# Leuchttürme, Basstölpel und Karibus – mit dem Camper einmal rund um die Gaspésie

> 8-tägige Rundreise über etwa 1.463 km (909 mi) mit 10 Stopps, Start und Ziel in Québec. Insgesamt etwa 16 h 14 min Fahrzeit.

Source: https://camping-spirit.com/de/guides/rf-014-gaspesie-tour-quebec/

**Auf einen Blick:** 8-tägige Rundreise über etwa 1.463 km (909 mi) mit 10 Stopps, Start und Ziel in Québec. Insgesamt etwa 16 h 14 min Fahrzeit. Rund 1.700 Kilometer auf der Route 132: vom Sankt-Lorenz-Strom, der hier schon nach Meer riecht, über die Chic-Chocs und Forillon bis zum Rocher Percé und zurück durch das Tal der Matapédia.

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|---|---|
| Entfernung | 1.463 km (909 mi) |
| Fahrzeit | 16 h 14 min |
| Empfohlene Tage | 8 |
| Stopps | 10 |
| Route | Québec → Québec |
| Bundesstaaten | QC |
| Aktualisiert | 24. April 2026 |

*Rund 1.700 Kilometer auf der Route 132: vom Sankt-Lorenz-Strom, der hier schon nach Meer riecht, über die Chic-Chocs und Forillon bis zum Rocher Percé und zurück durch das Tal der Matapédia.*

## Der Spirit der Route

Hinter Québec wird der Sankt-Lorenz breiter, bis das andere Ufer nur noch ein blauer Strich ist. Auf dem Südufer reihen sich Dörfer mit silbernen Kirchtürmen, Aalreusen im Watt und Abende, an denen die Sonne hinter den Bergen der Charlevoix versinkt. Ab Sainte-Flavie klebt die Route 132 an der Küste: links Felswände und Schiefergeröll, rechts Salzwasser, dazwischen Fischerorte mit roten Leuchttürmen. Aus der Schiebetür sieht man morgens Basstölpel ins Wasser schießen, abends Wale blasen. Im Hinterland steigen die Chic-Chocs auf über 1.200 Meter, mit Tundra auf den Gipfeln und den letzten Karibus südlich des Sankt-Lorenz. Am Ende der Halbinsel stehen die Kalkklippen von Forillon und der Rocher Percé im Meer, danach wird es an der Baie des Chaleurs milder, sandiger, fast lieblich. Französisch ist hier Alltagssprache, der Rhythmus ist langsam, und am Straßenrand verkauft jemand frische Krevetten aus Matane.

## Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

### Etappe 1: Québec nach Rivière-du-Loup (ca. 210 km)

- **Die Strecke:** Über die Pierre-Laporte-Brücke auf das Südufer und auf der Autoroute 20 bis Montmagny, dann lohnt sich die Route 132 als „Route des Navigateurs“: zweispurig, flach, durch Dörfer, Wiesen und Salzmarschen am Strom. Ab Kamouraska immer wieder Felsbuckel im Watt und weite Blicke auf das Nordufer. Gut 2,5 Stunden reine Fahrzeit, mit Stopps ein Tag.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Kamouraska: altes Dorf mit Holzhäusern, Kai und Aalreusen im Schlick; zum Sonnenuntergang ans Ufer.
  - Saint-Jean-Port-Joli: Ort der Holzschnitzer mit Ateliers entlang der Route 132.
  - Pointe de Rivière-du-Loup: Aussichtssteg über dem Strom, einer der bekannten Sonnenuntergangsplätze am Südufer.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Camping municipal de la Pointe in Rivière-du-Loup: Gemeindeplatz direkt an der Landspitze, Stellplätze mit und ohne Anschlüsse, Sanitärgebäude mit Duschen, Entsorgungsstation (vidange). Wer die erste Nacht noch in Québec verbringt: Camping im Centre de plein air de Beauport (Stadt Québec) mit Plätzen bis Vollanschluss (Wasser, 30 A, Abwasser) und Sani-Dump, geöffnet allerdings nur von Anfang Juni bis zum Labour Day (Fête du Travail; 2026: 5. Juni bis 7. September). Danach bleiben die Wohnmobil-Parkplätze Bassin Louise im Alten Hafen (ganzjährig, kostenpflichtig) oder Baie de Beauport (Mitte Mai bis Mitte Oktober, Tor nachts geschlossen).
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Im Stadtgebiet von Québec ist Übernachten auf der Straße nicht vorgesehen – die Stadt verweist auf die ausgewiesenen VR-Parkplätze. Entlang des Südufers verbieten viele Gemeinden Camping auf öffentlichem Grund per Règlement; Rastplätze (haltes routières) sind zum Ausruhen da, nicht zum Campen.
- **Insider-Tipp für Camper:** Die Altstadt von Québec mit dem Wohnmobil meiden: enge, steile Gassen, kaum Parkplätze. Besser am Bassin Louise oder auf den Plaines d’Abraham (nur tagsüber) parken und zu Fuß gehen. Vor der Abfahrt in Québec oder Lévis einkaufen und tanken – die Supermärkte auf dem Land sind kleiner, an der A-20 gibt es Tankstellen an den Ausfahrten.

