# Kaps, Vulkane und Tramuntana – mit dem Camper von Barcelona über die Costa Brava und den Empordà nach Girona

> Rund 510 Kilometer von den Maresme-Stränden über Tossa, Begur und die Ruinen von Empúries bis zum Cap de Creus, dann landeinwärts durch Besalú und die…

Source: https://camping-spirit.com/de/guides/rf-041-costa-brava-catalonia/

**Auf einen Blick:** 8-tägiger Roadtrip über etwa 328 km (204 mi) mit 14 Stopps, von Barcelona nach Girona. Insgesamt etwa 4 h 32 min Fahrzeit. Rund 510 Kilometer von den Maresme-Stränden über Tossa, Begur und die Ruinen von Empúries bis zum Cap de Creus, dann landeinwärts durch Besalú und die Vulkane der Garrotxa nach Girona: eine Route mit vielen kurzen Etappen, in der Wanderwege am Meer und Basaltwälder die Hauptrolle spielen.

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| Entfernung | 328 km (204 mi) |
| Fahrzeit | 4 h 32 min |
| Empfohlene Tage | 8 |
| Stopps | 14 |
| Route | Barcelona → Girona |
| Länder | Spanien |
| Aktualisiert | 30. September 2026 |

*Rund 510 Kilometer von den Maresme-Stränden über Tossa, Begur und die Ruinen von Empúries bis zum Cap de Creus, dann landeinwärts durch Besalú und die Vulkane der Garrotxa nach Girona: eine Route mit vielen kurzen Etappen, in der Wanderwege am Meer und Basaltwälder die Hauptrolle spielen.*

## Der Spirit der Route

Die Costa Brava ist keine gerade Küstenstraße, sondern eine Folge von Kurven, Kiefern und kleinen Buchten, in denen das Wasser von Türkis in Tiefblau kippt. Morgens rollt der Camper durch Korkeichenwald hinunter nach Tossa, wo die Mauern der Vila Vella über dem Meer stehen, mittags liegt Begur mit seiner Burg über den Buchten von Aiguablava. Weiter nördlich wird die Landschaft weit und flach: Reisfelder, Lagunen und Flamingos der Aiguamolls, dann die schroffen Schieferkaps von Cadaqués, wo die Tramuntana den Himmel blank fegt und Dalís weiße Fischerhäuser in Portlligat stehen. Wer danach ins Hinterland abbiegt, findet in Besalú eine romanische Brücke und in der Garrotxa Buchenwald auf erstarrter Lava. Aus der Schiebetür sehen Sie mal Segelboote, mal Vulkankrater. Die Wege zwischen den Orten sind kurz – der Reiz liegt im Aussteigen: am Camí de Ronda, im Morgenlicht auf dem Wehrgang, im ersten Kaffee am Hafen.

## Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

### Etappe 1: Barcelona nach Tossa de Mar (ca. 95 km)

- **Die Strecke:** Aus Barcelona über die Ronda Litoral und die C-32 Nord (seit der Freigabe 2021 mautfrei) an der Maresme-Küste entlang, dann weiter über Blanes und Lloret de Mar nach Tossa. Die letzten rund 12 km auf der GI-682 sind kurvig und teils schmal, in der Hochsaison mit Bussen und Rückstau. Gut 2 Stunden Fahrzeit, in Sommerwochenenden deutlich mehr.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Blanes: Jardí Botànic Marimurtra auf den Klippen über der Cala Forcadera, mit Blick auf die Küste und Mittelmeerflora aus aller Welt.
  - Lloret de Mar: die Jardins de Santa Clotilde, ein Terrassengarten im Stil der Renaissance auf Klippen über dem Meer.
  - Tossa de Mar: die ummauerte Vila Vella mit Türmen und Leuchtturm über dem Strand; abends Spaziergang auf dem Wehrgang und weiter auf dem Camí de Ronda zur Cala Pola.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** In Barcelona selbst stehen kaum Stellplätze für Wohnmobile. Der Àrea d’autocaravanes an der Colònia Güell in Santa Coloma de Cervelló liegt am Stadtrand mit Bahnanschluss der FGC in die Innenstadt; nur rund 6 Plätze, vorab prüfen. Im Maresme bietet der Area Camper Barcelona Beach bei Cabrera de Mar einen Stellplatz nahe der Küste, mehrere Campingplätze wie Camping Barcelona bei Mataró liegen ebenfalls an der Strecke. In Tossa selbst liegen der Càmping Tossa und der Càmping Cala Llevadó etwas außerhalb der Altstadt; beide saisonal, im Sommer früh reservieren.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Im Fahrzeug zu schlafen ist in Katalonien nicht schon deshalb verboten, aber Campieren (Stühle, Markise, Stützen) ist außerhalb von Camping- und Stellplätzen untersagt. Die Küstengemeinden Lloret de Mar, Blanes und Tossa untersagen im Sommer vielerorts das Übernachten im Fahrzeug auf öffentlichem Grund und kontrollieren; Beschilderung und Ortsverordnungen gehen vor. Bußgelder fallen je nach Gemeinde und Schutzstatus sehr unterschiedlich aus und können in Schutzgebieten vierstellig werden.
- **Insider-Tipp für Camper:** Barcelonas Zone mit niedrigen Emissionen (ZBE Rondes, Mo–Fr 7–20 Uhr) betrifft auch ausländische Wohnmobile: Für Fahrzeuge ohne spanische Umweltplakette ist eine Registrierung im metropolitanen Register nötig (zberegistre.ambmobilitat.cat), sonst droht ein Bußgeld von etwa 200 Euro; ältere Diesel und Benziner sind ausgeschlossen. Wer das Stadtzentrum besuchen will, parkt am Stadtrand und fährt mit Bahn oder Metro hinein. Tossas Altstadt ist für Wohnmobile nicht befahrbar; nutzen Sie die Campingplätze und gehen Sie zu Fuß.

### Etappe 2: Tossa de Mar nach Begur (ca. 70 km)

- **Die Strecke:** Über die Küstenstraße GI-682 nach Sant Feliu de Guíxols, dann über S’Agaró, Platja d’Aro und Palamós nach Palafrugell und hinauf nach Begur. Die Strecke Tossa–Sant Feliu ist die kurvenreichste der ganzen Route mit Klippenblicken und engen Kehren; Fahren Sie sie langsam, Gespanne und lange Wohnmobile erst recht. Ab Palamós breiter, aber zäh im Sommerverkehr. Rund 2 Stunden.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Camí de Ronda zwischen Sant Feliu de Guíxols und S’Agaró: der Küstenweg an Buchten und Villen entlang, zu Fuß in gut einer Stunde.
  - Jardí Botànic Cap Roig bei Calella de Palafrugell: Terrassengarten über den Klippen; im Sommer Konzertreihe.
  - Begur: Burg oberhalb der Altstadt mit Rundblick über die Küste, dazu die Buchten Aiguablava und Sa Tuna und die Häuser der Indianos, die aus Kuba heimkehrten.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Bei Begur liegt der Càmping Begur, bei Tamariu der Càmping Tamariu; beide sind auf Reisen im Sommer früh voll. Bei Palamós stehen Camping Palamós, Internacional Palamos und Camping Costa Brava, in Santa Cristina d’Aro der Àrea d’Autocaravanes Santa Cristina d’Aro und in S’Agaró der S’Agaró Àrea (kleiner Platz mit Strom, Stand vorab prüfen). Außerhalb der Hochsaison bleiben die Platzangebote flexibler.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Palamós, Pals und Sant Antoni de Calonge sind für Wohnmobilverbote bekannt, teils Tag und Nacht; Sie finden Verbotsschilder für Wohnmobile und Caravans an Strandparkplätzen. Die Küstenstreifen stehen unter Küstenrecht (Ley de Costas), und die Gemeinden kontrollieren im Sommer streng. Legal sind Camping- und Stellplätze.
- **Insider-Tipp für Camper:** Die Straße Tossa–Sant Feliu fahren Sie am besten vormittags und außerhalb der Ferienwochenenden, wenn Busse und Ausflügler noch nicht unterwegs sind. Tanken und Einkaufen sind in Palafrugell und Palamós unkompliziert, die Küstendörfer dahinter haben nur kleine Läden. In Begur und Pals sind Altstadtgassen und Parkplätze eng; parken Sie am Ortsrand und gehen Sie zu Fuß. Palafrugell hat sonntags Markt.

