# Blumenriviera, Sarazenendörfer und Felsenhäfen – mit dem Camper an Liguriens Küste bis zu den Cinque Terre

> 7-tägiger Roadtrip über etwa 283 km (176 mi) mit 14 Stopps, von Ventimiglia nach Lerici. Insgesamt etwa 3 h 54 min Fahrzeit.

Source: https://camping-spirit.com/de/guides/rf-028-liguria-cinque-terre/

**Auf einen Blick:** 7-tägiger Roadtrip über etwa 283 km (176 mi) mit 14 Stopps, von Ventimiglia nach Lerici. Insgesamt etwa 3 h 54 min Fahrzeit. Von Ventimiglia über Dolceacqua, Finale Ligure, Genua und Camogli bis Levanto und in den Golf der Dichter: rund 365 km Küstenroute, auf der Sie die schönsten Abschnitte mit Zug, Schiff und Fahrrad erleben – und das Wohnmobil an den richtigen Stellen stehen lassen.

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|---|---|
| Entfernung | 283 km (176 mi) |
| Fahrzeit | 3 h 54 min |
| Empfohlene Tage | 7 |
| Stopps | 14 |
| Route | Ventimiglia → Lerici |
| Länder | Italien |
| Aktualisiert | 27. April 2026 |

*Von Ventimiglia über Dolceacqua, Finale Ligure, Genua und Camogli bis Levanto und in den Golf der Dichter: rund 365 km Küstenroute, auf der Sie die schönsten Abschnitte mit Zug, Schiff und Fahrrad erleben – und das Wohnmobil an den richtigen Stellen stehen lassen.*

## Der Spirit der Route

Ligurien ist ein schmaler Streifen Land zwischen Bergen und Meer, und genau das spüren Sie bei jedem Kilometer. Die Aurelia klebt am Fels, taucht in Tunnel, windet sich über Kaps und schiebt sich durch Orte, in denen die Häuser bis an die Fahrbahn reichen. Morgens liegt der Duft von Pinien, Salz und Focaccia in der Luft, auf den Terrassen hinter der Küste wachsen Oliven, Reben und Basilikum. Aus der Schiebetür sehen Sie Fischerboote in Camogli, ockerfarbene Fassaden über dem Hafen von Portofino, die Sarazenenhäuser von Varigotti und abends die Lichter der Schiffe vor Genua. Diese Route verlangt Demut vor engen Straßen: Die Cinque Terre, Portofino und Portovenere erreichen Sie am besten mit Zug, Bus oder Schiff. Dafür schenkt sie Ihnen Radwege auf alten Bahntrassen, Küstenpfade über dem Meer und Abende an Plätzen, an denen die Brandung lauter ist als der Verkehr.

## Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

### Etappe 1: Ventimiglia nach Sanremo (über Dolceacqua) (ca. 35 km)

- **Die Strecke:** Von Ventimiglia auf der Provinzstraße ins Nerviatal über Camporosso nach Dolceacqua (knapp 10 km, breit und flach), zurück zur Küste und auf der Aurelia SS1 über Vallecrosia und Bordighera nach Sanremo. Die Aurelia ist hier eine Stadtstraße mit Ampeln, Kreisverkehren und Rollern von rechts und links. Reine Fahrzeit gut eine Stunde, im Sommer deutlich mehr.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Dolceacqua: die Steinbogenbrücke über die Nervia unter der Ruine des Castello dei Doria – Claude Monet malte das Motiv 1884; dazu ein Glas Rossese di Dolceacqua in einer der Enoteche im Ort.
  - Ventimiglia Alta: die Altstadt auf dem Hügel mit der romanischen Kathedrale und Blick zurück auf die Côte d’Azur.
  - Giardini Botanici Hanbury bei La Mortola, rund 6 km westlich von Ventimiglia: Terrassengarten mit Palmen, Agaven und Zitrus über dem Meer.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Camping Villaggio dei Fiori im Westen von Sanremo, direkt am Küstenradweg: großzügige Stellplätze mit Strom, gutes Sanitär, Ver- und Entsorgung, laut Betreiber ganzjährig geöffnet. In der Hauptsaison und über Ostern reservieren.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Dolceacqua hat am Parkplatz P6 rund 900 m vom Zentrum (über die neue Brücke, nahe dem Rad- und Fußweg) eine einfache Camperfläche auf Schotter mit Camper Service; laut Nutzerberichten 2026 gebührenfrei und für eine ruhige Nacht geeignet. Nach italienischem Recht gilt dort nur Parken, kein Camping – keine Stühle, keine Markise. An der Küste zwischen Ventimiglia und Sanremo sind Parkplätze am Meer häufig mit Camperverboten oder Höhenbalken versehen.
- **Insider-Tipp für Camper:** Freitags ist in Ventimiglia der große Wochenmarkt am Roia-Ufer – dann sind Ufer- und Zufahrtsstraßen dicht, Parkplätze für Wohnmobile praktisch nicht zu finden. Kommen Sie an einem anderen Tag oder mit dem Zug. Die Talstraße hinter Dolceacqua Richtung Isolabona und Pigna wird enger; für einen Abstecher ins Hinterland besser nicht mit großen Fahrzeugen.