### Etappe 2: Rivière-du-Loup nach Parc national du Bic (ca. 95 km)

- **Die Strecke:** Weiter auf der Route 132 über Cacouna, L’Isle-Verte und Trois-Pistoles, oder abschnittsweise schneller auf der Autoroute 20, soweit sie ausgebaut ist. Die Küste wird felsiger, Wälder rücken an den Strom. Kurze Etappe, gut 1,5 Stunden, damit Zeit für den Park bleibt.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Trois-Pistoles: große Kirche aus dem 19. Jahrhundert und Blick auf die Île aux Basques.
  - Pic Champlain im Parc national du Bic: Aussichtspunkt über Buchten, Inseln und Kaps.
  - Seehunde im Bic: Seehunde liegen bei Ebbe auf den Felsen an der Küste; von Anfang Juli bis Oktober gibt es geführte Beobachtungen (Gezeiten beachten).
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Parc national du Bic (SÉPAQ): Camping Rivière-du-Sud-Ouest mit Plätzen ohne Anschlüsse sowie mit einem oder zwei Services (Strom, Wasser; 2026 neu nummeriert) und Camping Tombolo mit Stromplätzen; Saison 2026 jeweils etwa Ende April bis Anfang November. Reservierung über sepaq.com – im Sommer früh buchen, der Park ist klein und beliebt. Zusätzlich wird pro Person ein tägliches Eintrittsrecht (droit d’accès) fällig.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Im Park ist Übernachten nur auf den Campingplätzen erlaubt. Rund um Rimouski sind Parkplätze an der Uferpromenade kein legaler Übernachtungsort; Supermarktparkplätze (etwa Walmart in Rimouski) nur mit ausdrücklicher Erlaubnis der Filiale.
- **Insider-Tipp für Camper:** Achtung: Ein „Parc national“ in Québec ist ein Provinzpark der SÉPAQ, kein Nationalpark des Bundes – der Parks-Canada-Pass gilt hier nicht. Wanderungen im Bic nach der Gezeitentabelle planen: Einige Uferwege und Übergänge zu Inseln sind nur bei Niedrigwasser begehbar.