### Etappe 3: Begur nach L’Escala (ca. 55 km)

- **Die Strecke:** Von Begur über Pals nach Torroella de Montgrí, dann entweder direkt oder über L’Estartit an die Bucht von Roses und nach L’Escala. Flach durch Reisfelder und Obstgärten, mit Windschatten hinter den Montgrí-Hängen; nur die Zufahrten zu den Kaps sind schmal. Etwa 1,5 Stunden.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Pals: mittelalterlicher Ortskern mit der Torre de les Hores und Blick über die Reisfelder bis zum Meer; dazu Peratallada und die iberische Stadt Ullastret, wenn Zeit bleibt.
  - Torroella de Montgrí: die Burg auf dem Kalkfelsen über dem Ort, mit weitem Ausblick über den Empordà.
  - L’Estartit und die Illes Medes: das Meeresschutzgebiet vor der Küste, per Glasbodenboot oder beim Schnorcheln erlebbar.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** In L’Escala stehen der Àrea de L’Escala (kleiner Wohnmobilplatz) sowie die Campingplätze Càmping L’Escala und Illa Mateua Camping Resort bei Sant Martí d’Empúries. Bei Torroella gibt es den Àrea Massís del Montgrí Camper Park und den Àrea Camper La Tallada d’Empordà; in L’Estartit liegen die Campingplätze Càmping Estartit und Càmping Castell Montgrí. Öffnungszeiten und Plätze vorab prüfen.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** In L’Estartit gilt ein Wohnmobilverbot auf öffentlichen Parkplätzen, und auch im Montgrí-Massiv ist das Übernachten außerhalb ausgewiesener Plätze verboten. Die Aiguamolls im Norden und die Küstenlagunen sind geschützt. Legal ist der Platz oder der Campingplatz.
- **Insider-Tipp für Camper:** Die Ausgrabungsstätte Empúries (griechische Neapolis und römische Stadt) ist der Höhepunkt des Tages: Besuchen Sie sie morgens, wenn es kühler ist, und gehen Sie danach zu Fuß nach Sant Martí d’Empúries hinüber. In L’Escala sind Sardellen (anxoves) die Spezialität, traditionell eingesalzen und in Konserven verarbeitet. Die Tramuntana kann hier ganze Tage Sturm bringen: Markise vor dem Verlassen des Platzes einholen.

