Kirschen und Früchte direkt am Straßenrand oder auf Märkten kaufen.

### Etappe 7: Valle del Jerte nach Jarandilla de la Vera (La Vera) (ca. 89 km)

- **Die Strecke:** Zurück durch das Jerte-Tal nach Plasencia, dann auf der EX-203 nach Osten in die Comarca La Vera und nach Jarandilla de la Vera. Gute Landstraße mit Kurven am Hangfuß der Sierra de Gredos, in den Dörfern eng. Die kürzere Bergverbindung direkt nach La Vera (etwa über den Puerto de Piornal) für große Wohnmobile nur nach Prüfung von Breite und Steigung wählen. Rund 1,5 Stunden.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Monasterio de Yuste bei Cuacos de Yuste: das Kloster, in das sich Kaiser Karl V. nach seiner Abdankung zurückzog und in dem er 1558 starb.
  - Jarandilla de la Vera: Burg, heute ein Parador, und Altstadt mit Fachwerkhäusern.
  - Pimentón de la Vera: geräuchertes Paprikapulver, das in der Region hergestellt wird; Kauf direkt bei Erzeugern.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Camping-Bungalows La Vera liegt laut Betreiber rund 2 Kilometer von Jarandilla (EX-203) und hat einen Bereich für Wohnmobile; Camping Jaranda liegt in Jarandilla. Camping Yuste nennt auf seiner Seite Aldeanueva de la Vera als Ort. Das öffentliche Camping Carlos I bei Cuacos de Yuste war nach Schließung für einen Umbau vorgesehen, die Wiedereröffnung war für Ostern 2026 angekündigt; Stand vorab prüfen. Saison und Zufahrt für große Fahrzeuge jeweils vorab prüfen.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** La Vera hat zahlreiche Bäche und Naturbecken (Gargantas), die im Sommer stark besucht sind; Übernachten an den Bachparkplätzen ist meist untersagt oder wird kontrolliert. Feuer ist im Sommer in den Wäldern strikt verboten.
- **Insider-Tipp für Camper:** Die Dörfer in La Vera haben enge Gassen und Holzbalkone; parken Sie am Ortsrand und gehen zu Fuß. Wasser mitnehmen, wenn Sie zu den Bachpools wandern. In Jarandilla gibt es Läden und Tankmöglichkeiten; für die Rückreise nach Plasencia oder Navalmoral de la Mata Route vorab planen.

## Camping-Praxis & Länder-Knigge

### Wildcamping & Freistehen

- Spanien unterscheidet zwischen „pernocta“ (Schlafen im ordnungsgemäß geparkten Fahrzeug, ohne Möbel, ohne Markise, ohne Grauwasser) und „acampada“ (Camping-Verhalten). Ersteres ist grundsätzlich erlaubt, wo Parken erlaubt ist, Zweiteres nicht. Gemeindeverordnungen und Regionalrecht können Übernachten einschränken; die Regeln sind in der Extremadura nicht einheitlich, prüfen Sie Schilder und Auskünfte der Gemeinde.
- Im Nationalpark Monfragüe ist Campen nicht zulässig; in Naturparks und Schutzgebieten (Garganta de los Infiernos, Villuercas) gelten eigene Regeln, die Sie vorab bei der Verwaltung oder Touristeninfo erfragen; Bußgelder können erheblich sein. Auf Dehesa-Flächen ist fast alles Privatland; Jagd- und Weidegebiete beachten.
- Legal übernachten Sie auf Campingplätzen und in den „áreas de autocaravanas“ der Gemeinden. Apps: park4night, Campercontact, Áreas AC.

### Entsorgung & Versorgung

- Ver- und Entsorgung heißt „área de autocaravanas“ oder „punto de vaciado“; viele Stationen sind kostenpflichtig oder nur für Gäste. In den kleinen Orten der Extremadura ist das Angebot dünn – nutzen Sie die Stationen in Mérida, Cáceres und Trujillo und planen Sie Wasser für mehrere Tage ein.
- Leitungswasser ist in den Dörfern meist trinkbar; auf „agua potable“ achten.
- Gas: Spanische Flaschen (Repsol orange, Cepsa) werden nur im Land getauscht; deutsche Flaschen können nicht getauscht oder gefüllt werden. Autogas (GLP) gibt es an einer Reihe von Tankstellen; ein Dish-Adapter hilft. Mit ausreichend Gas anreisen.
- Im Sommer wird Kühlung zum Thema: Ausreichend Trinkwasser, Sonnenschutz und Fahrzeit vor 11 Uhr planen.

### Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

- Tempolimits: Wohnmobile bis 3,5 t außerorts 90 km/h, auf Autobahnen und Autovías 120 km/h; über 3,5 t außerorts 80 km/h, auf Autobahnen 90 km/h. Gespanne mit Wohnwagen 80 km/h außerorts, 90 km/h auf Autobahnen. Ortschaften 50 km/h, auf Straßen mit einer Spur je Richtung 30 km/h.
- Seit 1. Januar 2026 ist die vernetzte Warnleuchte V16 Pflicht und ersetzt das Warndreieck. Pflicht ist außerdem die Warnweste beim Verlassen des Fahrzeugs auf der Straße.
- Zonas de Bajas Emisiones (ZBE): Spanische Städte ab einer gewissen Größe richten sie ein; Kameras überwachen sie, Bußgelder (in Cáceres und Mérida bis 200 Euro) kommen per Post. Für Cáceres und Mérida liegen Verordnungen vor, für Plasencia Stand vorab bei der Stadt prüfen.
- Brandschutz: Die Junta de Extremadura hat die Zeit hoher Waldbrandgefahr 2026 auf 1. Juni bis 15. Oktober festgelegt (Verlängerung möglich); in dieser Zeit ist offenes Feuer im Freien, auch auf Rastplätzen, verboten, ebenso Grillen mit Holzkohle. Gaskocher nutzen und Vorgaben der Gemeinde beachten.
- Alkohol 0,5 ‰; Handy am Steuer verboten. Autovías in der Extremadura (A-66, A-5, A-58) sind meist mautfrei; Stand vorab bei DGT und Navigations-App prüfen. Hitze und Wildwechsel beachten.

## CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

- V16-Warnleuchte (vernetzt) und Warnweste – ab 2026 Pflicht in Spanien; das Dreieck reicht nicht mehr.
- Fernglas oder Spektiv mit Stativ – Gänsegeier, Schwarzstorch und Kaiseradler beobachten Sie in Monfragüe aus Distanz von den Aussichtspunkten.
- Sonnenschutz für Fahrerkabine und Fenster (Thermomatten) sowie mindestens 20 Liter Trinkwasser als Reserve – im Sommer über 40 °C, im Landesinneren kaum Schatten.
- Gaskocher statt Grill – offenes Feuer ist im Sommer im Wald und in den Schutzgebieten verboten.
- Spanischer Gasadapter oder Propan-Tankflasche mit Dish-Adapter – deutsche Flaschen können nicht getauscht werden.
- Feste Schuhe und Wasserflasche für Wanderungen in Villuercas, Monfragüe und Garganta de los Infiernos.

_Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen._

## Quellen

- [DGT – Dispositivos de preseñalización V16](https://www.dgt.es/muevete-con-seguridad/tecnologia-e-innovacion-en-carretera/Dispositivos-de-presenalizacion-V16/)
- [Junta de Extremadura – Época de peligro alto de incendios forestales del 1 de junio al 15 de octubre de 2026](https://www.juntaex.es/w/epoca-alta-de-riesgo-forestal)
- [Diario Oficial de Extremadura – Época de peligro alto de incendios forestales 2026](https://doe.juntaex.es/pdfs/doe/2026/1000o/26050062.pdf)
- [Junta de Extremadura – Centro de visitantes del Parque Nacional de Monfragüe](https://extremadurasenderismo.juntaex.es/es/servicios/oficinas-de-turismo/detalle/Centro-de-visitantes-del-Parque-Nacional-de-Monfraguee-00003/)
- [Camping Monfragüe – Parque Nacional de Monfragüe](https://campingmonfrague.es/)
- [Ayuntamiento de Mérida – Nueva área de caravanas y autocaravanas](https://merida.es/merida-cuenta-desde-hoy-con-un-nuevo-area-de-caravanas-y-autocaravanas-con-capacidad-28-vehiculos/)

## Reiseverlauf Stopp für Stopp

1. **Mérida** (Spanien)
2. **Cáceres** (Spanien)
3. **Trujillo** (Spanien)
4. **Guadalupe** (Spanien)
5. **Monfragüe** (Spanien)
6. **Plasencia** (Spanien)
7. **Jerte** (Spanien)
8. **Jarandilla de la Vera** (Spanien)
9. **Cuacos de Yuste** (Spanien)

## Häufige Fragen

**Wie lang ist die Route «Geier, Granit und Kirschblüte – mit dem Camper durch die Extremadura von Mérida nach La Vera»?**
7-tägiger Roadtrip über etwa 373 km (232 mi) mit 9 Stopps, von Mérida nach Cuacos de Yuste. Insgesamt etwa 5 h 09 min Fahrzeit.

**Wie viele Tage braucht man für «Geier, Granit und Kirschblüte – mit dem Camper durch die Extremadura von Mérida nach La Vera»?**
Wir empfehlen 7 Tage: etwa 5 h 09 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

**Wo beginnt und endet «Geier, Granit und Kirschblüte – mit dem Camper durch die Extremadura von Mérida nach La Vera»?**
Sie beginnt in Mérida und endet in Cuacos de Yuste.

**Durch welche Länder führt «Geier, Granit und Kirschblüte – mit dem Camper durch die Extremadura von Mérida nach La Vera»?**
Spanien.