### Etappe 3: Parc national du Bic nach Parc national de la Gaspésie (Mont-Albert) (ca. 240 km)

- **Die Strecke:** Über Rimouski nach Sainte-Flavie, wo die eigentliche Tour de la Gaspésie beginnt. Ab Matane wird die Route 132 schmaler und folgt der Küste unter Felswänden, mit kurzen Steigungen an jedem Flusstal. In Sainte-Anne-des-Monts auf die Route 299 nach Süden, 40 km ins Gebirge bis zum Gîte du Mont-Albert. Rund 3,5 Stunden reine Fahrzeit.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Jardins de Métis (Reford Gardens) in Grand-Métis: historischer Garten mit blauem Himalaya-Mohn, saisonal bis Anfang Oktober geöffnet – Öffnungszeiten prüfen.
  - Sainte-Flavie: „Le Grand Rassemblement“, Dutzende Betonfiguren des Künstlers Marcel Gagnon, die aus dem Watt steigen.
  - Leuchtturm von Matane an der Promenade und Krevetten aus Matane in den Fischläden am Hafen.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Parc national de la Gaspésie (SÉPAQ): Camping Mont-Albert beim Gîte, mit Plätzen ohne Anschlüsse, mit Wasser und wenigen Stromplätzen, Entsorgungsstation vor Ort; Stellplatzlängen sind teils knapp (einzelne Plätze nur für Fahrzeuge bis etwa 6 m). Camping de la Rivière gleich daneben mit Plätzen mit zwei Services (Wasser, Strom). Einfach: Espace VR La Vallée, acht Schotterplätze ohne Anschlüsse nur für Wohnmobile; Wasser und Toiletten am rund 500 m entfernten Camping de la Rivière, Dump am Camping Mont-Albert (etwa 1,5 km). Saisondaten der einzelnen Plätze bei der Reservierung auf sepaq.com prüfen.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Im Park kein Freistehen. Die Städte an der Küste (etwa Matane, Sainte-Anne-des-Monts) erlauben Camping nur auf registrierten Plätzen. Auf Staatsland (terres du domaine de l’État) im Hinterland ist kurzes Camping grundsätzlich möglich, die Regeln legt aber jede MRC fest – vorher dort nachfragen.
- **Insider-Tipp für Camper:** In Sainte-Anne-des-Monts volltanken und einkaufen: Im Park gibt es weder Tankstelle noch Supermarkt, und die Route 299 nach Süden ist über lange Strecken ohne Service. Im Park kaum Mobilfunk. Am Abend auf der Route 299 langsam fahren – Elche stehen auf der Straße.

### Etappe 4: Parc national de la Gaspésie nach Forillon (Cap-des-Rosiers) (ca. 260 km)

- **Die Strecke:** Nach einem Wandertag zurück nach Sainte-Anne-des-Monts und auf der 132 nach Osten: der wildeste Abschnitt der Tour. Die Straße schwingt zwischen Klippe und Meer, klettert über Kaps und fällt steil in Buchten wie Mont-Saint-Pierre, Rivière-la-Madeleine und Grande-Vallée. Gut 4 Stunden reine Fahrzeit, besser zwei Tage mit Zwischenstopp in Mont-Saint-Pierre.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Mont Jacques-Cartier (1.268 m): Karibu-Lebensraum, der Gipfelweg ist nur vom 1. Juli bis 30. September und nur zwischen 10 und 16 Uhr offen, Zugang ausschließlich mit dem kostenpflichtigen Shuttle ab dem Camping Mont-Jacques-Cartier, Wege nicht verlassen. Alternative: Tour du Mont-Albert (gut 17 km, saisonal geöffnet – Termine bei der SÉPAQ prüfen).
  - Phare de La Martre: roter, achteckiger Holzleuchtturm direkt an der 132.
  - Mont-Saint-Pierre: Gleitschirmflieger über der Bucht; Leuchtturm von Cap-des-Rosiers, mit rund 34 m der höchste Kanadas.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Forillon National Park (Parks Canada), Nordsektor: Camping Des-Rosiers mit Plätzen ohne und mit Strom, Duschen und Dump an der Einfahrt. Reservierung über reservation.pc.gc.ca; Saison 2026 vom 29. Mai bis 12. Oktober – Des-Rosiers öffnet früher als Petit-Gaspé. Der kleine Zeltplatz Cap-Bon-Ami ist 2026 geschlossen (und ohnehin nur für Zelte). Zwischenstopp: Camping municipal Mont-Saint-Pierre am Strand der Bucht, mit Plätzen mit und ohne Anschlüsse.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Im Forillon-Nationalpark ist Übernachten nur auf den Campgrounds erlaubt (Canada National Parks Act). In Haute-Gaspésie sind Strände und Uferparkplätze in den meisten Gemeinden für Camper tabu, Ortsschilder mit „Camping interdit“ ernst nehmen.
- **Insider-Tipp für Camper:** Die Gefälle hinunter nach Mont-Saint-Pierre und rund um Grande-Vallée sind lang und steil, oft mit Prozentangabe und dem Hinweis auf die Motorbremse (frein moteur) beschildert: niedrigen Gang einlegen, Bremsen nicht überhitzen. Wegen Küstenerosion wird an der 132 laufend gebaut; Baustellen und Ampelphasen vorab auf quebec511.info prüfen. Tanken in Mont-Louis, Grande-Vallée oder Rivière-au-Renard.