### Etappe 4: L’Escala nach Roses (ca. 45 km)

- **Die Strecke:** Von L’Escala nach Norden über Sant Pere Pescador und Castelló d’Empúries nach Empuriabrava und Roses. Flaches Küstenland zwischen Lagunen und Kanälen, gut ausgebaute Landstraßen mit einigen Kreisverkehren; bei Tramuntana ist die offene Ebene stark windexponiert. Rund 1 Stunde reine Fahrzeit.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Parc Natural dels Aiguamolls de l’Empordà: das Feuchtgebiet mit Beobachtungshütten, Flamingos und Zugvögeln; Besucherzentrum El Cortalet.
  - Castelló d’Empúries: die gotische Basilika Santa Maria, wegen ihrer Größe „Kathedrale des Empordà“ genannt.
  - Roses: die Ciutadella, eine Festung aus dem 16. Jahrhundert mit Resten einer griechischen Siedlung; dazu der Strand von Santa Margarida.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** In Roses liegt der Autocaravaningpark Roses, ein Wohnmobilpark mit rund 70 Plätzen, Strom, V/E und Sanitär (Gebühren vorab prüfen). In Empuriabrava gibt es den Empuriabrava Autocaravaning und in der Nähe eine kostenlose Zone, deren Status sich ändert – Beschilderung beachten. In Peralada steht ein Service-Platz für Wohnmobile. Die Campingplätze rund um Roses und Empuriabrava sind zahlreich, im Sommer aber schnell ausgebucht.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Das Naturschutzgebiet Aiguamolls ist kein Ort zum Übernachten: Zelten, Campen und Feuer sind verboten. Auch in Roses und Empuriabrava bleibt das Übernachten im Fahrzeug außerhalb der Plätze im Sommer meist untersagt. Legal sind die Wohnmobilparks und Campingplätze.
- **Insider-Tipp für Camper:** Im Empordà sind die Mücken im Frühsommer und nach Regen lästig – Moskitonetze und Repellent einpacken. Stellen Sie das Fahrzeug bei Sturm nie quer zum Wind. In Roses ist die Hauptdurchfahrt im Sommer stark belastet; morgens fahren.

### Etappe 5: Roses nach Cadaqués (ca. 25 km)

- **Die Strecke:** Von Roses über die GI-614 durch den Naturpark Cap de Creus nach Cadaqués: viele Kehren über den Coll de Perafita, stellenweise schmal und ohne Randstreifen, mit Ausblicken auf Kiefern, Schiefer und Meer. Ohne Halt etwa 45 Minuten, im Sommer mit Gegenverkehr länger. Bei Tramuntana ist die Passhöhe sturmgefährdet.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Cadaqués: weiße Häuser rund um die Bucht, die Kirche Santa Maria und die Gassen zwischen Hafen und Aussichtspunkt.
  - Portlligat: das Haus von Salvador Dalí, das nur mit Vorab-Ticket zu festem Zeitfenster zu besichtigen ist.
  - Cap de Creus: der östlichste Punkt der Halbinsel mit Leuchtturm, Felsformen und Wanderwegen; im Sommer für private Fahrzeuge gesperrt (siehe Tipp).
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** In Cadaqués liegt der Càmping Cadaqués (Wecamp-Gruppe) am Ortsrand mit Strom, Sanitär, Pool und Restaurant; im Sommer früh reservieren. Auf der nächsten Etappe folgt in Port de la Selva der Càmping Port de la Selva; in Roses bleibt der Autocaravaningpark Roses die Alternative. Wohnmobilstellplätze in Cadaqués selbst sind rar.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Im Naturpark Cap de Creus ist Campieren verboten, und das Übernachten im Fahrzeug an den Buchten und auf dem Weg zum Leuchtturm ist untersagt; die Zonen werden im Sommer von den Parkwächtern überwacht. Legal ist nur der Campingplatz in Cadaqués oder ein Stellplatz in Roses.
- **Insider-Tipp für Camper:** Zufahrt zum Cap de Creus: Im Sommer 2026 war die Straße zum Leuchtturm vom 20. Juni bis 31. August täglich von 9.30 bis 21.30 Uhr für Kraftfahrzeuge gesperrt, Wohnmobile durften nicht hinauffahren. Stattdessen fährt ein Shuttle von Cadaqués (Parkplatz Corral d’en Morell) zum Leuchtturm; eine Hin- und Rückfahrt kostete zuletzt 7 Euro. Termine im Herbst und Winter vorab bei der Parkverwaltung oder der Gemeinde prüfen. Dalís Haus in Portlligat rechtzeitig online buchen.