### Etappe 2: Sanremo nach Finale Ligure (über Albenga) (ca. 80 km)

- **Die Strecke:** Auf der Aurelia SS1 über Imperia, Cervo, Alassio, Albenga, Loano und Pietra Ligure nach Finale Ligure. Die Straße folgt jeder Bucht, führt durch zahllose Ortsdurchfahrten mit Ampeln und Zebrastreifen; rechnen Sie mit 2,5 bis 3 Stunden. Wer Zeit sparen will, fährt Teilstücke auf der A10 (Autostrada dei Fiori) mit langen Tunnel- und Viaduktpassagen und nimmt nur die schönsten Küstenabschnitte, etwa zwischen Cervo und Alassio, über die Aurelia.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Radweg im Parco Costiero Riviera dei Fiori: asphaltierte Trasse der alten Bahnlinie von Ospedaletti über Sanremo bis San Lorenzo al Mare, mit Tunneln und Meerblick – am besten am frühen Morgen vor der Abfahrt.
  - Cervo: Borgo auf dem Felssporn mit der barocken Kirche San Giovanni Battista, die wegen ihrer Fassade „dei Corallini“ genannt wird.
  - Albenga: mittelalterliche Altstadt mit Geschlechtertürmen und frühchristlichem Baptisterium; von Alassio führt die alte Römerstraße Via Julia Augusta als Wanderweg über dem Meer hierher.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** In Finale Ligure liegt die kommunale Area Sosta Caprazoppa panoramisch auf der Klippe westlich des Zentrums: Platz laut Verzeichnis für rund 100 Wohnmobile auf Schotter, Schranke und Bezahlung per App, Ver- und Entsorgung, Toiletten und Duschen, kein Strom, Aufenthalt zeitlich begrenzt, Markise und Möbel verboten. Nach Unwetterschäden war die Fläche im Januar 2026 laut Nutzerberichten geschlossen – vorher Stand prüfen. Mit Strom und Sanitär: Campeggio Del Mulino an der Via Castelli oberhalb des Zentrums, ruhig mit Blick auf Ort und Meer; Stellplatzlängen vorab erfragen.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Albenga hatte am Piazzale neben der Bahnlinie (Piazza Onorevole Bolla) eine kostenlose Camperfläche; Nutzer berichteten schon 2023, dass Wohnmobile dort nicht mehr geduldet werden. Beschilderung vor Ort beachten. Entlang der Riviera di Ponente sind freie Übernachtungsplätze am Meer selten, viele Gemeinden haben Camper per Verordnung von Strandparkplätzen ausgeschlossen.
- **Insider-Tipp für Camper:** Albenga ist das Zentrum des Gemüse- und Kräuteranbaus der Riviera: Die violetten Spargel und die „Cuore di bue“-Tomaten kaufen Sie direkt an den Höfen der Ebene. Tanken ist an den Autobahnraststätten spürbar teurer als an den Tankstellen entlang der Aurelia oder an Supermärkten im Hinterland.