### Etappe 5: Forillon nach Percé (ca. 110 km)

- **Die Strecke:** Durch den Park in den Südsektor, dann am Nordufer der Baie de Gaspé entlang nach Gaspé und weiter über die Hügel nach Percé. Die letzte Kuppe vor Percé gibt den Blick auf den Rocher frei, dahinter geht es steil in den Ort hinunter. Knapp 2 Stunden reine Fahrzeit.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Cap-Gaspé: Wanderweg Les Graves zum „Ende der Welt“ an der Spitze der Halbinsel, oft mit Walen und Robben vor der Küste.
  - Anse-Blanchette und Grande-Grave: restaurierte Häuser der Kabeljaufischer im Südsektor von Forillon.
  - Percé: Rocher Percé bei Ebbe vom Strand aus, Überfahrt zur Île Bonaventure mit rund 116.000 Basstölpeln (Parc national de l’Île-Bonaventure-et-du-Rocher-Percé, 2026 vom 31. Mai bis 12. Oktober).
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** In Forillon: Camping Petit-Gaspé im Südsektor, im Wald am Hang, mit Plätzen ohne Anschlüsse, mit Strom und mit Wasser und Strom, Duschen, Wäscherei, Freizeitzentrum und Dump (Saison 2026: 19. Juni bis 12. Oktober). In Percé gibt es keine öffentlichen Campingplätze; auf der Île Bonaventure darf nicht übernachtet werden. Die privaten Plätze in Percé liegen teils in Hanglage mit Blick auf den Rocher – im Sommer vorab reservieren.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Die Stadt Gaspé hat Camping auf öffentlichen Plätzen per Règlement eingeschränkt; auch Percé duldet keine Übernachtung auf Parkplätzen und am Ufer. Legale Alternative sind nur registrierte Campingplätze (CITQ-Registrierung).
- **Insider-Tipp für Camper:** Die Boote zur Île Bonaventure (private Anbieter am Kai von Percé) legen morgens ab; die erste Fahrt ist oft die ruhigste. Die Überfahrt kostet extra, dazu das Eintrittsrecht der SÉPAQ. Ab dem 17. August 2026 wird an der 132 im Sektor Anse-au-Cousin (Gaspé) rund vier Monate lang eine Uferbefestigung gebaut – mit Verzögerungen rechnen. In Gaspé Vorräte auffüllen: Supermärkte, Propan und Tankstellen – der letzte große Einkaufsort bis zur Baie des Chaleurs.

### Etappe 6: Percé nach Carleton-sur-Mer (ca. 200 km)

- **Die Strecke:** Die 132 verlässt die Steilküste und führt entlang der Baie des Chaleurs durch Chandler, Paspébiac und Bonaventure: flacher, sonniger, mit Sandstränden, Barachois (Lagunen) und Blick hinüber nach New Brunswick. Rund 3 Stunden reine Fahrzeit.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Plateforme de verre des Géoparc de Percé auf dem Mont Sainte-Anne: gläserne Plattform über dem Ort (Zugang mit Shuttle ab dem Géoparc).
  - Site historique du Banc-de-Pêche-de-Paspébiac: Gebäude der Kabeljau-Handelsgesellschaften des 18. und 19. Jahrhunderts.
  - Parc national de Miguasha (UNESCO-Welterbe): Fossilienklippe aus dem Devon, Ausstellung mit Elpistostege, Strandwanderung bei Ebbe (2026 vom 1. Juni bis 12. Oktober).
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Camping Carleton-sur-Mer (Gemeindeplatz) auf der Landzunge am Barachois, zwischen Lagune und Meer, mit Plätzen mit Anschlüssen und Sanitärgebäude. In Miguasha selbst gibt es keinen Campingplatz. Rustikal und naturnah: ZEC de la rivière Nouvelle im Hinterland (Registrierung und Gebühr, Schotterpisten).
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Carleton-sur-Mer verbietet Camping auf öffentlichen Wegen, Plätzen und Stränden sowie das Fahren und Parken auf Strand- und Grünflächen; es drohen Bußgeld und Gebühren von zusammen über 100 Dollar. Erlaubt ist Camping nur auf registrierten Plätzen.
- **Insider-Tipp für Camper:** Vom Camping aus zu Fuß oder mit dem Rad an die Uferpromenade; zum Oratoire Notre-Dame-du-Mont-Saint-Joseph über Carleton führt eine steile Straße, die für große Wohnmobile ungeeignet ist – besser zu Fuß oder mit dem Pkw. Miguasha-Strand nur bei Ebbe, Fossilien dürfen nicht mitgenommen werden.

