# Weltrekord-Gezeiten, rote Klippen und Dünen aus Quarzsand – mit dem Camper von der Fundy-Küste nach Prince Edward Island

> 8-tägiger Roadtrip über etwa 646 km (401 mi) mit 8 Stopps, von Saint John nach Wood Islands. Insgesamt etwa 7 h 10 min Fahrzeit.

Source: https://camping-spirit.com/de/guides/rf-020-fundy-coast-prince-edward-island/

**Auf einen Blick:** 8-tägiger Roadtrip über etwa 646 km (401 mi) mit 8 Stopps, von Saint John nach Wood Islands. Insgesamt etwa 7 h 10 min Fahrzeit. Vom Meeresboden bei Ebbe zwischen den Felstürmen von Hopewell Rocks über die fast 13 Kilometer lange Confederation Bridge bis zu den roten Sandsteinküsten und Wanderdünen von Prince Edward Island: ein Roadtrip im Rhythmus von Ebbe und Flut.

| | |
|---|---|
| Entfernung | 646 km (401 mi) |
| Fahrzeit | 7 h 10 min |
| Empfohlene Tage | 8 |
| Stopps | 8 |
| Route | Saint John → Wood Islands |
| Provinzen | NB, PE |
| Aktualisiert | 27. April 2026 |

*Vom Meeresboden bei Ebbe zwischen den Felstürmen von Hopewell Rocks über die fast 13 Kilometer lange Confederation Bridge bis zu den roten Sandsteinküsten und Wanderdünen von Prince Edward Island: ein Roadtrip im Rhythmus von Ebbe und Flut.*

## Der Spirit der Route

An der Bay of Fundy lebt man nach der Gezeitentabelle. Morgens liegen die Fischerboote in Alma schräg auf dem Schlick, mittags treiben sie wieder auf dem Wasser, und wer zur falschen Stunde an den Strand kommt, sieht nur braunes Watt bis zum Horizont. Dazu Nebel, der am Vormittag die Klippen verschluckt, Fichtenwald bis an die Kante und kalte Luft aus dem Atlantik. Hinter Moncton wird das Land flach und sonnig, und an der Northumberland Strait ist das Wasser im Sommer warm genug zum Baden. Dann die Brücke: ein langer Bogen über das Meer, und auf der anderen Seite liegt eine andere Welt aus roter Erde, Kartoffelfeldern, weißen Holzkirchen und Hummerbojen vor den Schuppen. Abends öffnet man die Schiebetür in Cavendish, hört die Brandung hinter den Dünen und riecht Salz und frisch gemähtes Gras. Prince Edward Island ist klein, ruhig und ganz ohne Eile.

## Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

### Etappe 1: Saint John nach Saint John (Stadtrunde) (ca. 40 km)

- **Die Strecke:** Ankunftstag in Saint John, der ältesten Stadt der Provinz, auf einer kurzen Runde: vom Highway 1 zu den Reversing Falls an der Mündung des Saint John River, weiter über die Westseite zum Irving Nature Park und am Abend zum Stadtpark Rockwood Park im Norden der Innenstadt. Kurze Wege, aber steile Straßen in der Altstadt; mit großen Fahrzeugen die Innenstadt meiden. Wer aus Maine anreist: An der Grenze zu New Brunswick springt die Uhr eine Stunde vor, hier gilt Atlantic Time.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Reversing Falls: Bei Flut drückt die Bay of Fundy das Wasser flussaufwärts durch die enge Felsschlucht, bei Ebbe stürzt der Fluss ins Meer. Die spannendsten Momente liegen rund um Hoch- und Niedrigwasser; die Zeiten stehen in den Gezeitentabellen für Saint John.
  - Irving Nature Park: Halbinsel am Stadtrand mit einer schmalen Einbahn-Rundstraße, Holzstegen durch Salzwiesen und Robben auf den Felsen vor der Küste. Eintritt frei.
  - Uptown Saint John mit den Backsteinhäusern der Viktorianischen Zeit und dem City Market, einer der ältesten Markthallen Kanadas.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Rockwood Park Campground im Rockwood Park, einem großen Stadtpark mit Seen und Wäldern nördlich von Uptown: Stellplätze für Wohnmobile und Zelte, betrieben von der gemeinnützigen Saint John Horticultural Association, Buchung über letscamp.ca. Anschlüsse, Sanitär und Saisondaten bei der Buchung prüfen. Die Lage ist der größte Vorteil: Uptown und Reversing Falls sind wenige Minuten entfernt.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** In Saint John gibt es keine legalen Freistehplätze. Die Parkplätze an den Reversing Falls und im Irving Nature Park sind nur tagsüber geöffnet, Übernachten im Stadtgebiet wird nicht geduldet. Einzelne große Märkte an den Ausfallstraßen erlauben manchmal eine Nacht, aber nur nach ausdrücklicher Nachfrage.
- **Insider-Tipp für Camper:** Einkaufen und Tanken vor der Fundy-Küste: In Saint John sind Supermärkte und Tankstellen günstig und groß, zwischen St. Martins und Alma gibt es kaum Versorgung. Die engen Einbahnstraßen in Uptown mit Wohnmobil meiden und an den Reversing Falls einen der Aussichtsparkplätze am Fluss ansteuern; die kleineren sind für lange Fahrzeuge knapp, Zufahrt vorher auf der Karte prüfen.

### Etappe 2: Saint John nach Fundy National Park (Alma) (ca. 200 km)

- **Die Strecke:** Über die Route 111 nach St. Martins, einem Fischerort mit zwei gedeckten Holzbrücken und Meereshöhlen, dann auf den Fundy Trail Parkway: 30 Kilometer kurvige, gut ausgebaute Panoramastraße entlang der Steilküste mit mehr als 20 Aussichtspunkten. Der Parkway ist inzwischen ein Provincial Park (Fundy Trail Provincial Park); 2026 ist er vom 15. Mai bis 25. Oktober geöffnet, im September bis 18 Uhr, ab 27. September bis 17 Uhr. Vom Osttor (East Gate) über die Verbindungsstraße Richtung Sussex Corner, rund 35 km, dann über Route 1 und Route 114 durch das Hochland in den Fundy National Park nach Alma. Mit Stopps ein langer Tag, reine Fahrzeit etwa 4 Stunden.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Walton Glen Gorge: tiefe Schlucht im Hochland, die man vom Parkway über einen kurzen Wanderweg zu einer Aussichtsplattform erreicht.
  - Long Beach und die Strände am Parkway: Bei Ebbe weit begehbar, bei Flut bleibt nur ein schmaler Kiesstreifen. Der berühmte Felsturm Flowerpot Rock ist im Februar 2022 eingestürzt.
  - Big Salmon River mit Interpretive Centre: Die Hängebrücke über den Fluss ist 2026 wegen Renovierung gesperrt; Wanderer auf dem Fundy Footpath parken dann auf dem Parkplatz P9 (Stand vor Ort prüfen).
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Im Fundy National Park drei große Plätze, alle über reservation.pc.gc.ca buchbar: Headquarters bei Alma (ganzjährig geöffnet, 30 Plätze mit Strom, Wasser und Abwasser, 25 mit Strom und Wasser, Duschen, Waschmaschinen, Dump Station, Handyempfang) – ideal, weil man zu Fuß in den Ort kommt. Chignecto, 4 km landeinwärts an der Route 114, ist der größte Platz: 2026 vom 15. Mai bis 12. Oktober, 171 Plätze mit Strom und Wasser, 10 voll erschlossen, Duschen, Waschmaschinen, Dump Station. Point Wolfe am Meer (2026 nur bis 7. September) ist für Fahrzeuge über 7,3 m Länge gesperrt.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Im Nationalpark ist Übernachten nur auf den Campingplätzen erlaubt. Die Aussichtsparkplätze am Fundy Trail Parkway schließen abends mit den Toren; Übernachten ist dort nicht erlaubt. Auf Crown Land in New Brunswick sind Wohnmobile nur in abgelegenen Gebieten ohne lizenzierte Campingplätze zulässig und nicht näher als 75 m an Gewässern – an diesem Küstenabschnitt kommt das praktisch nicht infrage.
- **Insider-Tipp für Camper:** Der Parkway kostet 2026 23,48 kanadische Dollar pro Fahrzeug (bis zehn Personen); gezahlt wird am Tor. Planen Sie die Durchfahrt so, dass Sie das Osttor vor Toresschluss passieren. Auf dem Weg von Sussex nach Alma gibt es kaum Tankstellen – in Sussex volltanken. Für den Nationalpark gilt die Eintrittspflicht; vom 19. Juni bis 7. September 2026 war der Eintritt mit dem Canada Strong Pass frei, seitdem gelten wieder die regulären Tarife (aktuelle Beträge auf parks.canada.ca prüfen).