### Etappe 3: Finale Ligure nach Bogliasco (Genua) (ca. 85 km)

- **Die Strecke:** Auf der Aurelia über das Kap bei Varigotti, durch Noli und Spotorno nach Savona (rund 25 km, kurvig, mit kurzen Tunneln am Capo Noli), dann auf der A10 an Varazze und Arenzano vorbei und über die Ponte San Giorgio nach Genua; über die A12 bis zur Ausfahrt Genova Nervi und auf der Aurelia nach Bogliasco. Knapp 2 Stunden ohne Stopps, der Stadtverkehr von Genua ist unberechenbar.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Varigotti: die niedrigen, pastellfarbenen Sarazenenhäuser direkt am Strand und die Baia dei Saraceni; vom Weiler aus führt der Sentiero del Pellegrino über Punta Crena und die Ruine San Lorenzo Vecchio nach Noli.
  - Finalborgo: ummauerte Altstadt hinter Finale Ligure mit Blick auf Castel Gavone – dazu die Kalkfelsen des Hinterlands, eines der bekanntesten Kletter- und Mountainbike-Gebiete Italiens.
  - Genua: die Palazzi dei Rolli an der Via Garibaldi (UNESCO-Welterbe), die Gassen („caruggi“) der Altstadt, der Porto Antico und am Abend das Fischerviertel Boccadasse.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Camping Genova Est am Hang oberhalb von Bogliasco, östlich der Stadt: Terrassenplätze mit Strom, Sanitär, V/E, saisonal geöffnet (laut Verzeichnis Ende März bis Mitte Oktober, Wohnmobile nur bis rund 9 m); Zufahrt steil und eng, bei großen Fahrzeugen Länge vorab abklären. Von Bogliasco fahren Regionalzüge in rund 15 Minuten nach Genova Brignole. Westlich der Stadt liegen Camping Villa Doria in Pegli und der Caravan Park La Vesima an der Aurelia.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** In Genua selbst gibt es kein legales Freistehen mit Camping-Charakter. Für einen Tagesbesuch mit dem Wohnmobil nennt das Stadtportal den Parkplatz Marina Park an der Via della Marina mit eigenen Camper-Tarifen (laut Stadtportal stundenweise bis 7 Stunden, darüber Tagespauschale); ausgestattete Stellplätze mit Entsorgung bietet Pons Caravan. Tarife vorab prüfen.
- **Insider-Tipp für Camper:** Auf der A10 zwischen Spotorno und Finale Ligure (Galleria Orco) läuft seit dem 28. September 2026 bis vor Weihnachten eine Tunnelsanierung: Die Fahrbahn Richtung Savona ist gesperrt, der Verkehr läuft im Gegenverkehr auf der anderen Fahrbahn – ein Grund mehr, bis Savona die Aurelia zu nehmen; aktuellen Stand beim Autobahnbetreiber prüfen. Die Aurelia zwischen Arenzano und Vesima wird nach Felsstürzen immer wieder gesperrt; bei Starkregen („allerta rossa“) sperrt Liguriens Zivilschutz Küstenstraßen auch kurzfristig. Die Altstadt von Genua ist ZTL mit Kameras.

### Etappe 4: Bogliasco nach Santa Margherita Ligure (über Camogli) (ca. 30 km)

- **Die Strecke:** Auf der Aurelia SS1 über Sori und Recco, dann hinauf nach Ruta und über den Sattel am Monte di Portofino hinab nach Rapallo und Santa Margherita. Schmal, kurvig, mit Stützmauern direkt an der Fahrbahn und Bussen im Gegenverkehr; die Zufahrt hinunter ins Zentrum von Camogli ist steil und eng. Rund eine Stunde, mit Stopp in Camogli ein halber Tag.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Camogli: die hohen, bunten Häuserfronten über dem Fischerhafen und die Basilika Santa Maria Assunta auf der Felsnase.
  - San Fruttuoso: die Benediktinerabtei in einer Bucht ohne Straßenanschluss – per Schiff ab Camogli oder zu Fuß durch den Parco di Portofino ab San Rocco bzw. Ruta (anspruchsvoll, mit Kettenstellen auf der Route über die Batterien).
  - Portofino: Piazzetta, Castello Brown und der Weg zum Leuchtturm an der Punta del Capo – vom Camper aus nur per Bus, Schiff oder zu Fuß.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Kommunale Area Camper in Santa Margherita Ligure an der Via Garibotti, rund 2,5 km vom Hafen: gut ein Dutzend asphaltierte Plätze, Frischwasser und Grauwasser, Schwarzwasser nach Nutzerberichten nicht, kein Strom. Laut Berichten 2025 rund 25 € pro 24 Stunden; Züge und ein Umspannwerk sind nachts zu hören. Für Strom und Sanitär bieten sich Campingplätze im Hinterland von Rapallo und Chiavari an.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** In Camogli galt seit Januar 2024 auf dem Parkplatz an der Via Molfino wegen der instabilen Steilküste per Verordnung ein befristetes Halte- und Parkverbot für Wohnmobile und Wohnwagen (bis zum Ende der Sicherungsarbeiten); ob es 2026 noch besteht, vor Ort an der Beschilderung prüfen. Als Tagesparkplatz bietet sich ein gebührenpflichtiger Parkplatz in Ruta an der Aurelia mit Bushaltestelle an. Im Regionalpark Portofino ist Campieren untersagt.
- **Insider-Tipp für Camper:** Fahren Sie nicht mit dem Wohnmobil nach Portofino: Die SP227 ab Santa Margherita ist schmal, ohne Ausweichbuchten, und in Portofino gibt es keine Stellplätze für Camper. In der Saison regelt ein Verkehrsfilter an der Cervara die Zufahrt, bei vollen Parkplätzen werden Privatfahrzeuge gestoppt; Zeiträume legt die Gemeinde jährlich neu fest. Ob zusätzlich ein Verbot für Wohnmobile beschildert ist, vor Ort beachten. Bequemer sind Linienbus oder Schiff ab Santa Margherita oder Rapallo.