### Etappe 7: Carleton-sur-Mer nach Parc national du Bic (ca. 300 km)

- **Die Strecke:** Bis Matapédia an der Grenze zu New Brunswick, dann biegt die Route 132 nach Norden in die Vallée de la Matapédia: Lachsfluss, Wälder, Bauernhöfe, überdachte Brücken und der lang gezogene Lac Matapédia. Hinter Mont-Joli trifft die Straße bei Sainte-Flavie wieder auf den Strom – die Runde schließt sich. Rund 4 Stunden reine Fahrzeit.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Matapédia: Zusammenfluss von Matapédia und Restigouche, zwei bekannte Lachsflüsse.
  - Causapscal: Site historique Matamajaw, ein ehemaliger Lachsangel-Club mit Lachsbecken im Fluss.
  - Lac Matapédia bei Amqui und Sayabec, mit Rastplätzen am Ufer.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Zurück im Parc national du Bic: Camping Tombolo (Strom) oder Rivière-du-Sud-Ouest, 2026 beide bis Anfang November, gleiche Reservierung über sepaq.com. Wer die Etappe teilen will, findet in der Vallée de la Matapédia kleinere Gemeinde- und Privatplätze, etwa in Causapscal oder Amqui – Saison und Anschlüsse vorab prüfen.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** Auch in der Matapédia gilt: Camping nur auf registrierten Plätzen, auf Staatsland im Hinterland nach den Regeln der MRC. Supermarktparkplätze in Amqui oder Mont-Joli nur mit Erlaubnis.
- **Insider-Tipp für Camper:** Tankabstände beachten: Zwischen Matapédia und Amqui liegen kaum Tankstellen, also in Carleton oder Matapédia volltanken. Im Herbst leuchten die Ahornwälder im Tal ab Ende September. Auf der Autoroute 20 bei Rimouski gibt es 2026 immer wieder tageweise Sperrungen wegen Wartungsarbeiten mit Umleitung über die 132 – Québec 511 prüfen.

### Etappe 8: Parc national du Bic nach Québec (ca. 310 km)

- **Die Strecke:** Zügig auf der Autoroute 20 zurück nach Québec, oder abschnittsweise wieder auf der 132 durch die Dörfer, die auf der Hinfahrt zu kurz kamen. Auf der A-20 gut 3,5 Stunden reine Fahrzeit.
- **Highlights & Must-Sees:**
  - Île Verte oder Trois-Pistoles als letzter Stopp am Strom, mit Blick auf das Nordufer und die Berge der Charlevoix.
  - Parc de la Chute-Montmorency bei Québec: Wasserfall, höher als die Niagarafälle, mit Hängebrücke.
  - Lévis: Terrasse über dem Strom mit Blick auf das Château Frontenac, Fähre in die Altstadt ohne Auto.
- **Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz:** Für die letzte Nacht: Camping im Centre de plein air de Beauport (bis Labour Day) oder die VR-Parkplätze Bassin Louise und Baie de Beauport (Mitte Mai bis Mitte Oktober). Auch auf der Île d’Orléans gibt es Übernachtungsmöglichkeiten für Wohnmobile.
- **Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal):** In Québec und Lévis kein Freistehen auf öffentlichem Grund; Walmart- oder Baumarktparkplätze nur mit ausdrücklicher Erlaubnis der Filialleitung, die in vielen Filialen nicht mehr erteilt wird.
- **Insider-Tipp für Camper:** Vor der Rückgabe entleeren: Dumpstationen am Centre de plein air de Beauport, an Campingplätzen und an einigen Tankstellen, Übersicht auf stationvidangevr.com und sanidumps.com. Diesel in Lévis oder an der A-20 tanken, nicht in der Altstadt suchen.