### Etappe 3: Alma nach Shediac (ca. 140 km)

- **Die Strecke:** Die Route 915 zweigt hinter Alma zur Küste ab: schmal, hügelig, teils mit schlechtem Belag, durch Salzwiesen und kleine Orte an der Shepody Bay. Sie trifft bei Riverside-Albert wieder auf die Route 114, die über Hopewell Cape nach Moncton führt. Dann auf der Route 15 an die Northumberland Strait nach Shediac. Rund 2,5 Stunden reine Fahrzeit, aber der Tag richtet sich nach der Gezeitentabelle von Hopewell Rocks.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Hopewell Rocks: Die „Flowerpots“, hohe Felstürme mit Fichten auf dem Kopf, stehen bei Niedrigwasser auf dem Meeresboden, bei Hochwasser fast bis zum Bewuchs im Wasser. Der Tidenhub erreicht hier bis zu rund 14 Meter. Saison 2026: 15. Mai bis 25. Oktober, das Ticket gilt an zwei aufeinanderfolgenden Tagen.
  - Cape Enrage: Leuchtturm auf einer Klippe über der Chignecto Bay. Die gesamte Anlage mit Besucherzentrum, Café sowie Kletter- und Ziplineangeboten ist in der Saison 2026 für Besucher geschlossen, weil kein Betreibervertrag mit der Provinz zustande kam. Die schmale Zufahrt ist steil und für große Wohnmobile ungeeignet.
  - Mary’s Point und die Shepody Bay: Im Juli und August rasten hier Hunderttausende Sandstrandläufer auf dem Zug in den Süden, am eindrucksvollsten kurz vor Hochwasser.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Parlee Beach Provincial Park in Shediac am wärmsten Badestrand der Provinz: 2026 vom 15. Mai bis 12. Oktober geöffnet, Plätze ohne Anschluss, mit Strom (15, 30 oder 50 A) und Wasser sowie voll erschlossene Plätze, Duschen, Dump Station. Buchung über reservations.parcsnbparks.ca. Wer näher an der Brücke übernachten will: Murray Beach Provincial Park bei Cape Tormentine hat ebenfalls einen Campingplatz (Saison prüfen).
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Rund um Hopewell Rocks und am Strand von Shediac ist Übernachten auf Parkplätzen nicht erlaubt. In Moncton dulden einzelne große Märkte eine Nacht nach Nachfrage im Markt; gemütlicher und sicherer sind die Provincial Parks.
- **Insider-Tipp für Camper:** Den Boden nur in dem Zeitfenster betreten, das der Park freigibt – grob drei Stunden vor bis drei Stunden nach Niedrigwasser. Das Wasser kommt schnell und von der Seite in die Buchten; Parkaufsicht und Signale am Treppenabgang ernst nehmen. Gummistiefel oder alte Turnschuhe tragen, der rote Schlick ist glitschig. Für das Hochwasser reicht der Blick von den Aussichtsplattformen, oder Sie kommen mit dem Zwei-Tages-Ticket am nächsten Tag wieder. Moncton ist der beste Ort für Großeinkauf, Propan und Werkstätten.