### Etappe 5: Santa Margherita Ligure nach Levanto (über Sestri Levante) (ca. 65 km)

- **Die Strecke:** Auf der Aurelia über Zoagli, Chiavari und Lavagna nach Sestri Levante (rund 25 km, Küstenstraße mit Galerien). Ab Sestri auf der A12 bis Carrodano und auf der SP566 in vielen Kehren hinunter nach Levanto. Die Küstenstraße ab Sestri durch die einspurigen, ampelgeregelten Tunnel der alten Bahntrasse führt nur bis Moneglia und Deiva Marina, nicht bis Levanto; Höhenangaben an den Tunneleinfahrten beachten. Insgesamt knapp 2 Stunden.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Sestri Levante: die Baia del Silenzio zwischen bunten Häusern und die Baia delle Favole, dazu der Weg auf die Punta Manara mit Blick über den Golf von Tigullio.
  - Moneglia: Fischerdorf mit Strandpromenade, zu erreichen über die Tunnelstraße ab Riva Trigoso.
  - Ciclopedonale Maremonti: Rad- und Fußweg durch die Tunnel der alten Bahnlinie von Levanto über Bonassola nach Framura, mit Fenstern zum Meer.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Area Sosta Moltedi in Levanto hinter dem Bahnhof, an der Straße Richtung Autobahn: gebührenpflichtig, rund 16 Camperplätze plus Parkplatz, Ver- und Entsorgung, wenige Minuten zu Fuß zum Zug. Wegen der Straße nicht ganz leise. Mit Strom und Sanitär: Camping Acqua Dolce nahe dem Ortskern, wenige hundert Meter vom Strand; für größere Fahrzeuge Länge vorab angeben. Weitere Campingplätze liegen am Ortsrand und in den Hügeln.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Das Gebiet des Nationalparks Cinque Terre beginnt direkt hinter Levanto. Der Park untersagt ausdrücklich, auf Autoparkplätzen im Wohnmobil zu übernachten oder Zelte aufzustellen. In Bonassola gibt es am Lungomare Discovolo einen Parkplatz mit Plätzen für Camper ohne Service, laut Verzeichnis nur von Oktober bis Mai für Camper nutzbar, gebührenpflichtig – aktuelle Beschilderung prüfen.
- **Insider-Tipp für Camper:** Auf der A12 zwischen Lavagna und Sestri Levante beginnen am 12. Oktober 2026 Baustellen mit Fahrbahnwechseln (je Richtung eine Spur), ab dem 2. November ist zudem die Einfahrt (Auffahrt) Lavagna Richtung Genua gesperrt; aktuellen Plan beim Autobahnbetreiber prüfen. Die SP566 hinunter nach Levanto ist breit genug, verlangt bergab aber niedrige Gänge – Bremsen schonen.