### Etappe 6: Cadaqués nach Figueres (ca. 90 km)

- **Die Strecke:** Zurück über die GI-614 nach Roses, dann auf der C-260 über Llançà nach Port de la Selva, hinauf zum Kloster Sant Pere de Rodes und über Vilajuïga nach Figueres. Die Auffahrt zum Kloster ist eng und kurvig, sonst gute Landstraßen. Gut 2 Stunden ohne Besichtigung.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Port de la Selva: Fischerdorf mit weißen Gassen, dem Hafen und der Bucht.
  - Monestir de Sant Pere de Rodes: romanische Klosteranlage hoch über dem Meer mit Blick bis zum Cap de Creus.
  - Figueres: das Teatre-Museu Dalí, das Dalí selbst gestaltet hat, dazu das Castell de Sant Ferran.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** In Figueres selbst fehlen ausgewiesene Wohnmobilplätze in der Innenstadt; der Service-Platz in Peralada ist eine nahe Alternative. Weitere Campingplätze liegen im Hinterland und an der Küste bei Llançà und Port de la Selva. Öffnungszeiten vorab prüfen.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Auf dem Klosterparkplatz und den Aussichtspunkten von Sant Pere de Rodes gilt Übernachtungsverbot (Naturpark Cap de Creus), und in Figueres kontrolliert die Stadt Parkplätze am Stadtrand regelmäßig. Rechnen Sie nicht mit Toleranz.
- **Insider-Tipp für Camper:** Für das Teatre-Museu Dalí Tickets online vorab reservieren und das Zeitfenster prüfen. Parken Sie in Figueres am Ortsrand, Tiefgaragen haben Höhenbegrenzungen. Donnerstags ist Wochenmarkt. Wasser und Kassette vor der Fahrt in die Garrotxa erledigen: Dort gibt es nur wenige Stationen.

### Etappe 7: Figueres nach Olot (ca. 60 km)

- **Die Strecke:** Von Figueres über die N-260 (Eix Pirinenc) nach Besalú, dann weiter über Castellfollit de la Roca nach Olot. Gute, teils kurvige Straße durch Hügel und Flusstäler, hinter Besalú spürbar ländlicher. Etwa 1 Stunde.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Besalú: die romanische, befestigte Brücke über den Fluvià, das mittelalterliche Judenviertel mit dem Miqvé (Ritualbad) und das Kloster Sant Pere.
  - Castellfollit de la Roca: das Dorf auf einer rund 50 m hohen Basaltklippe über dem Zusammenfluss von Fluvià und Toronell.
  - Olot: Vulkan Montsacopa mit Krater mitten in der Stadt, Museu dels Volcans im Parc Nou.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Bei Besalú liegt der Camping Besalú unweit der Altstadt; Öffnung und Ausstattung vorab prüfen. Bei Olot stehen der Àrea d’autocaravanes Sant Joan les Fonts (rund 20 Plätze) und, nahe der Fageda d’en Jordà, der Càmping La Fageda; weiter der Càmping Les Preses Natura und der Camping Lava Ecològic.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Im Naturpark der Vulkanzone der Garrotxa ist Zelten und Campieren verboten, Parkplätze in den Buchenwäldern sind tagsüber zu nutzen. In Besalú und Olot lenken die Gemeinden Wohnmobile auf die Plätze. Bei hoher Waldbrandgefahr kann der Zutritt zu Wäldern gesperrt werden.
- **Insider-Tipp für Camper:** Besalú hat dienstags Markt; die Altstadt ist eng, das Auto am Ortsrand parken. Castellfollit de la Roca liegt an der Straße: Der Parkplatz am Aussichtspunkt ist klein. Olot hat montags Markt. Der Park verlangt Rücksicht bei Feuer: Offenes Feuer und Grillen sind im Wald in Katalonien vom 15. März bis 15. Oktober grundsätzlich verboten, bei hoher Gefahr (Pla Alfa) gibt es zusätzlich Zugangsbeschränkungen; Stand vorab prüfen.