### Etappe 4: Shediac nach Cavendish (PEI) (ca. 140 km)

- **Die Strecke:** Über die Route 15 und 16 nach Cape Jourimain und über die Confederation Bridge: 12,9 Kilometer lang, zweispurig, mit hohen Brüstungen, die den Blick aufs Meer nur zum Teil freigeben. Anhalten ist auf der Brücke verboten. In Borden-Carleton auf PEI weiter über den Trans-Canada Highway 1 und die Route 13 an die Nordküste nach Cavendish. Knapp 2 Stunden, auf PEI durchgehend zweispurige Landstraßen.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Cape Jourimain Nature Centre am Brückenkopf in New Brunswick: Aussichtsturm und Wege durch Salzwiesen mit Blick auf die Brücke.
  - Gateway Village in Borden-Carleton, direkt nach der Brücke: Besucherinformation mit Karten und Hinweisen zu Campingplätzen auf der Insel.
  - Green Gables Heritage Place in Cavendish (Parks Canada): das Farmhaus, das Lucy Maud Montgomery zu „Anne auf Green Gables“ inspirierte, mit Wegen durch den „Haunted Wood“ und den „Lover’s Lane“.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Cavendish Campground im Prince Edward Island National Park, hinter den Dünen etwa einen Kilometer vom Strand: mehr als 200 Plätze, Strom mit 20, 30 oder 50 A, Wasser und Abwasser auf den erschlossenen Plätzen, Duschen, Spültoiletten, Waschsalon, Küchenunterstände. Saison 2026 vom 9. Juni bis 30. September, Reservierung über reservation.pc.gc.ca. Ab Oktober bleiben nur Plätze außerhalb des Nationalparks; in dieser Gegend sind das überwiegend private Campingplätze, dazu der Cabot Beach Provincial Park bei Malpeque (2026 bis 4. Oktober).
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Auf Prince Edward Island gibt es praktisch keine legale Freisteh-Möglichkeit: Es gibt kaum öffentliches Land, und Tourism PEI erklärt ausdrücklich, dass Übernachten auf Parkplätzen von Geschäften in der Regel nicht erlaubt ist. Im Nationalpark gilt Campingplatzpflicht, die Strandparkplätze sind nachts gesperrt.
- **Insider-Tipp für Camper:** Die Brückenmaut wird nur beim Verlassen der Insel an der Mautstelle in Borden-Carleton fällig, die Hinfahrt ist frei. 2026 kostet die Überfahrt 20 kanadische Dollar für Fahrzeuge mit zwei Achsen, für weitere Achsen fällt derzeit kein Aufschlag an – Stand auf confederationbridge.com prüfen. Bei starkem Wind gelten Einschränkungen für hohe Fahrzeuge und Anhänger; bei Sturmwarnung vorher den Status abfragen.