### Etappe 6: Levanto (Cinque Terre per Zug) nach La Spezia (ca. 45 km)

- **Die Strecke:** Den Tag in den Cinque Terre verbringen Sie mit dem Zug: Von Levanto nach Monterosso sind es wenige Minuten, bis Riomaggiore rund 20 Minuten. Am Nachmittag oder am nächsten Morgen über die SP566 zurück nach Carrodano und auf der A12 nach La Spezia, etwa 45 Minuten. Die Höhenstraßen über den Dörfern (SP38, Litoranea SP370) sind schmal, ohne Ausweichen, und in den Orten fehlen Parkplätze – für Wohnmobile ungeeignet.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Sentiero Azzurro von Monterosso nach Vernazza und weiter nach Corniglia: der klassische Küstenpfad mit Stufen, Weinterrassen und Blick auf den Hafen von Vernazza. Das Teilstück Corniglia–Manarola ist seit einem Erdrutsch seit Jahren gesperrt; Ersatzweg über Volastra, aktuellen Status beim Nationalpark prüfen.
  - Via dell’Amore zwischen Riomaggiore und Manarola: seit der Wiedereröffnung 2024 nur mit gebuchtem Zeitfenster (maximal 30 Minuten) und nur in einer Richtung, von Riomaggiore nach Manarola.
  - Manarola am Abend: die Häuser über dem Felshafen vom Aussichtsweg am Friedhof aus.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Area Camper ATCPM in La Spezia (Loc. Pagliari): rund 36 asphaltierte Plätze, Stromanschlüsse gegen Gebühr, warme Duschen, Ver- und Entsorgung, rund um die Uhr per Automat und Schranke zugänglich, Registrierung mit Ausweis am Terminal. Bus ins Zentrum etwa 500 m entfernt. Laut Nutzern etwas Straßenlärm.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** In und oberhalb der fünf Dörfer gibt es keine Möglichkeit zum Freistehen. Monterosso hat mit der Area Sosta Il Poggio (SP38, rund 3 km oberhalb des Orts) eine kleine ausgestattete Fläche mit gut einem Dutzend Plätzen, Strom und Entsorgung sowie Shuttle hinunter ins Dorf – nur mit Reservierung sinnvoll. Am Strandparkplatz Fegina in Monterosso sind Wohnmobile laut Verzeichnis nur in der Nebensaison (Mitte September bis Ende März) zugelassen; Stand vorab prüfen.
- **Insider-Tipp für Camper:** Die Cinque Terre Treno Card enthält unbegrenzte Fahrten mit den Regionalzügen zwischen Levanto und La Spezia, die kostenpflichtigen Wanderwege und die Parkbusse; die Trekking Card nur Wege und Busse. Die Preise hängen 2026 von der Saison ab. Kaufen Sie die Karte online oder an den Infopunkten in den Bahnhöfen; sie gilt an dem gewählten Datum und muss laut Park nicht entwertet werden. Die Via dell’Amore braucht zusätzlich die Buchung des Zeitfensters. Züge fahren im Sommer dicht, sind aber zur Mittagszeit überfüllt – früh starten.

### Etappe 7: La Spezia nach Ameglia (über Lerici, Portovenere per Schiff) (ca. 25 km)

- **Die Strecke:** Portovenere erreichen Sie ohne Wohnmobil: per Schiff ab der Passeggiata Morin in La Spezia oder per Linienbus. Dann mit dem Camper auf der Uferstraße über San Terenzo nach Lerici, weiter hinauf nach Montemarcello und bergab zur Magramündung bei Bocca di Magra und Ameglia. Die Strecke über das Vorgebirge ist schmal und kurvenreich; rund 45 Minuten.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Portovenere: die Kirche San Pietro auf dem Felsen über dem Meer, die Grotta Byron und die Festung der Doria; gegenüber die Insel Palmaria, per Fährboot erreichbar.
  - Lerici: die Burg über dem Hafen und der Uferweg nach San Terenzo mit der Villa Magni, in der Percy Shelley lebte – daher der Name „Golfo dei Poeti“.
  - Tellaro: Fischerdorf auf den Klippen am Ende einer engen Stichstraße; zu Fuß oder mit dem Bus ab Lerici, nicht mit dem Wohnmobil.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Camping River bei Ameglia: saisonal geöffnet – Ausstattung für Wohnmobile (Strom, Ver- und Entsorgung), Saisonende und Stellplatzlängen vorab erfragen. Der kleine Camping Maralunga in Lerici ist laut Nutzerberichten nicht mehr in Betrieb – vorab prüfen.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Wohnmobile dürfen nicht ins Zentrum von Portovenere. Laut Gemeindeseite gibt es die Area Il Golfo in Cavo (rund 1,5 km entfernt, rund 20 Plätze, Wasser und Entsorgung, in der Hochsaison stundenweise gebührenpflichtig, Bus) und in Le Grazie einen gemeinsamen Parkplatz mit wenigen Camperplätzen; an der Via Olivo bleiben laut Nutzerberichten nur wenige Plätze ohne Service. Tarife und Öffnung vorab prüfen. Der Regionalpark Montemarcello-Magra-Vara verbietet Campieren; freies Übernachten an Aussichtspunkten ist nicht geduldet.
- **Insider-Tipp für Camper:** Die SP530 nach Portovenere ist eng, führt durch Le Grazie und Fezzano mit parkenden Autos an beiden Seiten und endet in einem fast immer vollen Ort. Das Schiff ab La Spezia fährt in der Saison mehrmals täglich; die Boote fahren teils weiter zu den Cinque Terre. In Lerici selbst sind Parkplätze für Wohnmobile knapp – besser mit dem Bus aus Richtung Sarzana oder Ameglia hineinfahren.