### Etappe 8: Olot nach Girona (ca. 70 km)

- **Die Strecke:** Von Olot über Santa Pau und die Fageda d’en Jordà nach Banyoles und weiter über die C-66 nach Girona. Durch Buchenwald, Hügel und Ackerland, meist gut ausgebaute Landstraßen mit kurzen engen Ortsdurchfahrten. Rund 1,5 Stunden.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Fageda d’en Jordà: Buchenwald auf erstarrter Lava mit Wanderwegen; das Vulkanfeld der Garrotxa mit Krater wie Santa Margarida und Croscat. Dazu Santa Pau mit mittelalterlichem Ortskern und dem Platz Firal dels Bous.
  - Banyoles: der See Estany mit Uferweg, 1992 Ruderstrecke der Olympischen Spiele.
  - Girona: Barri Vell mit der Kathedrale, den bunten Häusern am Onyar und dem Call, dem alten jüdischen Viertel.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** In Santa Pau liegt der Area Municipal Santa Pau mit rund 25 Plätzen (Wasser, Strom, Entsorgung; kostenpflichtig, höchstens 48 Stunden, vorab reservieren). In Girona gibt es den Area Autocaravanes Vayreda La Devesa neben dem Parc de la Devesa (gebührenpflichtig, mit V/E und Strom, Stand vorab prüfen) sowie zuletzt eine städtische Fläche im Viertel Domeny (kostenlos, Aufenthalt höchstens 72 Stunden, aktuellen Status prüfen). Bei Caldes de Malavella südlich von Girona liegt ein kleiner Stellplatz.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Girona hat keine Toleranz für wildes Übernachten: In der Stadt gilt Parken, kein Campen, und Kontrollen sind häufig. Nutzen Sie den ausgewiesenen Platz.
- **Insider-Tipp für Camper:** Girona hat eine ZBE (Mo–Fr 7–20 Uhr) mit 20 Kameras; Fahrzeuge ohne Plakette dürfen bis zu 24 Tage im Jahr einfahren, danach 200 Euro Bußgeld (100 Euro bei Zahlung binnen 20 Tagen). Parken Sie am Stadtrand und gehen Sie zu Fuß in die Altstadt. Für die Rückfahrt nach Barcelona (rund 100 km) ist die AP-7 mautfrei; die Bahn (AVE) braucht weniger als 40 Minuten. Die Katalanische Regierung prüft eine Wiedereinführung der Maut auf der AP-7 – Stand vor der Fahrt prüfen.

## Camping-Praxis & Länder-Knigge

### Wildcamping & Freistehen

- Spanisches Verkehrsrecht behandelt ein Wohnmobil, das regulär geparkt steht und nur zum Schlafen dient, als parkendes Fahrzeug. Sobald Sie sich einrichten – Markise, Tisch und Stuhl, Stützen oder Keile, Dachzelt, Wasser ablassen –, gilt das als Camping. In Katalonien legen zudem das Naturraumgesetz (Llei 12/1985) und die Tourismusverordnung (Decret 75/2020) fest, dass Camping nur auf zugelassenen Plätzen erlaubt ist; Gemeinden dürfen strengere Regeln erlassen.
- An der Costa Brava sind die Regeln im Sommer besonders streng: Viele Küstengemeinden (Lloret de Mar, Blanes, Tossa, Palamós, Pals, Cadaqués, Estartit) verbieten das Parken und Übernachten von Wohnmobilen auf öffentlichen Parkplätzen, teils mit Schildern „prohibit autocaravanes“. Bußgelder von etwa 60 bis 600 Euro sind üblich, in Schutzgebieten bis in den vierstelligen Bereich.
- In den Naturparks Cap de Creus, Aiguamolls de l’Empordà und Zona Volcànica de la Garrotxa ist Zelten und Campen untersagt; die Parkplätze sind tagsüber nutzbar. Offenes Feuer und Grillen sind im Wald vom 15. März bis 15. Oktober grundsätzlich verboten; bei hoher Gefahr kann der Zutritt zu Wäldern gesperrt werden.
- Legal übernachten Sie auf Campingplätzen und in den gemeindlichen oder privaten Wohnmobilplätzen („àrees d’autocaravanes“), die oft auf 48 bis 72 Stunden begrenzt sind. Nützliche Apps: park4night, Campercontact, Areasac. Die Tramuntana, der kalte Nordwind, weht im Empordà oft mit Sturmstärke; Wohnmobile im Freien gut sichern.