### Etappe 5: Cavendish nach North Cape (ca. 160 km)

- **Die Strecke:** Westwärts über Kensington und Summerside, dann über die Route 2 und kleinere Küstenstraßen ins Kartoffelland des westlichen Prince County: flache Hügel, rote Felder, Windräder und Fischerhäfen. Bei Tignish geht es auf der Route 12 zum nördlichsten Punkt der Insel. Etwa 2,5 Stunden reine Fahrzeit auf ruhigen Landstraßen.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - North Cape: Leuchtturm und rote Klippen an der Nordspitze. Bei Niedrigwasser liegt vor dem Kap ein langes Felsriff frei, auf dem man ein Stück hinauslaufen kann – rechtzeitig vor der Flut zurück sein.
  - Windpark und Wind Energy Institute of Canada direkt am Kap, dazu ein Wanderweg an der Klippenkante.
  - Tignish mit der großen Backsteinkirche St. Simon and St. Jude und einer der aktivsten Fischereigenossenschaften der Insel.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Jacques Cartier Provincial Park bei Kildare Capes, rund 40 km südlich von North Cape: Campingplatz an einem langen Strand mit kräftiger Brandung, Plätze mit und ohne Anschlüsse. Saison 2026 vom 5. Juni bis 27. September. Alternativ Cedar Dunes Provincial Park bei West Point am Leuchtturm, Saison ebenfalls bis 27. September. Buchung über peiprovincialparks.ca; Details zu Anschlüssen, Duschen und Dump Station dort prüfen.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Auch im Westen der Insel gilt: kein Freistehen auf Hafen- oder Kirchparkplätzen, keine Übernachtung am Leuchtturm. Nach dem Saisonende der Provincial Parks muss man auf private Plätze ausweichen oder zurück Richtung Summerside fahren.
- **Insider-Tipp für Camper:** An der Nordwestküste gibt es wenige Tankstellen; in Summerside oder O’Leary volltanken. Im Westen sind die Straßen oft schmal und ohne befestigten Seitenstreifen, Landmaschinen fahren langsam – geduldig bleiben und nur auf langen Geraden überholen.

### Etappe 6: North Cape nach Stanhope / Brackley (ca. 200 km)

- **Die Strecke:** Über die Route 14 an der Westküste nach West Point, dann über O’Leary und Summerside zurück nach Osten und über die Route 2 nach Charlottetown. Von dort auf der Route 15 an die Nordküste nach Brackley Beach. Rund 3 Stunden reine Fahrzeit; der Abstecher nach Charlottetown lässt sich gut auf eine Mittagspause legen.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - West Point Lighthouse bei Cedar Dunes: schwarz-weiß gestreifter Holzleuchtturm, einer der markantesten der Insel.
  - Charlottetown: Province House und das Confederation Centre of the Arts, die Hafenpromenade und die Victoria Row mit Cafés. Die Stadt gilt als Geburtsort der Kanadischen Konföderation.
  - Covehead Harbour Lighthouse und der Gulf Shore Parkway zwischen Brackley und Dalvay: Radweg und Straße auf dem Dünenkamm mit Blick auf rote Klippen und Sandstrand.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Stanhope Campground im Nationalpark, an einem Wald nahe dem Strand: mehr als 100 Plätze für Zelte und Wohnmobile, Duschen, Spültoiletten, Waschsalon, Küchenunterstände. Achtung: Saison 2026 nur vom 9. Juni bis 21. September. Danach von Cavendish aus (bis 30. September) den Osten als Tagesausflug fahren oder den Cabot Beach Provincial Park (bis 4. Oktober) wählen.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Im Nationalpark gilt Campingplatzpflicht. In Charlottetown gibt es keine offiziellen Stellplätze für Übernachtungen; die Hafenparkplätze sind gebührenpflichtig und nachts nicht zum Schlafen gedacht.
- **Insider-Tipp für Camper:** In Charlottetown mit dem Wohnmobil nicht in die Altstadt fahren; Parkplätze für lange Fahrzeuge gibt es eher am Stadtrand und auf den großen Einkaufsparkplätzen an der University Avenue. Die Insel ist klein: Von Stanhope nach Charlottetown sind es rund 20 Minuten, man kann gut zwei Nächte an einem Platz bleiben und Tagesausflüge machen.