## Camping-Praxis & Länder-Knigge

### Wildcamping & Freistehen

- In Québec gibt es kein allgemeines Recht auf Freistehen. Viele Gemeinden an der Route 132 verbieten Camping auf Straßen, Plätzen, Stränden und Parkplätzen per Règlement municipal, etwa Carleton-sur-Mer (Bußgeld und Gebühren zusammen über 100 Dollar) und Gaspé. Schilder mit „Camping interdit“ oder „Stationnement de nuit interdit“ gelten auch für Wohnmobile.
- In den SÉPAQ-Parks (Bic, Gaspésie, Île-Bonaventure, Miguasha) und im Forillon-Nationalpark (Parks Canada) ist Übernachten nur auf den ausgewiesenen Plätzen erlaubt; Parkwächter kontrollieren.
- Rastplätze (haltes routières, aires de services) dienen der Pause gegen Müdigkeit, nicht dem Camping – kein Stuhl, keine Markise, weiterfahren am Morgen.
- Auf Staatsland (terres du domaine de l’État) ist kurzes Camping meist erlaubt, die Details (Dauer, Sperrzonen, Genehmigung ab einer bestimmten Aufenthaltsdauer) legt die jeweilige MRC fest. In ZECs und Réserves fauniques nur auf deren Plätzen, mit Registrierung und Gebühr.
- Walmart-, Canadian-Tire- oder Baumarktparkplätze nur mit ausdrücklicher Erlaubnis der Filiale – vorher im Markt fragen.
- Apps und Seiten: iOverlander, Park4Night, Campendium; Campingplätze bei Camping Québec (campingquebec.com), SÉPAQ-Reservierung über sepaq.com, Forillon über reservation.pc.gc.ca, Straßenzustand bei quebec511.info.

### Entsorgung & Versorgung

- Entsorgungsstationen heißen „station de vidange“: in Bic und Parc de la Gaspésie (Camping Mont-Albert), in Forillon (Petit-Gaspé, Des-Rosiers), auf den Gemeindeplätzen und an manchen Tankstellen; Übersicht auf stationvidangevr.com und sanidumps.com.
- Trinkwasser nur aus Hähnen mit „eau potable“; an einigen SÉPAQ-Plätzen (etwa Camping Mont-Jacques-Cartier) ist das Wasser ausdrücklich nicht trinkbar („eau non potable“) – Tank vorher füllen oder abkochen.
- Grauwasser nie auf den Boden oder in Bäche; Chemietoiletten nur an Dumpstationen leeren.
- Propan an Propanhändlern und manchen Tankstellen in Québec, Rimouski, Matane, Gaspé und Carleton; nordamerikanische Anschlüsse, europäische Flaschen werden meist nicht befüllt.
- Tankabstände: Auf der Route 299 durch den Parc de la Gaspésie gibt es keine Tankstelle, in Haute-Gaspésie und in der Vallée de la Matapédia liegen die Stationen weiter auseinander. Nie mit weniger als einem halben Tank in diese Abschnitte fahren.

### Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

- Tempolimits in km/h: Autoroutes meist 100, Routes wie die 132 meist 90, in Orten 50, vor Schulen oft 30. Eigene Limits für Wohnmobile gibt es nicht; es gibt feste und mobile Fotoradare (photo radar).
- Beschilderung fast nur auf Französisch: „Arrêt“ (Stopp), „Cédez“ (Vorfahrt gewähren), „Sortie“ (Ausfahrt), „Travaux“ (Baustelle), „Chaussée glissante“ (Rutschgefahr). Grüner Blinkpfeil bzw. blinkendes Grün heißt: geschützt links abbiegen.
- Rechtsabbiegen bei Rot ist in Québec nach vollständigem Halt erlaubt, außer auf der Insel Montréal und wo ein Schild es verbietet.
- Winterreifenpflicht in Québec vom 1. Dezember bis 15. März für in Québec zugelassene Fahrzeuge einschließlich Mietwagen; ausgenommen sind unter anderem Wohnmobile (dauerhaft als Wohnung ausgebaute Fahrzeuge) und außerhalb Québecs zugelassene Fahrzeuge – bei Herbstreisen trotzdem beim Vermieter nach der Bereifung fragen. Im Oktober und November ist auf der Route 299 und in Haute-Gaspésie früher Schnee möglich.
- SÉPAQ-Parks verlangen ein tägliches Eintrittsrecht pro Person (oder Jahreskarte), Forillon den Parks-Canada-Pass; 2026 war der Eintritt in Parks-Canada-Stätten im Rahmen des „Canada Strong Pass“ vom 19. Juni bis 7. September frei, Campinggebühren dort um 25 Prozent reduziert – für die SÉPAQ-Parks galt das nicht. Aktuelle Beträge bei sepaq.com und Parks Canada prüfen.
- Keine Maut und keine Umweltzonen auf der Route. Maße: Die Altstadt von Québec ist für große Fahrzeuge ungeeignet; Stellplatzlängen auf SÉPAQ- und Parks-Canada-Plätzen bei der Reservierung prüfen.

## CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

- Gezeitentabelle als App oder Ausdruck (marees.gc.ca bzw. tides.gc.ca): Uferwege im Bic, der Strand unter dem Rocher Percé und die Fossilienklippe in Miguasha sind nur bei Ebbe begehbar.
- Fernglas für Basstölpel, Seehunde und Wale vor Forillon und an der 132 – und für Karibus auf dem Mont Jacques-Cartier, die man nur vom Weg aus beobachten darf.
- Winddichte Regenjacke, Mütze und warme Schichten: Am Meer weht es ständig, auf den Gipfeln der Chic-Chocs kann es auch im Sommer um den Gefrierpunkt sein.
- Insektenschutz und Kopfnetz gegen Kriebelmücken (mouches noires) und Stechmücken, besonders im Juni und Juli im Parc de la Gaspésie.
- Frischwasser-Kanister (20 l) für Plätze mit „eau non potable“ oder ohne Anschluss wie Espace VR La Vallée.
- Französisch-Sprachführer oder Offline-Übersetzer: In Haute-Gaspésie und in der Matapédia wird im Alltag fast nur Französisch gesprochen, und Mobilfunk fehlt oft.

_Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen._

## Reiseverlauf Stopp für Stopp

1. **Québec** (QC)
2. **Kamouraska** (QC)
3. **Rivière-du-Loup** (QC)
4. **Rimouski** (QC)
5. **Sainte-Anne-des-Monts** (QC)
6. **Gaspé** (QC)
7. **Percé** (QC)
8. **Carleton-sur-Mer** (QC)
9. **Amqui** (QC)
10. **Québec** (QC)

## Häufige Fragen

**Wie lang ist die Route «Leuchttürme, Basstölpel und Karibus – mit dem Camper einmal rund um die Gaspésie»?**
8-tägige Rundreise über etwa 1.463 km (909 mi) mit 10 Stopps, Start und Ziel in Québec. Insgesamt etwa 16 h 14 min Fahrzeit.

**Wie viele Tage braucht man für «Leuchttürme, Basstölpel und Karibus – mit dem Camper einmal rund um die Gaspésie»?**
Wir empfehlen 8 Tage: etwa 16 h 14 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

**Wo beginnt und endet «Leuchttürme, Basstölpel und Karibus – mit dem Camper einmal rund um die Gaspésie»?**
Es ist eine Rundreise mit Start und Ziel in Québec.

**Durch welche Bundesstaaten führt «Leuchttürme, Basstölpel und Karibus – mit dem Camper einmal rund um die Gaspésie»?**
Quebec.