### Entsorgung & Versorgung

- Ver- und Entsorgung: Wohnmobilplätze und viele Campingplätze bieten Service-Stationen; viele laufen mit Münzen oder Karte, manche nur für Gäste. In der Garrotxa und im Hinterland sind die Stationen selten – vor der Fahrt ins Landesinnere auffüllen und entleeren.
- Grauwasser und Kassette nur an den Stationen leeren, nicht in Gullys oder auf dem Boden; Strafen für Entsorgung in der Natur sind hoch.
- Leitungswasser ist in Katalonien meist trinkbar, schmeckt an der Küste aber oft nach Chlor. In Dürrejahren gelten örtliche Wassersparmaßnahmen – Hinweise der Gemeinden beachten.
- Gas: Deutsche Tauschflaschen werden in Spanien nicht getauscht; verbreitet sind Campingaz-Flaschen (auch in Supermärkten und Tankstellen), die spanische Butanflasche (Repsol) hat einen eigenen Anschluss. Autogas (GLP) ist an Tankstellen weniger verbreitet als in Frankreich; je nach Station braucht man ACME-, Dish- oder Bajonett-Adapter – einen Adaptersatz und eine volle Reserve mitnehmen.

### Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

- Tempolimits: Wohnmobile bis 3,5 t fahren wie Pkw – Autobahn und Schnellstraße 120 km/h, außerorts auf Landstraßen 90 km/h, innerorts meist 50 km/h, in Wohnstraßen 30 oder 20 km/h. Über 3,5 t sind es auf der Autobahn 90 und außerorts 80 km/h; Gespanne mit Anhänger 90 bzw. 80 km/h. Auf der Barcelonaer Ronda gelten 80 km/h, in der Stadt meist 30 km/h. Radarfallen und Streckenmessung sind häufig.
- Umweltzonen: Die ZBE Rondes de Barcelona (Mo–Fr 7–20 Uhr) und die ZBE Girona (Mo–Fr 7–20 Uhr) schließen Fahrzeuge ohne Plakette aus. Ausländische Fahrzeuge müssen sich für Barcelona im metropolitanen Register anmelden; Girona lässt Fahrzeuge ohne Plakette bis zu 24 Tage im Jahr ein. Bußgeld 200 Euro.
- Maut: Keine Vignette. Die AP-7 zwischen La Jonquera, Girona und Barcelona ist seit dem 1. September 2021 mautfrei, ebenso die C-32 Nord im Maresme; mautpflichtig bleiben zum Beispiel die Vallvidrera-Tunnel (C-16) in Barcelona und die C-32 Süd Richtung Tarragona. Ein elektronisches Gerät (Vía-T) ist auf dieser Route nicht nötig. Die katalanische Regierung prüft eine Wiedereinführung der Maut auf der AP-7 – Stand prüfen.
- Notfall: Seit dem 1. Januar 2026 ist die vernetzte V16-Warnleuchte für in Spanien zugelassene Fahrzeuge Pflicht und ersetzt die Warndreiecke. Nach Angabe der DGT dürfen im Ausland zugelassene Fahrzeuge weiterhin die in ihrem Land vorgeschriebenen Warndreiecke führen; dennoch empfiehlt sich eine V16 (rund 50 Euro). Warnweste Pflicht; für spanische Fahrzeuge kostet eine fehlende V16 80 Euro.
- Warntafel: Ragt Ladung – etwa Fahrräder auf dem Heckträger – über das Heck hinaus, ist die reflektierende Warntafel (50 × 50 cm, V-20) Pflicht.
- Alkohol und Handy: 0,5 Promille, für Fahranfänger und Berufsfahrer 0,3. Handy am Steuer ist verboten, das Bußgeld liegt bei 200 Euro und mit Punktabzug; nur Freisprechen.

## CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

- Sturmabspannung und Heringe für die Markise: Die Tramuntana im Empordà weht oft mit Sturmstärke und fegt Markisen von den Wänden.
- V16-Warnleuchte plus Warnweste im Handschuhfach: Sie ist in Spanien Pflicht für spanische Fahrzeuge und für Sie eine sinnvolle Absicherung.
- Adaptersatz für Autogas (ACME, Dish, Bajonett) und Campingaz-Flasche als Reserve: Deutsche Flaschen lassen sich nicht tauschen.
- Feste Wanderschuhe oder Wassersandalen für den Camí de Ronda und die Felsbuchten von Begur bis Cadaqués.
- Moskitonetz und Repellent: Die Aiguamolls und die Küstenlagunen sind mückenreich.
- Ausgedruckte oder offline gespeicherte Tickets für das Teatre-Museu Dalí und das Haus in Portlligat, beide mit festem Zeitfenster.

_Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen._

## Quellen

- [DGT – Dispositivos de preseñalización V16](https://www.dgt.es/muevete-con-seguridad/tecnologia-e-innovacion-en-carretera/Dispositivos-de-presenalizacion-V16/)
- [Àrea Metropolitana de Barcelona – Registre i autorització de vehicles (ZBE)](https://zberegistre.ambmobilitat.cat/)
- [Àrea Metropolitana de Barcelona – ZBE: preguntes freqüents](https://www.amb.cat/ca/web/mobilitat/mobilitat-sostenible/zbe/zones-baixes-emissions/faqs)
- [Parcs naturals de Catalunya (Generalitat) – Regulació d'activitats](https://parcsnaturals.gencat.cat/ca/detalls/Article/Regulacio-dactivitats-00005)
- [Parcs naturals de Catalunya (Generalitat) – Normativa del Parc Natural del Cap de Creus](https://parcsnaturals.gencat.cat/ca/xarxa-de-parcs/cap-creus/coneix-la-nostra-feina/normativa-parc/index.html)
- [Parcs naturals de Catalunya (Generalitat) – Zona Volcànica de la Garrotxa](https://parcsnaturals.gencat.cat/es/xarxa-de-parcs/fitxes-dels-parcs/fitxa-garrotxa/index.html)
- [Museu d'Arqueologia de Catalunya – Planifica la visita a Empúries](https://www.mac.cat/ca/Visita-ns-Portada/Empuries-Portada-Seu/Planifica-la-visita-Empuries)

## Reiseverlauf Stopp für Stopp

1. **Barcelona** (Spanien)
2. **Tossa de Mar** (Spanien)
3. **Sant Feliu de Guíxols** (Spanien)
4. **Begur** (Spanien)
5. **Pals** (Spanien)
6. **L'Escala** (Spanien)
7. **Roses** (Spanien)
8. **Cadaqués** (Spanien)
9. **Figueres** (Spanien)
10. **Besalú** (Spanien)
11. **Olot** (Spanien)
12. **Santa Pau** (Spanien)
13. **Banyoles** (Spanien)
14. **Girona** (Spanien)

## Häufige Fragen

**Wie lang ist die Route «Kaps, Vulkane und Tramuntana – mit dem Camper von Barcelona über die Costa Brava und den Empordà nach Girona»?**
8-tägiger Roadtrip über etwa 328 km (204 mi) mit 14 Stopps, von Barcelona nach Girona. Insgesamt etwa 4 h 32 min Fahrzeit.

**Wie viele Tage braucht man für «Kaps, Vulkane und Tramuntana – mit dem Camper von Barcelona über die Costa Brava und den Empordà nach Girona»?**
Wir empfehlen 8 Tage: etwa 4 h 32 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

**Wo beginnt und endet «Kaps, Vulkane und Tramuntana – mit dem Camper von Barcelona über die Costa Brava und den Empordà nach Girona»?**
Sie beginnt in Barcelona und endet in Girona.

**Durch welche Länder führt «Kaps, Vulkane und Tramuntana – mit dem Camper von Barcelona über die Costa Brava und den Empordà nach Girona»?**
Spanien.