### Etappe 7: Stanhope nach Wood Islands (ca. 170 km)

- **Die Strecke:** Über die Route 2 und 313 nach Greenwich an der St. Peters Bay, weiter nach Osten über Souris bis East Point und an der Südostküste über Montague nach Wood Islands. Ruhige Landstraßen durch Wald, Felder und kleine Häfen, rund 2,5 bis 3 Stunden.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Greenwich, PEI National Park: der schwimmende Holzsteg über einen Teich und die größten Dünen der Insel, darunter ein seltenes parabelförmiges Dünensystem. Weg rund 4,5 bis 5 km hin und zurück, Interpretation Centre am Wild Rose Road.
  - Basin Head Provincial Park bei Souris: Strand mit „singendem Sand“, der beim Gehen quietscht, und die Brücke über den Gezeitenkanal, von der Einheimische ins Wasser springen.
  - East Point Lighthouse an der Ostspitze: Hier treffen die Strömungen des Golfs und der Northumberland Strait aufeinander.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Northumberland Provincial Park bei Wood Islands, nur wenige Minuten vom Fähranleger: Campingplatz am Strand mit rotem Sandstein, Plätze mit und ohne Anschlüsse. Saison 2026 vom 5. Juni bis 4. Oktober, Buchung über peiprovincialparks.ca. Weitere Option im Osten: Brudenell River Provincial Park bei Montague (bis 12. Oktober).
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Am Fährhafen Wood Islands ist Übernachten auf dem Warteplatz nicht erlaubt. Auch Leuchtturm- und Strandparkplätze sind keine Stellplätze.
- **Insider-Tipp für Camper:** An den Stränden des Nationalparks, auch in Greenwich, sind Hunde vom 1. April bis 15. Oktober verboten – wegen des brütenden Gelbfuß-Regenpfeifers. Rettungsschwimmer gibt es nur in der Sommersaison und nur an den bewachten Stränden. In Montague oder Souris Wasser auffüllen und entsorgen, bevor es auf die Fähre geht.

### Etappe 8: Wood Islands nach Caribou (NS) / Rückweg (ca. 250 km)

- **Die Strecke:** Northumberland Ferries setzt in 75 Minuten nach Caribou bei Pictou in Nova Scotia über. Der Sommerfahrplan 2026 läuft vom 15. Juni bis 17. Oktober mit acht Abfahrten täglich ab jedem Hafen, danach gilt bis 20. Dezember ein Herbstfahrplan mit vier Abfahrten. Fahrzeuge müssen 40 Minuten vor Abfahrt eingecheckt sein. Von Caribou über die Highways 106 und 104 an Truro vorbei und bei Amherst zurück nach New Brunswick; bis Moncton rund 250 km. Alternativ zurück über die Confederation Bridge.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Die Überfahrt selbst: Vom Oberdeck sieht man die roten Klippen von Wood Islands und bei klarem Wetter die Küste von Nova Scotia.
  - Pictou mit dem Nachbau der „Hector“, des Schiffes, das 1773 die ersten schottischen Siedler nach Nova Scotia brachte.
  - Caribou-Munroes Island Provincial Park: 3 km langer Küstenweg und Salzwasserstrand an der Northumberland Strait.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Caribou-Munroes Island Provincial Park, nur wenige Kilometer vom Fährhafen: 2026 vom 5. Juni bis 12. Oktober, 42 Plätze mit Strom (30 A), 49 ohne Anschlüsse, sechs Walk-in-Plätze, Duschen, Trinkwasser, Dump Station. Buchung über novascotia.goingtocamp.com. Ideal nach einer späten Fähre oder als Startpunkt für den Cabot Trail auf Cape Breton.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Am Fährhafen Caribou und in Pictou ist Übernachten auf Parkplätzen nicht vorgesehen. In Nova Scotia gibt es zwar Crown Land, doch in der Umgebung von Pictou liegen fast alle Uferflächen auf Privatgrund.
- **Insider-Tipp für Camper:** Für die Fähre reservieren: Nur mit Buchung ist der Platz garantiert, und beim Verlassen der Insel ist die Fahrt kostenpflichtig; von Nova Scotia nach PEI kann man im Standby kostenlos mitfahren, sofern Platz ist. Der Fahrpreis richtet sich nach Länge und Höhe des Fahrzeugs und ist für einfache und Hin- und Rückfahrt gleich. Wer über den Highway 104 Richtung New Brunswick fährt, passiert den mautpflichtigen Cobequid Pass; Fahrzeuge ohne Nova-Scotia-Kennzeichen zahlen dort Maut.