## Camping-Praxis & Länder-Knigge

### Wildcamping & Freistehen

- Italienisches Recht (Codice della Strada, Art. 185) trennt Parken („sosta“) von Campen („campeggio“): Ein Wohnmobil darf dort parken, auch über Nacht, wo Parken erlaubt ist. Verboten ist Campingverhalten – Stühle, Tische, Markise, ausgefahrene Stützen, Keile, Grauwasser auf dem Boden.
- Liguriens Küstengemeinden schränken das stark ein: Viele Strand- und Hafenparkplätze tragen Camperverbotsschilder oder Höhenbalken, Camogli hat Wohnmobile zeitweise per Verordnung vom Parkplatz an der Via Molfino ausgeschlossen, Portovenere lässt Wohnmobile nicht ins Zentrum und verweist sie auf wenige Flächen außerhalb. Rechnen Sie mit Bußgeldern und Abschleppen.
- Im Nationalpark Cinque Terre ist das Übernachten im Wohnmobil auf Parkplätzen und das Zelten ausdrücklich verboten. In den Regionalparks Portofino und Montemarcello-Magra-Vara ist Campieren ebenfalls untersagt.
- Legal übernachten Sie auf Campingplätzen und in den „aree di sosta camper“, deren Regeln (Höchstdauer, App-Bezahlung, Markisenverbot) oft streng sind. Hilfreich: CamperOnline (italienisches Stellplatzverzeichnis mit aktuellen Nutzerberichten), park4night, Campercontact.

### Entsorgung & Versorgung

- Ver- und Entsorgung heißt in Italien „camper service“ oder „carico e scarico“; Stationen gibt es in Dolceacqua, Finale Ligure, Levanto und La Spezia, oft mit Münzen, Jetons oder App. Nicht jede Fläche nimmt Schwarzwasser an – in Santa Margherita etwa laut Nutzern nur Grauwasser.
- Kassette und Grauwasser niemals in Gullys oder auf Parkplätzen leeren: In den engen Küstenorten ist das einer der Hauptgründe für die Camperverbote.
- Leitungswasser ist in Ligurien grundsätzlich trinkbar, schmeckt aber oft nach Chlor; an Stationen auf „acqua potabile“ achten. Im Hochsommer ist Wasser in manchen Orten knapp – Tank auf den Plätzen füllen.
- Gas: Deutsche Tauschflaschen werden nicht getauscht. Tankflaschen und Gastanks füllen Sie an GPL-Tankstellen mit dem italienischen Dish-Adapter; oft tankt nur das Personal, fremde Tauschflaschen werden nicht befüllt. Mit zwei vollen Flaschen anreisen.

### Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

- Tempolimits: Wohnmobile bis 3,5 t außerorts 90 km/h, auf Schnellstraßen 110 km/h, auf der Autobahn 130 km/h (bei Nässe 110 km/h); über 3,5 t außerorts 80 km/h, auf der Autobahn 100 km/h. Gespanne: 70 km/h außerorts, 80 km/h auf der Autobahn. Außerorts gilt Abblendlicht auch am Tag.
- Maut: A10 und A12 sind gebührenpflichtig, abgerechnet nach Achsen und Höhe über der Vorderachse (Grenze 1,30 m) – die meisten zweiachsigen Wohnmobile fahren in Klasse B, Dreiachser in Klasse 3. Bezahlung an der Station bar, per Karte oder elektronisch per Telepass bzw. EU-Mautbox. 2026 gibt es auf A10 und A12 zahlreiche Baustellen mit Fahrbahnwechseln; der aktuelle Plan steht bei den Autobahnbetreibern und in den Regionalmedien.
- ZTL: Die Altstädte von Genua, La Spezia, Sanremo und vielen Küstenorten sind kameraüberwachte Zonen mit eingeschränktem Verkehr; Bußgelder kommen per Post, auch Monate später. Vor der Ortseinfahrt auf das Schild „Zona Traffico Limitato“ achten.
- Ragt Ladung über das Heck hinaus – etwa Fahrräder auf dem Heckträger –, ist die rot-weiß reflektierende Warntafel (50 × 50 cm) Pflicht.
- Alkohol: 0,5 Promille, für Fahrer mit Führerschein unter drei Jahren und für Fahrzeuge über 3,5 t gilt 0,0. Seit der Reform der Straßenverkehrsordnung Ende 2024 wird Handy am Steuer deutlich härter bestraft, bis hin zum Führerscheinentzug.
- Winterausrüstung (Winterreifen oder Ketten an Bord) ist vom 15. November bis 15. April auf vielen Autobahnabschnitten und Straßen ins Hinterland vorgeschrieben; an der Küste selbst ist Schnee selten, auf dem Passo del Bracco oder im Nerviatal aber möglich.

## CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

- Fahrräder mit Schloss und Warntafel für den Heckträger – der Radweg der Riviera dei Fiori und die Maremonti-Tunnelroute bei Levanto sind Tageshöhepunkte, an denen das Wohnmobil stehen bleibt.
- Italienischer Dish-Adapter für GPL-Tankstellen und zwei volle Gasflaschen bei der Einreise.
- Knöchelhohe Wanderschuhe und Stöcke für den Sentiero Azzurro und die Wege im Parco di Portofino – die Pfade sind steinig, steil und nach Regen rutschig.
- Moskitonetze für Fenster und Dachluke sowie Mückenschutz: Die Tigermücke ist an der ganzen Küste bis in den Oktober aktiv.
- Smartphone mit Datenvolumen, Cinque-Terre-Card-App und Buchungsbestätigungen – Via dell’Amore, Stellplatz-Apps mit Schranke und Bezahlung laufen digital.
- Kompakte Auffahrkeile: Die Plätze an den Hängen Liguriens sind selten eben, und Keile gehören nur auf Camping- und Stellplätze.

_Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen._

## Reiseverlauf Stopp für Stopp

1. **Ventimiglia** (Italien)
2. **Dolceacqua** (Italien)
3. **Sanremo** (Italien)
4. **Albenga** (Italien)
5. **Finale Ligure** (Italien)
6. **Varigotti** (Italien)
7. **Genua** (Italien)
8. **Camogli** (Italien)
9. **Portofino** (Italien)
10. **Sestri Levante** (Italien)
11. **Levanto** (Italien)
12. **La Spezia** (Italien)
13. **Portovenere** (Italien)
14. **Lerici** (Italien)

## Häufige Fragen

**Wie lang ist die Route «Blumenriviera, Sarazenendörfer und Felsenhäfen – mit dem Camper an Liguriens Küste bis zu den Cinque Terre»?**
7-tägiger Roadtrip über etwa 283 km (176 mi) mit 14 Stopps, von Ventimiglia nach Lerici. Insgesamt etwa 3 h 54 min Fahrzeit.

**Wie viele Tage braucht man für «Blumenriviera, Sarazenendörfer und Felsenhäfen – mit dem Camper an Liguriens Küste bis zu den Cinque Terre»?**
Wir empfehlen 7 Tage: etwa 3 h 54 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

**Wo beginnt und endet «Blumenriviera, Sarazenendörfer und Felsenhäfen – mit dem Camper an Liguriens Küste bis zu den Cinque Terre»?**
Sie beginnt in Ventimiglia und endet in Lerici.

**Durch welche Länder führt «Blumenriviera, Sarazenendörfer und Felsenhäfen – mit dem Camper an Liguriens Küste bis zu den Cinque Terre»?**
Italien.