## Camping-Praxis & Länder-Knigge

### Wildcamping & Freistehen

- In den Nationalparks Fundy und Prince Edward Island ist Übernachten nur auf den ausgewiesenen Campingplätzen erlaubt. Parkranger kontrollieren, Verstöße werden mit Bußgeldern geahndet.
- New Brunswick: Campen auf Crown Land ist für kurze Zeit zulässig, Wohnmobile jedoch nur in abgelegenen Gebieten ohne lizenzierte Campingplätze und nicht näher als 75 m an Ufern. Abwasser darf nicht abgelassen werden. An der Fundy-Küste und rund um Moncton ist das praktisch keine Option.
- Prince Edward Island: Die Insel hat kaum öffentliches Land, Freistehen ist faktisch nicht möglich. Tourism PEI weist darauf hin, dass Übernachten auf Geschäftsparkplätzen in der Regel nicht erlaubt ist, und empfiehlt lizenzierte Campingplätze.
- Feuer nur in vorhandenen Feuerstellen und nach dem aktuellen Stand der Waldbrandgefahr. New Brunswick veröffentlicht tägliche Burn-Ban-Karten, in trockenen Sommern (wie im August 2025) können Wälder und Wanderwege ganz gesperrt werden. Holz nur vor Ort kaufen, um keine Schädlinge einzuschleppen.
- Nützliche Apps: iOverlander, Park4Night und Campendium; Buchungen über reservation.pc.gc.ca (Nationalparks), reservations.parcsnbparks.ca (New Brunswick) und peiprovincialparks.ca (PEI, Reservierungen ab Mitte April). Die Saison der PEI-Plätze endet schon Ende September oder Anfang Oktober.

### Entsorgung & Versorgung

- Dump Stations gibt es auf allen großen Nationalpark-Plätzen (Headquarters, Chignecto, Point Wolfe, Cavendish) und in den meisten Provincial Parks; Tagesgäste fragen am Eingang. In Moncton, Charlottetown und Summerside haben einzelne Tankstellen Entsorgungsstationen.
- Leitungswasser ist in der Regel trinkbar; auf Campingplätzen können aber „Boil Water Advisories“ gelten – Hinweise an den Wasserhähnen beachten. Auf PEI stammt das Wasser aus Grundwasser, an kleinen Plätzen gibt es teils nur einzelne Zapfstellen.
- Grauwasser und Chemietoiletten nur an der Dump Station entleeren. Wer Abwasser in die Natur ablässt, riskiert hohe Strafen.
- Propan füllen Propanhändler, Baumärkte und einige Tankstellen in Saint John, Moncton und Charlottetown – nur nordamerikanisch zertifizierte Flaschen (TC/DOT) innerhalb der Prüffrist. Europäische Gasflaschen werden nicht befüllt.
- Supermärkte in Saint John, Sussex, Moncton, Shediac, Summerside und Charlottetown. In Alma und an der Nordküste von PEI gibt es nur kleine Läden, oft mit eingeschränkten Öffnungszeiten außerhalb der Hochsaison.

### Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

- Tempolimits in km/h: in New Brunswick innerorts 50, auf Landstraßen meist 80, auf dem Trans-Canada Highway (Route 2) bis zu 110. Auf PEI innerorts 50, auf Landstraßen meist 80 bis 90; Autobahnen gibt es auf der Insel nicht. Die Beschilderung ist verbindlich.
- Handyverbot am Steuer: In New Brunswick, Prince Edward Island und Nova Scotia ist das Telefonieren oder Tippen mit dem Handy in der Hand während der Fahrt verboten – auch an roten Ampeln. Nur Freisprechanlagen sind erlaubt. Verstöße kosten Bußgelder und Punkte.
- Maut: Confederation Bridge nur beim Verlassen von PEI (2026 20 kanadische Dollar, weitere Achsen derzeit ohne Aufschlag). Die Fähre Wood Islands–Caribou ist beim Verlassen der Insel kostenpflichtig, Tarif nach Fahrzeuglänge und -höhe. Fundy Trail Parkway und Hopewell Rocks erheben Eintritt. Cobequid Pass in Nova Scotia für Fahrzeuge ohne NS-Kennzeichen mautpflichtig. Keine Umweltzonen.
- Zeitzone: New Brunswick, Prince Edward Island und Nova Scotia liegen in der Atlantic Time Zone – eine Stunde später als in Maine und Québec. Rechtsabbiegen bei Rot ist nach vollständigem Halt erlaubt, sofern kein Schild es verbietet. Vor Schulbussen mit blinkendem Rotlicht halten beide Fahrtrichtungen.
- Maße: Der Campingplatz Point Wolfe ist für Fahrzeuge über 7,3 m Länge und 4,4 m Höhe gesperrt; die Zufahrt nach Cape Enrage ist steil und schmal (die Anlage ist 2026 ohnehin geschlossen). Auf der Confederation Bridge gelten bei starkem Wind Einschränkungen für hohe Fahrzeuge und Gespanne.

## CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

- Gezeitentabelle für Saint John, Alma und Hopewell Cape (ausgedruckt oder als Offline-App): Ohne sie verpasst man Reversing Falls und den Meeresboden von Hopewell Rocks.
- Gummistiefel oder alte Trekkingsandalen: Der rote Schlick der Bay of Fundy ist nass und rutschig und färbt Schuhe dauerhaft.
- Windfeste Jacke und Fleece: An der Fundy-Küste liegt oft Nebel, und selbst im Juli zeigt das Thermometer morgens nur 12 bis 15 °C.
- Insektenschutz mit Kopfnetz: Stechmücken und Kriebelmücken sind im Juni und Juli in den Wäldern von Fundy und in den Salzwiesen an der Nordküste von PEI stark.
- Fahrräder: Der Confederation Trail auf der ehemaligen Bahnstrecke quer über PEI und der Gulf Shore Parkway im Nationalpark sind flach und autofrei.
- Auffahrkeile und ein langes Stromkabel: Viele Stellplätze in Fundy liegen am Hang, und die Anschlüsse sind nicht immer günstig platziert.

_Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen._

## Reiseverlauf Stopp für Stopp

1. **Saint John** (NB)
2. **Alma** (NB)
3. **Hopewell Cape** (NB)
4. **Shediac** (NB)
5. **Charlottetown** (PE)
6. **Cavendish** (PE)
7. **Tignish** (PE)
8. **Wood Islands** (PE)

## Häufige Fragen

**Wie lang ist die Route «Weltrekord-Gezeiten, rote Klippen und Dünen aus Quarzsand – mit dem Camper von der Fundy-Küste nach Prince Edward Island»?**
8-tägiger Roadtrip über etwa 646 km (401 mi) mit 8 Stopps, von Saint John nach Wood Islands. Insgesamt etwa 7 h 10 min Fahrzeit.

**Wie viele Tage braucht man für «Weltrekord-Gezeiten, rote Klippen und Dünen aus Quarzsand – mit dem Camper von der Fundy-Küste nach Prince Edward Island»?**
Wir empfehlen 8 Tage: etwa 7 h 10 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

**Wo beginnt und endet «Weltrekord-Gezeiten, rote Klippen und Dünen aus Quarzsand – mit dem Camper von der Fundy-Küste nach Prince Edward Island»?**
Sie beginnt in Saint John und endet in Wood Islands.

**Durch welche Provinzen führt «Weltrekord-Gezeiten, rote Klippen und Dünen aus Quarzsand – mit dem Camper von der Fundy-Küste nach Prince Edward Island»?**
New Brunswick und Prince Edward Island.
